Ankündigung

Einklappen
Keine Ankündigung bisher.

Bella Italia [Psychiologische Horrorfilme der 60er und 70er Jahre]

Einklappen
X
  • Filter
  • Zeit
  • Anzeigen
Alles löschen
neue Beiträge

  • Bella Italia [Psychiologische Horrorfilme der 60er und 70er Jahre]

    Sind hier irgendjemandem die typischen italienischen Exploitation-Filme aus den 70ern und 80ern bekannt?

    Es handelt sich hierbei um billige Filmproduktionen, welche aus den zu dutzend gedrehten Sandalen-Schinken entstanden und mit einfachsten Stilmitteln gedreht wurden und sich massenkonform meist dem Splatter, Horror, Krimi wenden.

    Oft sind diese Filme leider durch zu viel "Freizügigkeit" in Verruf gekommen, doch sind manche filmischen Perlen darunter zu finden.

    Bekannte Regisseure sind u. A. Umberto Lenzi, Leogato, Bruno Mattei, etc.
    Selbst des Producer-Dinosauriers Dino de Laurentis Wurzeln liegen in dieser unter Filmliebhabern geschätze Sparte.

    Filme die man kennen lernen sollte/muss:
    Über dem Jenseits
    Das Geheimnis der grünen Stecknadel
    Cannibal Holocaust
    El caso de las dos bellezas
    Das haus an der Friedhofsmauer
    Cannibal Ferox
    120 Tage von Sodom
    und so mancher Bud-Spencer-Film (die alten!!!)


    Ich denke nicht, dass viele von euch, überhaupt schon mal etwas hier von gehört haben, aber man sollte (besonders in einem Forum) für neue Sachen offen sein.
    Mehr Informationen findet man z.B. unter www.buio-omega.de, www.sense-of-view.de, www.cine4.de ...


    Feyd-Rautha
    Egoist, Egozentriker, Egomane, Ich

  • #2
    Na, das ist ja ein schöner Hinweis.
    Aber ich möchte mal widersprechen, dass man jene Filme kennen "muß", bzw. "sollte".
    Zumindest darf man nicht denken, es handele sich bei den Filmen um Filme a la Bud Spencer.

    "Die 120 Tage von Sodom" stammt von Fellini und ich weiß nicht, ob man die einfach mit den Sandalenschinken in Verbindung setzen kann.
    Inwieweit diese Filmproduktion billiger als andere Fellinifilme, z.B. "Roma" gelten kann, weiss ich nicht. Fellinis Faschismusparabel ist allerdings der einzige Film, den ich aus dieser Aufzählung kenne und ich empfehle da schon einen festen Magen.

    Inhalt: Er setzt das Werk des Maquis de Sades, das jener um 1780 (?) in der Bastille geschrieben hat, in ein italienisches Bergdorf des Jahres 1944. Faschistische Würdenträger und oberes Kirchenpersonal lassen sich durch ihre Schergen eine Anzahl Jugendlicher einfangen um sie auf einem Schloss zu ihrem Vergnügen zu mißhandeln.

    Das erschreckende an dem Film ist weniger eine bildliche Darstellung von Brutalität, sondern eher die schonungslose Darstellung psychischer Kaltblütigkeit und Menschenverachtung, um die es bei dem Film geht.
    Der Film stand in der Bundesrepublik kurzzeitig auf dem Index, als die Kinovorführungen unterbrochen wurden. Man einigte sich aber darauf, ihn als Kunst, nicht Pornographie zu bezeichnen und so kam er dann wieder in die Kinos.

    Es ist dennoch davon abzuraten, jetzt völlig unbedarft in eine Videothek zu rennen und sich den Film anzugucken, um sich einen netten Abend zu machen.
    "Cannibal Holocaust" etc. kenne ich nicht, aber ich vermute mal, dass es da ähnlich geartet ist.

    Zudem ist "El caso de las dos bellezas" nicht italienisch, sondern spanisch.

    Ich werde daher den Threadtitel entsprechend ändern.

    gruß, endar
    Republicans hate ducklings!

    Kommentar

    Lädt...
    X