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The Departed

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  • The Departed

    kein Thread zum besten Thriller des Jahres?

    dabei hat Scorsese hier wirklich noch einmal einen guten Film geschaffen und selbst Leo Dicaprio hat nicht mehr viel von der Titantic Tunte die er mal war.
    Und Jack als Frank Castello ist wirklich grandios böse (und verrückt)

    und einmal seit langen kann wohl niemand behaupten er hätte das Ende vorhergesehen

    8/10 Punkten
    Homepage

  • #2
    Nachdem ich vor ein paar Wochen eine Pressevorführung besucht hatte, habe ich diese Kritik hier für Splashmovies.de geschrieben:

    Story:
    In Boston hat die State Police dem organisierten Verbrechen den Krieg erklärt. Der junge Undercover-Cop Billy Costigan (Leonardo DiCaprio) bekommt den Auftrag, sich in das Verbrechersyndikat des Unterweltbosses Frank Costello (Jack Nicholson) einzuschleusen. Während Costigan schnell das Vertrauen des brutalen Gangsters gewinnt, weiß er nicht, dass auch bei der Polizei mit dem kaltblütigen Colin Sullivan (Matt Damon) ein Maulwurf die Karriereleiter hinaufklettert und dafür sorgt, dass Costellos Verbrechersyndikat der Polizei trotz Costigans Informationen stets einen Schritt voraus ist. Als sich beide Männer immer tiefer in ihre Scheinidentität hineinsteigern und in Gefahr laufen, enttarnt zu werden, versuchen sie alles, um den jeweils anderen zu identifizieren und aus dem Weg zu räumen.

    Meinung zum Film:
    Mit seinem neuesten Werk betritt Gangsterfilm-erprobte Meisterregisseur Martin Scorsese ("Taxi Driver") ein Terrain, das er zuletzt mit seinem Hit "Kap der Angst" im Jahr 1991 erkundet hat: Remakes. Als Vorlage dienen ihm diesmal der Hong-Kong-Erfolgsfilm "Infernal Affairs" und dessen Prequels aus den Jahren 2002 und 2003. Anders als die meisten Remakes, die lediglich schnelles Geld aus einem bekannten Namen oder einem viel versprechenden Konzept schlagen wollen, geht "Departed – Unter Feinden" aber ganz eigene Wege und überzeugt mit einem ganz eigenen Stil und einer packenden Story, die geschickt die Handlung der beiden Originalfilme verknüpft, ohne dabei wichtige Handlungsstränge wegzulassen. Drehbuchautor William Monahan ("Königreich der Himmel"), der "Infernal Affairs" nach eigenen Angaben vor dem Schreiben gar nicht angesehen hat sondern nur das Script kannte, hat den Handlungsort durch seine Heimatstadt Boston und die Triaden durch den irischen Mob ersetzt und schafft so von vornherein eine ganz andere und sehr glaubwürdige Atmosphäre. Bei seiner Dramaturgie lässt "Departed" sich trotz der Reduzierung auf einen Film mehr Zeit für die Charakterentwicklung als die Vorlage und ermöglicht es dem Zuschauer somit, noch stärker mitzuerleben, wie die beiden Hauptfiguren von ihrem Doppelleben immer mehr in den Abgrund gezogen werden. Dies gipfelt in einem absolut schockierenden Ende, das dem Original noch eins drauf setzt und jedem garantiert lange im Gedächtnis bleiben wird.

    Das eigentliche Highlight des Films sind aber die Höchstleistungen, zu denen Scorsese sein Darstellerensemble treibt. In erster Linie gilt dies für den ohnehin großartigen Jack Nicholson ("Besser geht’s nicht"), der als Gangsterboss Frank Costello mit einer der besten Leistungen seiner Schauspielerlaufbahn brilliert. Auch Leonardo DiCaprio ("Aviator"), der Robert DeNiros Nachfolge als Scorseses Standard-Hauptdarsteller anzutreten scheint, bietet erneut eine oscarwürdige Darstellung und sichert sich langsam aber sicher einen Platz unter besten Schauspielern seiner Generation. Und sogar Mimen wie Matt Damon ("Die Bourne-Identität") und Mark Wahlberg ("Der Sturm"), die in ihren früheren Filmen Performances von eher gemischter Qualität ablieferten, zeigen hier allerfeinste Schauspielkunst. In kleineren Rollen fallen noch Stars wie Martin Sheen ("Apocalypse Now") und Alec Baldwin ("Jagd auf 'Roter Oktober'") sowie die unbekanntere Vera Farmiga ("Running Scared – Renn oder stirb") auf, ebenfalls alle sehr überzeugend.

    Der Soundtrack, der mit tollen Liedern großer Bands wie den Rolling Stones und den Beach Boys gespickt ist, kann sich auch hören lassen und trägt nicht unwesentlich zur intensiven Atmosphäre des Films bei. Diese wird auch durch die überzeugende Kameraarbeit von Michael Ballhaus ("Bram Stokers Dracula"), der gekonnt mit dem Licht spielt, unterstützt. Durch viele feine Unterschiede zur "Infernal Affairs"-Trilogie ist "Departed" vielleicht nicht unbedingt ein besserer, aber zumindest ein eigenständiger Film, der eine unanfechtbare Daseinsberechtigung hat, obwohl er "nur" ein Remake ist.

    Fazit:
    Auch wenn es sich hier "nur" um ein Remake eines Hong-Kong-Filmes handelt, stellt dieser hochspannende und kompromisslose Thriller einen Höhepunkt des Cop- und Gansterfilms dar, der an Scorseses frühere Glanzleistungen wie "GoodFellas" erinnert. Auch wenn "Departed – Unter Feinden" vielleicht nicht ganz an die besten Filme des Regisseurs heranreicht, sollten sich Thrillerfans diese exzellent gespielte Tour de Force nicht entgehen lassen.

    http://www.splashmovies.de/html/im_k...inden_kino.php
    Mein Webcomic: http://www.hipsters-comic.com

    Kommentar


    • #3
      Review:
      (Leichte Spoiler)

      "Departed" ist auf jeden Fall ein guter recht anspruchsvoller Film, der in praktisch allen denkbaren Kategorien völlig überzeugt.

      Gerade die recht düstere Atmosphäre überzeugt.
      Vor allem die "Psychospielchen" mit den Handys bleiben in Erinnerung.
      Das Beziehungsgeflecht ist auch ziemlich genial.

      Schauspielerisch wird sowohl durch Besetzung als auch durch die tatsächlichen Leistungen einiges aufgeboten.

      Dabei hat mich aber ausgerechnet Jack Nicholson etwas enttäuscht.
      Sicherlich, Nicholson kann gar nicht schlecht spielen, aber ich habe mir seine Darbietungen schon mit erheblich mehr Begeisterung angesehen. Gerade im Vergleich zu den überschwenglichen Kritiken Nicholson Schauspiel betreffend, hätte ich mir mehr erwartet.
      Dafür, dass sich die "Werbung" sehr stark auf Nicholson bezogen hat, hat er leider auch verhältnismäßig wenig Screentime.

      Wie immer wenn eine Rolle gut zu ihm paßt, liefert Leonardo DiCaprio eine sehr gute schauspielerische Leistung ab.
      Ein großer Freund von ihm werde ich trotzdem nicht, da mir generell seine ganze Art des Schauspiels nicht wirklich zusagt.

      Matt Damon war ebenfalls großartig und gefiel mir von den drei wichtigsten Schauspielern des Films am besten.
      Ich glaube, dass schon lange kein Charakter mehr von einem Kinopublikum als so verachtenswert eingestuft wurde, wie Sullivan.

      Absolut überraschend war die Leistung von Mark Wahlberg: Ich "wußte" vorher nicht, dass er ein Schauspieler ist, aber nach diesem Film darf er sich wirklich so nennen, - toller Auftritt!

      In sämtlichen "technischen" Kategorien liefert der Film Bestleistungen ab: So sind z.B. Schnitt, Kameraführung und der Ton schlicht brilliant.

      Ein ganz wichtiges Highlight des Films ist auch die Musik, die einem sehr gut ins Ohr geht.

      Das Ende ist passend deprimierend und insgesamt überaus brutal (ich glaube ich habe noch nie in so kurzen Abständen "etwas" an die Wand klatschen sehen).
      Gerade weil das Ende alles andere als ein Happy End ist, war die über das ganze Kinopublikum übergreifende deutlich spürbare "Begeisterung/Zufriedenheit" während der letzten Szenen des Films (

      Spoiler
      ab dem Ende von Costigans Beerdigung
      ) recht beachtlich.

      Fazit:
      Ich hatte mir von dem Film zwar eher etwas anderes vorgestellt (im Vorfeld wurden imo ziemlich unpassende Vergleiche mit "Der Pate" gezogen), aber der Film ist auf jeden Fall sehr gut gemacht.
      Imo muß man den Film aber häufiger als einmal sehen.
      Ich bin ja gespannt, ob der Film mal wieder eine Neuauflage von "Wir veralbern Martin Scorsese bei der Oscar-Verleihung" einleiten wird, - das Zeug dazu hat er, denke ich.

      Kommentar


      • #4
        Zitat von Octantis Beitrag anzeigen
        kein Thread zum besten Thriller des Jahres?
        In der Tat. Der beste Thriller des Jahres! Diesmal hat Scorsese seinen Oskar sicher!

        Film:
        Ich liebe es ja Filme zu sehen, die perfekt durchdacht und ausgearbeitet sind. In diesem Film kommt man nicht zur Ruhe. Immer wieder nimmt er Wendungen. Auch gibt es permanet versteckte "Goodies":


        Spoiler

        1. Matt Damon ist impotent im Film (erkennt man durch das Frühstück, wo er so schlecht drauf ist) deshalb ist Leonardo Di Caprio der Vater des Kindes.
        2. Die Freundin von Jack Nicholson ist die Schwester von Matt Damon aus dem Cafe, als Jack fragte ob sie schon ihre Periode bekommt.
        3. Der Inder mit dem kleinen Laden wo Di Caprio die 2 Typen zusammenschlägt ist das gleiche Cafe. Nur eben nun mit einem anderen Besitzer. Di Caprio isst dort wie auch schon zu Anfang etwas am Tresen.
        4. "Versteckt" ist dies nicht, aber ich finde es doch cool, dass ausgerechnet Mark Wahlberg, der sich die ganze Zeit wie ein Arschloch verhält, Di Caprio und den Captain rächt, indem er Damon erschiesst.

        Da sind sicher noch zich versteckte Sachen versteckt, aber das ist mir sofort aufgefallen


        Die Schauspieler sind allesamt genial. Allen voran Jack Nicholson. Es ist so, als ob dieser Film nur für ihn geschrieben wurde. Di Caprio dürfte nach Catch me if you can, mit diesem Film endlich dafür gesorgt haben, dass man ihn als ernsthaften Schauspieler akzeptiert. Ich freue mich jetzt schon drauf ihn in "Blood Diamonds" zu sehen.
        Mark Wahlberg hat das Arschloch vom Dienst bis in die Haarspitzen (Frisur) perfekt gespielt. "Ich bin der, der seinen Job versteht, dann sind sie der Andere"

        Mir ist in diesen 155 Minuten nie langweilig geworden im Kino. So muss ein Film sein! 9 von 10 Punkten!

        Ach ja, wenn er so perfekt ist, warum dann nur 9 von 10 Punkten? :

        Spoiler
        ich bin happy-end-fan
        Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
        Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
        Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

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        • #5
          Auf jeden Fall interessante Story und Besetzung. Mal gucken wann ich mir den angucke.

          Mag ja sowieso solche Filme. "Good Fellas" war schon ein Meisterwerk. "L.A.Confidental" ebenfalls. Allerdings nicht von Scorsese.

          Mal schauen. Die Kritiken sind schon mal gut-sehr gut. Auch in meiner TV Zeitschrift.

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          • #6
            Zitat von matrix089 Beitrag anzeigen
            Diesmal hat Scorsese seinen Oskar sicher!

            Der war gut

            Kommentar


            • #7
              Zitat von John Sheridan Beitrag anzeigen
              Der war gut
              Hast Du etwa Zweifel?
              Just because it is the truth doesn't mean anyone wants to know about it.
              Alle vier Jahre machen die Wähler ihr Kreuz. Und hinterher müssen sie's dann tragen. - Ingrit Berg-Khoshnavaz
              Statt 'Gier' sagen wir 'Profitmaximierung', und schon wird aus der Sünde eine Tugend. - Ulrich Wickert

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              • #8
                Zitat von matrix089 Beitrag anzeigen
                Hast Du etwa Zweifel?
                Hattest du bei den vorhergehenden Nominierungen von Scorsese Zweifel?

                Sicherlich hätte Scorsese längst mal einen Oscar verdient, aber er hat eben bisher noch keinen bekommen.
                Gerade die beiden letzten Oscar-Verleihungen waren für Scorsese echte (fast schon demütigende) Veralberungen und ich tippe darauf, dass dieses Spiel eine Fortsetzung finden wird.

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                • #9
                  Hab den Film endlich zu sehen bekommen (hatte schon Angst ich käm gar nicht mehr ins Kino).

                  Da ich den Film noch zum Jahr 2006 zähle fällt meinFazit eindeutig aus: Der beste Film des Jahres.

                  -Eine geniale Story die bildlich super rübergebracht wurde.
                  -Ein spitzenmäßiger Soundtrack (ua Stones und Dropkick Murphys)
                  -Schauspieler in höchstleistung, ja sogar Mark Wahlberg hat mich überzeugt

                  Und da ich finde ein Ende muss zum Film passen und nicht zwangsläufig ein Happy End sein fällt der Minuspunkt bei mir auch weg.

                  10/10 Punkten

                  PS: Und ich hatte mein Happy End. MEINE Lieblingsfigur hat überlebt
                  If one day speed kills me, do not cry because I was smiling
                  - Paul Walker
                  1973 - 2013

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                  • #10
                    So, hab mir den Film noch auf den letzten Drücker im Kino angesehen und bin nicht enttäuscht worden. Stimme mit den meisten Kommentaren hier überein und möchte nur noch ergänzen, dass Alec Baldwin in seiner Rolle großartig war (schräg, witzig und sehr verschwitzt) und dass ich finde, dass Nicholson überschätzt wird. Klar, ist er ein toller Schauspieler, aber irgendwie ist seine Spielweise immer dieselbe, aber das ist wohl das, was die meisten an ihm so "genial" finden.
                    Forum verlassen.

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                    • #11
                      Bin kein DiCaprio Fan, aber in dem Film hat er mich wirklich überzeugt. War meiner Ansicht nach der beste Schauspieler in dem Film. Aber über die anderen konnte man auch nicht meckern. Sehe mir generell Filme mit Matt Damon oder Mark Wahlberg eh gern an - von daher waren die nochmal ne draufgabe zu Nicholson und Di Caprio. Aber auch Vera Farmiga hat überzeugt.

                      Jedenfalls bin ich begeistert. Der Film hat von Anfang bis Ende gefesselt. Das Ende fand ich persönlich zwar übertrieben brutal, dafür aber überraschend. Habe den Film mit keiner besonderen Erwartung geschaut, da ich die ganze Werbemaschenerie ignoriert habe. Das war dann gleich doppelt so gut ...

                      Jedenfalls 10/10 Punkten von mir. Bin wirklich begeistert.

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                      • #12
                        Ja, kann mich dem positiven Tenor nur anschliessen!

                        hab ihn als er rauskam recht bald gesehen und war wirklich den ganzen Film über gefesselt...superdichte Story mit guten Schauspielern und nem echt guten plot. das waren 2 spannende Kinostunden.

                        hätte zwar nicht gedacht, daß nen "simpler" Thriller bei den Oscars so abräumt, aber er hats auf jeden Fall verdient...für mich sicher mit der Film des Jahres.

                        8/10 Punkten
                        "Also wahrscheinlich werde ich heute abend defnitiv nicht zurückschreiben können..."
                        "Da werd' ich vielleicht wahrscheinlich ganz sicher möglicherweise definitiv mit klarkommen."

                        Member der NO-Connection!!

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                        • #13
                          Ich muss ja sagen, dass ich Leo nie gemocht hatte. War mir immer zu sehr der Sunnyboy, auf den alle Mädels stehen^^ Aber in diesem Film hat er mich allemal überzeugt, dass er auch Schauspielern kann, respektable Leistung von allen. Das Ende des Films ist doch ziemlich heftig geraten, meine Gute.

                          Aber der Film hat mir trotz Fehlen eines Happy Ends sehr gut gefallen

                          Das älteste deutsche Stargate-Rollenspiel auf www.stargate-universe.de
                          "Aber Josua sprach zu den zwei Männern, die das Land ausgekundschaftet hatten: Geht in das Haus der Hure und führt das Weib von dort heraus mit allem, was sie hat, wie ihr versprochen habt."

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                          • #14
                            Super Film!


                            Sehr gut inszeniert vom Altmeister. Nix mit schwarz-weiß Malerei. Zwielichtige Charaktere und tolle Spannung.

                            Scorsese hat hier für den Oscar auf jeden Fall verdient. Die Darsteller waren alle sehr glaubwürdig. Lediglich den übermäßigen Gebrauch von "Kraftausdrücken" fand ich ein wenig übertrieben. Da schimpft ja 50 Cent weniger...

                            9/10 - Meisterwerk!


                            PS: "Good Fellas" fand ich noch einen Tick besser.

                            Kommentar


                            • #15
                              Seit heute auf DVD erhältlich, was ich zum Anlass nehme meine Meinung über den diesjährigen Oscar-Abräumer abzuheben:

                              Zur Sonderausstattung:
                              Gleich zu Beginn das große Minus. Selten eine so spärlich ausgestattete DVD gesehen - schon gar nicht bei nem Blockbuster wie "Departed". Nicht mal ein richtiges Making-of drauf. Warum man dafür ne zusätzliche DVD brauchte ist mir schleierhaft.

                              Und nun zum Film selbst:
                              Endlich wird Sorcese - eindeutig einer der besten Regisseure überhaupt - für seine Arbeit gewürdigt. Zwar wäre der Oscar bei "Gangs of New York" oder "Taxi Driver" IMO eher verdient gewesen, besser als der gut gemachte aber auch todlangweilige "Aviator" war der Film jedoch allemal. Das Gangster-Genre passt einfach eher zu Sorcese.

                              Die Atmosphäre der bostoner Unterwelt wurde einfach genial eingefangen. Jack Nicholson als Mafia-Boss spielt zwar im Grunde gleich wie immer, passt jedoch traumhaft für die Rolle. Auch die anderen Darsteller vermochten zu überzeugen (wann bekommt DiCaprio endlich seinen Oscar? - spätestens bei "Aviator" wäre dieser IMO fällig gewesen).

                              Der Film ist episch, sauspannend, beinhaltet überraschende Wendungen und gute Dialoge. Sprich er hat alles was man von nem Sorcese-Film erwartet. Auch Austattung, Kamera und Musik (die Titelmelodie ist ein totaler Ohrwurm ) vermögen zu überzeugen.
                              Das Ende ist absolut schockierend und nicht vorhersehbar. Ein HappyEnd hätte auch nicht wirklich gepasst. Übermäßig brutal fand ich die Szenen jedoch nicht - da gabs z.B. beim "Crank"-Finale härteres. FSK16 ist IMO gerechtfertigt.

                              Nun kurz das Negative - und der Grund warum der Film IMO nicht zu Sorceses absolut besten Werken gehört. Da wäre mal der "Slang". Klar gehört so etwas zu Gangster-Filmen dazu, hier hörte ich jedoch schon zu oft "Motherfucker" oder speziell das Wort "Fuck" (eigentlich in jedem zweiten Satz).
                              Auch das Ende hat mir nicht 100%ig gefallen. So genial schockierend es war, etwas mehr Dramatik hätte ich auch gerne gesehen. Eigentlich ließ mich jeder einzelne der Tode kalt. Klingt vielleicht kitschig, aber wenn schon kein HappyEnd, will ich zumindest traurig sein dürfen.

                              Alles in allem ein guter, wenn auch nicht perfekter, Film, der alles hat was ein Blockbuster braucht:
                              5 Sterne!

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