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James Bond - Die Welt ist nicht genug.

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ID: 4286535
    Die Welt ist nicht genug

    Produktionsland: Großbritannien, USA
    Erscheinungsjahr: 1999
    Länge (PAL-DVD): 128 Minuten
    Originalsprache: Englisch
    Regie: Michael Apted
    Darsteller:
    Pierce Brosnan: James Bond
    Sophie Marceau: Electra King
    Robert Carlyle: Viktor Sokas / Renard
    Denise Richards: Dr. Christmas Jones
    Robbie Coltrane: Valentin Zukovsky
    Judi Dench: M
    Desmond Llewelyn: Q
    John Cleese: R
    Samantha Bond: Miss Moneypenny

    Inhalt:
    Mit Mühe und Not hat James Bond es geschafft, eine Riesensumme Geld von einem Freund von "M" wieder aufzutreiben, und dann fällt Sir Robert King einem Bombenanschlag zum Opfer, und das ausgerechnet noch in den Mauern des MI6. Bei der anschließenden Verfolgung begeht die Täterin Selbstmord, so daß sich auf die Schnelle nicht heraus finden läßt, wer der Auftraggeber ist. Allerdings wird schnell klar, daß Electra King, die Erbin des Öl-Multis, ein potenzielles weiteres Opfer sein könnte. Aus diesem Grunde macht sich Bond auf den Weg zu einer Pipeline, die gegen den Willen der ansäßigen Bürger und zum Leidwesen einiger Konkurrenten errichtet wird. Tatsächlich ereignet sich bald ein Anschlag auf das Leben von Electra, den Bond aber vereiteln kann. Bei den weiteren Ermittlungen kristallisiert sich dann überraschenderweise heraus, daß Electra nicht Opfer, sondern Täter ist. Mit der Nuklearforscherin Dr. Christmas Jones schickt sich Bond an, Electra und ihrem Mitstreiter Renard das Handwerk zu legen. Die beiden wollen mit einer verheerenden Explosion die Großstadt Istanbul dem Erdboden gleich machen. Es ist wirklich höchste Zeit für den Agenten, einzuschreiten ...

    Hintergrundinfos:
    • Q stellt seinen Nachfolger (gespielt von John Cleese) vor. Dieser wird zwar nicht namentlich genannt, aber Bond tauft ihn spontan auf den Namen R. Für Desmond Llewelyn war es gleichzeitig das letzte Mal, dass er diese Rolle übernahm. Er starb noch nach vor Ende der Dreharbeiten bei einem Verkehrsunfall. Auf den wenig später erschienenen VHS- und DVD-Ausgaben zum Streifen ist daher ein Tributvideo zu Llewelyn enthalten, das ihn, untermalt von Nobody does it better von Carly Simon (dem Titelsong aus „Der Spion, der mich liebte“), noch einmal in seinen besten Szenen aus allen Filmen der Reihe zeigt.
    • M ist zum ersten Mal aktiv an einem Einsatz beteiligt und auch persönlich involviert.
    • Bernard Lee, der erste und langjährige Darsteller des M, ist in einer Szene im schottischen MI6-Hauptquartier auf einem Portraitgemälde an der Wand zu sehen.
    • Der Titel des Films bezieht sich auf ein Zitat aus dem Film Im Geheimdienst Ihrer Majestät. Bond erfährt dort, dass das Motto seiner Familie, das auf dem Familienwappen steht, „Orbis non sufficit“ lautet: „Die Welt ist nicht genug“. Im Film äußert Elektra gegenüber Bond sinngemäß, dass sie ihm die Welt hätte zu Füßen legen können, woraufhin Bond mit dem Zitat antwortet.
    • Das U-Boot am Ende des Films ist eines aus der sowjetischen bzw. russischen Victor-Klasse.

    Gadgets:
    • eine Brille, die als Fernzündung für eine Bombe dient (erste Szene im Büro in Bilbao, Spanien)
    • der Dienstwagen: ein BMW Z8, ausgerüstet mit Titan-Panzerung, Alarm-Anzeige, Raketen sowie - laut R - sechs Getränkehaltern. Das Fahrzeug lässt sich über den Schlüssel fernsteuern.
    • ein Rennboot, bewaffnet und mit GPS versehen
    • eine Jacke mit einer aufblasbaren Schutzhülle für zwei Personen
    • eine Röntgen-Brille, die Waffen unter der Kleidung von Personen sichtbar macht
    • eine Kreditkarte mit eingebautem Dietrich
    • eine Armbanduhr mit Mini-Seilwinde

    So fertig, jetzt gibts zu jedem Bond nen eigenen Thread
    Zuletzt geändert von Captain Dylan Hunt; 14.08.2008, 15:39.

    - - - - Mein VT - - - -

  • #2
    Ich finde deine Threads super. Die fassen wirklich alles wichtige zu den Filmen zusammen und auch die Hintergrundinfos finde ich sehr interessant, aber bei einer der Hintergrundinfos hat sich wohl ein Fehler eingeschlichen:

    Zitat von Captain Dylan Hunt Beitrag anzeigen
    Für Desmond Llewelyn war es gleichzeitig das letzte Mal, dass er diese Rolle übernahm. Er starb noch kurz vor Ende der Dreharbeiten bei einem Verkehrsunfall.
    Die Dreharbeiten waren, meiner Erkenntnis nach, schon längst abgeschlossen als er starb.
    Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich damals im Dezember 1999 den Film im Kino gesehen habe. Ein oder zwei Tage später las ich dann in der Zeitung, dass Llewelyn bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist.
    Er ist laut imdb.com am 19. Dezember 1999 gestorben. Deutschland-Premiere des Films war aber schon am 09. Dezember '99.

    Kommentar


    • #3
      Zitat von Geordie Beitrag anzeigen
      Ich finde deine Threads super. Die fassen wirklich alles wichtige zu den Filmen zusammen und auch die Hintergrundinfos finde ich sehr interessant, aber bei einer der Hintergrundinfos hat sich wohl ein Fehler eingeschlichen:



      Die Dreharbeiten waren, meiner Erkenntnis nach, schon längst abgeschlossen als er starb.
      Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich damals im Dezember 1999 den Film im Kino gesehen habe. Ein oder zwei Tage später las ich dann in der Zeitung, dass Llewelyn bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist.
      Er ist laut imdb.com am 19. Dezember 1999 gestorben. Deutschland-Premiere des Films war aber schon am 09. Dezember '99.
      Hab ich auch gelesen. Das war eine Tragödie. Danach kamen die obligatorischen Eherensendungen, die zeigten, wo er überall auftrat und wer er war und so weiter...

      Zum Film: Fand ich überhaupt nicht gut. Dieser ist der zweitschlechteste Bond. Der schlechteste kam danach, also Stirb an einem anderen Tag. Hier merkte man schon die Schwächen, die mit dem Alter aufkamen,. Klar, die Action war reichlich und dieser Film zeigt den längsten Vorspann der Filmreihe, aber er wird zusehens seelenlos und zu konstruiert. Golden Eye oder der Morgen stirbt nie, das waren noch echte Bonddfilme, mit Stil. Hier wurde der Martini eindeutig zu lange geschüttelt...

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      • #4
        also ich fand den film nicht so schlecht wie mein vorschreiber, aber es gibt bessere filme...eindeutig. nicht so ganz überzeugend fand ich das bondgirl Sophie Marceau, passt einfach nicht. da fand ich gut, dass sie getötet wurde, mal ne gute sache. aber sonst ein guter film mit viel action und der normalen dosis humor. aber wie gesagt: es gab eindeutig bessere.
        Ich habe für 0,68 Sekunden daran gedacht. Für einen Droiden ist das fast eine Ewigkeit.

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        • #5
          Ich merke gerade, dass ich zur Bewertung des Film noch nichts geschrieben habe.
          Von den Brosnan-Bonds ist "Die Welt ist nicht genug" eigentlich mein Lieblings-Film. Ich fand ihn doch sehr spannend gemacht. Stirb an einem anderen Tag mochte ich auch nicht so.

          An diesem Film gefielen mir zum einen die Action-Szenen. Das mit dem Motorboot auf der Themse fand ich schon klasse. Zum anderen hat der Film auch einige eher ironische Szenen und nimmt sich wohl auch nicht immer all zu ernst.
          GoldenEye war mir teilweise zu ernst.
          Sophie Marceau fand ich auch nicht so toll, weiß aber nicht, ob das an der Schauspielerin oder am Drehbuch lag.
          Schön fand ich, dass man Llewelyn noch ein letztes Mal als Q erleben konnte. Damals, als ich den Film im Kino gesehen habe, fand ich schade, dass es sein letzter Auftritt sein sollte, aber er war wohl auch langsam zu alt für die Rolle. Traurig nur, dass er seinen "Ruhestand" nicht lange genießen konnte.

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          • #6
            Zitat von Captain Suninho Beitrag anzeigen
            also ich fand den film nicht so schlecht wie mein vorschreiber, aber es gibt bessere filme...eindeutig. nicht so ganz überzeugend fand ich das bondgirl Sophie Marceau, passt einfach nicht. da fand ich gut, dass sie getötet wurde, mal ne gute sache. aber sonst ein guter film mit viel action und der normalen dosis humor. aber wie gesagt: es gab eindeutig bessere.
            Für mich ist das der beste Bond der Brosnan-Zeit - sogar noch vor Golden-Eye. Dagegen fand ich "Der Morgen stirbt nie" echt primitiv und konstruiert > schlechte Bond-Girls (die Tussi aus einer Superman-Serie und einer heutigen Frauen-Serie) mit dem Sex-appeal eines runzligen Apfels... Und ein Medienmogul will die Welt ins Chaos stürzen - für gute Schlagzeilen (alles klar.)
            Dagegen ist Sophie Marceau imo eine sehr gute Charakterdarstellerin und sie verleiht ihrer Figur auch mehr Tiefe als sonstige Bond-Girls (die ja eigentlich nur als nett anzuschauende Statisten agieren sollen). Ich würde sie sogar als Anti-Bondgirl bezeichnen. Dagegen wirkt Denise Richards - als Atomwissenschaftlerin!!! - mehr als nur 2-dimensional. Ansonsten ist es eine etwas komplexere Story mit vielschichtigeren Figuren (was auch den Bösewicht einbezieht). Sogar M bleibt in diesen Film nicht verschont. Die Handlung dreht sich um eine strategisch wichtige Ölpipeline. (Wem kommt das nicht aktuell genug vor? - Der Film ist von 1999!!!)
            Und das Finale hat es so noch nie gegeben. (Im Gegensatz dazu erinnerte mich das Finale von "Der Morgen stirbt nie" recht heftig an "Der Spion der mich liebte".) Zudem finde ich den Titel-Song von Garbage ebenfalls genial. Also ein rundum gelungener Film.
            Wahre Größe basiert auf Details,
            die sie nicht wahrnehmen kann.

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            • #7
              Zitat von Geordie Beitrag anzeigen
              Ich finde deine Threads super. Die fassen wirklich alles wichtige zu den Filmen zusammen und auch die Hintergrundinfos finde ich sehr interessant, aber bei einer der Hintergrundinfos hat sich wohl ein Fehler eingeschlichen:



              Die Dreharbeiten waren, meiner Erkenntnis nach, schon längst abgeschlossen als er starb.
              Ich kann mich noch daran erinnern, dass ich damals im Dezember 1999 den Film im Kino gesehen habe. Ein oder zwei Tage später las ich dann in der Zeitung, dass Llewelyn bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist.
              Er ist laut imdb.com am 19. Dezember 1999 gestorben. Deutschland-Premiere des Films war aber schon am 09. Dezember '99.
              Erst mal Danke für das Lob
              Picard hat ja am Anfang auch bei einigen Bonds geholfen

              Mit dem genauen Datum weis ichs nicht, ich werde das nochmal überprüfen. Vorerst hab ich aus dem vor ein nach gemacht

              - - - - Mein VT - - - -

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              • #8
                IMO der beste Bond der Brosnan-Ära. Hier kam tlw. wunderschönes Bond-Feeling auf. Viel Humor, gute Wendungen, nette Action (etwa die Boots-Verfolgungsjagd zu Beginn) und toller letzter Auftritt von Q.

                Vor allem Sophie Marceau konnte als Bond-Girl und Schurkin voll überzeugen. Dass Electra in Wahrheit der Bösewicht ist, ist wohl SEEEHR Bond-unlike und somit total überraschend - ebenso, dass Bond sie kaltblütig abknallt. Der eigentliche Schurke, Renard, ist zwar eher blass - was aber aufgrund von Electra nicht weiter stört.

                Denise Richards als Wissenschaftlerin in Hot Pants ist eindeutig ne Fehlbesetzung. Trotzdem sieht sie darin einfach nur heiß aus, dass man ruhig darüber hinweg sehen kann.

                5 Sterne!

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                • #9
                  Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
                  Denise Richards als Wissenschaftlerin in Hot Pants ist eindeutig ne Fehlbesetzung. Trotzdem sieht sie darin einfach nur heiß aus, dass man ruhig darüber hinweg sehen kann.
                  Ach ja, das war halt der Lara Croft Faktor, den sie hier ausnutzen wollten...
                  Aber ernsthaft - ich möchte nur eine echte Atomphysikerin sehen, die nicht mehr als ihre sexy Unterwäsche unter einen Strahlenschutzanzug anzieht und überhaupt so gut aussieht.

                  Aber mal zum Film:
                  Von der Handlung her ist "Die Welt ist nicht genug" imho der zweitbeste Brosnan Bond (auf Goldeneye lasse ich nichts kommen...). Die Handlung ist auf jeden Fall besser als die vom verrückten Zeitungsverleger oder irren Nordkoreaner mit seinem Todessattelitenlaser. Und mit Denise Richards haben sie zumindest ein hübsches Bondgirl dabei.

                  Dies sage ich deswegen, da mir Sophie Marceau auch nicht so zugesagt hat, rein vom optischen her - aber da war auch"Der Morgen..." noch eine Klasse schlechter mit Teri Hatcher un der Chinesin. Aber gegen Halle Berry kommt auch die Ex-Starship Troopes Pilotin mMn nicht an.

                  Ansonsten halt ein guter Bond-Film und im großen sicherlich noch der "realistischste" Brosnan Bond - da gibt es ganz andere Kaliber (*hust* Moonraker *hust*)

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                  • #10
                    Zitat von Souvreign Beitrag anzeigen
                    Ach ja, das war halt der Lara Croft Faktor, den sie hier ausnutzen wollten...
                    Aber ernsthaft - ich möchte nur eine echte Atomphysikerin sehen, die nicht mehr als ihre sexy Unterwäsche unter einen Strahlenschutzanzug anzieht und überhaupt so gut aussieht.
                    Ach, aber dann wäre es doch kein Bond Außerdem muss es unter so einem Anzug und in der Wüste ja wohl sehr sehr sehr heiß sein

                    Ich fand es sehr genial, mal ein Bondgirl die Schurkin sein zu lassen! Hat mir sehr gefallen, sowohl in Die Welt ist nicht genug als auch in Casino Royale (wobei es da ja noch ein wenig anders ist). Dieser Film hat jede Menge neue Sachen in die Bondreihe bringen können (z.B. dass M mal selbst im Einsatz ist, böses Bondgirl, hoher Realismus). Leider wurde das in Stirb an einem anderen Tag gleich wieder übertrieben (ein unsichtbares Auto? ).
                    Aber die Bondserie muss sich auch weiterentwickeln und dieser Film ist für mich der erste "neuere" Bond.
                    Die wirklich große Veränderung kam natürlich erst mit Casino Royale, allerdings muss man dazu auch sagen, dass Die Welt ist nicht genug natürlich nicht eine Konkurrenz wie die Bourne Trilogie hat, die ja die Messlatte für das Genre weit nach oben verlagert hat. Da muss Bond folglich nachziehen.
                    Es gibt zwei Regeln für Erfolg:

                    1.) Teile nicht dein ganzes Wissen
                    2.)

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                    • #11
                      Mir hat dieser Bond-Film auch nicht so gut gefallen. Sophie Marceau als Electra King und Denise Richards als Dr. Christmas Jones konnten mich von ihren Rollen nicht überzeugen. Ich finde die Rolle als Nuklearforscherin paßt einfach nicht zu Denise Richards und Sophie Marceau spielte den Bösewicht überhaupt nicht "böse" genug.
                      Pierce Brosnan als James Bond war recht in Ordnung und Robert Carlyle als Viktor Sokas / Renard war ein gerade noch annehmbarer Bösewicht.
                      Für diesen Bond-Film vergebe ich drei von sechs Sterne.
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                      • #12
                        Da bin ich ja gestern rechtzeitig mit meiner Rezension von "Der Morgen stirbt nie" durchgekommen, denn gestern Abend haben wir uns "Die Welt ist nicht genug" angesehen und waren... eher mäßig begeistert.

                        Zunächst einmal vielleicht das Positive:

                        Die beiden Bondgirls gefielen mir besonders gut. Okay, Denise Richards eher optisch als in der Rolle (sowohl vom Casting als auch von der Schauspielerei her), aber Sophie Marceau wusste in beidem zu gefallen. Robert Carlyle hat dann doch fast wenig zu vermelden, aber die Sache mit der Kugel im Kopf gab es in einem Bond so auch noch nicht.

                        Q hatte seinen letzten Auftritt. Okay, das ist erstmal nichts positives, er gefiel mir immer sehr und stand doch wie ein Fels in der Brandung fünf verschiedenen Bonds zur Seite, aber dafür war dieser Auftritt, wie er einfach nach unten verschwindet, wirklich schön. Schade, dass Llewelyn sogar kurz danach verstarb.

                        "Hagrid" wiederzusehen, war auch was Nettes. Ich dachte auch nicht, dass Zukowsky sterben würde. Tatsächlich haben die Autoren mich hier aber irgendwie zweimal drangekriegt. Beim ersten Mal dachte ich dann "Oh, dann lassen sie ihn doch sterben", dann kommt er aber wieder. Dann wird er nochmal angeschossen und ich denke mir nur "Nein, nein, der hatte ne Schutzweste um". Und er bewegt sich sogar noch. Letztlich stirbt er nach dieser letzten Aktion, bei der er Bond rettet, dann aber doch. Schade, aber auch sehr symbolisch zu verstehen. Mit Zukowskys Tod ist das Kapitel Russland in den Bondfilmen Geschichte. Um solche Dinge beobachten zu können, habe ich mich durch die Moorebonds gequält.

                        Nach und nach erkennen die Macher das Potenzial in Judi Dench. Dieses Mal ist sie persönlich an dem Fall interessiert und wird auch noch entführt. Klar, Bernard Lee wird stets der erste M bleiben, aber Judi Dench gefällt mir in der Rolle von allen am besten.


                        Das klingt jetzt sogar nach viel "Positiv", aber das Problem an all den Dingen ist, dass sie eben nicht den ganzen Film ausmachen und manchmal einfach viel zu schnell abgehackt werden, damit mehr Platz für Äktschn ist. Qs Szene, so schön sie erstmal ist, wird beispielsweise einfach viel zu schnell abgehandelt. Dafür dauert die Einstiegsäktschnsequenz ewig lang. Wie dort in der "üblichen" Moneypennyszene die Rollen von Bond und Moneypenny vertauscht sind, mag dann noch ganz witzig sein, aber ich finde diese ewigen Verfolgungsjagden bei Bond einfach schlichtweg ermüdend und den Film damit beginnen zu lassen, ist dann einfach kein gutes Omen.

                        Und tatsächlich... Trotz immer wieder hervorstechenden einzelnen Szenen wird der Film zu einem Äktschnfeuerwerk, welches in allererster Linie eines ist: manchmal doch irgendwie ermüdend. Bond bleibt hier sehr in den üblichen Äktschnfilmgrenzen festgefahren.

                        Die Szenen zwischendrin, die auch mal wieder ein wenig Story erzählen, wissen zu gefallen. Allerdings werden wichtige Punkte dieser Story am Ende doch etwas lieblos abgehandelt: M wird von Bond mal eben so im Vorbeigehen gerettet, nur eine Minute darauf ist Elektra schon tot. Wir sehen irgendwas an Tränen in Judi Denchs Gesicht, aber Emotionen können keine aufgebaut werden, denn das Äktschnfinale startet.

                        Dieses Äktschnfinale findet, sehr zur Freude all derjenigen, die in einer Reihe am liebsten nix neues sehen wollen, im zweiten Film in Folge auf einem U-Boot (oder sowas ähnlichem) statt. Die einzige, die hier zu gefallen weiß, ist Christmas Jones. Klar, bei einer so langen Reihe gibt es einfach gewisse Settings, die sich etabliert haben (und auch schon vor "Der Morgen stirbt nie" gab es Äktschn auf Unterseebooten), aber zweimal hintereinander?

                        Ach, und zu Qs Abgang noch eines: Der neue, R, ist nicht lustig. Eigentlich mag ich John Cleese ja sogar, aber sein Auftritt hier war IMO einfach nicht witzig, sondern wollte nur witzig sein.

                        Das klingt jetzt sogar nach viel "Negativ", insgesamt hält es sich mit dem Positiven irgendwie noch in der Waage, wobei der Gesamteindruck des Films eher die "untere Mitte" herausfordert. Die vergebe ich dann auch sternemäßig.

                        3 Sterne
                        Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                        Für alle, die Mathe mögen

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                        • #13
                          Ich fand die Actionsequenz unterschied sich doch deutlich vom Finale von "TND". Letzterer war eher so ein typischer "Wir müssen unbemerkt die Basis der Bösen infiltieren", während der Kampf auf dem U-Boot doch i in TWINE gänzlich anders funktionierte. Jedenfalls musste Bond nicht erst die Basis des Bösen infiltieren um es unbemerkt sabotieren zu können. Zudem gab es in TND auch keine U-Boote.

                          Dies hier war eine persönlichere Story und Bond bekommt auch mal etwas ab, erscheint nicht mehr unverwundbar, lässt sich sogar in die Irre führen und ist auch emotional getroffen.

                          Von der Geschichte her ist dies meiner Meinung nach der beste Bondfilm aus der Brosnan-Ära. Es gibt einen überzeugenden Twist in der Mitte und wir haben endlich mal eine Frau als Gegenspieler, die sich von Bond nicht irgendwie einlullen lässt, sondern die Bond einlüllt und ausnutzt. Das hat schon was.

                          Leider haben wir dann auch Denise Richards im Film, die wiederum ziemlich plump eingesetzt wird und wirklich nur Optik mit sich bringt. Es bleibt mir auch ein Rätsel warum man sie zudem wie Lara Croft hat aussehen lassen. Ihre Figur wirkt in diesem Film irgendwie fehlplatziert und dumm. Ich mag sie nicht und auch nicht die blöden Witzchen, die mit ihrem Namen gemacht werden.

                          TND hat aus seinem Potential nicht viel gemacht, wobei ich ihn auch sehr unterhaltsam finde.

                          John Cleese "R" fand ich zumindest in der Originalfassung witzig.
                          "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
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                          • #14
                            Mir hatte der Film damals nicht so gut gefallen. Für mich war er lange Zeit der schlechteste Bond, bis Ein Quantum Trost ins Kino kam. Ich bin sicher, dass man diesen Film nicht mehr unterbieten kann. Und soviel Trost, wegen des Eintrittgeldes, konnte man mir gar nicht spenden!

                            Die Welt ist nicht genug hatte IMO keine besonders spannende Story und nebenbei glaubte ich, dass man darauf achtgab jedes nur erdenkbare Bond Klischee mit in den Film hinein zu bringen (bis zur Verfolgungsjagd auf Skiern). Aber wie gesagt. was ich vorher schlecht fand, ist seit Quantum ein echtes Highlight.
                            HOFFNUNG ist alles!

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                            • #15
                              Kann es übrigens sein, dass es für den nächsten Film ("Stirb an einem anderen Tag") keinen Thread gibt?
                              Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                              Für alle, die Mathe mögen

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