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No Country for Old Men

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    No Country for Old Men

    USA 2007

    Der Schweißer Llwelyn Moss (Josh Brolin) entdeckt mitten in der Wüste die blutigen Überreste eines geplatzten Drogendeals. Inmitten des Chaos findet er eine Tasche mit zwei Millionen Dollar, mit denen er sich ein neues Leben aufbauen will. Doch die Hintermänner setzen den wahnsinnigen Killer Anton Chigurh (Javier Bardem) auf ihn an. Die ungeheure Brutalität, mit der dieser über Leichen geht, erschüttert auch den ermittelnden Sheriff Bell (Tommy Lee Jones)...
    Hab den Film heute gesehen und muss sagen: Verdammt fesselnd!

    Vor allem kommt dem Film zu gute, dass er fast völlig ohne Musik auskommt. Dadurch wirkt er noch ein wenig verstörender als andere Thriller.
    Die Charaktere sind toll gezeichnet. Dieser Chigurh hatte aber mehr als einen Sprung in der Kapsel. Wie ist der nur so wahnsinnig geworden?
    Das Ende hin wird dann teilweise etwas wirr. Ich hab gegen Ende nicht wirklich verstanden, was der Film nun eigentlich sagen wollte.
    Vielleicht muss man ihn dafür nur noch mal schauen.

    Ich geb mal 7 Punkte und 4,5*.
    Zuletzt geändert von Ductos; 07.07.2009, 02:42.
    To see the world, things dangerous to come to, to see behind walls, to draw closer, to find each other and to feel - that is the purpose of life.
    Follow Ductos on Twitter! | Duct Tapes and Tales

  • #2
    Der Film ist in der Tat ein wenig verstörend, und hinterläßt einen
    ein wenig ratlos. Das bedeutet aber überhaupt nicht, daß er nicht
    absolut sehenswert ist. Ich empfehle es wirklich jedem, den Film
    zu schauen. Allerdings ist er etwas blutig.

    Mein Fazit am Ende des Films war:

    Spoiler
    Jetzt haben auch die Amis begriffen, daß es keinen Gott gibt.

    Do I contradict myself? Very well, then I contradict myself. I am large, I contain multitudes. -- Walt Whitman


    If someone says: That's impossible. You should understand it as:
    According to my very limited experience and narrow understanding of reality, that's very unlikely -- Paul Buchheit

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    • #3
      Super Film - intensiv, starke Bilder (v.a. die Landschaftsaufnahmen in der Wüste), ein kranker Ganove, fiese Tötungsszenen, echt aufwühlend. Der Hitman wird brilliant von Javier Bardem gespielt, dafür echt Daumen hoch. Aber eine Message hab ich in dem Film nicht gesehen, und das Ende war echt abrupt. SOll ja ein Stilmittel sein, aber gut fand ichs nicht.
      Filmisch und schauspielerisch volle Punktzahl, aber die Story und deren Auflösung waren mau, deswegen 7* von 10.
      You play for the Crest on the front, not the name on the back.
      "Win today, and we will walk together forever." (Fred Shero)

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      • #4
        Cooler Film - kann man gar nicht anders sagen. Vor allem die schönen Aufnahmen, die knisternde Spannung und der extrem fiese Bösewicht machen "No Country For Old Men" zu einem sehenswerten Film. Die Story ist einfach und überschaubar, das Erzähltempo angenehm moderat, wodurch sich der Film voll und ganz den Charakteren (allesamt sehr unterschiedliche Figuren) und der Atmosphäre widmen kann. Das ist ein Gegentrend zum Blockbusterkino der Gegenwart. Die vier Oscars hat der Film völlig zurecht bekommen – ebenso wie die Anerkennung der meisten Zuschauer und Kritiker.

        Der Ende des Films ist natürlich etwas unerwartet. Es gibt keinen Showdown im eigentlichen Sinne (z.B. eine Schießerei zwischen den Hauptprotagonisten). Die Hauptfigur liegt plötzlich tot da – erschossen. Der Zuschauer kann nur erahnen, wie es dazu gekommen ist. Ungewohnt ist auch das Fehlen jeglicher musikalischer Untermalung.
        Dieses Abweichen von liebgewonnenen Konventionen macht den Film eben zu etwas besonderem.

        Die beste Szene aus meiner Sicht ist die zwischen dem Chigurh und dem Tankstellenwart. Jeden Moment erwartet man, dass der eiskalte Killer dem armen Mann mit seinem Bolzenschussgerät in den Kopf schießt. So eine beklemmende Szene habe ich schon lange nicht mehr gesehen.
        Mein Profil bei Last-FM:
        http://www.last.fm/user/LARG0/

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        • #5
          Hier habe ich ja noch gar nichts geschrieben.
          No Country for Old Men ist meiner Meinung nach ein genialer Film. Da passt so ziemlich alles, Darsteller, Kamera, Atmosphäre, Dialoge...
          Mit dem Ende habe ich persönlich keinerlei Probleme. Es wirkt auf mich auch in keinster Weise wirr oder abgehakt.
          Im Gegenteil, dass vorher Chigurh als die große Bedrohung für Llewelyn Moss (Brolin) aufgebaut wurde, er dann aber aufgrund seiner geschwätzigen Schwiegermutter von den Mexikanern erledigt wird, finde ich gut.
          Javier Bardem als Chigurh ("Sugar?" "Chigurh"^^) ist ein absolutes Erlebnis. Wenn man dazu im Original noch seine unglaubliche Stimme (tiefer und bedrohlicher geht es nicht mehr) hört, ist das so ziemlich perfekt für die Rolle.
          Auch die anderen Darsteller (Josh Brolin, Tommy Lee Jones, Woody Harrelson...) liefern einen tollen Job ab und die 4 Oscars (bester Film, beste Regie, bestes adaptiertes Drehbuch, bester Nebendarsteller) hat sich der Film absolut verdient.
          Die Coin Toss Szene in der Tankstelle ist auch meine Lieblingsszene im Film. Diese unterschwellige Bedrohung ist einfach klasse.

          Alles in allem wieder ein kleines Meisterwerk der Coen Brüder. Aktuell zählt er zu meinen Lieblingsfilmen, wie auch andere Streifen von ihnen. Nicht umsonst trage ich die Jungs als Ava. Sie gehören in meinen Augen zu den großartigsten Filmemachern unserer Zeit.
          "Not born. SHIT into existence." - Noman the Golgothan
          "Man schicke dem Substantiv zwanzig Adjektive voraus, und niemand wird merken, daß man einen Haufen Kot beschreibt. Adjektive wirken wie eine Nebelbank."
          Norman Mailer

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          • #6
            Meiner Meinung nach ist ein sehr guter Film von den Coen Brüdern geworden.
            Josh Brolin und vor allem Javier Bardem als Psycho haben mir in ihren Rollen sehr gut gefallen.
            Einzig Tommy Lee fand ich etwas unpassend für diesen Film, irgendwie empfand ich die Szenen mit ihm als langweilig und ohne Bedeutung für den ganzen Film.
            Eigentlich mag ich Tommy als Schauspieler aber in diesen Film hat er nicht sonderlich gefallen.

            Die nicht vorhersehbare Handlungen hat mir auch sehr gut gefallen.
            So zb.wird Moss der gute erschossen und der Psychopath überlebt den Film.
            Nicht unbedingt typisch Hollywood like.

            5.5/6*

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            • #7
              Finde auch, dass es ein wirklich genialer Film ist, wie des öfteren bei den Coens mit der zentralen Thematik, was passiert, wenn der "Schuster" nicht bei seinen "Leisten" bleibt und einmal im Leben ganz hoch hinaus will.
              Wie ich vor einiger Zeit las, stammt die Romanvorlage zum Film übrigens von einem gewissen Cormac McCarthy, der wie ich überrascht fesstellen musste, auch den Roman "The Road" geschrieben hat. Also würde ich mal sagen, wer die Vorlage zu solch zwei herausragenden Filmen zu Papier bringt, muss ein ziemlich krasser Autor sein, dessen weitere Werke möglicherweise auch einen Blick wert sind.

              Grüße
              FL

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              • #8
                Die Vorlage wurde von den Coen Brudern sogar beinahe 1:1 umgesetzt. Nur am Schluss des Buches, wird die von Tommy Lee Jones im Film verkörperte Figur des Sheriffs noch etwas länger behandelt.
                Ansonsten wurden beinahe alle Szenen und Dialoge komplett aus dem Buch übernommen, ohne etwas wegzulassen.

                Für mich ist No Country For Old Men einer der extrem seltenen Fälle, bei dem ich mich nicht entscheiden kann, ob ich Buch oder Film besser finde. Im Normalfall, gebe ich der Buchvorlage immer den Vorzug.
                Beides gefällt mir hier aber ausgesprochen gut.
                "Not born. SHIT into existence." - Noman the Golgothan
                "Man schicke dem Substantiv zwanzig Adjektive voraus, und niemand wird merken, daß man einen Haufen Kot beschreibt. Adjektive wirken wie eine Nebelbank."
                Norman Mailer

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                • #9
                  Zitat von Tordal Beitrag anzeigen
                  Die Vorlage wurde von den Coen Brudern sogar beinahe 1:1 umgesetzt. Nur am Schluss des Buches, wird die von Tommy Lee Jones im Film verkörperte Figur des Sheriffs noch etwas länger behandelt.
                  Ansonsten wurden beinahe alle Szenen und Dialoge komplett aus dem Buch übernommen, ohne etwas wegzulassen.

                  Für mich ist No Country For Old Men einer der extrem seltenen Fälle, bei dem ich mich nicht entscheiden kann, ob ich Buch oder Film besser finde. Im Normalfall, gebe ich der Buchvorlage immer den Vorzug.
                  Beides gefällt mir hier aber ausgesprochen gut.
                  Im Buch wird doch bestimmt erwähnt ob der Psycho die Ehefrau von Moss tötet oder ??
                  Hat er sein Versprechen gehalten und sie ungebraucht oder hat sie vielleicht das die richtige Münzenseite angesagt und überlebt , was ich nicht glaube.
                  ??

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                  • #10
                    Fabelhafter Film.

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                    • #11
                      Zitat von human8 Beitrag anzeigen
                      Im Buch wird doch bestimmt erwähnt ob der Psycho die Ehefrau von Moss tötet oder ??
                      Hat er sein Versprechen gehalten und sie ungebraucht oder hat sie vielleicht das die richtige Münzenseite angesagt und überlebt , was ich nicht glaube.
                      ??
                      Im Film bleibt es ein klein wenig der eigenen Phantasie überlassen, aber man kann sich denken, wie es ausging.

                      Die Romanvariante setze ich mal für diejenigen in Spoiler, die das Buch noch lesen möchten.


                      Spoiler
                      Der Roman ist da eindeutiger. Dort erschießt Chigurh sie nach dem für sie schlecht verlaufenen Münzwurf und der anschließenden Diskussion.





                      Mir persönlich gefallen übrigens die Gedankengänge Bells (Tommy Lee Jones) sehr gut, sowohl im Film, wie auch im Buch.
                      Zuletzt geändert von Tordal; 27.02.2012, 22:11.
                      "Not born. SHIT into existence." - Noman the Golgothan
                      "Man schicke dem Substantiv zwanzig Adjektive voraus, und niemand wird merken, daß man einen Haufen Kot beschreibt. Adjektive wirken wie eine Nebelbank."
                      Norman Mailer

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                      • #12
                        Zur Frage, ob die Frau überlebt:
                        Der Mann ist Profikiller und hat sich auch als solcher zu erkennen gegeben. Da sollte die Antwort relativ klar sein.
                        Zumal (schon länger her, dass ich den Film sah, hoffentlich stimmt das):

                        Spoiler
                        Er schaut doch nach seinen Schuhen, als er das Haus verlässt. Und als er den anderen Killer weggenietet hat, gab es doch diese Blutlache...

                        Was an der Szene eben genial ist, ist , dass mit unseren Hollywood-Sehgewohnheiten bewusst gespielt und sie durchbrochen werden. Als Zuschauer hätten wir uns dort natürlich irgendwie die Rettung der Frau gewünscht, den deus ex machina.
                        Wenn schon dies nicht möglich war, so hätten wir eher noch erwartet, den Tod mitzuerleben, damit wir auf den Film irgendwo "sauer" hätten sein können.
                        So werden wir aber geradezu gezwungen, den unerbittlichen Gedankengang selbst in aller Radikalität zu Ende zu denken.
                        Das *fingerschnipp* ist es doch, was die Kraft dieser Szene letztlich ausmacht.

                        Grüße
                        FL

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