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    Nun noch eine Rezi zu einer erfreulich spannend geratenen deutschen Produktion.

    Zur Handlung:
    Der junge Schriftsteller Leo Schwarz zieht aufgrund einer Schreibblockade in ein altes, marodes Mehrfamilienhaus weit außerhalb der Stadt um dort noch einmal von vorne zu beginnen.
    Auf der Suche nach der richtigen Geschichte für seinen neuen Roman stößt er auf die Spuren des verstorbenen Vormieters, der zusammen mit seiner Tochter Joana bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Im Kinderzimmer entdeckt er ein altes, merkwürdiges Tagebuch mit der Aufschrift "Joana und Ruth", Puppen mit 4 Augen und düstere Kinderzeichnungen und plötzlich scheint die Wohnung ein unheimliches Eigenleben zu entwickeln. Gegenstände bewegen sich. Seltsame Geräusche ertönen.

    Leo recherchiert trotz aller Warnungen weiter und kommt mit Hilfe der ehemaligen Kinderpsychologin Dr. Grubert einem Geheimnis auf die Spur: Joana war schizophren.
    LEo bricht schließlich bei den Nachbarn ein, um Hinweisen nachzugehen und findet Hinweise darauf, dass Joana und ihr Vater womöglich ermordet worden sind. Als er sie zur Rede stellt, erzählen sie ihm von der durchschnittenen Bremsleitung. Sie wollten dem Mädchen nur helfen und den cholerischen Vater durch einen Unfall loswerden, doch als am nächsten Morgen nicht nur ihr Vater, sondern auch Joana selbst ins Auto stieg, war es bereits zu spät.

    Leo beginnt zu schreiben. Endlich hat er eine Geschichte für sein neues Buch, doch immer noch passen gewisse Details nicht zusammen.


    Spoiler
    Erst zum Ende hin entdeckt er auf einem Foto, dass Joana eine Zwillingsschwester hatte - Ruth! Sie war nicht schizophren und man konnte keine Anzeichen von Missbrauch an Joana finden, weil nicht Joana sondern Ruth untersucht wurde! Schließlich findet Leo den halbverwesten Leichnam der Zwillingschwester im dunklen, feuchten Keller, in welchem sie festgehelten worden ist. Durch den Tod des Vaters gab es niemanden mehr, der sich um sie kümmern konnte - unds ist so jämmerlich verhungert.


    Endlich wieder ein Grusel-Film, der es in sich hatte! Der Beginn ist eher lächerlich - ein nicht wirklich sympathischer Hauptcharakter, der eigentlich nur herumblödelt. Doch schnell wechseln Situation und Atmosphäre des Filmes - schockierende Momente mit schnellen Schnitten, verworrene Fetzen von INformationen, die Stück für Stück die Wahrheit offenbaren - all das birgt einen sorgsam aufgezogenen Spannungsbogen, der auch überraschende Momente und Erkenntnisse birgt.
    Ein Wermutstropfen ist die musikalische Untermalung, die an zwei oder drei Stellen uralte Horrorfilmklisches wieder aufwärmt - und so ein wenig die Atmosphäre stören.
    Gesamturteil: sehenswert, die ersten 40 Minuten trügen (glücklicherweise).
    7,5 von 10 Punkten
    Lass Dich nie auf eine Diskussion mit Idioten ein - sie ziehen Dich nur auf ihr Niveau herab und schlagen Dich dort mit ihrer grösseren Erfahrung
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