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Crisis On Earth-X (DC-CW-Crossoverevent 2017)

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  • Crisis On Earth-X (DC-CW-Crossoverevent 2017)

    So, das diesjährige Riesen-Crossover der DCCW-Serien ist gelaufen und ich habe mir mal erlaubt, dafür einen eigenen Thread aufzumachen, da es in meinen Augen müßig wäre, das doch sehr zusammenhängende Special in seine einzelnen Serien-Komponenten (und verschiedene Threads) zu zerreißen.

    Natürlich gilt eine Spoilerwarnung für alle, die das Special noch nicht gesehen haben.

    Hier noch einmal der Trailer zum Event:



    Zu meiner Bewertung:

    Erstmal das Offensichtliche: Ja, die Nazi-Erde/-Zeitlinie ist ein Klischee. Ja, es ist ziemlich arg konstruiert, dass ausgerechnet Nazi-Oliver der Führer ist, wobei ich der Aussage "zehnmal mehr Mann als Hitler"-Aussage im Kontext einer alternativen Historie sogar zustimmen würde.

    Die Eingangsszenen waren trotz der durchwachsenen CGI gerade wegen der Tatsache, dass wir hier einfach in vier nicht weiter erklärte Actionszenen geworfen werden, die unsere Helden mittlerweile so routiniert abarbeiten, dass sie nebenbei Barrys und Iris' Hochzeit besprechen können. Gibt einen netten Kontrast vom Helden-Alltag und den "normalen" Bedrohungen zum Maßstab der Bedrohung durch die Earth-X-Nazis, wo sich die Helden wieder richtig ins Zeug legen müssen.

    Die Vorbereitungen zur Hochzeit und die Hochzeit selbst (bis diese unterbrochen wird natürlich) enthalten ebenfalls ein paar sehr nette Szenen und angesichts des Anlasses ist es in meinen Augen auch dieses Mal absolut verzeihlich, dass hier auch Soap-Drama mitschwingt. Was definitiv nicht hätte sein müssen: Der Olicity-Heiraten-oder-nicht-Subplot, so tolerant ich dem gegenüber sonst auch bin, hier schien es wirklich so, als wollten bestimmte Autoren die beiden mit reindrängen, weil man Barry und Iris das Rampenlicht nicht gönnte. Ganz egal wie man generell zu der Beziehung oder der Hochzeit im Speziellen stehen mag, das war *deren* Event, ein anderes Paar in den Vordergrund zu spielen ist da einfach besch...eiden.
    Ebenfalls in meinen Augen etwas überzogen: Alex' geschockte Reaktion auf ihren betrunkenen One Night Stand mit Sara - der Plot an sich war in Ordnung, aber am Morgen danach wirkte sie einfach mehr wie ein Teenie, als wie eine erwachsene Frau. Da war die Reaktion ihrer Adoptivschwester deutlich unterhaltsamer. Nettes Detail am Rande: Saras "How's your butt?"-Kommentar war von Caity Lotz improvisiert und die geschockte Reaktion von Alex in keinster Weise gespielt.
    Die Gesangseinlage hätte man sich ehrlich auch sparen können, aber a.) war sie kurz, b.) der Song für das Hochzeitspaar unheimlich passend und c.) hat Melissa Benoit unbestreitbar eine schöne Singstimme, also war das in meinen Augen auch verschmerzbar.
    Übrigens: Wer sich fragt wer die absolut überhaupt nicht verdächtige Kellnerin war, mit der Barry gesprochen hat: Augenscheinlich war das ein Easteregg und möglicherweise seine zeitreisende Tochter Dawn Allen.

    Der Kampf auf der Hochzeit war natürlich wunderbar inszeniert und choreographiert, es ist immer wieder toll zu sehen wie die Helden sich im direkten Zusammenspiel machen, ob das jetzt Cisco und Oliver mit ihrer Breach-Combo sind, Mick sich von Killer Frost inspiriert fühlt, oder Sara und Alex Prometheus eine Abreibung verpassen. Dazu kommen geniale Solo-Aktionen der Helden wie Barrys oder Wallys Kugelfangen von Maschinengewehrsalven (in letzterem Fall inklusive zurückwerfen der Kugel in den Lauf!), Karas "Super-Clap" oder Olivers zerschießen eines Pfeils mit seinem eigenen im Flug (natürlich ist das absolut unrealistisch, wen stört's bei einem Comic-Charakter?).

    Die "Offenbarung", dass es sich beim Nazi-Bogenschützen um einen Doppelgänger-Oliver und bei der fliegenden Frau um eine Doppelgänger-Kara handelte war natürlich kein wirklicher Twist mehr, nachdem das schon in Promo-Materialien verbreitet wurde. Dafür war die Identität des Speedsters (dessen Promo-Alias "Blitzen" nigendwo erwähnt wird) mit einem Harrison-Wells-Lookalike Eobart Thawne eine bessere Überraschung, auch wenn Thawne selbst keinen Hehl daraus macht, dass nichtmal er (und erst Recht nicht die Autoren) genau weiß, wie er das doppelte aus der Geschichte gelöscht werden nochmal überlebt hat. Ein echter Hammer war dafür Earth-X Prometheus aka Tommy Merlyn, ein schöner Rückgriff auf diverse Fantheorien von letztem Jahr und liefert eine echt tolle Charakterszene von Merlyns Darsteller.
    Dass Kara und Ollie von Earth-X eine Beziehung haben... Naja, hätte nicht sein müssen, macht sich aber von der Integration in den Plot und die Motivation der Antagonisten her ganz gut.

    Die Szene auf dem kollabierenden Gerüst mit der Rettungsaktion der Helden (insbesondere Green Arrows Seilschwungakrobatik-Einlage) ist ziemlich exemplarisch für einen Großteil des CGI-Einsatzes in dem Special: Die Effekte wirken stellenweise sichtlich billig und künstlich, aber ich muss auch ganz ehrlich sagen, dass es mir so lieber ist, als wenn sie komplett auf solche völlig abgehobenen Szenen verzichten würden, die in einer Comicverfilmung einfach nur völlig angemessen sind. Gerade bei dem doch gerade für solche Eskapaden oftmals knappen Budget finde ich es umso mutiger, dass solche Szenen produziert werden.

    Nebenbei: Die Erklärung für die Abwesenheit des Großteils der Legends während mehr als der ersten Hälfte des Specials wirkt ziemlich konstruiert.
    Die Charakterszenen, insbesondere der Plot um Stein und Jax sowie alles mit Mick (Bonuspunkte für Interaktionen mit Caitlyn/Killer Frost) sind weder aufdringlich noch nervig, sondern im ersten Falle wirklich gutes Charakterdrama und im zweiteren Fall einfach nur saukomisch.

    Dann der Showdown für die erste Hälfte, der natürlich klassischerweise nicht gut für die Helden ausgeht, aber den Schurken erlaubt, zu beweisen wie gefährlich und kompetent sie sind, gerade wenn Führer-Oliver die komplette B-Riege von Team Arrow im Alleingang verdrischt. Die Einführung eines neuen Metallo mit tatsächlich absolut, 100% comic-akkuratem Design war da trotz der deutlich hervorstechenden CGI die Kirsche auf der Sahne.

    Der Großteil der Helden findet sich also in einem Earth-X-Gefangenenlager wieder, wo sie auf Alonso Frame treffen und kurz darauf von seinem Ex-Liebhaber Jack Harkness gerettet... Ups, nein, falsches Franchise.
    Ich muss ehrlich sagen, dass mich die Auswahl des Schauspielers für The Ray im ersten Moment wohl auch wegen der Doctor Who-Verbindung ein wenig irritiert hat, aber je weiter das Special voranschritt, desto besser gefiel er mir und ich bin mal gespannt auf seine kommende Mini-Webserie (ob die dann beantwortet, wie er von Earth-1 nach Earth-X kam?). Und es ist natürlich jedes Mal ein absolutes Fest, Leo Snart wiederzusehen - auch diesem haben sie eine zum Comic-Look passende, neue Brille gegeben.
    Nazi-Quentin Lance spielt seine Rolle als vollkommen überzogener KZ-Kommandant ebenfalls zum Klischee passend wunderbar dick aufgetragen und mit sichtlichem Enthusiasmus, was mich nur in meiner Meinung bestärkt, dass Paul Blackthorne ein absolut unterbewertetes Mitglied des Arrow-Casts ist.
    Ebenso darf Winn Schotts Darsteller unter Beweis stellen, dass er mehr drauf hat als nur den komischen Geek von Supergirls Unterstützungscharakteren.

    Und die nächste großformatige Actionszene holt noch einen Comic-Charakter wieder hervor: Red Tornado, der hier zwar auch nicht zu Wort kommt, aber selbst mit seinem kurzen Auftritt wesentlich würdiger repräsentiert wird, als zuletzt in Supergirl.
    Der Jax-Stein-Plot kommt mit Steins Verwundung in seine kritische Phase, auch wenn man das in dem Moment kommen sah, indem sich beide aufteilten.
    Zwischendurch bekommt Tom Cavannaugh als Thawne noch einmal die Möglichkeit, eine nette Spitze gegen Felicity auszuteilen ("Niemand erinnert sich an Felicity Smoak!"), die so wirkt, als hätten andere Autoren als diejenigen denen wir den Olicity-Hochzeitsplot verdanken, an der Stelle ihre Abneigung gegenüber dem Charakter ausdrücken wollen.

    Mit dem verspäteten Auftauchen der Legends kommt der Plot dann auch langsam auf die Zielgerade. Hier sticht insbesondere Rays Auftritt hervor, der selbst *Thawne* so unvorbereitet erwischt, dass Ray ihn mit einem Schlag ausknocken kann. Die Konfrontation zwischen Nazi-Oliver und Felicity samt ihrer schon im Trailer verwendeten Ansprache macht hier im Kontext deutlich mehr Sinn und wirkt weniger Mary-Sue-ish, als noch im Trailer.
    Die Zerstörung von Metallo war eine meiner absoluten Lieblingsszenen aus dem ganzen Special, eine ganze Gruppe Helden, die so lange aus allen Richtungen auf den Pseudo-Terminator einschießen, dass er glatt explodiert - DAS ist eine Szene direkt aus einem Comicpanel, und das auch noch zu einem orchestralen Soundtrack!

    Und dann der Showdown. Alle Helden dürfen noch einmal aufdrehen, jeder trägt zum Finale bei und selbst die B-Riege der Helden hält sich kompetent. Highlights? Killer Frost schöpft in Bezug auf ihre Kräfte aus den Vollen, Flash und Reverse-Flash liefern sich einen Kampf zwischen scheinbar still stehenden Nazis und Helden, Supergirl und Overgirl prügeln sich gegenseitig durch die Luft, der Waverider liefert sich einen Dogfight mit dem Wellenreiter.

    Aber leider muss ja noch etwas kommen, um das Special im letzten Moment noch runter zu ziehen. Die Idee, Diggle für eine Spontan-Hochzeit herzuschaffen war ja noch gut, aber dass sich dann Olicity in die Hochzeitszeremonie drängen müssen, die der Aufhänger für das komplette Crossover war, ist einfach nur billig und hinterlässt zum Abschluss einens schalen Beigeschmack.

    Aber im Großen und Ganzen hat das Special das letztjährige "Invasion!"-Crossover locker getoppt und hinterlässt mich mit der Frage, wie sie das nächstes Jahr wohl noch einmal toppen wollen.
    Fünf von Sechs Sternen von meiner Seite.

  • #2
    Zu Olicitys Verteidigung: Felicity hat Barry und Iris extra gefragt ob es ok ist, wenn sie auch gleich heiraten. Und wenn die das nicht stört, warum sollte es mich dann stören? Ansonsten kann ich allem größtenteils beipflichten. Das war nochmal ne ganze Ecke besser als Invasion und vorallem hat man diesmal auch wirklich alle 4 Serien voll genutzt.
    Ich vermute mal man hat Tom Cavanagh als Reverse Flash genommen, weil man sonst zusätzlich zum eh schon riesigen Cast extra noch Matt Letschner hätte ranholen müssen.

    Von mir gibts volle Punktzahl. Hier gabs einfach alles. Viel Humor, viele coole Fights und auch ordentlich Drama. Die Schmonzetten-Parts haben mich nicht gestört, bei CW muss man mit sowas leben.
    Justice League kann einpacken.

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    • #3
      Für diejenigen, die es nicht wissen, es sind zwei neue Zeichentrick-Serien geplant, die sich hier in das Arrowverse einfügen sollen.
      Eine davon ist "The Ray", das ist der neue aus dem Vierteiler hier:
      http://www.imdb.com/title/tt5957358/?ref_=nm_flmg_act_1
      Die andere Serie habe ich jetzt vergessen.

      Gut, dass es sich dabei um Zeichentrick handelt, in der "echten" Version sieht sein Helm etwas albern aus.

      Ich bin ein bisschen "underwhelmed", weil ich die laufenden Handlungen bei Supergirl und v.a. Flash als viel spannender empfinde als diese Nazibande. Gerade bei Flash finde ich neuen Schurken sehr ansprechend.

      Sie haben viele Dinge besser gemacht als vorher. V.a. hat Supergirl etwas zu tun. Man hat ihr eine Gegnerin gegeben, die es mit ihr aufnehmen kann. Im ersten Crossover musste sich ja irgendwie blockiert werden, damit der Rest noch was zu tun bekommt.

      Die letzte Folge war schon recht stark. Die Verabschiedung von Garner war recht intensiv. Ich werde ihn vermissen, aber die Serie ist glücklicheweise inzwischen gut genug, als dass sie auf ihn verzichten kann. Ich war mir auch unsicher, ob "Jacks" nicht auch noch mitsterben wird. Ich könnte mir vorstellen, dass die Tochter jetzt irgendwie zum zweiten Teil von Firestorm wird und habe bei der Beerdigung gedacht, dass das passiert, wenn sich beide die Hände geben. Die Serien haben ja nach wie vor viel Blödsinn dabei (Newton), aber in den letzten Folgen fand ich das intensiv, auch die Supergirlfolge, in der Mon-El seine neue Frau vorstellt, hat Benoist mal was zu tun gegeben.

      Auf der Hochzeit wurde übrigens die deutsche Nationalhymne gepielt (Haydn's Kaiserquartett). Dass man den Priester so einfach vaporisiert hat, fand ich irgendwie hart.

      Den Einmarsch der Truppen fand ich ein bisschen übertrieben, wobei: Es ist eben eine Comicadaption.

      Ich werde mir das für weiteres nochmal angucken müssen. 5 von 6 Sternen.

      Republicans hate ducklings!

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