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Spiel mir das Lied vom Tod

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  • Spiel mir das Lied vom Tod

    C'era una volta il West

    I 1968



    Drei Männer an einer einsamen Eisenbahnstation im Wilden Westen. Der Zug hält und ihm entsteigt ein Mann mit einer Mundharmonika (Charles Bronson). Nach einem kurzen Wortwechsel erschießt er die drei Killer.
    Währenddessen ermordet der Killer Frank (Henry Fonda) im Auftrag einer Eisenbahngesellschaft den Farmer McBain mit seiner ganzen Familie. Nur seine frisch angetraute Frau Jill (Claudia Cardinale) bleibt verschont, da sie noch nicht eingetroffen ist.
    Währenddessen treibt der Bandit Cheyenne (Jason Robards) sein Unwesen in der Gegend. Harmonika fängt ihn und kauft mit der Prämie die Farm der McBains. Sein Ziel ist Rache, sein Opfer Frank. Doch der kann sich an den mysteriösen Fremden nicht erinnern...
    Ein phänomenaler Western mit einem noch besseren Charles Bronson. Als einsamer Rächer mit der Mundharmonika ist er einfach nur cool. Wenig Dialog, dafür extrem gute Aktionen. Ebenso von Henry Fonda als Fiesling.
    Spannung war jede Menge da. Eigentlich bin ich ja net so der Fan von Western, aber dieser war echte Spitzenklasse.

    Und muss ich eigentlich noch was zu der phantastischen Musik sagen?
    Die Mundharmonika-Melodie ist ja wohl schon legendär und auch sonst ist der Soundtrack hier ein absoluter Meilenstein der Filmmusikgeschichte.

    Klasse Film, 6* von mir.
    To see the world, things dangerous to come to, to see behind walls, to draw closer, to find each other and to feel - that is the purpose of life.
    Follow Ductos on Twitter! | Duct Tapes and Tales

  • #2
    Ein Film der wirklich zu Recht die Bezeichnung Klassiker trägt und wohl irgendwo in die Kategorie "Es lebe die Langsamkeit" einzuordnen ist. Er kommt mit wenigen Dialogen aus, aber die verwendeten sind genial und bieten einen richtig schönen trockenen Humor. Die Kamera verweilt oft einfach bei den herrlichen Landschaften oder auf den Gesichtern der Protagonisten. Interessant ist auch wie der Film vor Schusswechseln (wie zu Beginn am Bahnhof, oder auch im finalen Duell zwischen Frank und Harmonika) sehr ruhig die Spannung in die Höhe treibt, um dann die eigentliche Action in nur wenigen Sekunden abzuhandeln. Ductos hat die geniale Musik ja schon angesprochen und der Score ist auch hervorragend eingesetzt. Die einzelnen Themen passen richtig gut zu den Charakteren, die sie repräsentieren.
    Ansonsten zitiert der Film wohl eine ganze Reihe von Klassikern des Western, was ich aber auch erst durch den Audiokommentar auf der sehr guten DVD erfahren habe. Bin halt auch nicht so der Freund dieses Genres.
    Vor ein paar Monaten hatte ich mal die Möglichkeit den Streifen im Kino zu sehen, was bei diesem Werk, welches so beeindruckende Aufnahmen bietet, natürlich nur zu empfehlen ist.
    Für einen Euro durch die Spree, nächstes Jahr am Wiener See. - Treffen der Generationen 2013
    "Hey, you sass that hoopy Ford Prefect? There's a frood who really knows where his towel is." (Douglas Adams)

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    • #3
      Ich habe den Film nun auch endlich gesehen, nachdem ich mir unter der Woche die DVDs gekauft habe.
      Was soll ich sagen....Western sind zwar überhaupt nicht mein Fall, dieser Film jedoch war einfach nur vom Anfang bis zum Ende genial.

      Ich hasse es zwar, bewusst rhetorische Mittel zu benutzen, aber für diesen Film trifft der Begriff spannende Langeweile imho absolut zu. Die Kameraführung, die Stille zwischen einzelnen Aktionen (Schusswechsel,...), die ruhigen und teils inhaltosen Dialoge ziehen den Film zwar sehr in die Länge, erzeugen jedoch eine unheimliche Spannung. Das gefiel mir sehr.
      Und die phantastische Musik, vor allem diese Mischung aus "Orchester" und Source Music (Harmonika) war einfach atemberaubend umgesetzt. Mehr brauch ich dazu eigentlich nicht mehr sagen.

      Der Film hat 6 von 6 Sternen absolut verdient.
      "Mai visto un compagno uscire dal campo senza aver dato tutto e anche di più. Siamo la squadra più straniera d’Italia, dicono. Faccio però fatica a trovare in giro per il mondo un gruppo più attaccato alla maglia del nostro." - Javier Zanetti
      ¡Pueblo no bueno! ¡Pueblo es muy mal!

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      • #4
        Meine beiden absoluten Lieblingsszenen, nachdem ich ihn mir nochmal zu Gemüte geführt habe:

        - Einerseits natürlich der Beginn, in der man nur kurz die Mundharmonika hört und man dann nur die vier Männer auf dem Bahnhof dort stehen sieht. Und dazu dieser Dialog:
        "Tja, leider haben wir nur drei Pferde, das heißt eines zu wenig."
        Und daraufhin Harmonika:
        "Falsch...ihr habt zwei zu viel."
        Und anschließend schießt er die Drei einfach über den Haufen.

        - Die letzte Szene, in der sich Frank und Harmonika gegenüberstehen und ihren Enddialog abhalten. Dazu dann Franks Entsetzen der Erkenntnis im Gesicht, als er merkt, wen er da vor sich hat, kurz bevor Harmonika auf ihn einzuschießen beginnt.

        Ein echter Abgesang auf den Westen, der sich seinem Ende entgegen neigt.
        To see the world, things dangerous to come to, to see behind walls, to draw closer, to find each other and to feel - that is the purpose of life.
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        • #5
          Zitat von Ductos Beitrag anzeigen
          Meine beiden absoluten Lieblingsszenen, nachdem ich ihn mir nochmal zu Gemüte geführt habe:

          - Einerseits natürlich der Beginn, in der man nur kurz die Mundharmonika hört und man dann nur die vier Männer auf dem Bahnhof dort stehen sieht. Und dazu dieser Dialog:
          "Tja, leider haben wir nur drei Pferde, das heißt eines zu wenig."
          Und daraufhin Harmonika:
          "Falsch...ihr habt zwei zu viel."
          Und anschließend schießt er die Drei einfach über den Haufen.
          eine absolut phantastische Szene!
          Ein Film der schon so anfängt, hat es normaler Weise schwer, das Niveau über die gesamte Länge zu halten, aber hier ist es gelungen.
          Ja, alleine die Titelmelodie ist so unvergesslich wie so manche Melodie in ST
          eigentlich mag ich keine Western, aber der ist spitze, ich würde da auch die volle Punktzahl verteilen.
          Am Firmament der Greifer gleitet, durch Feld und Wald sein Herrscher schreitet. Sein Herrscher? Nun so scheint es wohl.
          Die Freiheit ists, die beide lieben, doch nur der Vogel kann sie fliegen. So reist in seinem Geiste mit: Der Falkner.

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          • #6
            Habe meinen absoluten Lieblingsfilm gestern endlich zum ersten Mal auf der großen Leinwand gesehen.
            Wenn ihr die Chance habt, den mal im Kino zu sehen, dann tut es!

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            • #7
              Einer der Beseten Spaghetti Western, Bronson spielt hervorragend der Soundtrack ist ein Hit. Die Story ist wie bei vielen Western nur kurz un Bündig: Rache! Sowas ist immer gut für nen Western.

              Von mir bekommt er 5 von 5 Revolvermannsmileys!


              Zitat von T`Pau Beitrag anzeigen
              Ja, alleine die Titelmelodie ist so unvergesslich wie so manche Melodie in ST
              Hm neee... Mundharmonika ist cooler als Star Trek

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              • #8
                Zitat von GGG Beitrag anzeigen
                Die Story ist wie bei vielen Western nur kurz un Bündig: Rache!
                So einfach sehe ich das nicht. Das ist es zwar, wenn man nur oberflächlich die Beziehung von Mundharmonika und Frank betrachtet. Aber im Zusammenspiel mit den anderen Charakteren steckt da viel mehr drin.

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                • #9
                  Zitat von Invincible1958 Beitrag anzeigen
                  So einfach sehe ich das nicht. Das ist es zwar, wenn man nur oberflächlich die Beziehung von Mundharmonika und Frank betrachtet. Aber im Zusammenspiel mit den anderen Charakteren steckt da viel mehr drin.
                  Klar steht da viel mehr trin, aber das Grundgerüst ist Rache und darauf wird gebaut.

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                  • #10
                    Zitat von GGG Beitrag anzeigen
                    Klar steht da viel mehr trin, aber das Grundgerüst ist Rache und darauf wird gebaut.
                    Was Munharmonika und Frank angeht.

                    Ansonsten geht es mehr um Zukunft und Vergangenheit, und um den "Amerikanischen Traum", der als leeres Versprechen aufgedeckt wird.
                    Man kann auch sagen, es geht bei diesem Film um "Inszenierung" und nicht um den Inhalt.

                    Jemand, der den Film noch nie gesehen hat, würde sich etwas ganz anderes darunter vorstellen, wenn man ihm sagt, es handelt sich um einen Rache-Film.

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                    • #11
                      Der Film ist genial. Was mich dabei aber heute tierisch nervt ist, dass das mit der "Rache" in bisher jeder deutschen Synchronisation gründlich verkackt wurde.
                      Leider ist der Titel gebende Satz im Original nie gefallen. Auch beim Showdown wird im Original kein einiges Wort gesagt. Frank versteht die Rache alleine durch die Geste von "Mundharmonika".
                      In der deutschen Fassung nimmt man auch aufgrund des Altersunterschiedes an, dass der Vater gerächt wird. Aber eigentlich wird der Buder gerächt:
                      im Original sagt Frank zu Mundharmonika "mach deinen geliebten Bruder glücklich".
                      Das ergibt auch eher Sinn, denn eine direkte Aufforderung "den Bruder glücklich zu machen", ist wohl eher eine Triebfeder als "Spiel mir das Lied vom Tod". Letzteres macht "Mundharmonika" eh schon, nur der Grund waum er das tut, ist doch das entscheidende.....
                      Ansonsten,....hab mir den Film bestimmt schon 50 mal angeschaut, das sagt wohl alles.

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                      • #12
                        Sicherlich einer der besten Western überhaupt. Die ersten 5 bis 10 Minuten sind zwar nicht wirklich mein Ding, aber ab dann wird der Streifen ein Meisterwerk. Klasse Musik, tolle Bilder, super Darsteller und Charaktere. Einfach ein Western EPOS. Wichtig, den Film im Original ansehen, da das Ende total entstellt wird (nicht nur durch das Lied vom Tod). IMO gemeinsam mit "Zwei glorreiche Halunken" und "Der mit dem Wolf tanzt" der beste Western überhaupt:

                        5,5 Sterne (halber Stern Abzug für ein paar Längen wie den Anfang).

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                        • #13
                          Zitat von Doctor_H_Morgan Beitrag anzeigen
                          Auch beim Showdown wird im Original kein einiges Wort gesagt. Frank versteht die Rache alleine durch die Geste von "Mundharmonika".
                          Nachdem Frank auf dem Boden liegt, sagt er etwas, bzw versucht etwas zu sagen, da es sehr undeutlich ist und mein english nicht das beste, vermute ich mal es ist sowas wie "Wer...?" (Wer bist du?).

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                          • #14
                            Dieser Film ist ein Meisterwerk!

                            Die von vielen empfundene Länge zu Beginn des Films hat mich beim allerersten Betrachten auch gestört; aber ab dem zweiten Schauen fand ich sie genial. Die unerträgliche Warterei darauf, dass was passiert ist aufgrund der enervierenden Geräuschkulisse (quietschendes Windrad, Wassertropfen auf Hutkrempe etc.) doch geradezu greifbar!
                            Und wenn nach gefühlten 12 Minuten die ersten Sätze fallen "Wo ist Frank?!" - "Frank kommt nicht." und dann nur in Großaufnahme die Blicke der Kontrahenten zu sehen sind... woah, wahrlich ein ganz, ganz großer Film!

                            6 Sterne

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                            • #15
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                              Nachdem Frank auf dem Boden liegt, sagt er etwas, bzw versucht etwas zu sagen, da es sehr undeutlich ist und mein english nicht das beste, vermute ich mal es ist sowas wie "Wer...?" (Wer bist du?).
                              Ja, das sagt er auch. Er flüstert "Who are you?". Die Antwort von "Mundharmonika" ist dann eine wortlose Geste mit besagtem Musikinstrument.

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