Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Katastrophenfilme nach Schema F, warum nur ?

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Katastrophenfilme nach Schema F, warum nur ?

    Ist euch das schon mal aufgefallen ?
    Es gibt eine ganze Flut von Katastrophenfilmen, die immer nach den gleichen Muster ablaufen.
    Wissenschaftler entdeckt eine Gefahr ( Erdbeben, Vulkanausbruch, Sonneneruption, Ausfall des Erdmagnetfeldes, und und und ), niemand glaubt ihm, er wird verlacht und verfolgt und am Ende rettet er die Welt mit irgend einer hirnrissigen Methode ( meist mit ner Bombe ).
    Ich habe inzwischen schon ein paar Dutzend dieser Filme gesehen, Warum nur fällt denen nichts Neues ein oder werden die Scripte gar von Robotern geschrieben ?

    Nervt euch das auch so ?
    Dr. Manhattan: "A live human body and a deceased human body have the same number of particles. Structurally there's no difference. "

  • #2
    Das kommt beim amerikanischen Zielpublikum eben gut an.
    Ist im Grunde ja auch nix gegen zu sagen, wenn der Rest der Handlung dann stimmt. Wenn natürlich ein Film zu 99% eine Kopie des anderen Filmes ist, dann langweilt es schon. Wenn die restliche Handlung aber genug variiert, ein bisschen mehr Spannung reingebracht wird und nicht nur die übliche Liebessülze, dann ist auch ein Schema F Film für mich zu ertragen.

    Nur leider werden die Variationen immer weniger und die Ähnlichkeiten immer größer.

    Edit: Wie wäre es wenn Du so einen Film machen könntest? Was würdest Du denn anders machen? Wäre doch mal eine Interessante Idee das auch mal bei den - nicht Science Fiction mäßigen - Katastrophenfilmen zu sehen ob wir sowas nicht besser machen könnten, oder?
    A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory. LLAP
    Last Tweet of Leonard Nimoy

    Kommentar


    • #3
      Es gibt da eine ganz einfache Lösung für das Problem.
      Einfach keine Katastrophenfilme mehr gucken.

      Kommentar


      • #4
        Und was trägt dieser Einzeiler - auch wenn er als zwei halbe Zeilen gepostet wurde - nun zur Diskussion bei?

        Wirklich herzerfrischend wie manche Leute die Diskusisonsansätze anderer Poster im Ansatz zu vernichten versuchen nur weil ihnen das Thema nicht passt. Aber ebenso wie Du uns rätst keine Katastrophenfilme mehr zu schauen könnte ich jetzt sagen, poste doch nur da wo es Dich interessiert!

        Das wäre genau so anmaßend und Diskussionsschädlich wie deine "Lösung"...
        A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory. LLAP
        Last Tweet of Leonard Nimoy

        Kommentar


        • #5
          Zitat von Sarah Plume Beitrag anzeigen
          Das kommt beim amerikanischen Zielpublikum eben gut an.
          Nicht nur beim amerikanischen. Funktioniert doch weltweit.

          Im Grunde ist das aber wohl die mitreißendste Nebenhandlung, denn von irgendwo her muss ja eine Handlung kommen. Eine Katastrophe allein gibt schließlich keine Handlung her. Der Zuschauer hat so jemanden, mit dem er mitfühlen kann.

          Alternativ gibts ja noch, wie z.B. in "Krieg der Welten" oder teils "Deep Impact" die Katastrophe aus Sicht einer betroffenen Familie oder "Armageddon"-mäßig die "das Militär hat nen Plan der ausgeführt wird"-Lösung. Sooo eintönig ist die Sache also gar nicht. Aber ich schließe mich der Frage einfach mal an: @prince: Wie würde denn dein Katastrophenfilm aussehen?
          "Steigen Sie in den Fichtenelch! - Steigen Sie ein!"

          Kommentar


          • #6
            Zitat von Dr.Bock Beitrag anzeigen
            Aber ich schließe mich der Frage einfach mal an: @prince: Wie würde denn dein Katastrophenfilm aussehen?
            Ich bin da leider nicht so kreativ, aber eine nette Idee wäre das unser Held durch seine Rettungsmaßnahmen und seinen Fanatismus erst alles so richtig schlimm macht bzw die Katastrophe überhaupt auslöst. und das Militär / die Regierung von Anfang an richtig liegen.
            Die Rolle geht mir nämlich regelmäßig am Meisten auf den Sack.
            Dr. Manhattan: "A live human body and a deceased human body have the same number of particles. Structurally there's no difference. "

            Kommentar


            • #7
              Die Idee gab es sogar schon mal, muss Mitte der 80er gewesen sein.

              Ein Stück der Erdkruste droht wegzubrechen und man versucht es mit einer Bombe zu "flicken", was aber ordentlich in die Hose geht, denn die Kruste bricht trotz aller Versuche doch heraus und wird - utopischerweise - zu einem zweiten Mond. Der, der anfänglich wie der Held aussah stirbt beim Rettungsversuch, kam nicht mehr von dem Stück Erde, das davonfliegt.

              Wenn ich jetzt noch finde wie dieser Film heißt...
              A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory. LLAP
              Last Tweet of Leonard Nimoy

              Kommentar


              • #8
                Zitat von Sarah Plume Beitrag anzeigen
                Die Idee gab es sogar schon mal, muss Mitte der 80er gewesen sein.
                ...
                Mitte der Sechziger, der Film hieß
                "Ein Riß in der Welt"
                Man war das ein Trash............
                Dr. Manhattan: "A live human body and a deceased human body have the same number of particles. Structurally there's no difference. "

                Kommentar


                • #9
                  Zitat von prince Beitrag anzeigen
                  Mitte der Sechziger, der Film hieß
                  "Ein Riß in der Welt"
                  Man war das ein Trash............
                  Ja Trash, allerdings.
                  Da hätte man so viel mehr mit machen können, vielleicht gibt es ja auch da mal noch eine Neuauflage. Aber wie ich das kenne wird es dadurch nur noch schlimmer.

                  Ich habs selbst gerade gefunden und mich gewundert dass es ich mich um 20 Jahre vertan hab - muss am Alter selbst liegen.
                  A life is like a garden. Perfect moments can be had, but not preserved, except in memory. LLAP
                  Last Tweet of Leonard Nimoy

                  Kommentar


                  • #10
                    Mir ist grade ein Film eingefallen, bei dem alles nahezu perfekt gelöst wurde,
                    the Mist !
                    Kann man ja auch als Katastrophenfilm betrachten.
                    In dem Film

                    Spoiler
                    gehen faktisch alle drauf, die sich zu sehr engagieren, der Typ am Tor, die Lehrerin, der Typ der die Waffe holt, die durchgedrehte Religionsspinnerin.

                    Und der Held der sich am Meisten abstrampelt kriegt die dickste Packung verpasst.

                    Dabei wäre es für alle am Besten gewesen einfach NICHTS zu tun und abzuwarten.
                    Das ist auch mal ne gute Message für so einen Film.
                    Dr. Manhattan: "A live human body and a deceased human body have the same number of particles. Structurally there's no difference. "

                    Kommentar


                    • #11
                      Zitat von Sarah Plume Beitrag anzeigen
                      Und was trägt dieser Einzeiler - auch wenn er als zwei halbe Zeilen gepostet wurde - nun zur Diskussion bei?

                      Wirklich herzerfrischend wie manche Leute die Diskusisonsansätze anderer Poster im Ansatz zu vernichten versuchen nur weil ihnen das Thema nicht passt. Aber ebenso wie Du uns rätst keine Katastrophenfilme mehr zu schauen könnte ich jetzt sagen, poste doch nur da wo es Dich interessiert!

                      Das wäre genau so anmaßend und Diskussionsschädlich wie deine "Lösung"...
                      Wo er recht hat, hat er recht. Wenn Du in einem Genre nichts mehr neues für dich entdecken kannst, warum muss man es dann immer wieder versuchen?
                      Die Grundzüge des gängigen Katastrophenfilms sind schon irgendwie definiert. Der Held, das Fräulein an seiner Seite, das Kind, der Farbige für die Quote usw. Dass die meisten Filme das gleiche Schema haben, liegt wohl auch daran, dass die Produzenten immer einen Hoffnungsschimmer mit einarbeiten wollen/müssen, denn schließlich ist der Film ein Unterhaltungsmedium. Wenn danach die Zuschauer alle depressiv und selbstmordgefährdet das Kino verlassen, würde man sich doch selbst ums Publikum bringen. Die Hoffnung stirbt halt zuletzt...
                      Heaven is where the police are British, the chefs are Italian, the mechanics German, the lovers French and it all is organized by the Swiss.
                      Hell is where the police are German, the chefs are British, the mechanics french and the lovers are Swiss and it all is organized by the Italians.

                      Kommentar


                      • #12
                        Ach ja, die lieben Katastrophenfilme... Es kommt ja immer auf die Qualität an denke ich. Am schlimmsten fand ich ja unsere heimischen Produktionen, die sich schamlos und ungeniert an amerikanischen Filmen bedienen und immer die gleiche Story anbieten.

                        Der gute Typ, der die Katastrophe vorhersagt, aber aufgrund irgendwelcher Umstände (früher mal einen im lokalen Dorf/ der Behörde beleidigt; im Schimpf und Schande aus der Stadt gejagt etc.) nicht ernstgenommen wird, wurde ja schon erwaähnt.

                        Dazu geben wir noch eine "spannende" Dreiecksbeziehung, in der die Ex vom Halden die Einzige ist, die zu ihm Vertrauen aufbaut aber unglücklicherweise mit dessen ehemaligen Intimfeind/Konkurrenten (meist Modell "Reicher oberflächlicher Schnösel") zusammen ist.

                        Im Lauf der Geschichte kommen natürlich die richtigen zusammen und überleben die Chose während nebenbei einige Statisten dran glauben müssen...


                        Natürlich gibt es auch Ausnahmen, nur ist wohl angeklungen, dass ich nie ein großer Fan von Katastrophenfilmen war, aber wenn es durchaus einie gut gemachte gibt...

                        Kommentar


                        • #13
                          Zitat von prince Beitrag anzeigen
                          Wissenschaftler entdeckt eine Gefahr ( Erdbeben, Vulkanausbruch, Sonneneruption, Ausfall des Erdmagnetfeldes, und und und ), niemand glaubt ihm, er wird verlacht und verfolgt und am Ende rettet er die Welt mit irgend einer hirnrissigen Methode ( meist mit ner Bombe ).
                          Andererseits, was wäre, wenn dem Wissenschaftler von Anfang an geglaubt werden würde...
                          Die Bevölkerung würde in Ruhe evakuiert werden, er könnte an einer perfekten Lösung basteln... das wäre doch etwas spannungsarm...

                          Katastrophenfilme werden auch sicher nicht wegen ihrer Logik geliebt... sondern für viel Pyrotechnik, Panik, drittklassige Rettungsversuche und der Wissenschaftler bekommt am Ende doch die hübsche Witwe mit den zwei wohlerzogenen Kindern...
                          "Diese Prozedur wird nicht empfohlen..."

                          "... wo nie ein Hund zuvor gewesen ist" *Cpt. Archer*

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von prince Beitrag anzeigen
                            Mir ist grade ein Film eingefallen, bei dem alles nahezu perfekt gelöst wurde,
                            the Mist !
                            Kann man ja auch als Katastrophenfilm betrachten.
                            In dem Film

                            Spoiler
                            gehen faktisch alle drauf, die sich zu sehr engagieren, der Typ am Tor, die Lehrerin, der Typ der die Waffe holt, die durchgedrehte Religionsspinnerin.

                            Und der Held der sich am Meisten abstrampelt kriegt die dickste Packung verpasst.

                            Dabei wäre es für alle am Besten gewesen einfach NICHTS zu tun und abzuwarten.
                            Das ist auch mal ne gute Message für so einen Film.
                            Gerade The Mist habe ich als äußerst schlecht und uninspiriert empfungen. Der ganze Film ist ebenfalls eine Ansammlung der von dir zitierten Klischees. Einziger Lichtblick: Das Ende! Das war mal konsequent und überraschend anders. Gerettet hat es den Film für mich aber nicht.
                            "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
                            Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

                            Kommentar


                            • #15
                              Hmmm....

                              Zuerst mal eine Frage: Was genau ist den so schlimm daran, dass man das Ende schon kennt? WIE es zu diesem Ende kommt ist ja schliesslich das Spannende...

                              Ausserdem sprechen diese Filme gemeinhin die niedrigsten Triebe der menschlichen Seele an.
                              1. Die Hoffnung. Die meisten der Katastrophenfilme, die ich bisher gesehen habe, leben zu einem grossen Teil von der Hoffnung, dass es Rettung gibt (so unwahrscheinlich sie auch sein mag). Da beinahe jeder Film von einer Katastrophe handelt, die auch TATSÄCHLICH so passieren kann, spielen die Filmemacher einfach mit der Urangst der Zuseher - und präsentieren gleichzeitig die Rettung. Deswegen haben sie meiner Meinung nach dieses Schema F....

                              2. Die Bestrafung. In der ersten Hälfte des Filmes, wo die Charakteren vorgestellt werden, taucht immer auch eine Person auf, die man nach spätestens 10 Minuten am Liebsten erschiessen würde. Diese Rolle ist zwar die Undankbarste im ganzen Film, aber auch die ansprechendste. Seien wir mal ehrlich: wer kennt nicht jemanden (Arbeitsplatz, Freundeskreis, Bekanntenkreis, Familie) der GENAU SO ist, wie dieser Charakter? Jemanden, der nicht akzeptieren kann, dass es andere Meinungen zu einem Thema gibt - vor allem nicht, wenn die anderen Meinungen den eigenen Erfolg riskieren? Oder der aus Prinzip alles besser weiss als man selbst? So jemanden kennt man (besser oder schlechter) eigentlich schon aus dem eigenen Erfahrungsschatz. Und genau darauf bauen diese Filme auf. Entweder dieser Charakter stirbt, oder er verliert alles und zeigt, dass auch diese Leute nach einer Katastrophe ganz unten sind - wie alle anderen.

                              Deswegen denke ich, dass Katastrophenfilme immer wieder Leute ansprechen werden und sich auch nicht grossartig ändern werden.

                              Ist auch gar nicht nötig finde ich....
                              Ich habe mir die Welt nun schon eine ganze Weile angesehen und glaube mir: Wenn ich nicht darüber lachen könnte, müsste ich den ganzen Tag heulen!

                              Kommentar

                              Lädt...
                              X