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Product Placement - Filme/Filmstars werben...

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  • Product Placement - Filme/Filmstars werben...

    Was haltet ihr von dem Trend zu immer stärkerer Ausnutzung von Filmen um für irgendwelche Produkte Werbung zu machen? Etwa bei James Bond mit dem jeweils aktuellen Automodell oder der Uhr oder jetzt bei Matrix Reloaded die Bildschirme, Softdrinks oder Handys vermarkten.

    Mir geht das langsam aber sicher auf die Nerven, ich warte nur noch auf Meister Yoda der nach dem Kampf erstmal ein Rheumamittel von Pharma Inc International auftragen muss bevor er seine Krücke wieder aufnehmen kann. Und ich fürchte bis dahin wird es nicht einmal mehr lange dauern *seufz*

    Also findet ihr sowas "cool" oder geht es euch genauso auf die Nerven wie mir?
    10
    So etwas stört mich in keinster Weise
    30.00%
    3
    Nur wenn es zu penetrant wird, etwas Werbung stört mich nicht
    70.00%
    7
    Ich bin absolut gegen Werbung in Filmen. Mich nervt so etwas total
    0.00%
    0
    »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

  • #2
    Eine Frage, die u.a. auch mich als Medienspezialist betrifft. Wenn ich zunächst erstmal meine fachkundige Meinung äußern darf: Product Placement ist nicht illegal, es gibt aber - nicht nur in der BRD - ernorme Auflagen in wie weit das zulässig ist. Außerdem darf durch die Nennung eines Produkts oder sonstigem, das entsprechende Unternehmen nicht schlecht gemacht werden. (Denn die Einbringung einer Fluggesellschaft in einem Katastrophenfilm beispielsweise gehört auch zu dem Gebiet des Product Placements, dass sich in drei Gruppen gleidert: 1. Normales PP, 2. Vom Hersteller erzieltes PP und 3. Vom Filmproduzent erzieltes PP).

    Als bestes Beispie für übertriebenes Product Placement ist der Film "Evolutions". Hier wird - besonders am Schluss - das Produkt "Head & Shoulders" enorm betont und hervorgehoben. Dies durchschlägt bereits im hohen Maße die Legalität. Normalerweise bezahlen die Unternehmen eine recht hohe Summe, damit ihr Produkt einbezogen wird.

    Auch in deutschen Eigenproduktionen wird das zunehmen zu einem Problem. Die Sendeaufsichtsbehörde musste u.a. SAT.1 mehrfach deswegen verwarnen; mit saftigen Geldstrafen. Außerdem kann den Gesellschaften und Filmproduzenten die Sendelizenz entzogen werden, was das Aus bedeutet. Soweit sind die Aufsichtsbehörden jedoch noch nie gegangen.

    Normalerweise sagt die Regel, das reale Produkte (z.B. als Hintergrundgegenstände oder in Form von alltäglichem Gebrauch) einbezogen werden dürfen, um eine Verbindung für den Zuschauer mit seinem eigenen realen und alltäglichem Leben schaffen zu können. Der Nachteil ist jedoch, dass viele es irgendwann so dermaßen übertreiben, dass die Vorschriften verletzt werden. Es gab beispielsweise mal einen Film auf SAT.1 (mit Götz George) in dem Telegate einen Hauptteil der finanziellen Unterstützung beitrug. Im Film tauchten dafür die 11 88 0 in Form von Aufdrucken auf Plakaten, Servietten, Zuckertütchen usw. auf. Ganz dreist: George wird im Film (leider ist mir der Name entfallen) von einem Filmpartner nach der Auskunft gefragt. Dieser wiederholte insgesamt dreimal die Nummer in der selben Szene. Oder die Kamera nahm die Zahlen 11 88 0 sehr verdächtig lange ins Bild.

    Nach der Ausstrahlung wurde der Sender mit 20.000 DM verwarnt. Außerdem wieß man SAT.1 hin, sollte der film in ungekürzter Fassunge bzw. entschärfter Version nochmal im Programm laufen, würde die Sendelizenz wegen arglistiger Publikumsmanipulation entzogen werden (Filme ist eine Unterhaltungs-, kein Werbemedium).

    In der Regel ist bei solchem aufdringlichem Product Placement, das entsprechende Unternehmen mit im Spiel. Dagegen bei realistischen Darstellungen, wie z.B. eine Einkaufszene im Supermarkt, bei der - ohne große Beachtung - einzelne Produkte im Bild auftauchen, nicht.

    Nun zu eigenen Meinung:
    Persönlich habe ich nichts gegen Product Placement. Ist mir sogar lieber, als irgendwelche Fantasieprodukte, Automarken usw. einzubringen. Es darf aber nicht maßgeblich in die Handlung eingebracht werden. Bei James Bond finde ich das noch okay, wenn's da um sein neues Auto geht. Meist wird das nur kurz am Anfang näher vorgestellt, ist aber nur noch in den entsprechenden Szenen in Aktion zu sehen.
    Auch wenn z.B. in Kinofilmen im Fernsehen CNN im Hintergrund oder kurz für eine Meldung läuft, ist das IMO auch okay - da jeder weiß, dass CNN einer der größten amerikanischen Nachrichtensender ist.

    Nervig (und verboten) ist es erst, wenn CNN besonders hervorgehoben wird (wie z.B. die 11 88 0 in dem SAT.1-Film).
    Wie breits erwähnt soll Product Placement eigentlich in unauffälligere Weise in einen Film eingebracht werden. Eben um u.a. zu zeigen, dass die Filmfiguren auch einen völlig normalen Alltag haben, wie der Zuschauer selbst. Natürlich versuchen dann Unternehmen über finanzielle Bestechung ihr Produkt genauer hevorheben zu lassen.

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    • #3
      Mich stört es auch nicht. Man in den meisten Fällen darüber hinweg sehen kann, da es selten über eine Erwähnung am Rande hinauskommt.
      Es ist mir allemal lieber als Normale Werbung. Und auch was AKB schreibt, dass es zeigt das die Charaktere ein normales Leben füren finde ich daran sogar positiv.

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      • #4
        Bestes Beispiel ist wohl der Film "Cast Away" mit Tom Hanks, wo man ununterbrochen mit FedEx-Aufrschriften Konfrontiert wird.
        Wobei mir das hier sogar noch recht war, immerhin besser als nen erfundenes Unternehmen zu nehmen.

        Ansonsten kommt's eben immer darauf an, ob die Werbung aufdringlich ist oder wirklich nur in 20 Szenen ein Plakat im Hintergrund zu sehen ist (das ist mir dann auch egal), denn dann beeinflusst es die Handlung auch nicht.
        "Steigen Sie in den Fichtenelch! - Steigen Sie ein!"

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        • #5
          Es ist mir auch relativ egal, aber lustig ists manchmal!

          Z.B. in "Um Himmels willen" das lief im Ersten, dort könnte man meinen das in Kaltenthal nur Autos erlaubt sind die ein BMW-Zeichen haben. Der C1 vom Polizisten ,der 7er der Oberin, der 5er Touring des Schwester Hildegard-Verehrers, das 3er-Cabriolet der/des Frau/Mannes und Freund/freundin von Wöller und so ziemlich alle Autos im Hintergrund. nur der alte Mercedes und der Citroen von Wöller machen da eine ausnahme!

          Natülich ist es nicht mehr tolerierbar wenn wie im Vorbild von "Wayne´s World" Werbung gemacht wird
          Das Sockylein grüßt alle wahnsinnigen ;-), besonders Arwen, Spooky, NH, Suder, Logic, Super supernova + Zefi und unseren allseits beliebten ARSCHKEKS
          Preiset den Darthschkeks Im Werkzeugkasten liegt der Hammer

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          • #6
            Hallo!

            Wie weit Product Placement gehen kann, hat man ja in der Truman-Show gesehen, wenn auch überspitzt.
            Ich halte von "absichtlichen" PP nicht viel, wenn jetzt also besonders lange auf ein Plakat oder einen Softdrink gezoomt wird oder so, aber jetzt z.B. jedem Mercedes den Stern abzureißen oder jeder Coladose das Label abkratzen ist dann auch übertrieben.
            Am liebsten wäre mir, wenn sich die Produzenten keine Gedanken machen würden, ob sie jetzt dieses oder jenes Produkt lange zeigen sondern sich auf den Film konzentrieren würden und es alleine davon abhängen würde, wie lange jetzt etwas wie prominent im Bild ist.

            MfG,
            Fermat Sim

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            • #7
              ich finde solange die Produkte nicht übermässig in den Filmen betont werden is das echt egal...ich meine, wenn der statt Marlboro nun Lankontron raucht, dann frag ich mich eher wer auf den bescheuerten Namen Lankontron gekommen ist...denn son bißchen Authentizität in filmen und sei es durch den Mercedes oder Cola find ich schon okay!
              "Also wahrscheinlich werde ich heute abend defnitiv nicht zurückschreiben können..."
              "Da werd' ich vielleicht wahrscheinlich ganz sicher möglicherweise definitiv mit klarkommen."

              Member der NO-Connection!!

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              • #8
                Ehhm huch, ich glaub ich hab den falschen Titel gewählt... ich meinte es eigentlich andersrum Wenn die Filme quasi zu Werbezwecken in der Werbung fortgesetzt werden, also wenn ein agent da hockt und mir empfiehlt meine Batterie mit dieser Jause da aufzufüllen oder er sich vor einem Fernseher duckt der dann für mich optimale BIlder zweigen würde...

                Ich finde daß das zu sehr zugenommen hat und nicht mehr lustig ist... Sicher, berühmte Leute wurden früher auch als Werbeträger genommen, aber dieses Zahnradartige Ineinandergreifen daß die Stars ihre Rolle in der Werbung weiterspielen das ist relativ neu...
                »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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                • #9
                  das ist mir allerdings soweit auch egal, ob jetzt irgendein namenloser Werbeschauspieler das Zeug bewirbt oder ein Agent, kaufen werd ichs eh nicht

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                  • #10
                    Aus Sicht der Unternehmen, ist so eine Art der Werbung ja auch nicht ohne Risiko, denn es gibt ja auch Leute die den Film nicht gesehen haben und damit nichts anfangen können, also fallen diese als Zielgruppe schon weg...
                    Aber stören tut es mich nicht, da mich solche Werbung auch nicht zum kaufen anregt...

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                    • #11
                      Ach so... Sterni, das ist aber kein Product Placement im klassischen Sinne. Diese Variante ist - sofern sie gut umgesetzt wurde - eigentlich ganz cool. Mich beeinflusst das bei dem Matrix-Spot zwar auch nicht...
                      ...aber die Idee, wie der Spot gemacht wurde ist eigentlich (aus sicht der Werbebranche) recht genial...

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                      • #12
                        Ach so... Sterni, das ist aber kein Product Placement im klassischen Sinne.
                        Ich weiss, darum habe ich versucht es zu beschreiben und den Threadtitel um den zweiten Teil ergänzt als mir auffiel daß es zu schwammig war Hat aber scheinbar wenig gefruchtet

                        An und für sich habt ihr in der Hinsicht ja auch Recht: coole Spots sind besser als dröge. Aber IMO ist da längst eine Grenze überschritten worden, wo das noch tollerabel wäre
                        »We do sincerely hope you'll all enjoy the show, and please remember people, that no matter who you are, and what you do to live, thrive and survive, there are still some things that make us all the same. You, me, them, everybody!«

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                        • #13
                          Ich glaube, Sterni, da geht's dir jetzt in etwas so wie mir. Mein Gerüchte-Classic-Thread im ST-Allgemein scheint auch nicht so das ware Interesse ausgelöst zu haben...

                          Nun ja, um wenigstens bei dir etwas produktiv zu sein (): Wenn wir mal rein auf die Filmstars eingehen -ohne das gleichzeitig für einen Film geworben wird ist das mittlerweile heute Standard, dass Jauch für Krombach Werbung macht, MacDowell für L'Oreal, Krug für Telekom. Mich nervt das ehrlich gesagt auch dann irgendwie, weil ich dann - wenn ich solche werbende Stars sehe - dann weniger Gedanken mache, ob mir das Produkt gefällt oder ob die AIDA-Regel bei mir als Konsument Wirkung zeigt, sondern eher denke: "Guck mal da, macht die/der schon wieder für was Werbung. Als wenn die/der nicht schon genug Geld hätte"...

                          Die Werbeagenturen für visuelle Medien gehen halt davon aus, dass die AIDA-Regel (also die Manipulation des Zuschauers; z.Dt. Aufmerksamkeit (Attiontion) erwecken, das Interesse (Interest) am umworbenen Produkt "provozieren", den Besitzeswunsch (Desire) und schließlich die Kaufhandlung (Action) herbeizuführen) besser funktioniert, wenn irgendwelche Filmidole dafür werben.

                          Aber ich gebe dir recht, wenn du sagst, dass mit diesem Trend mittlerweile sehr übertrieben wird. Was den Matrix-Spot betrifft, so sitzt da ja ein unbekannter Darsteller (sie hätten ja auch Agent Smith dahin setzen können). Das in Verbindung mit dem Film zumachen, der gleichzeitig mitbeworben wird, ist ne geniale Idee und ich hoffe, dass dies nicht einmal so überproduziert wird, wie das Werben mit Stars. Hin und wieder in der Werbung ist IMO okay.

                          IBM beispielsweise wirbt ja auch mit Nonames. Aber sie haben witzige Spots, die (unter Berücksichtigung von AIDA) die Leute bzw. die Zielgruppe trotzdem anspricht. Ganz ohne Stars oder Filmverknüpfung. Und es wirkt auch.

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                          • #14
                            Gab es am Anfang nicht auch einen Matrix-Spot für dieses Getränkezeug, bei dem der Agent eine Duracell in die Kamera gehalten hat? Ich meine, daß ich den ein oder zweimal gesehen habe....jetzt gibt es nur noch den "einfachen"....

                            Das wären dann drei Produkte in einem Spot.....
                            Hier stelle ich mich vor.....
                            Mein Hobby, mein Forum...

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                            • #15
                              Original geschrieben von Sternengucker
                              Ehhm huch, ich glaub ich hab den falschen Titel gewählt... ich meinte es eigentlich andersrum Wenn die Filme quasi zu Werbezwecken in der Werbung fortgesetzt werden, also wenn ein agent da hockt und mir empfiehlt meine Batterie mit dieser Jause da aufzufüllen oder er sich vor einem Fernseher duckt der dann für mich optimale BIlder zweigen würde...
                              Das finde ich sogar noch recht lustig. Auch wenn es dann immer noch keine Kauflust bei mir auslöst
                              Ich mag lieber eine lustige Werbesendung als diese Homo Gold Werbung mit dem heile Welt Bild einer glücklichen Familie.

                              Ich finde es aber auch sehr interessant, in welche Richtung sich der Thread entwickelte. Daher noch...

                              @Adm. K.Breit
                              Ich fand Deinen kurze Aufklärung zum Thema sehr informativ. Mich würde nur noch brennend interessieren, ob es in Amerika oder England auch Gesetze gibt die den Film als reines Unterhaltungsmedium erhalten sollen?

                              Als ich Deinen Thread las mußte ich auch an einen Schimansky Tatort denken (ich meine sogar, es war der erste Kinofilm) in dem ständig eine Marlboroschachtel in Position gelegt, gestellt oder gehalten wurde.
                              HOFFNUNG ist alles!

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