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City of God

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    "City of God" erzählt die Geschichte des Siedlungsprojektes "Stadt Gottes" bei Rio de Janeiro Mitte der 60er Jahre. Wir erfahren wie die Bewohner mit der immer stärker werden täglichen Gewalt und Kriminalität leben und Teil davon werden.
    Erzählt wird alles von Busca-Pé, einem armen schwarzen Jungen der zu feige und schwach ist, Teil dieser von Gangs beherrschten Welt zu werden, aber auch zu schlau um billige Jobs anzunehmen.
    Er entdeckt jedoch seine Begabung als Fotograf eine ganz andere Sichtweise der Dinge darzustellen...

    ...dabei gerät Busca-Pé zwischen die Fronten von rivalisierenden Gangs, dem Mörder seines Bruders, korrupten Polizisten und von Rache getrieben Einwohnern des Viertels.

    Der Junge Busca-Pé ist nicht der eigentliche Held dieser Geschichte. Er erzählt sie nur. Es geht um die Leben einzelnen Einwohner der Stadt Gottes, die sich überschneiden. Oder auch nicht.
    Aber es ist Busca-Pé der dem Zuschauer hilft diese komplizierte Welt einer Menschlichkeit die zu endloser Gewalt verdammt ist zu verstehen.

    Dabei sollte man immer in Hinterkopf behalten, dass Busca-Pé eine wahre Begebenheit erzählt...


    ************************************

    Ich habe diesen Film am Montag in der Sneak gesehen und war wirklich begeistert davon. Vorallem da er für eine Nicht-Hollywood Produktion erzählerisch und kameratechnisch so manchen Möchtegern-Hollywood-Hit zeigt wor der filmische Hammer hängt.

    Eine packende Geschichte, spannend von interessanten, schönen und sehr brutalen schonungslos alles zeigenden Bildern erzählt.

    Der Film hat zwar Längen aufgrund der sehr ausführlichen Geschichte, was mir aber nicht aufgefallen ist. Als Zuschauer wird man irgendwo einfach mit in die Spirale der Gewalt in der Stadt Gottes gezogen und ist bis zum Ende mit Herz und Seele bei den Charakteren.

    Ein Film der nichts für schwache Gemüter ist und ganz sicher keine "Popcorn-Unterhaltung". Wenn man bereit ist sicher auf einen anspruchsvollen und brutalen Film über eine noch brutalere Realität anzuschauen wird man aber nicht enttäuscht werden.

    Prädikat: absolut sehenswert!
    Christianity: The belief that some cosmic Jewish zombie can make you live forever if you symbolically eat his flesh and telepathically tell him that you accept him as your master, so he can remove an evil force from your soul that is present in humanity because a rib-woman was convinced by a talking snake to eat from a magical tree.
    Makes perfect sense.

  • #2
    Ich habe den Film heute gesehen (auf DVD) und stehe noch immer unter dem Einfluss des Films.

    Solche "Ghetto-Filme" gucke ich eigentlich ganz gerne- doch waren es bisher immer die US-amerikanischen Filme wie "Boyz'n da Hood", "Menace II Society", "Above the Rim"....usw.

    "City of God" ist da etwas ganz anderes und auch was Besonderes:
    Bisher konnte ich keinem anderen dieser Filme so sehr mit den Figuren mitfiebern, wie in "City of God".

    Sei es nun Buscapé, Locke, Bené (warum musste er sterben? ) oder auch Mané...alle sehr glaubhaft dargestellt von Laiendarstellern (!). Ich habe jedem die Rolle abgenommen (kein Wunder- sie stammen ja alle aus den Favelas).

    Die Story ist eigentlich keine richtige Story, sondern eine wahre Begebenheit. Dadurch wirken manche Szenen noch krasser, als sie eh schon sind. Zum Beispiel als Locke zweien der Zwerge in den Fuss schießt und Filé (?) dann befiehlt, einen der beiden umzulegen. In der Szene lief es mir eiskalt den Rücken runter.

    Der Film ist nichts für sanfte Gemüter und hat mich teilweise sehr berührt (z.B. der Tod von Bené oder Löckchens Aktion im Motel ganz am Anfang).
    Insgesamt ist der Film mehr als sehenswert und erhält von mir die Höchsnote 6*.

    Unbedingt ansehen und staunen!

    "At the very least...my butt is warm." Last words ever spoken in Paragon City/ Justice

    Chroniken des Schreckens //Coming soon: The Oro Wingmen

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    • #3
      Für mich zählt der Film "City Of God" auch zu den absoluten Filmhighlights der letzten 10 Jahre. Besonders beeindruckt war ich davon, wie professionell Film doch gemacht ist, obwohl es sich um eine brasilianische Produktion handelt (und mir Filme aus diesem Land bisher nicht aufgefallen waren). Sehr originell fand ich die Art und Weise, wie die wichtigen Charaktere samt ihrer Vorgeschichte vorgestellt werden. Aufgrund der Vielzahl der Charaktere und der Komplexität der Geschichte ist dies wohl auch notwendig gewesen.
      Trotzdessen, dass der Film ziemlich unkonventionell ist, stellt er keine übermäßig hohen Vorraussetzungen etwa an die Aufmerksamkeit des Zuschauers und dürfte deshalb auch einem Publikum, welches schlichtere Produktionen gewohnt ist, gefallen.

      Also liebe DVD-Sammler dieses Forums - falls ihr euch dieses Juwel noch nicht zugelegt habt, dann solltet ihr dies schleunigst tun. Der Film ist definitiv keine Billigproduktion !!!

      Mein Profil bei Last-FM:
      http://www.last.fm/user/LARG0/

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      • #4
        Ja, das ist wahrlich ein Juwel von Film!!

        Harmakhis hat ihn ja schon hinreichend gut beschrieben.

        Ich war von diesem Film schwer beeindruckt und dieser hat wirklich Spuren hinterlassen.
        Es ist so wichtig, dass diese Art von Themen auf die Leinwand und in die Herzen der Menschen kommen. Großes Kino!
        "Education is the most powerful weapon which you can use to change the world."Nelson Mandela
        DEUTSCHE AIDS-HILFE-DRK
        ÄRZTE OHNE GRENZEN-AMNESTY INTERNATIONAL DEUTSCHLAND

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        • #5
          "City of God" ist einfach grandios.
          Empfehlen kann man aber auch "City of Men" eine Fernsehserie vom selben Team (teilweise auch mit den gleichen Schauspielern). Ab November gibt es auch den Kinofilm zur Serie auf DVD: KINOWELT - Auf DVD - City of Men
          Opa fuhr den Hasen tot und brät ihn zum Abendbrot. | Goodbye Galaxy!

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          • #6
            Kann mich dem tenor hier nur anschliessen...superfilm, mit dem klassischem Thema vom Aufstieg und Fall einer Gruppe...dieses Thema kennt man ja aus sämtlichen MAfia-Filmen und im Gegensatz zu diesen ist City of God "nur" 2 Stunden lang und trotzdem genauso intensiv und komplex wie klassische Mafiafilme (z.B. Goodfellas).

            Die Charaktere sind auch allesamt sehr gut gespielt und durchweg nachvollziehbar...also für mich (bisjetzt) definitiv in der TOP 10 des jetzigen Jahrzehnts.

            8* von 10*
            "Also wahrscheinlich werde ich heute abend defnitiv nicht zurückschreiben können..."
            "Da werd' ich vielleicht wahrscheinlich ganz sicher möglicherweise definitiv mit klarkommen."

            Member der NO-Connection!!

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            • #7
              Hab den Fil bestimmt vor vier oder fünf Jahren gesehen, aber ging er mir da wirklich ziemlich heftig tief unter die Haut. Wahnsinnig gute Filmarbeit von allen Mitarbeitenden. Von der Musik über die Schauspieler über die Handlung (nach einer wahren Geschichte) bis über die Regie, einfach alles passt zusammen und fesselt einen ans Sofa, nur um dann beim Abspann zu merken, dass man sich total hat mitreissen lassen. Hat bei uns danach auch zu längeren Gesprächen und Diskussionen geführt.
              Echt lohnenswert, sich das Meisterwerk mal anzuschauen (oder auch einige Male mehr)
              9 von 10 Sternchen!
              "Physik ist wie Sex: Es kann etwas Gutes dabei herauskommen, aber das ist nicht der Grund, warum wir es machen." Richard P. Feynman

              Die Zeit heilt keine Wunden
              Sie gewöhnt dich nur an den Schmerz!

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              • #8
                Ein extrem verstörender Film. Nicht nur, dass er in seiner Gewaltdarstellung (auch von und gegenüber Kindern) nicht gerade zimperlich ist, macht die Tatsache, dass es hier um eine reale Begebenheit geht, gedreht mit Laiendarstellern aus den Slums (auch wenn die wirklich sehr ansehliche Angelica-Darstellerin dank Fimen wie "I am Legend" oder "Elysium mittlerweile eher als Hollywood-Star zu bezeichnen ist) und somit alles sehr realstisch ist, den Film noch eine Spur beklemmender.

                Einzig schade finde ich, dass man sich dann doch großteils auf Action- bzw. Gewalt-Szenen versteifte. Klar gehört in der Stadt der Götter sicherlich Gewalt zum Alltag, allerdings hätte ich auch gerne etwas mehr von "normalen" Leben dort gesehen. Was das anbelangt hat mir persönlich "Slumdog Millionär" (mit ähnlicher Thematik, wenn auch Indien statt Brasilien) etwas besser gefallen. Hier haben wir im Endeffekt einen reinen "Gangster-Thriller", wenn auch vor verstörender Kulisse.

                Trotzdem ein Film, wie ein Schlag in den Magen, deshalb auch gute
                5 Sterne!

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