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Der Junge im gestreiften Pyama

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  • Der Junge im gestreiften Pyama

    Als Bruno Anfang der Vierzigerjahre Berlin verlässt, verliert er seine Freunde. Am neuen Arbeitsort seines Vaters, einem Nazioffizier, ist er zunächst sehr allein. Bis er jenseits des Hauses und eines Waldstücks ein merkwürdiges Lager und hinter der Umzäunung einen gleichaltrigen jüdischen Jungen entdeckt. Warum alle hier, wie er glaubt, gestreifte Schlafanzüge tragen, versteht er genauso wenig wie das Verbot der Eltern, dieses Terrain zu betreten. Aus der Begegnung entwickelt sich Freundschaft.
    Ich kenne das Buch nicht, aber die Adaptation soll sehr nah an Selbigem liegen. Ein spannender Film, den zu sehen es sich lohnt, aber nichts für schwache Gemüter.
    Lass Dich nie auf eine Diskussion mit Idioten ein - sie ziehen Dich nur auf ihr Niveau herab und schlagen Dich dort mit ihrer grösseren Erfahrung

  • #2
    Sorry, entgegen den politisch korrekten Lobeshymnen, ist das Buch eines der schlechtesten und dümmsten, die ich je gelesen habe. Von daher werde ich mir diesen Film nicht ansehen und auf keinen Fall empfehlen.
    Der nachfolgende Text ist eine amazon-Rezension, der ich aus vollem Herzen zustimme:
    Diese Buch wird Jugendlichen zwischen 12 und 14 empfohlen. Okay, aber schon in diesem Alter werden den jungen Lesern die Unlogeleien, die Unwahrscheinlichkeiten und die Naivität auffallen, die diese Geschichte beinhaltet. Mir drängte sich der Eindruck auf, dass der Autor sich hinsetzte und einfach ein Buch über den Holocaust schrieb, nachdem er mit "Schindlers Liste" o.ä. in Berührung kam. Völlig ohne Recherche, Hauptsache es wird am Ende auf die Tränendrüse gedrückt.
    Angefangen, dass der Autor uns glauben machen will, dass Bruno, der 9jährige Sohn eines Obernazis weder eine Ahnung vom Beruf des Vaters hat, noch in keinerlei politischen Jugendorganisation hängt, noch 1942 (?) weder den Führer kennt oder gar vom Krieg gehört haben soll, werden des weiteren keine Klischees der anglo-amerikanischen Sichtweise auf die Deutschen zwischen 1939 und heute ausgelassen. Auch schien der Autor eine Web-Übersetzungsmaschine benutzt zu haben (Lt. Kotler?).
    In der Hoffnung mit naiver Schreibweise und Möchtegern-philosophischen Sprachfehlern des Jungen wird hier eine plumpe Annäherung an ein junges Publikum versucht. Kann man mögen, aber man kann sich auch wenig ernst genommen vorkommen. Mir passierte letzteres. Es stieß auf, dass eigentlich nur Befehle vom Vater an die Mutter und von der an die Kinder und das Personal übermittelt wurden. Ansonsten findet außer kurzen strengen Gesprächen keine Konversation zwischen den Familienmitgliedern statt. Naja, der Führer schaut mal kurz um Abendessen vorbei und schon geht's in Richtung Polen. Obschon zu jener Zeit seit längerem am Großdeutschen Reich gewerkelt wurde, ist für den Jungen hinter der Berliner Stadtgrenze die Welt schon zu Ende. Keine Ahnung, warum er und damit auch die Leserschaft vom Autor absichtlicht für so naiv gehalten werden. Im polnischen Niemandsland angekommen, rückt die Familie nicht etwa näher zusammen, im Gegenteil: Jedes Familienmitglied separiert sich mehr, was wiederum sehr unwahrscheinlich klingt. Zwischendurch werden beim einem Essen (und dem Gespräch über Kotler's Vater) sämtliche Nazi-Klischees nochmals durchgespult, damit auch dem letzten Leser klar wird, wie böse doch damals alles und jeder war.
    Der von Anfang bis Ende in jeder Hinscht jungfräuliche Held spaziert jeden Tag am Stacheldraht entlang...offensichtlich gab es keine Wachtürme o.ä., aber falls doch hätte diese ganze Geschichte so nicht funktioniert. Dabei trifft er auf einen jüdischen Junge und tut dies für ca. 1 langes Jahr. Was wurde in dieser Zeit zwischen den Kindern besprochen? Es kann nicht viel gewesen sein, denn Bruno, der Entdecker, der nichts entdeckt, ist mit 10 immer noch so naiv und stellt auch nicht wirklich Fragen, die wohl von seinem gleichaltrigen Gegenpart genauswenig hätten beantwortet werden können. Das Ende möchte ich hier nicht vorweg nehmen, aber es passt nahtlos zum Rest.
    Kurzum - enttäuschend und der Verweis auf dem Buchdeckel auf Anne Frank schon fast eine Beleidigung. Politische und historische Correctness JA, aber bitte nicht auf eine so billige und plakative Weise. Sicherlich verlange ich nicht von jedem Buch einen Bildungsauftrag, allerdings billige ich ihn jedem Buch zu, besonders bei dieser Thematik.
    (Benutzung mit Zustimmung des Rezensenten)
    Heaven is where the police are British, the chefs are Italian, the mechanics German, the lovers French and it all is organized by the Swiss.
    Hell is where the police are German, the chefs are British, the mechanics french and the lovers are Swiss and it all is organized by the Italians.

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