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James Bond - Im Angesicht des Todes

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    #16
    Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
    Ich habe bei deiner Bewertung jetzt doch etwas mehr als nur 2 Sterne erwartet. Das hört sich zu Beginn dann doch sehr positiv an.
    Ja, aber das ist dann quasi wieder so ein Beispiel für die Fallhöhe: Kaum sind die Hoffnungen mal etwas weiter hochgeschraubt, ist es nur umso schlimmer, wenn es im selben Herumgekaspere endet...

    Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
    Ansonsten werdet ihr einfach mal zwischen drin mal nicht richtig aufgepasst haben oder euch gegenseitig abgelenkt haben. Ich kann mir nämlich nicht vorstellen, dass ihr beim gemeinsamen Filmschauen zwei Stunden lang still sitzen bleibt. Denn so verwirrend ist die Handlung eigentlich auch nicht.
    Na ja, ehrllich gesagt binden die Filme einen auch nicht wirklich so sehr, als dass man sich die Mühe macht, sich auch mal in die Handlung reinzudenken, das stimmt. Dazu gehört dann aber wieder das auch von dir Genannte...

    Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
    Aber ich sehe durchaus den Kritikpunkt, dass gewisse Dinge zwischen drin unnötig erscheinen, weil man sich eher auf Zorin konzentrieren hätte sollen. So ein unmotiviertes Techtelmechtel mit der Russin ist natürlich dann auch ein Resultat der "3 Frauen Regel" der Bondfilme. Das sind so Dinge, die dann rein geschrieben werden, weil es als zwingend erachtet wird.
    ... was dann dazu führt, dass man zwischendrin einfach den Kopf abschaltet und dann kommt doch mal ein Fetzen was Interessantes, bei dem man nicht mehr wach ist.

    Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
    Aber es ist auch nicht so, als ob einem das nichts über Zorin sagt.
    Ich wüsste nicht, was das Techtelmechtel der Russin mir über Zorin gesagt hätte. Vor allem nicht, was es essenzielles über ihn ausgesagt hätte, um den Film zu verstehen.

    Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
    Und wie unterschiedlich man dies finden kann, aber die Lauflänge der Bondfilme finde ich gut. Weil es in den meisten Fällen nun mal nicht um die Story geht, sondern um das Spektakel.
    Und dieses Spektakel ist mir einfach zu platt. Ein Beispiel für einen richtigen Eventfilm (zu dem ja berechtigterweise eine gewisse Länge gehört) wäre etwa "Herr der Ringe": Dazwischen gibt es in der SEE (und man schaut natürlich NUR die SEE ) irgendwie dreiviertel Stunde lang Kampf um Minas Tirith, aber a) wird der Rest dadurch nicht plötzlich gegessen und b) gibt es auch während dieses Kampfes, der ja wirklich darauf aus gewesen ist, Vorhergehendes zu toppen, echt schöne, berührende Szenen. Und damit meine ich nicht einmal die, die so direkt im Film vorkommen (obwohl "Herr der Ringe" sicherlich auch davon profitiert, dass es eine Buchverfilmung ist). Besonders schöne finde ich auch die Szene mit Gandalf und Pippin in der Veste, wo Pippin fragt, was einen nach dem Tod erwartet. Und Gandalfs Antwort: "Weiße Strände..." usw.

    Tatsächlich bietet ja "Herr der Ringe" ebenso wie James Bond im Kern eher Archetypen als wirkliche Charaktere und Figuren, aber trotzdem kommen solche Momente zustande. Das fehlt mir bei Bond komplett. Wenn da Äktschn ist, dann ist da halt Äktschn und in dem Äktschnfinale geht dann alles vorhergehende, so spannend es gewesen sein mag, einfach unter. Mensch, das hat ja sogar STAR WARS besser hinbekommen und GL ist nicht wirklich dafür bekannt, ein guter Drehbuchautor zu sein. Solche Sachen wie May Days Wandel sind dann zwar da, aber immer äußerst plump gelöst. "Was? Der eine Böse hat mich sitzen gelassen? Dann werde ich halt lieb..."

    Das mag dann übrigens auch ein Grund sein, warum trotz aller positiven Punkte dieser Bond doch wieder nur 2 Sterne bekommt. Weil auch all diese interessanten Ansätze zu Beginn in ein 08/15-habeichschongesehenbeiBond-Ende voller Tschingtschingbämbäm versinken. Das mag in den ersten Filmen noch kreativ gewesen sein, ist aber beim nächsten lauwarmen Aufguss auch nur noch alter Wein in neuen Schläuchen. Maydays Wandel haben wir schon - immerhin mit Humor bereitet - bei Beißer gesehen.

    Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
    Wie gut es ankommt, wenn man die Actionsequenzen kürzt hat man ja bei "Quantum of Solace" gesehen, der als Resultat dann auch mit knapp 100 Minuten ein sehr sehr kurzer Bondfilm ist.
    QoS hat andere Probleme, wenn man mich fragt, aber nicht unbedingt die Laufzeit. (Dazu mehr, wenn ich wieder sehe.)

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      #17
      Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
      Na ja, ehrllich gesagt binden die Filme einen auch nicht wirklich so sehr, als dass man sich die Mühe macht, sich auch mal in die Handlung reinzudenken, das stimmt. Dazu gehört dann aber wieder das auch von dir Genannte, was dann dazu führt, dass man zwischendrin einfach den Kopf abschaltet und dann kommt doch mal ein Fetzen was Interessantes, bei dem man nicht mehr wach ist.
      Ja, gut, ein gewisses Interesse für einen Film sollte schon vorhanden sein und man sollte auch bei jedem Film aufmerksam zugucken. Ansonsten kann man es auch gleich sein lassen. Vor allem ist dann eine Bewertung ziemlich sinnlos, da man nur den Punkt feststellen kann, dass es einem nicht interessiert hat. Weil wenn ich nicht aufpasse, dann verpasse ich natürlich möglicherweise den wichtigen oder interessante Teil des Films.



      Ich wüsste nicht, was das Techtelmechtel der Russin mir über Zorin gesagt hätte. Vor allem nicht, was es essenzielles über ihn ausgesagt hätte, um den Film zu verstehen.
      Das hatte mit dem Satz auch nichts zu tun. Den Kram mit den Frauen hab ich erst nachträglich geschrieben.



      Und dieses Spektakel ist mir einfach zu platt. Ein Beispiel für einen richtigen Eventfilm (zu dem ja berechtigterweise eine gewisse Länge gehört) wäre etwa "Herr der Ringe": Dazwischen gibt es in der SEE (und man schaut natürlich NUR die SEE ) irgendwie dreiviertel Stunde lang Kampf um Minas Tirith, aber a) wird der Rest dadurch nicht plötzlich gegessen und b) gibt es auch während dieses Kampfes, der ja wirklich darauf aus gewesen ist, Vorhergehendes zu toppen, echt schöne, berührende Szenen. Und damit meine ich nicht einmal die, die so direkt im Film vorkommen (obwohl "Herr der Ringe" sicherlich auch davon profitiert, dass es eine Buchverfilmung ist). Besonders schöne finde ich auch die Szene mit Gandalf und Pippin in der Veste, wo Pippin fragt, was einen nach dem Tod erwartet. Und Gandalfs Antwort: "Weiße Strände..." usw.

      Tatsächlich bietet ja "Herr der Ringe" ebenso wie James Bond im Kern eher Archetypen als wirkliche Charaktere und Figuren, aber trotzdem kommen solche Momente zustande. Das fehlt mir bei Bond komplett. Wenn da Äktschn ist, dann ist da halt Äktschn und in dem Äktschnfinale geht dann alles vorhergehende, so spannend es gewesen sein mag, einfach unter. Mensch, das hat ja sogar STAR WARS besser hinbekommen und GL ist nicht wirklich dafür bekannt, ein guter Drehbuchautor zu sein. Solche Sachen wie May Days Wandel sind dann zwar da, aber immer äußerst plump gelöst. "Was? Der eine Böse hat mich sitzen gelassen? Dann werde ich halt lieb..."
      Ich sehe wenig Sinn darin, die Bondfilme der 70er und 80er doch mit den Herr der Ringe Filmen zu vergleichen. Das sind ganz andere Filme, anders konzipiert und anders umgesetzt. Die Star Wars Filme finde ich auch heikel als Vergleich, aber gut. Klar, wenn du das besser findest, dann ist das absolut verständlich, nur macht der Vergleich die Bondfilme nicht zu "falschen" Eventfilmen und das Spektakel auch nicht weniger zum Spektakel.

      Klar, das Spektakel hat bei Bond gerade unter Moore selten einen emotionalen Ankerpunkt. Es gibt auch keine Charakterentwicklung und das betrachtet man dann immer als platt.

      Das mag dann übrigens auch ein Grund sein, warum trotz aller positiven Punkte dieser Bond doch wieder nur 2 Sterne bekommt. Weil auch all diese interessanten Ansätze zu Beginn in ein 08/15-habeichschongesehenbeiBond-Ende voller Tschingtschingbämbäm versinken. Das mag in den ersten Filmen noch kreativ gewesen sein, ist aber beim nächsten lauwarmen Aufguss auch nur noch alter Wein in neuen Schläuchen. Maydays Wandel haben wir schon - immerhin mit Humor bereitet - bei Beißer gesehen.
      Ich finde das Ende dieses Films generell nicht so prickelnd umgesetzt, aber auch der Wandel vom Beißer fand ich schlecht.

      Generell ist es aber so, dass ich den Eindruck habe, dass du bei Bond an den falschen Stellen Kreativität erwartest. Den Anspruch kreativer Geschichten hatten die Bondfilme nie, weshalb ich bei dir durchaus überrascht bin, dass du das auch nach 14 Filmen noch bemängelst. Am Ende bleiben bei mir eher kreative Gadgets, Gags, Dialoge/Oneliner oder Actionsequenzen im Gedächtnis, weil darin auch der Unterhaltungswert liegt.

      Aber ich denke, dass du mit Datlon wesentlich besser zurechtkommen wirst und auch Brosnans Bonds haben deutlich mehr zu bieten als es vielerorts behauptet wird.
      "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
      Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

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        #18
        Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
        Ja, gut, ein gewisses Interesse für einen Film sollte schon vorhanden sein und man sollte auch bei jedem Film aufmerksam zugucken. Ansonsten kann man es auch gleich sein lassen. Vor allem ist dann eine Bewertung ziemlich sinnlos, da man nur den Punkt feststellen kann, dass es einem nicht interessiert hat. Weil wenn ich nicht aufpasse, dann verpasse ich natürlich möglicherweise den wichtigen oder interessante Teil des Films.
        Ich versuche ja auch, wirklich jeden Film von Anfang an neu zu bewerten und der Story zu folgen. Aber je länger es sich zieht und desto mehr langgezogene Verfolgungsjagden auf einen zukommen, desto schwerer macht er es mir.


        Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
        Ich sehe wenig Sinn darin, die Bondfilme der 70er und 80er doch mit den Herr der Ringe Filmen zu vergleichen. Das sind ganz andere Filme, anders konzipiert und anders umgesetzt. Die Star Wars Filme finde ich auch heikel als Vergleich, aber gut. Klar, wenn du das besser findest, dann ist das absolut verständlich, nur macht der Vergleich die Bondfilme nicht zu "falschen" Eventfilmen und das Spektakel auch nicht weniger zum Spektakel.
        Inwiefern findest du denn den Vergleich von James Bond und STAR WARS in Hinblick auf ihren Charakter als Event/Spektakel denn heikel? Gerade SW wird doch von allen Fernsehsendern, auf denen es zum hundertsten Mal läuft, zum Riesenspektakel gemacht.

        Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
        Klar, das Spektakel hat bei Bond gerade unter Moore selten einen emotionalen Ankerpunkt. Es gibt auch keine Charakterentwicklung und das betrachtet man dann immer als platt.
        Ich brauche ja nicht mal unbedingt irgendwie großartige Charakterentwicklungen. Aber ja, der emotionale Ankerpunkt ist irgendwie gar nicht mehr da. Bei den Connerys wurde das zeitweise immerhin durch die Rivalität von Bond und Blofeld ersetzt, was ganz gut funktionierte. Dafür sind die Gegner in den Moorebonds aber halt nicht geschaffen.

        Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
        Ich finde das Ende dieses Films generell nicht so prickelnd umgesetzt, aber auch der Wandel vom Beißer fand ich schlecht.
        Das kommt dann eben noch hinzu. Aber beim Beißer fand ich es halt nicht sooo mies, weil die Figur einfach kultig war und es ganz egal war, was er eigentlich machte. Er musste nur seinen eigenen Film überleben

        Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
        Generell ist es aber so, dass ich den Eindruck habe, dass du bei Bond an den falschen Stellen Kreativität erwartest.
        Ich erwarte bei jedem Film an derselben Stelle Kreativität. Das ist einfach mein Punkt, den ich gerne bei Filmen sehe. Und das würde ich niemals als "falsche Stelle" durchgehen lassen wollen.

        Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
        Den Anspruch kreativer Geschichten hatten die Bondfilme nie, weshalb ich bei dir durchaus überrascht bin, dass du das auch nach 14 Filmen noch bemängelst.
        Das wäre korrekt, wenn man nicht in den Conneryfilmen immerhin Ansätze davon gesehen hätte und wenn diese 14 Filme nicht irgendwie über 30 Jahre verteilt gedreht worden wären, sodass man eigentlich behaupten sollte, dass da auch mal andere (bessere?) Autoren in diesen 30 Jahren ihren Versuch bekamen.

        Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
        Am Ende bleiben bei mir eher kreative Gadgets, Gags, Dialoge/Oneliner oder Actionsequenzen im Gedächtnis, weil darin auch der Unterhaltungswert liegt.
        Die Gadgets sind ganz kultig, ja. Gags... na ja, da gab es sogar bei "The Dark Knight" einige richtig gute. Die besten Oneliner ("Bond, James Bond" "Geschüttelt, nicht gerührt") verdanken wir auch nicht der Moore-Ära. Und seelenlose Äktschnsequenzen (sorry an die Effekteleute, deren Jobs wurden ja doch ganz gut ausgeführt) tragen für mich einfach keinen Film.

        Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
        Aber ich denke, dass du mit Datlon wesentlich besser zurechtkommen wirst und auch Brosnans Bonds haben deutlich mehr zu bieten als es vielerorts behauptet wird.
        Ja, mal schauen. Zunächst wird es wohl so aussehen, dass ich (auch teils mangels Interesse) höchstens (!) nur einen Bond pro Woche schauen werde.

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          #19
          Für mich einer der schwächeren Bond-Filme. Ich habe den Film ein- oder zweimal gesehen, aber wirklich hängengeblieben ist da nicht viel. Und Grace Jones? Naja, kein Kommentar.

          Herausragend finde ich allerdings den Titelsong „A View to a Kill“ von Duran Duran; ein zeitloser Klassiker und m.E. einer der besten Bond-Songs überhaupt.
          „Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit. Aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.“
          (Albert Einstein)

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