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Schultze gets the blues

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  • Schultze gets the blues


    "Schultze gets the blues" handelt von Schultze.
    Schultze fristet sein Leben seit Jahr und Tag in einem kleinen anhaltinischen Ort nahe der Saale. Schultzes Leben zwischen Arbeit und Kneipenbesuch, Schrebergarten, Volksmusik sowie Angeln kommt zu einem vorzeitigen Ende, als er und seine Kumpels Manfred und Jürgen in den Vorruhestand geschickt werden. Während diese sich mehr und mehr dem Nichts ergeben und das Aufrechterhalten der Routine zu einer Farce verkommt, entdeckt Schultze ein Leben hinter dem Berg.
    http://www.schultzegetstheblues.de/

    Der Film lief bei uns in der Open Air Vorstellung des Kulturvereins.
    Ein sehr ruhiger Film, der ohne viel Dialog auskommt, sondern einfach durch seine Bilder überzeugt. Schultze spricht im ganzen Film vielleicht 30 Sätze und selten mehr als einen am Stück.
    Es ist ein Art Film wie man ihn aus Deutschland nicht erwartet, aber er hat seine Stärken und auch einige Lacher. Ein Geheimtipp für alle Filmliebhaber.

    Ne nette Geschichte zu dem Film ist, dass er nach Fertigstellung nicht veröffentlicht wurde weil die Filmfirma pleite ging und die Insolvenzmasse von einer amerikanischen Filmfirma aufgekauft wurde. Und die Produzenten den Film den Amis abkaufen mussten um ihn in Deutschland zu veröffentlichen.

  • #2
    Ich hatte den Film letztes Jahr im Kino gesehen und fand ihn insgesamt dann doch eher als gepflegt langweilig. Der Anfang der Geschichte der in der sachsen-anhaltinischen Provinz spielt gefiel mir noch recht gut. Wie Schultze da durch die Musik aus seiner Lethargie gerissen wird, war sehr nett gemacht. Ab dem Zeitpunkt an dem die Handlung in die USA wechselt wird es meiner Meinung nach aber recht uninteressant. Dieser River Movie (im Gegensatz zu Road Movie) Ansatz hatte zwar seinen Charme, aber das Erzähltempo war für meinen Geschmack einfach zu behäbig. Sicherlich nicht frei von lustigen, teils bizarren Momenten, aber die extrem ruhige Art des Films, mit seinen häufig langen Einstellungen ohne Schnitt und ohne Kamerabewegung, war echt nicht mein Fall.
    Zuletzt geändert von Ford Prefect; 01.09.2005, 19:00.
    Für einen Euro durch die Spree, nächstes Jahr am Wiener See. - Treffen der Generationen 2013
    "Hey, you sass that hoopy Ford Prefect? There's a frood who really knows where his towel is." (Douglas Adams)

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    • #3
      Also ich fand den Film echt spitze. Das beste an "Schultze gets the Blues" ist meiner Ansicht nach, dass es hier um Menschen aus dem "wahren" Leben geht (viele Zuschauer werden sich wohl darin wieder finden). Das Leben von Schultze spielt sich hauptsächlich in Kneipe, Schrebergarten, Pflegeheim, zu Hause und am Bahnübergang ab – und den Machern des Films gelingt es ausgzeichnet, die Stimmung des tristen Alltags in wirklich schönen Bildern aufzufangen. Die langen Einstellungen ohne Schnitt und Kamerabewegung sind zwar gewöhnungsbedürftig und auch nicht jedermans Sache, aber eben ein probates Mittel, um diese Stimmungen zu transportieren.
      Das Zentrum des Filmes ist natürlich Horst Krause, dessen schauspielerischen Leistungen absolut überzeugend sind. Die Stellen, wo Schultze einfach nur dasitzt und hustet oder wo er sich in den USA mit null Englisch-Kenntnissen versucht zu verständigen und sich als Schultze vorstellt, sind einfach zum Schießen.

      Gut gefallen hat mir natürlich auch, dass der Film in meiner Heimat Mitteldeutschland spielt.

      Ich kann mich Metathron nur anschließen:
      Ein Geheimtipp für alle Filmliebhaber.
      Eine Frage habe ich allerdings zum Ende des Films:

      Spoiler
      Schulze hat offenbar seinen Tod vorgetäuscht. Warum tut er das?
      Mein Profil bei Last-FM:
      http://www.last.fm/user/LARG0/

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