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Dunkirk (Christopher Nolan WK2-Film)

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  • Dunkirk (Christopher Nolan WK2-Film)

    Christopher Nolan verfilmt die Schlacht um Dünkirchen.
    Gar kein Thread zum neuesten Nolan-Film (ist ja schon über ne Woche im Kino)?

    Hab ihn dieses Wochenende gesehen. Leider war ich anfangs alles andere als begeistert. Da der Film gleich mit der Schlacht beginnt, gibt es keine Gelegenheit sich vorher schon mit den Charakteren anzufreunden. Dazu die ganzen Zeitebenen. Und für meinen Geschmack hätte man 1, 2 Schiffe weniger versenken können .

    Nach rund 30 Minuten wird es dann aber besser. Man lernt doch die Charaktere besser kennen. Man gewöhnt sich an den Erzählstil. Und es gibt auch einige ruhige, durchaus spannende Momente (etwa als das gestrandete Schiff wo man sich versteckt als Zielscheibe missbraucht wird oder der Flugzeugabsturz). Nolans Stil ist auch hier klar zu erkennen, auch wenn es sein bisher untypischster Film ist.

    Am Ende wird dann etwas zu sehr auf die Pathos-Drüse gedrückt, fand ich aber doch sehr emotional.

    Alles in allem ein zu kurzer Film, dem mehr Exposition am Anfang sehr gut getan hätte. Schlecht ist er auf keinen Fall aber IMO Nolans bisher schwächster und etwas überbewertet (wobei ich Kriegsfilmen generell nicht sooo abkann - "Hacksaw Ridge" von Mel Gibson hat mir vom Genre heuer besser gefallen):

    4,5 Sterne!
    3
    ****** einer der besten Filme aller Zeiten
    0.00%
    0
    ***** sehr guter Film - hat alles, was einen Blockbuster ausmacht
    66.67%
    2
    **** guter Film mit unterhaltsamer Story
    33.33%
    1
    *** völlig durchschnittlicher Film
    0.00%
    0
    ** ziemlich schwacher Film - nicht weiter erwähnenswert
    0.00%
    0
    * eine der schlechtesten Filme aller Zeiten
    0.00%
    0
    Zuletzt geändert von HanSolo; 07.08.2017, 17:35.

  • #2
    Habe den Film auch schon gesehen und in meinen Augen ist es schon ein kleines Meisterwerk geworden.
    Visuell eines der besseren Filme, welche ich gesehen habe. Kamera und Regie, dass war auf allerhöchsten Niveau.
    Lobenswert ist auch der Score von Hans Zimmer, welcher meinen Puls fast den ganzen Film höher schlagen lassen hat.
    Es war kein brutaler, aber dafür ein sehr intensiver Film.

    Die Luftschlachten, sowohl das Geschehen auf dem Meer, sahen für mich sehr realistisch aus. Da war man mittendrin, statt nur dabei .
    Geschickt wurden die verschiedenen Zeitebenen/Perspektiven miteinander verbunden.

    Ja, die Helden haben vielleicht ein-zwei mal zu viel Schwein gehabt, aber war jetzt nichts was mich gross gestört hat.
    Die Laufzeit des Filmes ist nicht sehr lang geraten, aber ich hatte nicht das Gefühl, dass der Film zu schnell vorbei gegangen ist.

    5,5*
    (8,5/10)

    Kommentar


    • #3
      Ich war mir ja auch sicher. dass es einen Thread gegeben hätte, aber ich habe ihn nicht gefunden, mein Review dann in einem anderen Forum gepostet und jetzt poste ich es aber gerne noch einmal hier:

      Als großer Nolan-Fan, der gefühlt jeden neuen Nolan-Film besser findet als den jeweils vorherigen (klar, ganz stimmt die Regel nicht, TDK ist einfach das unangefochtene Highlight), war ich dann auch mal in "Dunkirk". Und ich muss sagen: Ich bin etwas enttäuscht. Nein, nicht weil es ein schlechter Film ist, denn das ist es nicht - die Produktionswerte sind großartig und die Ideen, wie man hier "Krieg" erfahrbar macht, sind auf jeden Fall beachtenswert: Durch den Gegenschnitt dreier Zeitebenen und einer Kamera, die häufig sehr nah an den Gesichtern bleibt, weiß man nie so ganz genau, wo (und wann) man sich gerade befindet - die einzigen Ankerpunkte sind (neben den Gesichtern halt) Tag und Nacht auf der einen Seite, Schusslärm oder kein Schusslärm auf der anderen Seite.

      Trotzdem ist es einfach so: Dadurch, dass das Thema eben "Krieg" ist, so konsequent es durchgezogen wird, gehen für mich einfach die Tugenden, die ich normalerweise an Nolan-Filmen mag, verloren. Ja, es wäre irgendwie auch nicht passend gewesen, hier Mindfucks einzubauen. Und ja, dass es eben nicht die Nolan'schen "Erklärbär-Szenen" gibt (die ich übrigens, trotz der negativen Konnotation des Wortes, sehr zu schätzen weiß) ist nach langer Zeit mal wieder was Neues bei Nolan, aber dennoch: Die Abwesenheit dieser Dinge führt eben dazu, dass ich "Dunkirk" als einen aus meiner Sicht schwächeren Nolan-Film sehe. Bei Nolan ist das Interessanteste immer die Konstruktion - und auch, wenn er das hier ebenfalls durch die 3 Zeitebenen einbringt, so kann (ja eigentlich darf) die Konstruktion in einem Kriegshistorienfilm nicht so kunstvoll sein, wie sie es beispielsweise in "Inception" ist. Das führt dann an manchen Stellen dazu, dass ich - obwohl es dem Thema an sich irgendwie doch gerecht wurde - manche Gegenschnitte (wenn z. B. in zwei verschiedenen Strängen gerade ein Boot untergeht) sogar ein wenig platt fand.

      Insofern mag es vielleicht folgendermaßen sein: "Dunkirk" ist ein Film, der konsequent an seinem Thema "Krieg" bleibt und das ist auch gut so. Lediglich die Nolan'schen Tugenden passen für mich nicht so ganz zu der selbstgestellten Aufgabe. So gut ihm der Film also gelungen ist, so sehr denke ich, dass er andere Genres - vielleicht sogar einfach erst einmal nur den Bereich des Fiktionalen - noch etwas besser kann.

      Fast würde ich dem Film, weil er als Nolan-Film für mich quasi eine kleine Enttäuschung darstellt,

      4 Sterne

      geben, aber so ganz einfach ist das dann eben doch nicht. Die Höchstpunktzahl ist er mir nicht wert, aber ich denke

      5 Sterne

      sind okay (auch wenn er eben nicht alles von dem hat, was einen Blockbuster ausmacht )
      Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

      Für alle, die Mathe mögen

      Kommentar


      • #4
        Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
        Ich war mir ja auch sicher. dass es einen Thread gegeben hätte, aber ich habe ihn nicht gefunden,
        Hatte mir auch eingebildet, dass es so nen Thread gibt. Allerdings fand ich dann weder mit Google noch bei rund 10 Seiten nach hinten klicken etwas.

        Das Forum (nicht nur dieses, generell merkt man ein fallendes Interesse) ist halt leider auch nicht mehr das, was es einmal gewesen ist. Heutzutage sind mehr Twitter und Facebook angesagt. Da braucht die Jugend dann auch keine elendslangen Posts zu verfassen sondern reicht ein Einzeiler alles "Klasse Film" oder "der Film ist kacke"

        Kommentar

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