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Gone, Baby, Gone - Kein Kinderspiel

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    Trailer (klick mich)
    Deutscher Kinostart: 29.11.2007
    Länge: 114 Minuten
    FSK-Freigabe: ab 16 Jahren

    Regie: Ben Affleck
    Darsteller/-innen: Casey Affleck (Patrick Kenzie), Michelle Monaghan (Angela Gennaro), Morgan Freeman (Jack Doyle), Ed Harris (Remy Bressant), John Ashton (Nick Poole), Amy Ryan (Helene McCready)

    Kurzinhalt:
    Die vierjährige Amanda verschwindet spurlos. Nach drei Tagen ohne Nachricht heuern ihr Onkel und ihre Tante einen Privatdetektiv und seine Lebensgefährtin an, um ihre Nichte zu finden. Die beiden entdecken, dass Amandas Mutter alles andere als eine weiße Weste hat und versuchen mit zwei Cops einen Austausch des Kindes für von Amanda veruntreutes Geld zu organisieren.
    Quelle: BlickpunktFilm.de
    Ben Afflecks Regiedebüt, mit seinem Bruder in der Hauptrolle. Ein, wie ich finde, wirklich sehr gelungener Film mit einem mutigen Thema: Kindesentführung. (Ich glaube in Großbritannien hat der Verleih den Film, auf Grund der Ähnlichkeit zum Fall der kleinen Madlene, aus dem Programm genommen).
    Der Film regt zu größereren Diskussionen über Moral, Prinzipien, soziale Missstände, Selbstjustiz etc. an. Der Film wägt jeweils beide Seiten ab, überlässt es dann aber Gott sei Dank dem Zuschauer, sich eigene Gedanken zu machen und sich selber für eine Seite zu entscheiden.

    Zur Story selber will ich nicht viel sagen, um erstmal nicht zu spoilern.

    Fazit: 5 von 6 Sterne* oder 8,5 von 10 Punkten
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  • #2
    Ich kann nur zustimmen: Ein sehr guter Film.

    meine Rezension:

    Story:
    In einem ärmeren Viertel von Boston wird ein 4jähriges Mädchen gekidnapt. Verwandte des Mädchens heuern das Privatdetektivpaar Patrick Kenzie (Casey Affleck) und Angie Gennaro (Michelle Monaghan) an, um in der Nachbarschaft mit Leuten zu reden, die der Polizei möglicherweise nichts erzählen würden. Bei ihren Ermittlungen werden die beiden unerfahrenen Detektive mit Drogendealern, korrupten Cops und Pädophilen konfrontiert und schließlich wird auch ihre Beziehung auf eine harte Probe gestellt.

    Meinung zum Film:

    „Gone Baby Gone“ ist die Adaption eines Romans von Dennis Lehane, der auch schon die Vorlage für Clint Eastwoods Erfolgsfilm „Mystic River“ lieferte. Das Buch war schon lange ein Favorit Ben Afflecks, der sich nach seinem Oscar-prämierten Drehbuch für „Good Will Hunting“ erstmals wieder als Autor betätigen wollte und am Ende sogar die Regie übernahm. Ben Affleck liefert hier ein beeindruckendes Regiedebut ab. Auch wenn er als Schauspieler vor der Kamera nicht immer überzeugen konnte, ist sein Talent als Regisseur und Autor unverkennbar.

    Affleck hat für diesen Film offensichtlich einen ganz eigenen Stil entwickelt, dessen wichtigstes Merkmal sein Augenmerk auf Realismus ist. Die Menschen, die man sieht, sind außer vielleicht den beiden Hauptdarstellern gewiss keine schönen Hollywoodmenschen, sondern größtenteils hässliche und herunteergekommene Gestalten, die man auch auf den Straßen der Armenviertel im echten Boston antreffen könnte. Nichts wird geschönt, vereinfacht oder verharmlost, der Film wirkt sehr lebensnah und bleibt dabei trotzdem eine spannende Krimistory. Dabei ist der Film eindeutig als „Film Noir“ zu erkennen, ohne jedoch, wie andere aktuelle Genrevertreter wie „Black Dahlia“ oder „Hollywoodland“ nur als Hommage an die Filme der 40er und 50er zu funktionieren. Im Grunde bleibt die Hommage komplett aus, der Film ist einfach „Neo-Noir“, die Merkmale des Genres sind größtenteils vorhanden, wirken aber so frisch wie zuletzt in den 40ern.

    Sehr gelungen ist auch die Besetzung. Man könnte zwar im ersten Moment vermuten, dass das Casting von Bens Afflecks Bruder Casey („Ocean’s Eleven“) nur ein Fall von Vetternwirtschaft wäre, allerdings sind diese Befürchtungen unbegründet. Casey Affleck liefert nach seiner Hauptrolle in „Die Ermordung des Jesse James durch den Feigling Robert Ford“ erneut eine beeindruckende Performance ab, gut unterstützt von Michelle Monaghan („Kiss Kiss Bang Bang“). Erwähnenswert sind auch die Auftritte von Ed Harris („A History of Violence“) und Morgan Freeman („Million Dollar Baby“), die beide ihre Rollen als Polizisten großartig spielen.

    Fazit:
    Mit seinem Regiedebut ist Ben Affleck ein exzellenter moderner Noir-Thriller gelungen, der mit Clint Eastwoods Lehane-Verfilming „Mystic River“ locker mithalten kann. Unbedingt sehenswert!

    Splashmovies - Rezensionen - Rezension - Gone Baby Gone
    Mein Webcomic: http://www.hipsters-comic.com

    Kommentar


    • #3
      Besonders gut gefallen hat mir das die Story einige doch sehr überraschende Wendungen gehabt hat. Weiters wurde ein sehr heikles Thema sehr gut umgesetzt. Klasse fand ich auch den Schluß, wo Patrick Kenzie vor eine sehr schwierige Entscheidung gestellt wurde, nämlich gesetzestreu zu handeln und wahrscheinlich den schlechteren Weg für das Kind zu wählen oder gegen das Gesetz zu handeln und fast sicher die bessere Lösung für das Kind aufzugeben. Ich finde das diese Szene sehr gut umgesetzt wurde, weil die Vor.- und Nachteile gut rüber gebracht wurden.
      Somit vergebe ich gute fünf von sechs Sterne für diesen sehr spannenden Film.
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      • #4
        Mir hat "Gone, Baby, Gone" ganz gut gefallen, wobei das beste das Ende des Filmes wahr. Nicht nur das dort ein heikles Thema angesprochen wurde, sondern es wahr auch sehr unerwartet. Ausserdem fand ich Patricks Entscheidung ebenfalls recht unerwartet, da ich erwartet hätte, dass er das Kind weiter dort leben lässt - Verstanden hätte ich es allemal.

        Durch das wirklich Starke Ende vergebe ich 5* an den Film.
        "Gestern war es noch Science-fiction, heute eine Tatsache, und morgen schon ist es veraltet."
        (Otto Oskar Binder)

        "The greatest lesson in life is to know that even fools are right sometimes." (Sir Winston Churchill)

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