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    The Social Network

    USA 2010

    Dies ist die Geschichte von Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg). Einem Harvard-Studenten, welcher Anfang des 21.Jahrhunderts aus einem kleinen Einfall eine gewaltige Stange Geld machte. Mit seiner Idee eines sozialen Netzwerks namens Facebook wird er der jüngste Milliardär der Welt - doch muss er erkennen, dass an der Spitze des Erfolges das Leben einsam ist...
    -------------

    Zuckerberg ist zwar nur 2 Jahre älter als ich, aber hiermit erscheint schon der erste Film über sein Leben..wirr...
    Regie führte David Fincher, der Macher von "Sieben" und "Fight Club". Und der echte Zuckerberg hat verlauten lassen, sich diesen Film nicht ansehen zu wollen.
    Scheint mir als habe man wohl eine empfindliche Stelle getroffen...

    Läuft ab 7.Oktober bei uns im Kino.
    Zuletzt geändert von Ductos; 25.09.2010, 03:14.
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  • #2
    okay.

    Hab ihn heute um 10:00 Uhr im Kino gesehen(noch bevor das Kino aufmacht^^ also ich weiß nich aber normal hat ein Kino so früh doch nich auf oder? Wenn ja dann juhu "Minipremiere". War mit der Klasse als Wandertag drin^^.)


    Ich muss sagen, dass ich selten so einen guten Film gesehen habe.

    Zuckerberg wird als absoluter Nerd dargestellt der lieber in seinem Campuszimmer an einer Website schreibt als auf eine Party zu gehen.
    Eigenschaften wie das Desinteresse an Geld und seine totale Verschlossenheit(wie ich es nennen möchte) zeichnen einen Charakter der aufgrund seiner Eigenart nur ein einzigen wirklichen Freund hat. Da Zuckerberg im Film nicht nur als sehr eigenwilliger Mensch sondern, meiner Ansicht nach, auch als Opfer dargestellt wird hege ich Sympatien für die Figur Zuckerbergs.

    Jesse Eisenberg war eine sehr gute Wahl als Zuckerberg, da er dem Original einerseits sehr ähnlich ist aber auch mit seinem "Style" das Aussehen eines Nerds im Groben gut erfasst. Außerdem hat Eisenberg gut die Mimik des Charakters rübergebracht die den großen Abstand zu so normalen Dingen wie Frauen und rechtlichen Probleme aufzeigt, den Zuckerberg im Film stark ausgeprägt hat.

    Einzig die Figur des Sean Parker, gespielt von Justin Timberlake, als Napstergründer finde ich ziemlich sinnlos und nicht sehr gut gespielt.

    Die Story regt vor allem Menschen zum Nachdenken an die selbst sehr viel Zeit am PC mit ähnlichen Dingen verbinden oder eben solche die diese Menschen als fremdartig oder etwas anormales betrachten.

    In meiner Sicht also ein Film an den man Ansprüche haben kann und diese auch zumindest zu großen Teilen erfüllt kriegt. Aufjedenfall empfehlenswert wenn man ins Kino geht um nicht das Gehirn abzuschalten.


    Ich hoffe das diese Meinung hilfreich ist^^ und ich nicht gespoilert habe.(Bitte nicht vergessen das ist mein persönlicher Eindruck)

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    • #3
      Ich habe den Film letzten Donnerstag gesehen und er gehört für mich neben Inception zu den Höhepunkten des Kinojahres bis hierhin. Ich hatte ziemlich hohe Erwartungen im Vorfeld, da Regisseur David Fincher und Autor Aaron Sorkin für mich zu Meistern ihres jeweiligen Faches gehören, auch wenn beide schon die ein oder andere Gurke (etwa Benjamin Button bei Fincher, Studio 60 bei Sorkin) zu verantworten haben. Diese Erwartungen wurden zu 100% erfüllt.
      The Social Network zeichnet sich durch die Sorkin typischen Schnellfeuerdialoge aus, die Fincher in wunderschöne Bilder packt. Ich weiß nicht, ob Mark Zuckerberg wirklich so schlagfertig daherkommt oder ob Napster Erfinder Sean Parker sich wie ein verrückter Popstar benimmt, aber das ist auch völlig egal. Die Figuren funktionieren perfekt im Kontext der Handlung. Der ganz normale Wahnsinn und das unglaubliche Tempo der Entwicklung unserer "Web 2.0" Welt spiegelt der Film wunderbar wider.

      Die Handlung des Films wird an zwei "Verhandlungen" (eigentlich geht es nur um die Aufnahme der Aussagen) festgemacht, in denen Zuckerberg sich gegen finanzielle Ansprüche zur Wehr setzen muss. Der Film wechselt entsprechend die Perspektive je nach dem wer gerade eine Aussage macht. Das funktioniert ziemlich gut, allerdings bilden die Gegenparteien in diesen Verhandlungen keinen wirklich guten Gegenspieler für Zuckerberg. Andrew Garfield bleibt als Mitbegründer von Facebook Eduardo Saverin leider ziemlich blass und es wird nicht wirklich klar, wo nun seine Leistung drin bestand, außer das er ein paar Dollar zur Verfügung gestellt hat. Tatsächlich sehen wir nur, wie er dauernd damit scheitert neue Sponsoren für die Seite zu akquirieren. Er wirkt durchgehend zu naiv. Als moralischer Kontrast zu Zuckerberg und Sean Parker passt das aber wiederum ganz gut. Auf der anderen Seite sind die Winklevoss Brüder nicht wirklich ernst zu nehmen, da ein großer Teil der Witze voll auf ihre Kosten geht. Letztlich bilden diese Verhandlungen aber auch nur der Rahmen der Geschichte und es ist nicht wirklich wichtig, ob Zuckerberg dem ein oder anderen nun ein paar Millionen zahlen muss, oder nicht.

      The Social Network hat mich jedenfalls zwei Stunden lang auf höchstem Niveau unterhalten.
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      • #4
        Hm, könntest Du bitte ein wenig erläutern, wie genau ich mir den Film so vorstellen kann (kann ich nach Deinem Post noch net wirklich) und was ihn denn nun gut macht?
        Habe den Trailer ein paar mal gesehen und musste jedes Mal mit den Achseln zucken und mich fragen, wer den sowas sehen will?!
        Tu erst das Notwendige, dann das Mögliche, und plötzlich schaffst du das Unmögliche. (Franz von Assisi; 1181 od. 82 - 1226)

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        • #5
          Nachdem was ich gehört habe ist der Film eine Charakterstudie.

          Zuckerberg ist Computernerd und schafft es, aufgeschnappte Ideen umzusetzen und daraus Profit zu machen. Zwar versuchen seine Ideengeber einen Anteil zu erstreiten, doch scheitern sie an der Intelligenz seiner Argumentationsstruktur. Am Ende hat er zwar alles erwirtschaftet wovon er nur träumen konnte, aber hat nahezu alles und jeden, den er je kannte auf der Strecke gelassen.
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          • #6
            Charakterstudie passt eigentlich ganz gut, man könnte auch sagen Coming of Age-Geschichte, wobei so richtig erwachsen scheint dieser Zuckerberg zumindest geistig noch nicht geworden zu sein. Im Grunde erzählt der Film, wie ein Haufen Nerds, die fast alle überhaupt nicht gesellschaftsfähig sind, eine Webseite aufbauen, die für Millionen von Menschen ein alltägliches Kommunikationsmittel wird. Ich finde das ziemlich ironisch und auch hoch interessant.

            Außerdem bietet der Film ziemlich interessante Einblicke in das Leben an einer US-Eliteuni, was mit dem Studentenleben in Deutschland so ziemlich gar nichts zu tun zu haben scheint. Da scheint sich wirklich alles nur um Image und Prestige zu drehen: Wer hat die reichsten Freunde, das heißeste Mädchen und die einflussreichsten Verwandten?

            Und in diesem Klima ist dann Facebook entstanden, das letztlich auch nur das Ziel hatte, Kommilitonen kennen zu lernen, ohne sie persönlich ansprechen zu müssen und so den nächsten One Night Stand oder zukünftigen Geschäftspartner zu finden. Wie in Harvard geht es bei Facebook hauptsächlich um Ansehen, darum, sich als möglichst interessant darzustellen: Wer hat die meisten und coolsten "Freunde"? Wirklich persönliche Gedanken findet man bei FB ja so gut wie nie, dafür muss man dann doch eher Blogs lesen. Inhaltliche Diskussionen finden auch keine statt, dafür muss man sich eher in Foren rumtreiben. Letztlich ist FB genauso oberflächlich wie Harvard (zumindest, wie Sorkin es darstellt).

            @Ford Prefect:
            Schön, dass du Sorkin herausstellst. Aber "Studio 60" fand ich gar nicht so schlecht, wie es immer dargestellt wird (obwohl ich es auch nicht zuende geguckt habe).
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            • #7
              Man muss allerdings festhalten, dass der Film weder ein realistisches Bild der Geschehnisse noch der beteiligten Personen darstellt und auch nicht darstellen will. Die Figuren und Situationen sind klar ironisch überhöht. Charakterstudie klingt mir als Beschreibung für den Film zu verstaubt und ernst. Was für ein Mensch ist der Gründer von Facebook? Wie geht er mit Ruhm und Reichtum um? Was treibt diesen Menschen an? Das sind schon die Fragen die "The Social Network" in den Raum wirft und auf höchst amüsante Art und Weise versucht zu beantworten. Allerdings beantwortet er diese nur für die Figur des Films, nicht unbedingt für den echten Mark Zuckerberg.

              Zitat von Medienjunkie Beitrag anzeigen
              @Ford Prefect:
              Schön, dass du Sorkin herausstellst. Aber "Studio 60" fand ich gar nicht so schlecht, wie es immer dargestellt wird (obwohl ich es auch nicht zuende geguckt habe).
              Der Pilotfilm von Studio 60 gehört für mich zu den besten der Fernsehgeschichte, aber die Serie selbst gefiel mir so gar nicht. Das größte Problem war, dass die in der Serie produzierte Show einfach nicht lustig war. Die Sketche, die die angeblich besten Witze-Schreiber Hollywoods auf die Bühne bringen, waren durch die Bank grottig. Damit fiel für mich das Konzept der Serie total in sich zusammen. Dazu kommt ein Charakter wie Harriet Hayes, der nur dazu diente, Sorkin eine Projektionsfläche zu geben an dem er den Hass auf seine Exfreundin abarbeiten konnte.
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              • #8
                Zitat von Ford Prefect Beitrag anzeigen
                Man muss allerdings festhalten, dass der Film weder ein realistisches Bild der Geschehnisse noch der beteiligten Personen darstellt und auch nicht darstellen will.
                Naja, so ganz genau kann die Geschehnisse natürlich niemand wieder geben - außer den Beteiligten selbst -, weil ja niemand dabei gewesen ist. Aber im deutschen Rolling Stone gab es im August 2008 eine größere Story über genau dieselben Geschehnisse (mit Focus auf die Ideenklauvorwürfe), die im Grunde das gleiche Bild zeichnet. (Hab gerade gesehen, dass es die englische Fassung zzt. beim US-Rolling Stone online gibt.) Einzelheiten mögen in der Realität anders gewesen sein, im Großen und Ganzen scheint es aber schon so abgelaufen zu sein.

                Zitat von Ford Prefect Beitrag anzeigen
                Der Pilotfilm von Studio 60 gehört für mich zu den besten der Fernsehgeschichte, aber die Serie selbst gefiel mir so gar nicht. Das größte Problem war, dass die in der Serie produzierte Show einfach nicht lustig war. Die Sketche, die die angeblich besten Witze-Schreiber Hollywoods auf die Bühne bringen, waren durch die Bank grottig.
                Das stimmt leider. Auch dass das Niveau der Serie nach den ersten Folgen doch ziemlich abfällt. Irgendwie wirkte es so, als hätte Sorkin alles, was er erzählen wollte, schon in der Pilotdoppelfolge untergebracht.
                Zuletzt geändert von Medienjunkie; 14.10.2010, 19:00. Grund: Link nachgetragen
                torrent - Magazin für serielles Erzählen

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                • #9
                  Auch The Social Network bekam acht Nominierungen für den Oscar:

                  IMDb | Road to the Oscars 2011 | Academy Awards

                  Sehr stark vertreten sind die Personenkategorien. Fincher, Sorkin und Eisenberg haben Nominierungen bekommen für Regie, Drehbuch und Bester Hauptdarsteller.
                  Auch als Bester Film geht er ins Rennen.
                  To see the world, things dangerous to come to, to see behind walls, to draw closer, to find each other and to feel - that is the purpose of life.
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                  • #10
                    Obwohl anfangs als Favorit gehandelt, wurden es am Ende "nur" die Auszeichnungen fürs Skrip, Schnitt und (IMO unverständlich) die Musik.

                    Ingesamt sicherlich ein guter Film, aber meiner Meinung nach eines von Finchers schwächeren Werken. Zwar ist es interessant die Geschichte von Facebook aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen, ein wirklicher Spannungsbogen war jedoch - ähnlich "Aviator" - nicht zu erkennen. Dazu kommt, dass ich keinen der Charaktere sypmathisch fand.

                    Ansonsten, wie gesagt, war es interessant, die Machart mal etwas anderes und der Zuckerberg-Darsteller war ausgezeichnet (obwohl ich Colin Firth den Hauptdarsteller-Oscar eher gönne, seine Darbietung in "A Kings Speech" war über jeden Zweifel erhaben).

                    Sicherlich zu empfehlen, aber IMO ist der Film doch - möglicherweise durch den ganzen Facebook-Hype - etwas überbewertet:

                    4 Sterne!

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                    • #11
                      Der Film ist sicherlich etwas überbewertet, aber trotzdem noch ziemlich gut. Dass für Zuckerberg nie wirklich was auf dem Spiel steht und es den klassischen Spannungsbogen daher nicht gibt, hat dem Film IMHO jedenfalls nicht geschadet. Die Dialoge sind gut genug, sodass der Film trotzdem funktioniert, selbst wenn man sich mit Zuckerberg natürlich nicht wirklich identifizieren kann und dafür höchstens Eduardo in Frage kommt.

                      Den Soundtrack fand ich übrigens wirklich gut. Ob es den Oscar dafür gebraucht hätte, kann man sich sicherlich fragen, aber ich fand es sehr gut, dass man in diese Richtung gegangen ist und nicht das typische Orchester-Gedöns aufgefahren hat.

                      5*
                      I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

                      - George Lucas

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                      • #12
                        Hab den Film vor kurzem gesehen...

                        Faszinierend ist in der Tat, dass man über so ein Thema einen Film machen kann, der mMn sehr gut zu unterhalten weiß und keine wirklichen Längen hat.
                        Jesse Eisenberg spielt seine Rolle sehr gut.
                        Ansonsten muss ich sagen, dass gerade am Anfang die Schnelligkeit mit der gesprochen wird dann doch für kurze Zeit in mir den Eindruck erweckt hat, dass man auf diese Art und Weise Spannung erzeugen wollte, da das Thema ansonsten nicht so viel hergibt...

                        Wie Zuckerberg als Person dargestellt wird, ist einerseits sicher heftig.
                        Andererseits ist das ja das herrlich absurde an der ganzen Sache, dass der Erfinder von Facebook ein totaler Einzelgänger ist.
                        Wenn ichs mir recht überlege, ziemlich idiotisch. Da kann er noch so viel Geld verdienen, menschlich ist der Mann (zumindest wie er im Film gezeigt wird) arm wie ne Kirchenmaus.

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                        • #13
                          Heute auch gesehen und ich muss sagen: Well played, Mr. Fincher!

                          Ein sehr guter Film, der alle meine Erwartungen voll erfüllen konnte. Er ist spannend, toll geschrieben und auch teilweise recht lustig. Dazu kommen eine Reihe sehr guter Darsteller, in die man sich gut hineinversetzen konnte. Eisenberg war von denen sicher der beste und ich könnte mir vorstellen, dass auch der echte Zuckerberg so ist.
                          Der ist ja später auch mal an der Seite von Jesse Eisenberg bei Saturday Night Live aufgetreten, um die ganze Sache mit dem Film auf die Schippe zu nehmen

                          Der Score war fantastisch. So völlig anders, dass es extrem genug tuend ist, dem ganzen zuzuhören.

                          8 Punkte und 5*.
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                          • #14
                            Ist jetzt zwar schon eine Weile her, dass ich den Film gesehen habe, aber ich will auch mal meine Meinung dazu loswerden .

                            Ich fand den Film anfangs ein wenig.."langweilig", sehr langatmig und sehr auf einzelne Details konzentriert. Aber im Laufe der Handlung wurde der Film immer besser und besser, vor allem aber spannender.

                            Ich konnte mir vorher nicht vorstellen, wieso dieser Film als Drama eingestuft wurde, aber letztlich ist das absolut richtig und verständlich.

                            Alles in allem ein sehr schöner und spannender Film.

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