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Der Frühstücksclub / breakfast club

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  • Der Frühstücksclub / breakfast club

    Achtung Zusammenfassung hat mächtige Spoiler:

    Zitat von http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Fr%C3%BChst%C3%BCcksclub
    In einer Highschool treffen an einem Samstag fünf völlig unterschiedliche Schüler zum Nachsitzen aufeinander. Sie wissen wenig voneinander, glauben aber, mit den jeweils anderen wenig bis gar nichts gemeinsam zu haben. Vordergründig wird hier eine Auswahl typischer (klischeehafter) Charaktere zusammengewürfelt: Der Streber Brian, den eine schlechte Note in Werken fast in den Suizid getrieben hat; John, der Rebell aus gewalttätigem Elternhaus; das Sport-Ass Andrew, ein muskelbepackter Highschool-Held; Claire, die „Prinzessin“ aus reichem Haus; und die schwarz gekleidete Außenseiterin Allison. Alle diese Teenager sind Opfer der engstirnigen Erwartungen ihrer Umwelt: Der einerseits für seine Freiheit beneidete, andererseits für seine Rauheit verachtete John ist das tragische Produkt eines primitiven Elternhauses; die bei allen beliebte Claire gesteht ihre Verzweiflung darüber, sich dem Gruppenzwang ihrer Freunde nicht entziehen zu können. Der Streber Brian und der Ringer Andrew leiden beide unter dem Erwartungsdruck ihrer Eltern, die ihre eigenen Lebensziele durch ihre Kinder erreichen wollen, und Allison wiederum leidet darunter, dass ihre Persönlichkeit von ihren Eltern nicht anerkannt wird.

    Diese fünf unterschiedlichen Jugendlichen müssen – beaufsichtigt vom überforderten Lehrer Richard Vernon – an einem Samstagmorgen gemeinsam in der Schulbibliothek nachsitzen und einen Aufsatz darüber schreiben, wer sie sind. Während zu Beginn des Nachsitzens die Unterschiede zwischen den Charakteren sichtbar werden und die fünf ihre Sicht der jeweils anderen deutlich werden lassen, kommen sie sich durch Provokation, Streit und Streiche allmählich näher. Gelockert durch mehrere Joints, reden die fünf Teenager über ihre Probleme, Ängste und Sehnsüchte. Dabei werden sie mit ihren eigenen Vorurteilen und Zwängen konfrontiert und lernen das Gegenüber schätzen. Alle finden sich vereint in ihren Ängsten und ihrer verzweifelten Suche nach Individualität, und unter ihren Selbstgeständnissen finden sie langsam neue Seiten an sich. Während sich zwischen John und Claire sowie Andrew und Allison zarte Bande bilden, verfasst Brian einen gemeinsamen Aufsatz für sie alle.

    Am Ende wird allen bewusst, dass sie viel mehr gemeinsam haben als erwartet. Ob die gegenseitige Empathie den folgenden Montag überdauern wird, scheint jedoch fraglich. Der Film endet mit aus dem Off gelesenen Sätzen aus dem von Brian geschriebenen Aufsatz, an deren Ende von jedem der Schüler betont wird, dass er nicht auf eine Facette reduziert werden kann, sondern dass jeder von ihnen etwas vom anderen in sich hat.
    Ich kanns garnicht glauben, dass es über diesen Film noch keinen Thread gibt, wo es doch einer der Kultfilme der 80er ist. Ich hoffe ich war nicht nur zu dumm du SuFu richtig zu benutzen. Andererseits habe ich den Film heute auch das erste mal gesehen.

    Insgesamt kann ich ihn nur wärmstens empfelen. Die Charaktere und Situationen sind wunderbar geschrieben, wirken natürlich und erzählen damit eine so packende Handlung, dass es trotz der räumlichen Eintönigkeit niemals langweilig wird. Der Film bringt meiner Meinung nach die Sorgen und Nöte von Teenagern sehr gut rüber und ist auch heute noch relevant.

    Allerdings habe ich diesen Thread natürlich nicht nur für Lobpudeleien aufgemacht. Nach einem extrem starken Film haben mich die letzten 5 Minuten doch sehr enttäuscht, was insgesamt ein sehr zerrissenes Gefühl in mir zurück lässt.
    Da wird das nerdige Mädchen auf "heiß" geschminkt und 4 der 5 Insassen, die sich vorher absolut nicht kannten werden (jweils zu zweit natürlich) zu Paaren.
    Außerdem gab es eine ganze Storyline über den Lehrer der Angst hat, dass diese Kinder später mal das Land übernehmen. Diese wird niemals aufgelöst. Dabei wäre es so einfach gewesen. Am Ende, als er das sehr tiefgründige Assey liest, das einer der Schüler geschrieben hat, hätte man nur ein Lächeln in seinem Gesicht zeigen müssen. Damit wäre dieser Faden abgeschlossen gewesen. Aber wir bekommen nichtmal eine Nahaufnahme von ihm, nur eine Totale aus extremer Entfernung.

    Ich denke der Film leidet generell unter zu offenem Ende. Man hat das Gefühl als hätten alle etwas gelernt aber auf einmal kommt das Ende, stellt mit der "heißmachung" des Nerd Mädchens einiges auf den Kopf, scheißt noch schnell Leute zusammen die sich nicht kennen und ist dann vorbei.
    Hätte man das Ende nicht so überladen und wenigstens die eine Storyline des Lehrers abgeschlossen, könnte man wohl glauben, dass etwas der Erkenntnisse hängen bleibt. So wird es aber wohl wirklich so sein, dass "nächsten Montag" wieder alles beim Alten ist, was schon sehr traurig ist. Und vielleicht bin ich einfach zu großer Optimist, oder Realist, oder was auch immer, aber so wie es jett ist halte ich es nicht für realistisch.
    Zuletzt geändert von Slowking; 19.12.2010, 07:51.
    Disclaimer: Meine Post sind meist nicht als Absolute zu vestehen, sondern sollen nur einen weiteren Blickwinkel bieten.
    "Wer hat uns verraten? - Sozialdemokraten!" - Alte Volksweisheit
    "The man who trades freedom for security does not deserve nor will he ever receive either." - Benjamin Franklin
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