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Lautlos im Weltall

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  • Lautlos im Weltall

    Hallo Leite, ich hoffe ihr könnt mir helfen.

    Beschreibung: ein Raumschiff mit 3 riesigen Glaskuppeln in dem Wälder wachsen

    dann waren da so kleine Montageroboter die haben mit so einem Typen gepokert. Die hatten so kleine Klappen an der Seite wie ein Briefkasten,
    und die haben versucht Ihn zu bescheißen

    Ein Roboter war bei Wartungsarbeiten kaputt gegangen und ist abgedriftet nur die Hand (wenn man das so nennen kann) ist am Schiff hängen geblieben.

    Und ich kann mich auch noch erinnern das, die mit irgendwelchen Fahrzeugen auf dem Schiff rumgedüst sind (ne Art Rennen gefahren).

    Weis jemand welchen Film ich meine?

    Ich habe keinen Plan

  • #2
    Das hört sich ganz nach "Lautlos im Weltall" an, wenn ich mich nicht täusche.
    Ich hoffe, Dir damit geholfen zu haben.

    MfG
    One of Four
    Nullum est iam dictum, quod non sit dictum prius.
    (Terenz)

    Kommentar


    • #3
      Zitat von FIRSTFLOYD
      Weis jemand welchen Film ich meine?
      Jep, es ist "Lautlos im Weltraum" (Silent Running) USA '72

      Lautlos im Weltraum



      Was für ein merkwürdiger Film. Ein Raumschiff, irgendwann in der Zukunft, von der wir soviel wissen, dass auf Erden der Frieden nach Art einer schönen neuen Welt herrscht, dafür die Natur hinüber ist: Kein Baum mehr, nirgends. Nur auf dem Raumschiff, drei große Biosphären-Kuppeln, Natur pur, deren Heger und Pfleger ist der in seiner Gärtner-Kutte vorgestellte Freeman Lowell. Auf irdisches Kommando sollen, aufgrund von Budgetkürzungen, die Kuppeln gesprengt werden, die Astronauten auf die Erde zurückkehren. Lowell, bisher nichts als ein sanfter Öko-Hippie, erweist sich als beinharter Verteidiger des von ihm bestellten Paradieses: er tötet seine drei Astronauten-Kollegen, macht sich davon in die Tiefen des Weltalls und freundet sich an mit drei reizenden kleinen Robotern, die für Hilfsdienste auf dem Schiff zuständig sind.

      Seltsam treffen hier Widersprüche aufeinander: der Hippie als Killer für die gute Sache; der Öko als prima Programmierer, der seinen Robotern (es sind bald nur noch zwei) chirurgische Künste und bald das Pokerspielen beibringt: sie bescheißen ihn. Die eindeutige Botschaft bleibt bei diesem Durcheinander auf der Strecke, Lowell erscheint, schon gar in Bruce Derns virtuos unheimlichem Spiel, als pathologischer Fall, auch wenn seine Verschrobenheit ihm bis zum bitteren Ende die Sympathie des Betrachters bewahrt. Recht eigentlich zu sich kommt der Film, dessen Action-Momente sich im wesentlichen auf wilde Buggy-Fahrten im Container-Raum beschränken, in Momenten der stillen Weltall- und Naturbetrachtung. Still gleitet das Raumschiff durchs All - und beinahe still liegt die Natur in der Kuppel, wenn wir den Pflanzen (vor einer großen Krise und danach) beim Gedeihen zusehen, beim Gepflegt- und Gegossenwerden. Beinahe still, und friedlich auch nur bei entsprechender Disposition des Musikgeschmacks, denn niemand anderes als Joan Baez singt ihr Lied dazu. Das Seltsamste daran: Tremolo und Naturkitsch, die Trance des Dahingleitens und das Gießen der Bäumchen addieren sich zu beinahe magischen Momenten, die sich eigentlich nichts anderem als der durchschlagenden Naivität dieses Arrangements verdanken können.



      Auf diese gewiss nicht ganz koschere Weise entwickelt der Film beträchtlichen Charme. Verstärkt wird er noch, retrospektiv, durch das Wissen um die Kürze dieses windstillen Moments in der Hollywood-Historie. Regisseur Trumbull, als Special-Effects-Designer erfolgreich von Kubricks "2001" bis zur Heraufkunft der digitalen Effekte, nähert sich in der Langsam- und Ziellosigkeit seines Erzählens, in der Exzentrizität seines Helden, der wunderbaren Relaxtheit von New-Hollywood-Außenseitern wie Monte Hellman. "Silent Running" ist ein Moment der Ruhe vor dem Sturm, der mit "Star Wars" hereinbrechen und die allemal bizarren Außenseiter der frühen siebziger Jahre aus den Hollywood-Studios fegen sollte.


      Ekkehard Knörer


      Dieser Text ist zuerst erschienen in: Jump Cut


      Gruß, succo

      EDIT: 3 Minuten zu spät!
      Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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      • #4
        Ein total genialer Film!
        Seit ich den gesehen habe bin ich bekennender Joan Baez - Fan! In Echt jetz'! Ich mag die Atmosphäre, die da aufgebaut wird.

        Die drei Roboter heißen übrigens Huey, Luey und Duey, was bei uns dann eigentlich Tick, Trick und Track wären .

        Ach ja und die wunderbaren Raumschiffe, die die letzten Wälder transportieren wurden später nochmal bei Kampfstern Galactica recycelt!

        Abgesehen davon habe ich überhaupt kein Problem damit, wenn so großartige Filme, naive Botschaften vermitteln wollen, denn offensichtlich sind diese Botschaften ja doch nicht einfach genug, dass die Welt sie mal verstehen würde!
        Zuletzt geändert von Logan5; 24.09.2006, 01:05.

        Kommentar


        • #5
          Danke Danke Danke

          Ich wusste ihr seid die Größten

          Micha

          Kommentar


          • #6
            Zitat von succo Beitrag anzeigen
            Jep, es ist "Lautlos im Weltraum" (Silent Running) USA '72





            Gruß, succo

            EDIT: 3 Minuten zu spät!
            Habs noch genauer gefunden, ich meine den Titel usw, dank eurer Hilfe
            Titel: Lautlos im Weltraum
            Originaltitel: Silent Running
            Genre: Sci-Fi
            Jahr: 1971
            Besetzung: Bruce Dern, Cliff Potts, Ron Rifkin
            Directed: Douglas Trumbull
            FSK: ab 12

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            • #7
              Lautlos im Weltraum ist ein genialer film über den ich per zufall gestolpert bin.
              Als ich ihn mir damals das erstemal ansah dachte ich das ist irgend so ein langweiler sci-fi film aber da hab ich mich ja zum glück getäuscht. Lautlos im weltall ist richtig genial. Die atmosphäre des films und alles überhaupt mit den letzten wäldern und der natur ist fabelhaft. Das ende ist immer sehr traurig mit dem letzten wald der durchs all schwebt und ein roboter sich um diesen kümmert.

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              • #8
                Mir hat der Film auch gut gefallen. Allerdings bin ich nicht durch Zufall darauf aufmerksam geworden, sondern ich habe in einem dicken gelben Reclam-Büchelchen über Science-Fiction-Filme davon gelesen, das sich auf einigen Seiten durchaus auch kritisch mit dem Film auseinandersetzt, denn Freeman Lowell ist ja letztlich ein wahnsinniger Killer. Als Öko-SF-Drama ist der Film auch ein Dokument der Ängste der 70er Jahre, im Grunde eine Gegenposition zu der wenige Jahre zuvor gelaufenen Star Trek-Serie, und er markiert in gewisser Weise zusammen mit einigen anderen Filmen wie "THX 1138" und "Uhrwerk Orange" das Ende des die 60-er Jahre bestimmenden technisch-utopischen Fortschrittsoptimismus, als dessen Zenit man das Datum der Mondlandung annehmen kann.

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                • #9
                  Ich habe mir den Film gerade nochmal auf youtube angesehen, und bin dabei auf diesen Beitrag aufmerksam geworden:

                  YouTube - Joan Baez 'Rejoice in the Sun' - Silent Running

                  wo der Text zu dem Song "Rejoice in the Sun" als Untertitel angezeigt wird. Nun bin ich am überlegen, was genau dieser Song in Zusammenhang mit dem Film eigentlich aussagen will. Dabei tendiere ich zu folgendem Standpunkt:

                  Der Song lässt sich in zwei Teile aufspalten, wobei der zweite mit "Gather your children to your side..." beginnt. Dieser zweite Teil soll eine Art Appell an den Zuschauer darstellen, seine Kinder dazu zu erziehen, den Sinn für die Schönheit der Natur zu bewahren, und eine Vernichtung der Natur, wie sie im Film eingetreten ist, nicht zuzulassen. "Tell them all they love will die, tell them why" bedeutet dann, dass man seinen Kindern die Gefahr der Zerstörung der Natur klarmachen soll - "all they love" steht dabei für die Natur. "Tell them it's not too late" bezieht sich darauf, dass, anders als im Film, noch Zeit ist, die Natur zu retten. Die letzte Zeile "tell them to harvest and rejoice" (zu deutsch: ernten und sich erfreuen) steht dann für eine innige Beziehung zur Natur.

                  Der erste Teil "Fields of children running wild ... Like a forrest is your child, growing wild" beschreibt dagegen das unbedachte, "wilde" Handeln der Menschheit, das im Film zur Zerstörung der Natur geführt hat, und dies auch in der Realität tun würde, was durch "doomed in his innocence" ausgedrückt wird, wobei "innocence" sovielwie kindliche Unbeschwertheit und Unüberlegtheit bedeutet.

                  Kann man das so ungefähr sehen, oder liege ich total daneben?

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                  • #10
                    Ich muss mich mal oten, ich kann kein Englisch, wir durften es in der Schule noch abwählen, und da mich meine Englischlehrerin nicht leiden konnte habe ich das auch gemacht!
                    Nun ja, im Nachhinein bedauere ich das, denn wenn man Englisch spricht ist man klar im Vorteil.
                    Aber aus diesem Grund verstehe ich leider auch den Text des Liedes nicht, mir gefällt das Anfangslied von Lautlos im Weltraum von der Melodie sehr gut, und ich finde dieser Hippie-Sound passt auch sehr gut zu dem was Lautlos im Weltraum vermitteln möchte.

                    Der Film an sich ist natürlich ein absoluter Klassiker und ich war total froh als er damals auf DVD veröffentlicht wurde.

                    Als Kind fand ich an dem Film allerdings nur die Optik im Weltraum und in den Gängen des Raumschiffes cool, da ich mit Star Wars und co. aufgewachsen bin konnte ich mit diesem ganzen Hippie Zeugs, Blumen und Wäldern nichts anfangen, und ich fand Bruce Dern als Lowel eigendlich auch ziemlich uncool, ich dachte mir immer wieso muss er immer in dieser Mönchskutte rumrennen und kann seine normale Uniform nicht tragen, ich fand die anderen drei eigendlich cooler!

                    Jetzt da ich selbst älter bin sehe ich das natürlich anders und erkenne was uns der Film sagen möchte!

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