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Mord im Orient Express

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  • Rommie's Greatest Fan
    hat eine Umfrage erstellt Mord im Orient Express

    Mord im Orient Express

    5
    ****** Der beste Film aller Zeiten!
    0,00%
    0
    ***** Sehr guter Film!
    60,00%
    3
    **** Guter Film mit unterhaltsamer Story!
    20,00%
    1
    *** Vollkommen durchschnittlicher Film!
    20,00%
    1
    ** Relativ schwacher Film - nicht weiter erwähnenswert!
    0,00%
    0
    * Der schlechteste Film aller Zeiten!
    0,00%
    0
    Mord im Orient Express

    Inhalt:
    Was als luxuriöse Zugfahrt durch Europa beginnt, entwickelt sich schnell zu einer der stilvollsten, spannendsten und aufregendsten Mysterien, die je erzählt wurden. Basierend auf dem Buch der Bestsellerautorin Agatha Christie, erzählt "Mord im Orient Express" die Geschichte von dreizehn Fremden in einem Zug, von denen jeder ein Verdächtigter ist. Ein Mann muss gegen die Zeit ankämpfen, das Rätsel zu lösen, bevor der Mörder noch einmal zuschlägt. Quelle

    Darsteller:
    Kenneth Branagh: Hercule Poirot
    Penélope Cruz: Pilar Estravados
    Willem Dafoe: Mr. Hardman
    Judi Dench: Prinzessin Natalia Dragomiroff
    Johnny Depp: Edward Ratchett
    Josh Gad: Hector MacQueen
    Derek Jacobi: Edward Masterman
    Leslie Odom Jr.: Dr. Arbuthnot
    Michelle Pfeiffer: Caroline Hubbard
    Daisy Ridley: Mary Debenham
    Lucy Boynton: Gräfin Elena Andrenyi
    Sergei Polunin: Graf Rudolph Andrenyi
    Olivia Colman: Hildegarde Schmidt
    Tom Bateman: Bouc

    Regisseur:
    Kenneth Branagh

    Produktionsjahr:
    2017

    Spieldauer:
    114 Minuten

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Name: mord-im-orient-express.jpg
Ansichten: 1
Größe: 109,7 KB
ID: 4483520

  • Souvreign
    antwortet
    Ich habe gestern die Neuverfilmung von Mord im Orient-Express gesehen. Hier daher mal ein kurzes Fazit von mir:

    Insgesamt ist es eine würdige Neuverfilmung geworden. Tatsächlich halte ich aber die 1974er Version weiterhin für die bessere Adaption. Mit wollen halt einige der "neumodischeren" Elemente an der 2017er Version nicht so recht schmecken - vor allem die "Action um der Action" willen. Offenbar meint man, dass man das Publikum langweilt, wenn man nicht wenigstens ein paar zünftige Faustkämpfe einbaut. Auch das Ende, wo Poirot auf den Tisch der Verdächtigen zugeht, was - natürlich - wie DaVincis Abendmal inszeniert wird, ist mir viel zu dick aufgetragen. Auch den hier schon diskutierten "Quotenschwarzen", inklusive Diskussion über seine Hautfarbe hätte es nicht gebraucht. Und wo ich schon am kritisieren biss - mir erscheint der Film etwas arg episodenhaft. Das Ganze soll ja zeitlich dicht aufeinander abfolgen, wirkt auf mich aber seltsam gestückelt. Da war mir die 1974er Version irgendwie geschmeidiger und wie aus einem Guss.

    Aber auch mal was positives. Die Schauspieler agieren allesamt sehr gut, die Szenerie im Zug wird sehr gut eingefangen - und gegen den CGI-Zug habe ich nichts. Auch die moderne Kameraarbeit mit einigen interessanten Einstellungen weis zu gefallen. Die Auflösung war mir natürlich bekannt - so etwas vergisst man auch nicht so leicht.

    Eigentlich hätte ich noch ein paar Kleinigkeiten zu meckern, aber ich lass es lieber, sonst klingt es zu negativ.

    Die Neuverfilmung ist unterhaltsam und kurzweilig. Trotz einiger Punkte, die mir nicht gefallen haben, will ich doch 4 von 6 Sternen und 6 von 10 Punkten vergeben. Ein Totalausfall ist es keinesfalls.
    Zuletzt geändert von Souvreign; 27.03.2018, 13:50.

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  • Sunny
    antwortet
    Zitat von Rommie's Greatest Fan Beitrag anzeigen
    Ich habe gerade eben die Verfilmung von 1974 gesehen und stellte überrascht fest das da einige sehr bekannte Namen in der Castliste stehen bzw. im Film mitwirkten.
    Das Sean Connery und Anthony Perkins auch mitgespielt haben, wusste ich zum Beispiel auch nicht mehr, bis man mich drauf hingewiesen hat.

    Auf Netflix werden u.a. gerade die Filme Mord im Orient-Express und Tod auf dem Nil gezeigt. Wird Zeit sich dem letzen Film wieder einmal zu widmen. Der hat mir auch sehr gut gefallen.

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  • Rommie's Greatest Fan
    antwortet
    Ich habe gerade eben die Verfilmung von 1974 gesehen und stellte überrascht fest das da einige sehr bekannte Namen in der Castliste stehen bzw. im Film mitwirkten. Der Film hat mir im Großen und Ganzen auch sehr gut gefallen, jedoch fand ich diesen im Gegensatz zur Neuverfilmung von der Laufzeit her ein wenig zu lange, was einige zähe Stellen verursacht. Die schauspielerischen Leistungen fand ich jedoch durchwegs überzeugend und gut hat es mir gefallen das zwar die Grundstory gleich war, jedoch beide Filme einige kleine Unterschiede aufweisen. Die Kulissen und die Kostüme waren optisch schön anzuschauen, sowie auch das Schiff und der Zug nett anzuschauen waren.
    Alles in allem wurde ich großteils gut unterhalten, deswegen gibt es für die Verfilmung von 1974 gute vier von sechs Sterne von mir.

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  • SF-Junky
    antwortet
    Zitat von Rommie's Greatest Fan Beitrag anzeigen
    In meiner Region wird meistens die "Kurzform" Schlag verwendet. Schlagobers verwende ich nur extrem selten, meistens dann wenn ich das einen Deutschen erklären muss, bringt dann aber auch nicht viel.
    Ja, so kenne ich das auch. Einfach Schlag als Abkürzung für Schlagobers. Vielleicht war das ja in den 30ern noch anders. Oder das ist wieder so ein Wiener Spezialding. Oder diese Engländer haben einfach keine Ahung.

    Übrigens habe ich mir vorhin den Film von 1974 angeschaut, zumindest die ersten anderthalb Stunden und fand ich ziemlich langweilig. Diese ollen Kamellen da sind einfach nix für mich. Poirot war ein kleiner, garstiger Giftzwerg. Da gefällt mir die schrullige Version von 2017 deutlich besser. Keine Ahnung, was näher an der Buchvorlage ist.

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  • Rommie's Greatest Fan
    antwortet
    Zitat von SF-Junky Beitrag anzeigen
    `Während des Films habe ich mich übrigens zwei Mal mir gegenüber selbst blamiert: Erstens, den falschen Österreicher hätte ich natürlich erkennen müssen. Sahne, pft. Amateur. Allerdings: Obers sagt ihr doch auch nicht, oder, liebe Österreicher? Ich höre eigentlich immer nur Schlag (oder eben Schlagobers).
    In meiner Region wird meistens die "Kurzform" Schlag verwendet. Schlagobers verwende ich nur extrem selten, meistens dann wenn ich das einen Deutschen erklären muss, bringt dann aber auch nicht viel.

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  • SF-Junky
    antwortet
    Ich habe den Film letzte Woche im Kino gesehen, leider "nur" auf Deutsch. Gucke eigentlich lieber O-Ton. Fand den ganz nett. Nichts, wo ich jetzt direkt auf den DVD-Release warten würde, aber kann man mal gucken. Da ich vor 20 Jahren oder so mal die alte Klamotte von 1974 gesehen habe, wusste ich natürlich, wer der Mörder ist, aber der Film funktioniert trotzdem ganz gut. Poirot ist ein schrulliger Typ und die Tatverdächtigen sind ja unterhaltsamerweise auch alles recht extravagante Figuren, sodass es ganz kurzweilig ist, den Ermittlungen zu folgen.

    Die größte Schwäche des Films ist mMn, dass es zu lange dauert, bis man endlich zur eigentlichen Story kommt. Diese ganze Exposition da in Jerusalem hätte man sich sparen können. Das war mir zu slapstick und zu over the top. Man merkt auch so sehr schnell wie Poirot so drauf ist.

    Ich werde mir demnächst mal wieder die 74'er Version anschauen, nachdem die ja für die meisten hier offenbar die Referenzgröße schlechthin ist, an der sich der Film messen muss. Warum es von den fünf (!!) Verfilmungen ausgerechnet diese ist (und nicht etwa das Buch, auf dem alle diese Filme basieren!?), erschließt sich mir ja nicht, aber sei's drum. Und mei, ob einer der Charaktere jetzt ein Neger ist, ist mir so wurscht wie wenn beim Nachbarn das Knödelwasser kocht. Das macht den Film nicht besser oder schlechter und das Buch habe ich nie gelesen und werde ich wohl auch nie lesen. Insofern beurteile ich den Streifen auch nicht danach wie gut er als Interpretation des Romans taugt. Schade, dass sie keinen Asiaten oder mehr Frauen eingebaut haben...

    Während des Films habe ich mich übrigens zwei Mal mir gegenüber selbst blamiert: Erstens, den falschen Österreicher hätte ich natürlich erkennen müssen. Sahne, pft. Amateur. Allerdings: Obers sagt ihr doch auch nicht, oder, liebe Österreicher? Ich höre eigentlich immer nur Schlag (oder eben Schlagobers). Zweitens, ich habe mich die ganze Zeit gewundert, wann Maggie Smith so dick geworden ist, bis ich im Abspann gelesen habe, dass es Judi Dench ist. Ei-jei-jei.

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  • Sunny
    antwortet
    Geplant war der Film Star Wars; gesehen habe ich Mord im Orient-Express. Star Wars wird am Sonntag nachgeholt und das sogar zur richtigen Uhrzeit.

    Es hat mich sehr gefreut, dass ich nun endlich dazu kam, mir diesen Film anzuschauen. Die erste Verfilmung aus dem Jahr ’74 mit Albert Finney als Hercule Poirot war gut. Die Neuverfilmung mit Kenneth Branagh als Hercule Poirot war besser.

    Die Umsetzung der Geschichte wirkt der heutigen Zeit entsprechend angepasster, obwohl die Geschichte natürlich auch in den 30‘er Jahren angesiedelt ist. Ich mochte vor allem diese tollen Requisiten und Kleidungen. Die vielen bekannten Schauspieler haben den Film natürlich aufgewertet und obwohl ich wusste, wer der Mörder war, konnte ich den Film sehr genießen.

    Besonders gefallen hat mir Kenneth Branagh als Hercules äh Hercule. Seine Darstellung des pedantisch narzisstisch belgischen Detektivs hat mir sehr gefallen. Durch die schrullige Art von Poirot ist es einfach unweigerlich, dass andere Charaktere ihn verarschen. Diesen schönen schwarzen Humor hat Branagh eindeutig mit aufgenommen, während Finney das damals mMn nicht geschafft hat.

    Die Thematik und damit das Motiv für den Mord ist zwar ein trauriges, wirkt dadurch aber sehr aufwühlend und man kann die Entscheidung Poirots am Ende sehr gut nachvollziehen.

    Fazit: Ein toller Film, absolut sehenswert, vor allem für Fans Agatha Christie. Ich freue mich auf die Fortsetzung; Es dürfte sich laut Hinweis wohl um den Film Tod auf dem Nil handeln.

    4/5 Sterne

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  • garakvsneelix
    antwortet
    Zitat von The Martian Beitrag anzeigen
    Ja, wobei sich die Interpretation meist eher aus der Übertragung auf ein anderes Medium und den damit verbundenen eher praktischen Problemen ergibt als aus der Frage, wie man das Buch zu verstehen hat.
    Das stimmt. Aber wie das Buch auf ein anderes Medium zu übertragen ist - welche Farben z. B. die Bildsprache beherrschen sollten, welche Klangwelten die Filmmusik und generell der Ton vermitteln soll, mit welchen Emotionen und Akzentuierungen welcher Text vorgetragen werden soll - lässt sich gar nicht anders herausfinden als über den Versuch, das Buch (hinreichend) zu verstehen...

    Zitat von The Martian Beitrag anzeigen
    Üblicherweise gelten Buchverfilmungen als eigenständiges Werk, weshalb Änderungen dann erlaubt sind. Als Kenner der Vorlage muss man das natürlich aber nicht gut finden.
    Nö, muss man nicht. Das war aber eben auch gar nicht meine Intention, jemandem vorzuschreiben, was er gut finden soll und was nicht (ich hoffe doch, dass ich das auch gut genug betont habe), und auch gar nicht der Ausgangspunkt, bei dem ich mal eingehakt habe.

    Zitat von The Martian Beitrag anzeigen
    Und natürlich haben veränderte Umstände einen Einfluss auf die Betrachtung eines Buches, allerdings führt das dann IMHO eher zu bewussten Veränderungen als zu einer anderen Interpretation des Buches. Die Coppola-Neuverfilmung von "Die Verführten" wurde kürzlich auch kontrovers diskutiert. Da ist es natürlich offensichtlich, worauf Coppola hinaus wollte und warum man das heute so gemacht hat, allerdings ist das dann nicht mehr nur eine Interpretation der Vorlage.
    Klar, irgendwann einmal verschwimmen dann - auch gerade weil Buchverfilmungen, wie du selbst sagst, als eigenständiges Werk gelten - die Grenzen zwischen einer Interpretation, die im Sinne des ursprünglichen Werkes stehen und dem, was der neue Künstler, wenn man den Regisseur so nennen will, dann hinzufügt oder radikal umändert. In einem etwas weiteren Interpretationsbegriff ist aber auch eine solche Änderung, wie du sie beschreibst (kennen tue ich hier weder Film noch Vorlage) eine Interpretation: Die Story des Buches wird als Möglichkeit interpretiert, einer ähnlich verlaufenden Story aber ein anderes Ende zu geben. Selbst bei einem ganz anderen Ende ist eben immer noch die Vorlage die Vorlage.

    Zitat von Wolfmoon Beitrag anzeigen
    Bis zu einem gewissen Grad sicherlich. Aber eben nicht bis hin zum Verändern/Austauschen/Weglassen von (Haupt-) Personen oder zum Ändern der Inhalte. Ich erwarte in einem Film keine 1 : 1 - Zitate (auch wenn ich nichts dagegen habe), aber der Inhalt der Gespräche sollte derselbe sein...
    Es beginnt doch schon allein bei der Frage, wer eine Hauptperson ist. Für Peter Jackson und sein Team ist z. B., soweit ich es überblicken kann, auch Aragorn eine Hauptperson, vielleicht neben Frodo DIE Hauptperson. Ich kenne aber auch Interpretationen des HdR, die - genauso überzeugend wie Argumentationen, die Aragorn als Hauptperson zählen - zum Schluss kommen, dass wirklich nur die Hobbits die Hauptpersonen sind und Verfilmungen, die Szenen ohne die Hobbits enthalten, darum verfehlt sind. Daher würde einer Verfilmung, die einen viel deutlichereren Schwerpunkt auf die Hobbits legen, als das PJ schon getan hat, eben nochmal eine andere Interpretation des Romans zugrunde liegen.

    Zitat von Wolfmoon Beitrag anzeigen
    Tom Bombadil war nicht mein Problem bei den HdR - Filmen (der hätte wohl auch nicht zur Grundstimmung der Filme gepasst), aber da greift dann halt das Kürzungsargument nur bedingt... Frodo war mir eher etwas zu jugendlich und vor allem zu dünn.
    Es ist schon wieder (zu) lange her, dass ich den HdR zuletzt gelesen habe, aber wenn ich es richtig in Erinnerung habe, hätte Frodo eigentlich aussehen müssen wie Sam.

    Zitat von Wolfmoon Beitrag anzeigen
    Ich gebe zu mir kaum vorstellen zu können, dass es nicht jeden physischen Typ von Schauspieler gibt.
    Na ja, da kommt ja noch viel mehr dazu. Es kommt beispielsweise auch dazu, was der Schauspieler gut spielen kann. Ich mag z. B. Patton Oswalt sehr gerne und freue mich immer, wenn er bei den Agents of SHIELD vorbeschaut. Ob er wirklich auch sehr ernste Rollen gut spielen könnte, denke ich nicht so sehr - auf jeden Fall ist er in dem leicht komödiantischen Stil von AoS ganz gut aufgehoben.

    Zitat von Wolfmoon Beitrag anzeigen
    Finde ich nicht, nein. Ich beziehe beim Lesen eines Fantasy - oder Kriminalromans absolut gar nichts auf meine eigenen Lebensumstände. Ich stelle mir bei der Lektüre eines Romans Umgebung und Personen so vor, wie sie meiner Meinung nach zum Zeitpunkt der Handlung gewesen sein könnten.
    Na ja, zu einem Bezug auf die eigenen Lebensumstände gehört aber schon noch einmal mehr oder auch was anderes als (nur) das Vorstellen der Umgebung und der Personen:
    - das Erkennen von Parallelen, Widersprüchen u. ä. zum eigenen Leben
    - die Identifikation mit bestimmten Charakteren aufgrund bestimmter Eigenschaften, die man sich auch selbst zuschreibt oder eben gerade nicht (ich fühlte mich immer mit Harry Potter sehr verbunden - wir sind, weil es auch mit den Erscheinungsterminen gut passte, quasi zusammen aufgewachsen und ich hatte, abgesehen von diesem ganzen Voldemort-Auserwählten-Blitznarben-Kram, auch ähnliche "Probleme")
    - das Wiederfinden von großen Themen, die sehr zeitübergreifend sind (z. B. dieser ganze "Natur vs. Maschinerie"-Komplex, der im HdR z. B. mit den Ents aufgemacht wird und die heutige Zeit immer noch betrifft)
    - bestimmte Stimmungen, die einfach gut zur eigenen Lebenssituation passen (Liebesromane, ein "Ulysses" von James Joyce usw.)

    Gerade die letzten beiden Punkte müssen aber auf der Leinwand, wenn man sie wirklich herausstreichen möchte, auch irgendwie optisch herübergebracht werden. Wenn die Stimmung, die ein Charles Dickens bei seinen London-Beschreibungen aufmacht, auch gut zum heutigen London passt - warum dann nicht die Story auch mal ins heutige London verlagern (eben auf Basis einer Interpretation, die die Stimmung von damals auf heute bezieht)? Natürlich kommt es immer darauf an, wie sehr eine Geschichte auch in ihrer Zeit verwurzelt ist: Ein Roman über das alte Rom, in dem es um einen Sklavenaufstand geht, lässt sich nicht leicht auf die heutige Zeit beziehen (und wenn, dann schon eher als Sci-Fi-Story aufziehen). Aber bei einer so zeitlosen Geschichte wie den drei Geistern, die Scrooge zu Weihnachten besuchen, halte ich einen Bezug auf die heutige Zeit durchaus für legitim. Da darf dann auch schon mal gerne etwas wie "Die Geister die ich rief..." bei rauskommen.

    Zitat von Wolfmoon Beitrag anzeigen
    Jede historische Geschichte in einen größeren Kontext oder gar in eine Agenda einordnen zu wollen halte ich für überzogen. Wie das bei Schiller war/ist kann ich nicht sagen.
    Klar, das immer mit alles und jedem zu machen, ist - eigentlich bei egal was - übertrieben.


    Zitat von Wolfmoon Beitrag anzeigen
    Ein Remake einer anderen Verfilmung nicht (wobei imho Buchverfilmungen eh keine Remakes sein können), aber er muss sich an den anderen Filmen messen lassen. Und Kenneth Branagh ist meines Erachtens der Figur Hercule Poirot in keinster Weise gerecht geworden.
    Wie gesagt: Die Meinung sei dir absolut gegönnt. Dass ich einen Film verteidige, den ich gar nicht gesehen habe und der mich auch nicht interessiert, war aber auch nicht Ausgangspunkt der Diskussion

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  • Wolfmoon
    antwortet



    Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
    Klar. Aber bedingt diese Übertragung nicht auch eine Interpretation? Der Produzent der Übertragung ist (mal den Spezialfall, dass er selbst der Autor des Originals ist, rausgenommen) zu Beginn eben auch erst ein Rezipient des Originals und kann als solcher gar nicht anders, als das Werk zu interpretieren. Wenn die Schauspieler ihren Text lernen und überlegen, wie sie ihn betonen, können sie gar nicht anders, als zu interpretieren. Wenn der Kameramann überlegt, mit welcher Kameraposition er die Stimmung und Aussage, die die Passage für ihn hat, am besten unterstreichen kann, beginnt dieser Denkprozess eben bei der interpretierenden Rezeption des Originals.
    Bis zu einem gewissen Grad sicherlich. Aber eben nicht bis hin zum Verändern/Austauschen/Weglassen von (Haupt-) Personen oder zum Ändern der Inhalte. Ich erwarte in einem Film keine 1 : 1 - Zitate (auch wenn ich nichts dagegen habe), aber der Inhalt der Gespräche sollte derselbe sein...


    Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
    Okay, okay, ich habe ja auch oben eine Ausnahme eingebaut, aber Kürzungen und Überlängen sind meiner Erfahrung nach gerade die Sachen, an die sich viele am meisten stören. Beispiel HdR: Ich habe schon zigmal gelesen, wie schade es sei, dass Tom Bomadil rausgekürzt wurde, aber daran, dass Frodo eigentlich blond sein sollte, stört sich fast niemand.
    Tom Bombadil war nicht mein Problem bei den HdR - Filmen (der hätte wohl auch nicht zur Grundstimmung der Filme gepasst), aber da greift dann halt das Kürzungsargument nur bedingt... Frodo war mir eher etwas zu jugendlich und vor allem zu dünn.


    Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
    Was, wenn du aber keinen Schauspieler findest, der klein und füllig ist, und doch die anderen beschriebenen Eigenschaften gut spielen kann? Ist es dann wichtiger, das optische zu wahren, oder ist es wichtiger, einen Schauspieler zu finden, der das Charakterliche besser rüberbringt? Auch diesem Entscheidungsprozess geht eine Interpretation voran.
    Ich gebe zu mir kaum vorstellen zu können, dass es nicht jeden physischen Typ von Schauspieler gibt. Da kann man sicher kleine Kompromisse machen (und wahrscheinlich hat jeder Regisseur für bestimmte Rollen schon den ein oder anderen Schauspieler im Kopf) aber so extrem wie in meinem Beispiel sollte es imho auf keinen Fall werden.

    Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
    Und überhaupt ganz allgemein: Ist es nicht gerade auch eine Eigenart von Literatur, dass es sich zwar um historische Texte handelt, diese aber durch jedes Lesen eine Aktualisierung erfahren, indem der Rezipient sie immer wieder auch neu auf z. B. seine eigenen Lebensumstände bezieht? Wenn ja: Ist es dann nicht legitim, diese Eigenart auch in der Verfilmung selbst deutlich werden zu lassen?
    Finde ich nicht, nein. Ich beziehe beim Lesen eines Fantasy - oder Kriminalromans absolut gar nichts auf meine eigenen Lebensumstände. Ich stelle mir bei der Lektüre eines Romans Umgebung und Personen so vor, wie sie meiner Meinung nach zum Zeitpunkt der Handlung gewesen sein könnten.

    Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
    (Und natürlich ist es dann auch legitim, zu sagen, dass man aber die originalgetreue Fassung besser findet, wobei Originaltreue eben immer jeder anders versteht - für meinen Literaturwissenschaftsprofessor wäre eben eine landläufig als originalgetreu empfundene Inszenierung Schillers eben nicht originalgetreu, weil eben nicht agendagetreu.)
    Jede historische Geschichte in einen größeren Kontext oder gar in eine Agenda einordnen zu wollen halte ich für überzogen. Wie das bei Schiller war/ist kann ich nicht sagen.

    Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
    Ansonsten entfernen wir uns allmählich auch sehr weit vom Ausgangspunkt. Selbst mit den von Khaless getroffenen Einschränkungen (und vielleicht sogar gerade mit diesen) ist ein weiteres "Mord im Orient Express" eben kein Remake einer vorigen Verfilmung, sondern eine weitere Medienübertragung.
    Ein Remake einer anderen Verfilmung nicht (wobei imho Buchverfilmungen eh keine Remakes sein können), aber er muss sich an den anderen Filmen messen lassen. Und Kenneth Branagh ist meines Erachtens der Figur Hercule Poirot in keinster Weise gerecht geworden.

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  • The Martian
    antwortet
    Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
    Klar. Aber bedingt diese Übertragung nicht auch eine Interpretation? Der Produzent der Übertragung ist (mal den Spezialfall, dass er selbst der Autor des Originals ist, rausgenommen) zu Beginn eben auch erst ein Rezipient des Originals und kann als solcher gar nicht anders, als das Werk zu interpretieren. Wenn die Schauspieler ihren Text lernen und überlegen, wie sie ihn betonen, können sie gar nicht anders, als zu interpretieren. Wenn der Kameramann überlegt, mit welcher Kameraposition er die Stimmung und Aussage, die die Passage für ihn hat, am besten unterstreichen kann, beginnt dieser Denkprozess eben bei der interpretierenden Rezeption des Originals.

    Okay, okay, ich habe ja auch oben eine Ausnahme eingebaut, aber Kürzungen und Überlängen sind meiner Erfahrung nach gerade die Sachen, an die sich viele am meisten stören. Beispiel HdR: Ich habe schon zigmal gelesen, wie schade es sei, dass Tom Bomadil rausgekürzt wurde, aber daran, dass Frodo eigentlich blond sein sollte, stört sich fast niemand.
    Ja, wobei sich die Interpretation meist eher aus der Übertragung auf ein anderes Medium und den damit verbundenen eher praktischen Problemen ergibt als aus der Frage, wie man das Buch zu verstehen hat.
    Das Schiller-Beispiel mag so zutreffen, ist dann aber wohl die Ausnahme.


    Was, wenn du aber keinen Schauspieler findest, der klein und füllig ist, und doch die anderen beschriebenen Eigenschaften gut spielen kann? Ist es dann wichtiger, das optische zu wahren, oder ist es wichtiger, einen Schauspieler zu finden, der das Charakterliche besser rüberbringt? Auch diesem Entscheidungsprozess geht eine Interpretation voran.
    Und seitdem Dirk Bach tot ist...

    Gewisse Kompromisse muss man da manchmal natürlich eingehen. Einen Charakter nur beschrieben zu kriegen, ist auch einfach etwas anderes als ihn zu sehen, weshalb die Filmversionen dann meist zu etwas fotogeneren Lösungen tendieren. Und die Studios haben teils auch ziemlich klare Vorstellungen davon, welche Art von Schauspieler sie gerne in der Hauptrolle hätten. In dem Fall hat sich der Regisseur allerdings gleich selbst besetzt.

    Und überhaupt ganz allgemein: Ist es nicht gerade auch eine Eigenart von Literatur, dass es sich zwar um historische Texte handelt, diese aber durch jedes Lesen eine Aktualisierung erfahren, indem der Rezipient sie immer wieder auch neu auf z. B. seine eigenen Lebensumstände bezieht? Wenn ja: Ist es dann nicht legitim, diese Eigenart auch in der Verfilmung selbst deutlich werden zu lassen?
    Üblicherweise gelten Buchverfilmungen als eigenständiges Werk, weshalb Änderungen dann erlaubt sind. Als Kenner der Vorlage muss man das natürlich aber nicht gut finden.

    Und natürlich haben veränderte Umstände einen Einfluss auf die Betrachtung eines Buches, allerdings führt das dann IMHO eher zu bewussten Veränderungen als zu einer anderen Interpretation des Buches. Die Coppola-Neuverfilmung von "Die Verführten" wurde kürzlich auch kontrovers diskutiert. Da ist es natürlich offensichtlich, worauf Coppola hinaus wollte und warum man das heute so gemacht hat, allerdings ist das dann nicht mehr nur eine Interpretation der Vorlage.
    Zuletzt geändert von The Martian; 25.11.2017, 08:49.

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  • garakvsneelix
    antwortet
    Zitat von Khaless Beitrag anzeigen
    Ich trau mich gar nicht es zu sagen: Schon bei mehreren Theaterstücken, besonders Shakespeare, habe ich genau das gedacht. Am liebsten sind mir wirklich in historischen Kostümen und mit nahezu 1:1 Texten aufgeführte historische Stücke.
    Bei Shakespeare weiß ich es nicht, aber bei Schiller habe ich immer einen Literaturwissenschaftsprofessor im Ohr, der mal in einem Seminar zu Adaptionen gesagt hat: "Wer Schiller in den historischen Gewänden aufführt, hat Schiller nicht verstanden". Das ist mir IMO auch ein wenig zu radikal formuliert, aber ein Stück weit hat er da Recht und hat das auch recht überzeugend mit der ganzen Agenda der Weimarer Klassik, die Schiller mitbegründete, argumentiert. Aber das führt hier jetzt sicherlich zu weit...

    Zitat von Khaless Beitrag anzeigen
    Wobei ich halt ein Problem damit habe, wenn sich diese Neuinterpretationen lediglich auf das Anpassen an die heutige Filmoptik und die kommerzielle Vermarktung beschränken. Um beim Beispiel Sherlock Holmes zu bleiben, die Filme mit R.Downey Junior empfinde ich als völlig uninspirierten Mumpitz, der die Figur des Holmes nur dazu benutzt, um ein einfaches 0815-Filmchen besser zu verkaufen. Die Serie Sherlock dagegen ist für mich (zumindest bis zur 3. Staffel) eine gelungene Übertragung der Figur in die Neuzeit.
    Klar. Sobald es dann mal mehrere Interpretationen gibt, hat man dann auch die Möglichkeit zu sagen, welche davon man besser findet als andere.

    Zitat von Wolfmoon Beitrag anzeigen
    Kann ich so gar nicht nachvollziehen. Für mich ist die Verfilmung eines Romans zunächst mal die Übertragung auf ein anderes Medium.
    Klar. Aber bedingt diese Übertragung nicht auch eine Interpretation? Der Produzent der Übertragung ist (mal den Spezialfall, dass er selbst der Autor des Originals ist, rausgenommen) zu Beginn eben auch erst ein Rezipient des Originals und kann als solcher gar nicht anders, als das Werk zu interpretieren. Wenn die Schauspieler ihren Text lernen und überlegen, wie sie ihn betonen, können sie gar nicht anders, als zu interpretieren. Wenn der Kameramann überlegt, mit welcher Kameraposition er die Stimmung und Aussage, die die Passage für ihn hat, am besten unterstreichen kann, beginnt dieser Denkprozess eben bei der interpretierenden Rezeption des Originals.

    Zitat von Wolfmoon Beitrag anzeigen
    Und wenn da an der Story rumgepfuscht (z.B. Charaktere umbenannt und/oder aus political Correctness die Hautfarbe geändert wird), oder sie geändert wird ist es für mich nicht mehr dieselbe Geschichte (Kürzungen um Überlängen zu vermeiden mal ausgenommen). "Mord im Orientexpress" hat es zwar in der Hinsicht nicht übertrieben, aber einige Dinge (insbesondere den Charakter von Hercule Poirot betreffend) stoßen mir sauer auf.
    Okay, okay, ich habe ja auch oben eine Ausnahme eingebaut, aber Kürzungen und Überlängen sind meiner Erfahrung nach gerade die Sachen, an die sich viele am meisten stören. Beispiel HdR: Ich habe schon zigmal gelesen, wie schade es sei, dass Tom Bomadil rausgekürzt wurde, aber daran, dass Frodo eigentlich blond sein sollte, stört sich fast niemand.

    Zitat von Wolfmoon Beitrag anzeigen
    Ich gebe zu, die Worte "Roman" und "Neuinterpretation" passen für mich bestenfalls bedingt zusammen. Klar hat jeder beim Lesen eines Romans andere Bilder im Kopf, aber wenn da drin steht "XY war klein und füllig" sollte er/sie imho im Film nicht 2m lang und schlaksig sein.
    Was, wenn du aber keinen Schauspieler findest, der klein und füllig ist, und doch die anderen beschriebenen Eigenschaften gut spielen kann? Ist es dann wichtiger, das optische zu wahren, oder ist es wichtiger, einen Schauspieler zu finden, der das Charakterliche besser rüberbringt? Auch diesem Entscheidungsprozess geht eine Interpretation voran.

    Und überhaupt ganz allgemein: Ist es nicht gerade auch eine Eigenart von Literatur, dass es sich zwar um historische Texte handelt, diese aber durch jedes Lesen eine Aktualisierung erfahren, indem der Rezipient sie immer wieder auch neu auf z. B. seine eigenen Lebensumstände bezieht? Wenn ja: Ist es dann nicht legitim, diese Eigenart auch in der Verfilmung selbst deutlich werden zu lassen?

    (Und natürlich ist es dann auch legitim, zu sagen, dass man aber die originalgetreue Fassung besser findet, wobei Originaltreue eben immer jeder anders versteht - für meinen Literaturwissenschaftsprofessor wäre eben eine landläufig als originalgetreu empfundene Inszenierung Schillers eben nicht originalgetreu, weil eben nicht agendagetreu.)

    Ansonsten entfernen wir uns allmählich auch sehr weit vom Ausgangspunkt. Selbst mit den von Khaless getroffenen Einschränkungen (und vielleicht sogar gerade mit diesen) ist ein weiteres "Mord im Orient Express" eben kein Remake einer vorigen Verfilmung, sondern eine weitere Medienübertragung.
    Zuletzt geändert von garakvsneelix; 25.11.2017, 00:31.

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  • Wolfmoon
    antwortet
    Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen

    Und du denkst, dass das Studio, das dann auf das Remake von "Tod auf dem Nil" verzichtet, sich dafür direkt einem originellen, "Nicht-Reboot"-Stoff zuwendet?
    Man kann ja hoffen, dass diese Reboot/Remake - Welle irgendwann einmal zuende geht.

    Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
    Aber mal abgesehen davon: Wenn es IMO wirklich eine Filmform gibt, die sogar von verschiedenen Versionen derselben Story lebt, dann ist es die Buchverfilmung. Jede Buchverfilmung ist auch immer eine Interpretation des Stoffes - manchmal mit, manchmal ohne Modernisierung (die aber auch zur Interpretation dazugehört), manchmal mit neuen Akzenten, manchmal mit Kürzungen, manchmal mit einem neuen Hintergrund, manchmal vor einem neuen zeitlichen Hintergrund. Bei nicht-filmischen Interpretationen eines Werks (sei es in Aufsatzform oder auf dem Theater) sagt doch auch niemand: "Hey, nein, bitte nicht noch eine Interpretation des Faust - das ist doch nur wieder ein Remake".
    Kann ich so gar nicht nachvollziehen. Für mich ist die Verfilmung eines Romans zunächst mal die Übertragung auf ein anderes Medium. Und wenn da an der Story rumgepfuscht (z.B. Charaktere umbenannt und/oder aus political Correctness die Hautfarbe geändert wird), oder sie geändert wird ist es für mich nicht mehr dieselbe Geschichte (Kürzungen um Überlängen zu vermeiden mal ausgenommen). "Mord im Orientexpress" hat es zwar in der Hinsicht nicht übertrieben, aber einige Dinge (insbesondere den Charakter von Hercule Poirot betreffend) stoßen mir sauer auf.

    Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
    Kurz gesagt: Eine neue Verfilmung eines Romans ist - außer, es läuft etwas schief - eben kein Remake eines vorigen Films, sondern eine Neuinterpretation des Romans. Solche Neuinterpretationen gehören zum tagtäglichen Umgang mit Romanen aber eben dazu und haben IMO auch sehr viel Berechtigung. Wie groß das Spektrum da werden kann und wie sehr dieses Spektrum sogar in einigen Fällen den Mythos noch gelungener machen können, sieht man IMO etwa am Beispiel "Sherlock Holmes".

    Ich gebe zu, die Worte "Roman" und "Neuinterpretation" passen für mich bestenfalls bedingt zusammen. Klar hat jeder beim Lesen eines Romans andere Bilder im Kopf, aber wenn da drin steht "XY war klein und füllig" sollte er/sie imho im Film nicht 2m lang und schlaksig sein.

    Die "Sherlock Holmes" Filme mit Rober Downey Jr. sind Majestätsbeleidigung.

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  • Rommie's Greatest Fan
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    Ich habe heute den Film endlich auch gesehen und ich muss sagen, dass mir dieser ganz gut gefallen hat. Mit dem 30er Jahre Look konnte der Film optisch voll und ganz überzeugen, da die Kulissen, Kostüme Städte und auch der gesamte Orient-Express einfach wunderschön anzuschauen waren. Aber auch die Handlung war fast die gesamte Laufzeit über sehr spannend und mir persönlich hat der Schluss mit der Auflösung des Mordes besonders gut gefallen. Weiters fand ich die schauspielerischen Leistungen durchwegs gut und überzeugend und es war sehr schön mit anzusehen wie viele bekannte Gesichter auftauchten.
    Alles in allem wurde ich sehr gut unterhalten, deswegen gibt es von mir fünf Sterne für den Film.

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  • hawk644
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    Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
    Sorry fürs OT, aber nur kurz als Frage, weil es mich doch interessiert: Was ist an schwarzen Vulkaniern und Bajoranern "Schwachsinn"?
    Weil mir das einerseits zu gewollt ist, und andererseits - einmal mehr - unbedingt alle Vorgaben für Leben auf der Erde auch anscheinend Gültigkeit für alle anderen Planeten haben müssen, statt denen etwas Eigenständigkeit zuzugestehen. Fehlen im Grunde nur noch schwarze Andorianer, das wäre dann die Spitze der Lächerlichkeit. (Und jetzt komm mir nicht mit "Ja, bei DENEN ist das ja was ganz Anderes...!!", dann drehe ich ab, denn genau das wäre es nicht.) Schwachsinn darum, weil man diese Bajor-Schwarzen und Vulkan-Schwarzen nicht der Folgerichtigkeit wegen eingebaut hat, sondern nur, damit man auch diese Charaktere mit schwarzen Schauspielern besetzen kann. Weiter nix.

    Für mich ist das, um den Bezug zu diesem Film nicht zu verlieren, dasselbe, wie in dieser modernen Fassung von "Mord im Orientexpress". Der Verdacht des "Quotenschwarzen" drängt sich auf. Speziell wenn ein Jake Sisko in DS9 ausgerechnet eine schwarze Bajoranerin kennenlernt. Dieses Schwarz muss zu Schwarz (was letztlich auch bei Sisko nicht anders lief) ist für mich nur eine andere Form von Rassismus - und gerade bei DS9 hätte ich das gerne vermieden gesehen.

    Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
    Wie oben zu lesen finde ich den Film auch schwächer als das Original und fiebere deshalb einem "Tod auf dem Nil" (wo das Original als absoluter Klassiker gilt) nicht wirklich entgegen. Ob der Film also kommt oder nicht ist mir völlig egal. Kommt er, sehe ich ihn mir vielleicht an. Kommt er nicht, auch kein Problem. Ich hab nicht mehr oder weniger davon.

    Das Hollywood gerade auf einem Prequel/Sequel/Reboot-Trip ist, ist ein anderes Thema. Hier würde ich mir auch wieder mehr "Originale" wünschen. Aber ob es mit "Tod auf dem Nil" ein Remake mehr oder weniger gibt, ist auch schon egal.
    Letzteres möchte ich nicht ganz teilen.
    Einerseits: Es braucht bestimmt nicht für JEDEN Wald- und Wiesen Film ein Remake. Andererseits gibt es schon ein paar olle Kamellen (aber mehr im Sci-Fi Bereich) die ich mal mit modernster Trick- und Computertechnik wiederholt haben möchte: Allein aus den Serien ROBOTECH (als Realverfilmung), Captain Future (als Realverfilmung und etwas erwachsener angelegt) oder auch MONDBASIS ALPHA 1 ließe sich eine Menge machen IMO. Allerdings: In dem Fall haltet Abrams, Orci und Kurtzman raus, denn dann wird es garantiert Schwachfug.

    Kann man einen Film hingegen nicht besser machen, als das Original, dann sollte man besser die Pfoten davon lassen, da gebe ich dir Recht. Dann lieber was Neues.

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