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Undercover - In too Deep

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    # Darsteller: Omar Epps, LL Cool J, Nia Long
    # Regisseur: Michael Rymer

    Zitat von Amazon
    Der Undercover-Cop Jeff Cole soll sich in seiner ersten Mission in die Unternehmungen des Großstadtgangsters God einschleusen. Jeff schafft es: Mit falscher Identität dringt er in den inneren Zirkel des Syndikats vor. Doch mit jedem Schritt entfernt sich Jeff weiter von seinem alten Leben und wird selbst zur größten Gefahr für seinen Auftrag.
    "Ein Film wie ein Faustschlag in die Magengrube" steht auf der Rückseite der DVD. Das wird auch sehr schnell klar. Hier wird das Gangsta-Dasein überhaupt nicht beschönigt. Ganz im Gegenteil. In der ersten Szene soll der Undercover-Cop ein Drive-By ausführen, um sich bei den Jungs zu beweisen. Dann beginnt eigentlich erst der Film von Vorne, in Form eines Flashbacks. Sehr interessant gemacht. Jeff Cole (Omar Epps) soll sich in ein Syndikat in Cincinnati einschleusen um den Kopf der Bande 'God' (LL Cool J) auffliegen zu lassen. Um immer näher an ihn heranzukommen, muss er 'sich ein dickeres Fell zulegen' und seine alter Persönlichkeit immer mehr aufgeben. Schließlich ist er soweit, dass God ihm vertraut. Aber um so weit zu kommen muss er einen hohen Preis zahlen.

    Der Film ist heftig und wirkt sehr abschreckend. Schon der erste Auftritt von God lässt einen schaudern: Er stößt einen vermeindlichen Singvogel ins Bad und schneidet ihm (vermutlich) die Zunge ab. Dann kommt er aus dem Bad und wischt sich die blutigen Hände an einem Handtuch ab. Sehr hart. Doch plötzlich sieht man God auf einem Thanksgivingfest wo er den Leuten Essen zur Verfügung stellt und wie ein Wohltäter wirkt. Sehr kontrovers. Es ist wie bei Training-Day: Man weiß nicht ob man God hassen soll oder ihn sympatisch finden soll. Er sorgt sich um seine Leute und die Gegend. Andererseits springt er heftig mit Verrätern um. Besonders hart: Sein bester Freund und Pate seines Sohnes macht im betrunkenen Zustand Gods Frau an. Wenig später landet er im Keller von God und bekommt einen Billard-Queue in den Hintern gerammt. Das ist ein Schlag in die Magengrube. Gut dargestellt ist auch der innere Kampf von Jeff. Durch den ständigen kontakt zu den Gangstern wird er immer mehr selbst zu einem. Gegen Ende des Film hilft er God ohne zu zögern ein Pärchen auf offener Straße zu verprügeln. Danach steigen beide in ihren BMW auf dessen Rücksitz Gods Baby saß. Er musste mit ansehen wie Jeff den Kopf des Verräters auf die Windschutzscheibe des BMWs donnerte. Und dann wundert sich God warum sein 'Bubu' weint. Echt böse. Der Höhepunkt des Films ist natürlich die Verhaftung von God. Jeff ringt gegen Ende mit sich selbst, da er mit seinem Gewissen kämpft. Und so heftig God auch in diesem Film dargestellt wurde. Ich musste schlucken, als sie ihn verhafteten und er Jeff ansah und meinte "Du bist ein Bulle?" oder "Ich hab für dich gesorgt. Du warst mein Bruder!" Echt heftig.

    Der ganze Film ist äußerst bedrückend. Die Stadt wirkt wie ein bösartiger Moloch in dem es kein Frieden gibt. Alle Schwarzen müssen um ihr überleben kämpfen. In diesem Film gibt es äußerst gut dargestellte Charaktere. Das Ghetto wirkt weder romatisch noch überzogen. Eher beklemmend real. Ich kann diesem Film wirklich nur weiter empfehlen. Er gehört zu den besten, die ich bisher gesehen habe.


    Und wer kennt ihn außer mir?
    Ich hab' nur einen Wachtmeister getrunken, Herr Jägermeister!
    Scheiss auf Achterbahn, ich mach den Looping im Benz

  • #2
    Danke für dein Review Boba.

    Müßte ich mir mal anschauen. "Training Day" habe ich auch gemocht. "Menace II Society" ebenso. Ich tippe das der Film irgendwo dazwischen angesiedelt ist.

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