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Film - Regisseur - Legende

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  • Film - Regisseur - Legende

    Da ich den Thread "Filme, die den Regiesseur unsterblich machen", dessen Eröffner sich jetzt hoffentlich nicht auf den Schlips getreten fühlt, sehr interessant fand, bis es hieß, dass Diskussionen über das Thema unerwünscht wären und nur aufgelistet werden soll - was ich persönlich langweiliger finde als Knäckebrot - möchte ich hier die Möglichkeit eröffnen, die Diskussionen wieder aufzunehmen. Wer nicht diskutieren möchte kann dann ja einfach im Aufzählthread seine Liste posten!

    Im besagten Aufzähl - Thread wurde ja bereits die Frage aufgeworfen, ob man einen Film, dessen Bekanntheit die Jahre überdauert hat, auch gleichzeitig mit seinem Regiesseur in Verbindung bringt, dessen Namen der Film dann auf diese Weise unsterblich werden lässt.

    Außerdem wurde gefragt, wie wichtig der Regiesseur letztendlich für das entstandene Produkt ist, also ob der Film und der Regiesseur deshalb so miteinander assoziiert werden, weil dessen Handschrift so deutlich erkennbar ist, dass nur er diesen Film auf diese Weise inszenieren konnte.

    Dazu kommt, dass es doch einige Kontroversen gibt, welche Filme denn nun welchen Regiesseur unsterblich gemacht haben, weshalb man auch entsprechende Begründungen angeben sollte. Schließlich gibt es Fälle, die nicht ganz so eindeutig sind, wie bei Orson Welles - Citizen Kane.

    Ich denke zunächst ist es wichtig, dass es sich um einen Regiesseur handelt, der den speziellen Film, der ihn unsterblich macht auf besondere Weise gedreht hat. Um beim Beispiel Citizen Kane zu bleiben, hat z.B. Orson Welles in diesem Streifen zum ersten Mal eine Technik eingesetzt, die Gegenstände im Bildhintergrund genau so scharf umrissen zeigt, wie die jenigen im Vordergrund, was damals revolutionär war.

    Dann stellt sich tatsächlich die Frage, warum z.B. "Casablanca" ein Kultklassiker geworden ist, aber kaum jemand den Namen des Mannes auf dem Regiestuhl kennt, während bei "Manche mögen´s heiß" sofort alle zu Cineasten werden und Billy Wilder rufen! Es könnte daran liegen, dass Wilder mehrere sehr berühmte Filme gemacht hat. Andererseits kenne ich außer "High Noon" keinen weiteren Film von Fred Zinnemann. Wie kommt das?

    Zuletzt, um noch mal kurz auf den Ursprungsthread zurückzukommen, ist mir aufgefallen, dass dort jemand "Scream" als den Film aufzählt, der Wes Craven unsterblich macht. Dieser Meinung würde ich mich auf keinen Fall anschließen, weil ich denke, dass "Nightmare on Elm Street" weitaus größeren Einfluss hatte. Immerhin ist Fred Krueger noch heute eine Kultfigur, die eigentlich so ziemlich jeder kennt und die Szene mit der Blutfontäne, die aus dem Bett schießt, auf dem zuvor noch Jhonny Depp gesessen hat, ist Legende. Ebenso die "Marionettenspieler - Szene" im dritten Teil der Serie. Dagegen finde ich nicht, dass sich "Scream" großartig von anderen Slasher - Filmen unterscheidet. Freddy ist etwas Einzigartiges. Das macht den Film (und die Meisten seiner Nachfolger) zu etwas Besonderem und Wes Craven zu einem unsterblichen Regiesseur.

    Was Slasher - Filme angeht finde ich "Psycho" und "Halloween" weitaus wichtger. Bei Hichcock wegen der verblüffenden, mehrmaligen Wendungen der Handlung, die aus Norman Bates weit mehr als einen gewöhnlichen Messerstecher machen. Zudem ist die brilliant gefilmte Duschszene auch über den Film hinaus bekannt. Bei John Carpenter ist es wohl die Schöpfung einer der ersten Kultfiguren des Horrorfilms, die ihm den verdienten Ruhm einbrachte.
    Aber das sind alles nur meine Meinungen. ich bin schon sehr gespannt auf eure!

  • #2
    Na bin ich denn auf deinen tread der erste Antworter?

    Du zählst da ja auch ganz schön auf..

    ich beziehe mich da esrtmal nur auf WES Cravens -Regie Talent-
    der Durchbruch -kommerziell war auf jeden Fall - Nigthmare-
    Aber der cineastische doch eher LAST HOUSE on the Left später 70er -in deutschland lange zeit aufm Index gewesen.

    Mal gucken wer da noch so schreibt!?

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    • #3
      Ich finde es auch schade, dass dieser Thread so in die Vergessenheit gesunken ist. Umso schöner, dass ihn doch nochmal jemand hervor geholt hat.

      Die Diskussion in dem ersten Thread zu diesem Thema war eigentlich recht lebhaft und interessant, nur dass dies eben immer wieder unterbunden wurde, weil nur nach schlichter Aufzählung verlangt wurde.

      Was Wes Craven angeht hast du sicher Recht. Man hätte außerdem auch noch "The Hills have Eyes" aus den 70ern nennen können, von dem es sogar eine Kopie im New Yorker Museum of Modern Art gibt, soweit ich weiß. Vielleicht ist auch gerade Craven ein gutes Beispiel für einen Legendenschöpfer, denn diesem Mann sind ja offensichtlich mehrere Meisterwerke gelungen.

      Trotzdem finde ich, dass Freddy ihn wirklich unsterblich gemacht hat, weil sich gerade diese Figur schließlich zu einer Ikone der Popkultur entwickelt hat.

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      • #4
        Wobei ihn sicher viele auch sofort mit "Scream" in Verbindung bringen. Das ist dann wohl eher eine Frage des Alters.
        Wer in den 80ern aufgewachsen ist assoziiert sicher zuerst Freddy mit ihm. Doch bei der heutigen Generation dürfte vielleicht sogar eher die "Scream"-Trilogie sein.
        Übrigens finde ich "Shocker" auch sehr gelungen. Wobei der Film sicher nicht zu einer etwaigen Legendenbildung beigetragen hat. Aber er bietet Spannung und sehr gute Unterhaltung.
        "Not born. SHIT into existence." - Noman the Golgothan
        "Man schicke dem Substantiv zwanzig Adjektive voraus, und niemand wird merken, daß man einen Haufen Kot beschreibt. Adjektive wirken wie eine Nebelbank."
        Norman Mailer

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        • #5
          Craven mag zwar mit und durch "Freddy Krüger" bekannt geworden sein, aber ihn mit ganz großen Regisseuren wie Hitchcock zu vergleichen(bzw. nebenher aufzuzählen) halte ich für gewagt.

          Dieter Bohlen ist auch mit seinen Schnulz-Pop berühmt geworden, aber macht es ihn das zu einen richtig guten Komponisten?

          Wenn es nur um die erschaffenen Figuren und Langlebigkeiten geht, dann ist es etwas anderes.

          Aber ich hatte das eingewendet weil Craven hier als "Meister" oder "Meister seines Faches" bezeichnet wurde. Und das sehe ich nicht so. Außerdem müßte man Carpenter dann auch aufzählen(besonders wegen Halloween, auch wegen der Musik) und der hat ebenso gewaltige Trash und B-Movies produziert.

          Zitat von Tordal
          Übrigens finde ich "Shocker" auch sehr gelungen. Wobei der Film sicher nicht zu einer etwaigen Legendenbildung beigetragen hat. Aber er bietet Spannung und sehr gute Unterhaltung.
          Kann man sich angucken. Das Lied "No more Mr.Niceguy" passt richtig gut dazu.

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          • #6
            Heutzutage ist es normal, dass ein Film mit seinem Regisseur assoziiert wird. In der Regel kommt im Vorspann "A XYZ film", noch bevor jemand anderes genannt wird.

            Früher wurde zuerst der Produzent genannt ("A XYZ production"), dann kam irgendwann am Ende des Vorspanns zuletzt "Directed by...", oft sogar nicht mal als separate Nennung.

            Der Regisseur war früher lediglich ein Angestellter des Studios, der Auftragsarbeiten übernahm und diese so durchzuführen hatte, wie es der Produzent wollte. Bestes Beispiel ist "Vom Winde verweht". Jeder kennt den Namen des Produzenten David O. Selznick aber wer weiß schon, dass der Regisseur Victor Fleming hieß? Und das ist immerhin immer noch der finanziell erfolgreichste Film aller Zeiten!

            Der erste Regisseur, dessen Name zum Markenzeichen wurde, war Alfred Hitchcock. Man könnte sagen, er war der erste Autorenfilmer. Zwar beschäftigte er Drehbuchschreiber aber im Endeffekt hatte immer er allein die volle Kontrolle über den künstlerischen Prozess seiner Filme.

            Aber auch Hitchcock fing als Angesteller an und in seiner frühen und mittleren Schaffenszeit kann man seine Filme in zwei Kategorien einordnen: Filme, die er drehen wollte und Filme, die er drehen musste. Wenn er keine Lust zu einem Film hatte und ihn dennoch drehen musste, weil der Produzent es von ihm verlangte, so war das Ergebnis auch bestenfalls Mittelmaß. Das änderte sich erst Ende der 40er Jahre, nachdem er seinen Namen zum Markenzeichen gemacht hatte.

            Hitchcock hatte im Laufe seiner Karriere immer eine sehr simple aber effektive Methode, die künstlerische Hoheit über seine Filme zu behalten: Er bereitete sie bis ins letzte Detail penibel vor, hatte noch vor dem ersten Drethtag jede einzelne Szene und Einstellung gedanklich in seinem Kopf fertig abgedreht und wich in der Regel auch nicht mehr davon ab. Dadurch war er in der Lage, extrem sparsam mit Filmmaterial umzugehen und die Produzenten hatten anschließend nie genügend Material, um noch Einfluss auf den Schnitt des Films nehmen zu können. Diese Arbeitsweise entstand zuerst aus der finanziellen Not am Anfang seiner Schaffenszeit heraus. Hitchcock erkannte aber rasch die Vorteile dieser Sparsamkeit, behielt sie bei und trieb damit beispielsweise David O. Selznick an den Rand des Wahnsinns

            Hitchcock sagte oft, dass die eigentlichen Dreharbeiten für ihn nur ein notwendiges Übel waren, um die Vision in seinem Kopf zum Leben erwecken zu können. Daher reagierte er auch äußerst unwirsch auf Einmischungsversuche vom Produzenten oder "Vorschläge" von Schauspielern: Er drehte die bereits in seinem Kopf existierende Version des Films einfach nach diesem geistigen Muster ab. Bezeichnend ist seine Auseinandersetzung mit Charles Laughton bei den Dreharbeiten zu "Riffpiraten": Als Laughton auf dem Set die Diva gab, ließ ihn Hitchcock (der den Film sowieso nicht mochte) im Gegenzug eine kaum verhohlen sado-masochistische Fessel- und Knebelszene immer und immer wieder wiederholen.

            Hitchcock konnte natürlich nur so agieren, weil er das Filmemachen von der Pike auf gelernt hatte und sich auch mit sämtlichen technischen Aspekten perfekt auskannte. Es gab keinen Kameramann und keinen Beleuchter, der ihm etwas vormachen konnte. Er hatte immer alles im Griff. Hitchcock konnte neben der Kamera stehen, ohne durchs Objektiv zu sehen und trotzdem erkennen, ob der Bildausschnitt korrekt gewählt war oder nicht.

            Vor Hitchcock (und auch während er wirkte) wurden Filme noch oft so behandelt, als würde man ein Theaterstück abfilmen. Hitchcock war einer derjenigen, die dem Medium Film erst seine eigene künstlerische Form und Bildsprache gaben. Dabei verstand er es wie kein anderer, die Filme künstlerisch wertvoll und dennoch unterhaltsam und profitabel zu drehen und scheute dabei auch keine Experimente mit neuer Technik.

            Das machte seinen Namen zum Markenzeichen und bereitete den Weg für andere Regisseure, sich ebenfalls durch ihre Arbeit einen eigenen Namen zu machen und dadurch zum Markenzeichen zu werden.

            Wenn heute Filme mit Regisseuren assoziiert werden, dann haben sie dies Alfred Hitchcock zu verdanken.

            Gruß,

            Frank
            Zuletzt geändert von Laserfrankie; 13.09.2007, 22:29.
            "Wenn das deutsche Fernsehen ein Pferd wäre, hätte man es schon längst erschossen" (Oliver Kalkofe)
            "Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann ist es das Recht Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen"
            (George Orwell)

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            • #7
              @ Laserfrankie

              Das mit dem Angestellten-Verhältnis ist schon richtig, aber Star-Regisseure gibt es schon seit der Stummfilmzeit, Cecil B. DeMille zum Beispiel. Viele sind nur heute bei der "breiten Masse" nicht mehr so bekannt.

              Ich finde, das Steven Spielberg ganz gut in dieses Thread-Schema passt. Mit der "Der Weiße Hai" hatte er ja quasi den ersten Blockbuster geschaffen und seine Art des Spannungsaufbaus wurde auch stilprägend. Darüber hinaus wird Spielbergs Name auch immer mit einer bestimmten Art von Filmen in Verbindung gebracht. Einer der bekanntesten Regisseure der Welt ist er sowieso.

              Betrachtet man die jüngere Vergangenheit, fällt mir sofort M. Night Shyamalan ein. Auch er hat einen ganz bestimmten Stil und und sein Name weckt bei den Zuschauern ganz bestimmte Erwartungen auch wenn er mit seinen letzten beiden Filmen nicht mehr ganz so sehr bei Kritikern und Zuschauern punkten konnte

              Gruß, succo
              Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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              • #8
                das mit hitchcock ist zwar richtig, aber es gab auch schon vor ihm sehr bekannte und bedeutende Regisseure...in Deutschland hatten fritz lang-filme auch ein hohes ansehen.

                hitchcock war aber sicherlich der erste "Blockbuster" dieser Riege, er hatte ja sogar ein eigenes eigentragenes markenzeichen...das gabs danach auch noch nicht wieder...hitchcock ist was vermarktung des eigenens prädikat angeht bis heute in meinen augen ungeschlagen, da können spielberg&co nich mithalten.
                "Also wahrscheinlich werde ich heute abend defnitiv nicht zurückschreiben können..."
                "Da werd' ich vielleicht wahrscheinlich ganz sicher möglicherweise definitiv mit klarkommen."

                Member der NO-Connection!!

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                • #9
                  Die Frage ist, ob Fritz Lang oder Cecil B. DeMille damals schon so stark als Markenzeichen wahrgenommen wurden.

                  Man sagte: "Hast du schon den neuen Hitchcock gesehen?"

                  Ich weiß nicht, ob man zu ihrer Zeit fragte: "Hast du schon den neuen Lang-Film gesehen?" oder "Hast du schon den neusten DeMille angeschaut?"

                  Da gibt es meines Erachtens schon noch einen kleinen aber feinen Unterschied

                  Auf jeden Fall hatte Hitchcock auf dem Höhepunkt seiner Karriere praktisch Narrenfreiheit und konnte machen, was er wollte - ein Status, wie ihn danach nur noch Spielberg erreicht hat, der heute in Hollywood ebenfalls so schalten und walten kann, wie er möchte.

                  Gruß,

                  Frank
                  "Wenn das deutsche Fernsehen ein Pferd wäre, hätte man es schon längst erschossen" (Oliver Kalkofe)
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                  • #10
                    Das man Hitchcock mehr als Markenzeichnen wahrnimmt liegt aber auch mehr daran, dass er ein Genre-Regisseur war, künstlerisch zwar sehr innovativ, aber was die Auswahl seiner Stoffe angeht, nicht besonders vielseitig.
                    Mit "Hitchcock" assoziert man automatisch "Suspense" und "Thriller". Das kann man sich halt einfach merken.

                    Deswegen würde ich diese Ausage...

                    Vor Hitchcock (und auch während er wirkte) wurden Filme noch oft so behandelt, als würde man ein Theaterstück abfilmen. Hitchcock war einer derjenigen, die dem Medium Film erst seine eigene künstlerische Form und Bildsprache gaben. Dabei verstand er es wie kein anderer, die Filme künstlerisch wertvoll und dennoch unterhaltsam und profitabel zu drehen und scheute dabei auch keine Experimente mit neuer Technik.
                    ...nicht so pauschal unterschreiben, denn diese trifft eher auf ein bestimmtes Genre und nicht auf Film allgemein zu.

                    DeMille verdanken wir z.B. folgendes:

                    Unter seiner Ägide traten die so genannte Six-Reeler, also abendlange Spielfilme, ihren Siegeszug an und es begann die Ära der aufwändigen Produktionsbudgets. Gleichzeitig erkannte DeMille den Wert von Stars für den Erfolg einer Kinoproduktion und begann gezielt, für Paramount ein eigenes Kontingent von bekannten Namen aufzubauen.
                    Cecil B. DeMille - Wikipedia

                    ...und davon hat letzten Endes auch Hitchcock profitiert.

                    Gruß, succo
                    Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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                    • #11
                      Dann müßte man James Cameron mit "Terminator" sowie Scott mit "Alien" auch noch nennen.

                      Oder Roddenberry. ST ist Kult und zeitlos. Das gleiche gilt für Lucas mit Star Wars.

                      Außerdem die Macher von "King Kong" und "Godzilla". Etc...einige.

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                      • #12
                        Zitat von succo Beitrag anzeigen
                        Das man Hitchcock mehr als Markenzeichnen wahrnimmt liegt aber auch mehr daran, dass er ein Genre-Regisseur war, künstlerisch zwar sehr innovativ, aber was die Auswahl seiner Stoffe angeht, nicht besonders vielseitig.
                        Oha, das kann man aber so nicht stehen lassen.

                        Zugegeben, dem Thriller oder besser gesagt dem "Suspensefilm" galt sein Hauptaugenmerk aber Hitchcock war durchaus vielseitig. Beispielsweise hat er vor seinem Gang nach Amerika dem Produzenten David O. Selznick vorgeschlagen, einen Film über den Untergang der "Titanic" zu drehen

                        Im Laufe seiner Karriere hat Hitchcock über 50 Filme gedreht. Die meisten sind sicherlich Spannungsfilme (teilweise mir einer enormen Tiefe) aber es sind auch ernsthafte Dramen ("I confess", "The wrong Man", "Marnie"), Komödien ("Rich and strange", "The Trouble with Harry", "To catch a Thief", "Family Plot") und selbst Kostümfilme dabei ("Waltzes from Vienna", "Jamaica Inn", "Under Capricorn"), die im 18. oder 19. Jahrhundert spielten (obwohl ihm diese definitiv nicht lagen).

                        Es stimmt zwar, dass sein Ruf als Regisseur vor allem auf seinem Wirken im Krimi- und Agentenfilmgenre fußte aber ihn darauf zu reduzieren, ist sachlich falsch.

                        Selbst seine Thriller und "Suspensefilme" sind teilweise so unterschiedlich in der Machart, dass es einem schwerfällt, sie dem gleichen Genre zuzurechnen.

                        Was hat z.B. "Shadow of a Doubt" mit "Psycho" zu tun? Beides sind zwar Thriller über einen Serienkiller aber unterschiedlicher können Filme nicht sein.

                        Dann sind da noch so Kuriositäten wie "Liveboat" - ein Film, der nur in einem Rettungsboot auf offener See spielt - und "Rope", ein abgefilmtes Theaterstück ohne erkennbare Schnitte.

                        Zum Thema "Mystery" hatte er mit "Rebecca" und "Vertigo" auch einiges beizusteuern und mit "Die Vögel" war er mindestens Mitbegründer des modernen Horrorgenres.

                        Nicht besonders vielseitig? Gut, er hat halt keine Science-Fiction-Filme gedreht aber ansonsten war eigentlich alles dabei.

                        Gruß,

                        Frank
                        Zuletzt geändert von Laserfrankie; 14.09.2007, 11:12.
                        "Wenn das deutsche Fernsehen ein Pferd wäre, hätte man es schon längst erschossen" (Oliver Kalkofe)
                        "Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann ist es das Recht Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen"
                        (George Orwell)

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                        • #13
                          Ich finde, das hier auf jeden Fall auch Stanley Kubrick reingehört. Meiner Meinung wurde er mit dem Film Eyes Wide Shut erst richtig zur Legende. In meinem Bekanntenkreis gibt es niemanden, dem nicht bei dem Titel sofort Kubrick einfällt. Ich finde schon, dass sein Tod ein großer Verlust für die Filmindustrie ist.

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                          • #14
                            Zu der oben genannten Diskussion würde ich meinen: "Nightmare on Elm Street" ist einfach viel... bekannter. Ich habe zwar beide Filme noch nie gesehen, aber den Namen Freddy Krüger verbinde ich viel eher mit Kult und Wes Craven, während Scream... na ja, ist halt Scream, die Maske kennt man, aber ansonsten... Namen, Schauspieler... kein Plan. Bis vor kurzem wusste ich nicht mal, dass Wes Craven den Film gemacht hat...
                            Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                            Für alle, die Mathe mögen

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                            • #15
                              Zitat von Laserfrankie Beitrag anzeigen
                              Oha, das kann man aber so nicht stehen lassen.

                              Zugegeben, dem Thriller oder besser gesagt dem "Suspensefilm" galt sein Hauptaugenmerk aber Hitchcock war durchaus vielseitig. Beispielsweise hat er vor seinem Gang nach Amerika dem Produzenten David O. Selznick vorgeschlagen, einen Film über den Untergang der "Titanic" zu drehen

                              Im Laufe seiner Karriere hat Hitchcock über 50 Filme gedreht. Die meisten sind sicherlich Spannungsfilme (teilweise mir einer enormen Tiefe) aber es sind auch ernsthafte Dramen ("I confess", "The wrong Man", "Marnie"), Komödien ("Rich and strange", "The Trouble with Harry", "To catch a Thief", "Family Plot") und selbst Kostümfilme dabei ("Waltzes from Vienna", "Jamaica Inn", "Under Capricorn"), die im 18. oder 19. Jahrhundert spielten (obwohl ihm diese definitiv nicht lagen).

                              Es stimmt zwar, dass sein Ruf als Regisseur vor allem auf seinem Wirken im Krimi- und Agentenfilmgenre fußte aber ihn darauf zu reduzieren, ist sachlich falsch.

                              Selbst seine Thriller und "Suspensefilme" sind teilweise so unterschiedlich in der Machart, dass es einem schwerfällt, sie dem gleichen Genre zuzurechnen.

                              Was hat z.B. "Shadow of a Doubt" mit "Psycho" zu tun? Beides sind zwar Thriller über einen Serienkiller aber unterschiedlicher können Filme nicht sein.

                              Dann sind da noch so Kuriositäten wie "Liveboat" - ein Film, der nur in einem Rettungsboot auf offener See spielt - und "Rope", ein abgefilmtes Theaterstück ohne erkennbare Schnitte.

                              Zum Thema "Mystery" hatte er mit "Rebecca" und "Vertigo" auch einiges beizusteuern und mit "Die Vögel" war er mindestens Mitbegründer des modernen Horrorgenres.

                              Nicht besonders vielseitig? Gut, er hat halt keine Science-Fiction-Filme gedreht aber ansonsten war eigentlich alles dabei.

                              Gruß,

                              Frank
                              Ich habe ja gesagt, dass die Umsetzung seiner Filme sehr innovativ war. Aber ein oder zwei Ausflüge in ein anderes Genre ändern nichts daran, dass sein Hauptwerk im Suspense-Thriller zu suchen ist, er am meisten damit assoziert wird und er oft dieselben Grundthemen variierte.

                              Die wiederkehrenden Motive seiner Filme waren Angst, Schuld und Identitätsverlust. Oft variierte er das Thema des unschuldig Verfolgten.

                              ...und das trifft auch auch die Vögel zu.

                              Das sein Name zum Markenzeichen wurde, lag auch nicht zuletzt an einer geschickten Selbstvermarktung.

                              Gruß, succo
                              Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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