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Cargo - Da draussen bist du allein

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  • Cargo - Da draussen bist du allein

    Wundert mich das es noch keinen Thread zu diesem SciFi Film gibt, jedenfalls hab ich hier nix gefunden. Der Film erscheint in wenigen Tagen auf DVD.
    Es ist das erste große Schweizer SciFi Filmprojekt oder das erste überhaupt keine Ahnung.
    Wieviel der Film jetzt tatsächlich gekostet hat weis wohl keiner so recht, es gibt Angaben von 5 Millionen Franken bis zu 22 Millionen.
    Man muss sich zu Beginn ein bissl daran gewöhnen das die Schauspieler eben von Haus aus Deutsch sprechen was natürlich anders rüberkommt als wenn es Synchronsprecher wären aber zumindest kein Schweizerisch

    Vom technischen her wirklich sehr gut würd ich schon sagen, die Raumstationen, Raumschiff usw.... können sich mehr als sehen lassen, sollte der Film tatsächlich nur 5 Mille gekostet haben sollten die HollywoodFilmemacher vielleicht mal die Schweizer beratend dazuholen

    Die Geschichte dreht sich darum das die Erde ökologisch total am Ende ist und die letzten Menschen auf (wirklich riesigen) Raumstationen leben.
    Aber da dort der Platz natürlich nicht ausreicht und überall Epidemien grassieren müssen die Menschen sich ein neues Zuhause suchen.
    Das heruntergekommene Raumfrachter Kassandra soll Bauteile zur Raumstation 42 bringen, wohl etwas die halbe Wegstrecke zum neuen Planeten. Alle bis auf eine Person die sich immer in Schichten abwechseln werden sozusagen tiefgekühlt.
    Als der Flug dem Ende zugeht muss die Ärztin Laura die letzten Monate ihre Schicht als einzig wache Person an Bord des Schiffes übernehmen. Bald hat sie das Gefühl doch nicht die wache Person an Bord des Schiffes zu sein.
    Eine Erkundungsmission im dunklen und eiskalten Frachtraum endet in einem Fiasko. Der Rest der Besatzung wird geweckt. Und ein Katz und Mausspiel beginnt.


    Man merkt aber bald das es kein typischer SciFi im Stile der Amis ist. Man kann wirklich sagen es ist ein Europäischer Film, es gibt gewisse längen im Film wo nix bewegendes passiert aber andererseits die Geschichte dennoch gut erzählt wird. Es wird eben langsam erzählt und es folgt nicht eine ActionSzene nach der anderen, die man sowieso an einer Hand abzählen kann.
    Man muss sich eben auf diesen Film einlassen können.

    Also mir hat der Film super gefallen, andere finden ihn wiederum totaler Mist weil sich die meisten eben einen typischen Ami Film ala Alien usw... vorstellen.

  • #2
    Die Story klingt irgendwie nach einem Abklatsch von Pandorum.Schauen wir mal was dabei rauskommt.
    "Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion." Voltaire

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    • #3
      Ich hab ihn mir grade angesehen, und ich muss sagen das der wirklich nicht schlecht ist. Eine tolle Story (auch wenn sie nicht ganz neu ist) gute Schauspieler, überzeugende Effekte, also ein rundum gelungener Film!

      Kann ich jedem nur empfehlen!!!
      www.SF3DFF.de / Mein Blog
      "Nich' lang schnacken – Bier in' Nacken“

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      • #4
        Ich habe ihn gestern gesehen. Abklatsch von Pandorum?! Weit gefehlt!

        Ja, es ist ein Film à la Pandorum, Sunshine usw., das heißt ein Suspense-SciFi-Film, in dem der Flug im All und alles an Bord eine Gefahr birgt.

        Ich versuche mich mal kurz zu fassen (was mir meistens nicht gelingt): Absoluter Ausnahmefilm! Wirklich tolle Ideen, tolle Sets und Optik, eine superbe Spannung und der Film beinhaltet verschiedenste Elemente!

        Mysteriöse Charaktere, bei denen man erst später natürlich erfährt, was es mit Ihnen auf sich hat. Aber der Versuch zwischendurch zu raten, was es mit Ihnen auf sich hat, schlug zumindest bei mir fehl. Versätze von Filmen wie Alien, die ich zeitweilig unweigerlich erwartete, kamen nicht vor. Stattdessen überrascht der Film mit eher unkonventionellen Ideen, die aber gekonnt in den Film passen!

        Ich kann und will die eigentlichen Knackpunkte nicht verraten. Aber der Film hat tolle Suspense, tolle Optiken und erdachte Architektur (die Raumstation über der Erde ist einfach beeindruckend und eine gute Idee!), sehr gut spielende Charaktere (insbesondere unsere Hauptdarstellerin), gute Wendungen und und eine sehr starke Athmosphäre!

        Das einzig Negative was ich anmerken konnte, sind Szenen im All, außerhalb des Raumschiffes, die mindestens einmal unrealistisch bzw. viel zu spielerisch gehandhabt wurden, was die Manövrierbarkeit angeht. Ihr werdet wissen, was ich meine.

        Aber dies kann man dem Film sehr leicht verzeihen, überzeugen alle anderen Aspekte des Films doch sehr!

        Gerade für SF-Fans: Unbedingt ansehen! Ich geben dem Film mindestens 9 von 10 Punkten! Top Athmo und Spannung! Habe mich keine Sekunde gelangweilt! War voll Zweifel bei dem Film, aber schon nach den ersten Minuten des Films hatte es sich gelohnt!
        Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi; 1181 od. 82 - 1226)

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        • #5
          Jep dem kann ich nur zustimmen. Der Film ist vom feinsten. Denke man kann ihn wirklich als ruhigen Film bezeichnen, was aber bei vielen auf negative Stimmung stößt. Man ist eben SciFi vom anderen Ufer gewohnt
          Die Story ist doch irgendwie ungewöhnlich und bis kurz vor Schluss weis man eigentlich gar net was da wirklich abgeht, auch ne Ausnahme.

          Die Charaktere haben mir auch gut gefallen, vor allem deswegen weil das anscheinend doch eher unbekanntere Schauspieler waren oder zumindest mir nicht bekannt sind. Von daher geht man da auch schon etwas unvoreingenommen rein.
          Die Hauptdarstellerin spielt wirklich gut, zwar den ganzen Film über präsent wird einem aber nicht als die SuperFilmHeldin aufs Auge gedrückt.

          Ja stimmt die Außenszene ist vielleicht net so realistisch aber sehr gut gemacht und braucht sich vor größeren Produktionen auf keinen fall verstecken, deswegen kann man mal darüber hinwegsehen.
          Wobei man durchaus nicht mit Architektur im Weltraum gegeizt hat bei diesem Film, zu sehen bekommt man ja durchaus etwas.

          Was die Raumstation angeht, muss ich sagen die vielleicht ungewöhnlichste und eigenwilligste in ihrer Struktur und wohl auch eine der größten die ich bisher gesehen habe in SciFi Filmen.
          Das Teil würd genausogut in BladeRunner passen.

          Letztlich bleibt nur zu sagen ein SciFi Film der absolut klasse ist den aber wohl letztlich kaum ne Sau kennt.
          Zuletzt geändert von Atahualpa; 16.04.2010, 23:07.

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          • #6
            Ich würde Cargo als würdigen Nachfahre von Dark Star oder Lautlos im Weltraum bezeichnen!
            www.SF3DFF.de / Mein Blog
            "Nich' lang schnacken – Bier in' Nacken“

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            • #7
              Zitat von Mr. Ronsfield Beitrag anzeigen
              Ich würde Cargo als würdigen Nachfahre von Dark Star oder Lautlos im Weltraum bezeichnen!
              Also bitte, mit Sicherheit kein Nachfahre von so einem Trash wie DarkStar.

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              • #8
                Du hast recht, Cargo geht doch eher in die ernste Charge. Allerdings ist Dark Star kein Trash, der Film ist Kult!
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                • #9
                  Zitat von Mr. Ronsfield Beitrag anzeigen
                  Du hast recht, Cargo geht doch eher in die ernste Charge. Allerdings ist Dark Star kein Trash, der Film ist Kult!
                  Tschuldige aber für mich ist der Film Bockmist, würd ihn netmal Geschenkt nehmen

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                  • #10
                    Zitat von Atahualpa Beitrag anzeigen
                    Tschuldige aber für mich ist der Film Bockmist, würd ihn netmal Geschenkt nehmen
                    Über Geschmack lässt sich ja bekanntlich Streiten!
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                    • #11
                      Ich habe ihn die Tage in der Videothek entdeckt und werde wohl mal bei Gelegenheit eine entsprechende Ausleihaktion starten. Ich habe mir den Trailer angeschaut und dieser wirkt viel versprechend... Mal schauen, wie es denn wirklich wird...
                      Lass Dich nie auf eine Diskussion mit Idioten ein - sie ziehen Dich nur auf ihr Niveau herab und schlagen Dich dort mit ihrer grösseren Erfahrung

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                      • #12
                        Ich hab mit den Film mittlerweile auch angesehen.
                        Man merkt dem Film zwar an, dass er eine schweizer Produktion ist, aber das fällt überhaupt nicht negativ auf. Überhaupt ist die Geschichte recht interessant u. gabs wohl noch nicht so oft in der Scifi-Geschichte. Die Schauspieler waren für mich alle recht unbekannt u. so konnte ich ohne Vorurteile den Film wirklich genießen. Es ist zwar kein Action-Feuerwerk, aber der Film hat schon seinen eigenen Style, der mir jedenfalls sehr gut gefallen hat.

                        Man darf bei diesem Film eben nicht den Fehler machen u. sich auf eine Hollywood Produktion freuen (siehe Pandorum). Wer das erwartet u. auch den "Hollywoodstyle" erwartet wird vom Film sicherlich enttäuscht sein. Aber genau das gefält mir an dem Film. Er fällt aus der Reihe wenn man ihn mit bekannten Genregrößen vergleicht.
                        Die Zeit ist das Feuer in dem wir verbrennen.

                        Ich war Teil der Lösung - und mein größtes Problem.

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                        • #13
                          Ich habe den Film zufällig entdeckt und ihn für den mit Daniel Brühl gehalten. Der Irrglaube ist dann schnell wieder verschwunden Ich bin total positiv von dem Film überrascht. Für Sci Fir aus Europa ist der sehr, sehr gut. Die Story des Films ist zwar nix neues, aber die Kombination von vielen verschiedene Elementen macht das ganze doch wieder neu und vor allem spannend. Als Sci Fi Fan sollte man den auf jeden Fall gucken.

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                          • #14
                            Cargo mit Daniel Brühl war der mit dem Schiff, Cargo in Space war der mit dem Raumschiff "Kassandra"

                            Ich hab ihn neulich ausgeliehen und fand ihn ziemlich gut:


                            Im Jahre 2267 steht der blaue Planet mal wieder am Abgrund.
                            Gottlob hat die Obrigkeit bereits für Ersatz gesorgt und gut betuchte Ex-Erdlinge können auf den idyllischen Planeten "Rhea" auswandern.
                            Laura Portmann ist leider nicht so gut betucht, dafür aber entschlossen, dies zu ändern.
                            Als sie die Chance auf einen gut bezahlten Job als Ärztin eines Raumfrachters bekommt, begibt sie sich auf die lange Reise zu einer abgelegenen Raumstation...
                            So lautet jedenfalls der Plan.
                            Als sie aus dem Kälteschlaf erwacht um ihre Schicht zu absolvieren scheint noch alles normal zu verlaufen.
                            Plötzlich geschehen jedoch seltsame Dinge und ihr wird klar: Irgendwas stimmt nicht an Bord der "Kassandra".

                            Bringen wir rasch die negativen Punkten hinter uns:
                            Cargo sieht manchmal etwas billig aus.
                            Das ist bei diesem Budget absolut zu verschmerzen, aber nunmal eine Tatsache.
                            Insbesondere die Außenaufnahmen des Frachters sind teilweise zu glattgebügelt und können ihre CGI-Herkunft nicht verleugnen.
                            Die Innenräume und die spärlich gestreuten SFX sind hingegen recht ansehnlich und können durch gute Beleuchtung und Kameraarbeit auch mit Großproduktionen konkurrieren.
                            Die Ausstattung weist teilweise Schwächen auf, macht diese aber durch eine große Detailverliebtheit schnell wieder wett.
                            Schauspielerisch ist alles im grünen Bereich, auch wenn man außer "Claude-Oliver Rudolph" auf eher unbekannte Gesichter setzt.
                            Das größte Problemm von Cargo sind einige Dialoge.
                            Manchmal wirkt die Hauptdarstellerin wie auf Valium und gibt sich völlig emotionslos.
                            Das geht sogar so weit, dass ab und an ein klein wenig "GZSZ" durchblitzt.
                            Wirklich schlimm wird es aber recht selten und irgendwann gewöhnt man sich auch daran.
                            Vieleicht soll das ja sogar so sein, denn es unterstreicht das gemächliche Tempo von Cargo.

                            So - genug gemeckert!

                            Cargo konnte (jedenfalls bei mir) seinen Underdog-Bonus voll ausspielen.
                            Die zuvor erwähnten Kritikpunkte fallen nicht wirklich ins Gewicht und zeigen eigentlich nur, dass wir hier eben keinen Mainstream-Sci-Fi mit Monsterbudget vor uns haben, sondern eine kleine Produktion aus der Schweiz mit einem Budget von grad mal fünf Millionen Franken.
                            Und genau das merkt man eben nur ab und zu.

                            Cargo punktet durch sein gemütliches Tempo, seine tolle Atmosphäre und durch eine recht interessante Story.
                            Trotz (oder evtl. grad wegen) der langsamen Gangart baut dieser Film ohne große Schockmomente eine bedrohliche Situation auf.
                            Anfangs ist noch völlig offen, was denn nun auf dem Frachter vor sich geht und es gibt einige Szenen, die ganz bewußt suggerieren, dass sich evtl. ein Alien oder etwas übersinnliches an Bord befindet.

                            Wobei ich jetzt bereits wieder mitten in der Zwickmühle stecke:
                            Spoiler oder Fazit?

                            ...Fazit! Spoilern wäre hier unangebracht

                            Cargo ist ein richtig guter Sci-Fi-Film, der nur auf den ersten Blick mit "Pandorum" verglichen werden kann, weil beide Filme sich halt eine recht ähnliche Grundgeschichte teilen.
                            Cargo wandelt sich immer wieder und weist im Laufe der Zeit Parallelen zu verschiedenen Genre-Filmen auf.
                            Ob nun die Spannung von "Alien", "Event Horizon" und "Pandorum oder die Gemächlichkeit von "2001:Odyssee im Weltraum" und "Lautlos im Weltraum".
                            Cargo kocht sich daraus sein ganz eigenes Süppchen und davon sollte man ruhig mal kosten.

                            8/10 Punkte
                            MUMOMANIA - Musik, Filme und so weiter...

                            http://mumomania.blog.de/

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                            • #15
                              Ich habe Lauras emotionslosigkeit jetzt nicht unbedingt negativ aufgefasst. Ich habe sie als "Neuling" an Bord eher als ein wenig Schüchtern und introvertiert eingestuft, dann erklären sich die mangelnden Emotionsausbrüche von alleine.

                              Nichtsdestotrotz kann ich mich deiner Rezension (endlich mal jemand, der die Handlung positiv hervorherbt und die z.T. wirklich schlechte CGI NICHT über den grünen Klee lobt) weitgehend anschließen, wobei du den größten Kritikpunkt des Filmes ja nun durch deinen Spoilerverzicht übergangen hast.


                              Spoiler
                              Die "Lovestory" zwischen Decker und Laura wirkt so extrem deplatziert und peinlich, dass ich das Gefühl hatte, sie wäre nachträglich ins Drehbuch geschrieben worden, um den weiblichen Zuschauern was zu bieten.

                              Laura zu Decker: "Wer bist du eigentlich?"
                              Decker: *knutscht Laura*


                              Wie schlecht ist dass denn? ^^
                              Glücklicherweise wird das überhaupt nur in zwei oder drei Szenen thematisiert, andernfalls hätte es die Qualität des Filmes doch schon sehr mitgenommen. Und nein, ich habe nichts gegen "Lovestorys" im Allgemeinen, aber sie sollten sich harmonisch in den Filmablauf einfürgen, und nicht so hopplahopp durchgeprügelt werden wie in Cargo, nur damit der Zuschauer am Ende einen Grund zum trauern hat.


                              Ansonsten aber ein toller Film, wenn man auf den epischen Action-Overkill a'la Avatar verzichten kann. Cargo ist in der tat eher ein Krimi im Sci-Fi-Gewand.
                              Was ist Ironie?
                              Nachdem Kirks Leben 30 Jahre lang bestimmt wurde von "Captain auf der Brücke"
                              endete es schließlich mit einer Brücke auf dem Captain.

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