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The Tourist

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  • The Tourist

    Filminhalt:

    Frank (Johnny Depp) ist The Tourist, ein Amerikaner auf dem Weg nach Italien, um sich nach einer schmerzhaften Trennung ein wenig abzulenken. Die Ablenkung folgt auf den Fuß, als er im Zug nach Venedig der atemberaubenden Elise (Angelina Jolie) begegnet. Es dauert nicht lange und er ist Hals über Kopf in die schöne Unbekannte verliebt. Was Frank jedoch nicht weiß: Das Ganze war keine zufällige Begegnung, sondern Elise hat sich Frank ganz bewusst ausgesucht, um die Verfolger ihres Ex-Freundes Alexander Pearce in die Irre zu führen. Dieser ist nämlich nicht nur ein Gangster, der in vierzehn Staaten gesucht wird, sondern Alexander ist auch noch im Besitz von gestohlenem Geld, dass jemand wieder haben möchte. Von einen Moment auf den anderen findet sich Frank in The Tourist deshalb in der Situation, nicht nur von einem Agenten (Paul Bettany) gejagt zu werden, sondern auch noch zum Ziel eines Gangsters (Steven Berkoff) geworden zu sein. Die beginnende Romanze zwischen Frank und Elise kippt in The Tourist auf den Schlag um in ein halsbrecherisches Abenteuer.

    The Tourist | Film | moviepilot.de

    Ich war gestern im Kino und habe mir Donnersmarcks ersten Hollywood-Ausflug angesehen. Der Film unterhält prächtig, bietet Situationskomik und viel lokalen Flair. Schauspielerisch ist alles im grünen Bereich. Gibts eigentlich eine Rolle, die Johnny Depp nicht spielen könnte?

    Der Film unterhält jedenfalls gut. Aaaaaaaaber: In den letzten 8 Minuten zerstört er sich durch die vermeintliche Pointe leider selbst. Allerdings nicht so wie bei Jim Phelps und dem Kobra-Team.


    Spoiler
    Dass Frank Tupelo tatsächlich Alexander Pearce ist, ergibt mE herzlich wenig Sinn. Denn wenn Frank die ganze Zeit über ja Pearce war, was sollte dann die ganze Maskerade und die Schauspielerei? Er hat den unsicheren, schüchternen Frank ja auch dann gespielt/verkörpert, wenn niemand in der Nähe war, wie im Hotelzimmer.

    Auch sind dann viel zu viele Zufälle im Spiel. "Geh zu jemanden, der meine Statur hat" hatte er Elise (Jolie) angewiesen. Die Betritt einen Zug, in dem die meisten Menschen logischerweise SITZEN (!!!) und sucht nach jemanden mit Pearce's Statur - und setzt sich natürlich zuuuuuuufällig neben Depp/Frank, der dann zuletzt tatsächlich Pearce sein will.

    Außerdem fragt sich, was die ganze Inszenierung soll. Wenn Pearce/Frank von Anfang an die Kombination zu dem Safe mit dem Geld hatte, warum ist er dann nicht einfach klammheimlich mit seiner perfekten Tarnung nach Venedig gefahren und hat sich das Geld geholt? Keiner hätte ihn aufgehalten.

    Und dann wäre da noch beiläufig: Wie hat er diese perfekte Tarnung eigentlich hingekriegt?

    UND WIESO GIBT ER SIE ÜBERFLÜSSIGERWEISE AUF???

  • #2
    Soweit von jedem Oscar als bester Film entfernt wie der Mond von Venedig. Seine "Hoheit" von Donnersmarck hat am Drehbuch geschrieben und inszeniert, und tatsächlich wirkt der Film insgesamt wie die Verwirklichung eines Traumes, den ein Junge träumt und ein reicher Erwachsener umsetzt. Allerdings einer, der eher Möchtegern als Könner ist: Es gibt Momente, die sind richtig peinlich.

    Ich denke, man darf kritisch sein und muss Henckel von Donnersmarck nicht schonen. In diesem Sinne: Der Film ist gute Unterhaltung, wenn man einen grottigen Film erwartet. Bei mir war das der Fall, die Kritiker waren sich ja praktisch einig, und ich wurde weder vom Film noch von den Kritikern enttäuscht.

    Der Inhalt wurde ja schon zusammengefasst: Im Grunde geht es um eine Verwechslungsgeschichte, in der ein harmloser Tourist (Depp) für einen gesuchten Kriminellen gehalten wird. Das deshalb, weil ihn Elise, die Geliebte des Gesuchten (Jolie), bewusst und zu diesem Zweck angesprochen hat.

    Jolie muss die Filmschönheit geben. Sie wirkt nicht echt. In jedem Moment ist klar, hier wird posiert, in einem arrangierten Setting, mit schmeichelnder Ausleuchtung, aufwendigem Styling... Jolie macht ihren Job, die perfekte Männerprojektionsfläche zu bieten, und verliert dank Donnersmarck alles, was man "Natürlichkeit" nennen könnte. Vielleicht wirkt es auch nur so ernüchternd, weil die Absicht, in jeder Einstellung eine "Traumfrau" zu zeigen, so offensichtlich ist. Diese Frau ist kalt.

    Liegt es vielleicht daran, dass zwischen Depp und Jolie null Chemie herrscht, wie man so sagt? Die beiden geben alles andere als ein Traumpaar ab. Ja, das war auch "geplant" (sie, die Überirdische, er, der leicht trottelige Mathe-Lehrer). Aber der Film will uns weis machen, dass die beiden sich innigst verlieben. Wie alle Elemente der Story nehmen wir die Info zur Kenntnis, bauen sie in die Geschichte ein, die in unserem Kopf entsteht, aber richtig gefühlt wird diese Liebe nie. Sie bleibt - wie der ganze Film - pure Behauptung.

    Depp selbst war nie so unsichtbar. Die Aufgabe, einen farblosen Typen darzustellen, kommt er brav nach. Kritiker stellten fest, dass Depp noch nie so uninteressant gewirkt hat, und sie meinten das sicher nicht als Kompliment. Wieviel wäre drin gewesen, in der Rolle, der Paarung mit Jolie, in der bewusst überdrehten Story? Das Ergebnis ist, trotz der strahlenden Kulisse Venedigs - der Film ist ein Tourismuswerbespot für die Lagunenstadt - blass.

    Als Zuschauer fühle ich mich von dem Film wie ein Idiot oder ein Kind behandelt. Im der Einleitung werden ein und dieselben Informationen immer wieder wiederholt, und schon das erste Mal wirkte unnötig. Spannung kommt da keine auf, alles, was als nächstes passiert, wird einem vorgekaut. Offenbar sollte der Film idiotensicher werden. Ich lasse die Beobachtung mal so stehen und liefere konkrete Beispiele gern nach.

    Was hingegen eher unklar war, war das Genre. Oder besser: Mir wurde nicht klar, was der Film eigentlich wie meint. Zu Beginn wird Angelina Jolie observiert. Diese Observation ist so peinlich offensichtlich, dass es wie eine Parodie auf Agentenfilme wirken könnte. Der Stil ist aber ein anderer. Soll es eine Komödie sein? Dafür zünden zuwenig Pointen. Genres zu vermischen, etwas neues zu schaffen, ist spannend und interessant. Aber hier: Der Film fühlt sich ja eindeutig dem klassischen Hollywood verpflichtet. Und gerade am Anfang holpert es da gewaltig.

    Es holpert auch später. Über weite Strecken wirkt der "The Tourist" wie ein deutscher Fernsehfilm mit Hollywoodstars vor der Kamera. (Neben Jolie und Depp sind auch Timothy Dalton und Paul Bettany zu sehen.)

    Wie die Twists, vor allem die "Schlusspointe", beim Zuschauer ankommen, hängt von der Stimmung des Publikums ab. Eigentlich ist besagte Pointe eine Trickserei, eine Verarschung, die mehr peinlich als empörend ist. Aber wer auf Trash vorbereitet ist, wird, wie ich, nicht enttäuscht sein. Und freut sich vielleicht sogar über den Versuch von Donnersmarcks, originell sein zu wollen.

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    • #3
      @Sinclair

      *Voll und ganz zustimm*
      Der Film endet mit einem Holzhammerschlag. Ansonsten ist der Film recht interessant und bekommt wirklich Lust sich den Film zu Ende anzusehen. Doch die recht unlogische und sehr grobe Auflösung enttäuscht auf ganzer Linie. Schade eigentlich.

      @VerkorksterKirk

      Man sollte nicht so sehr auf Kritiker hören. Ich finde nicht, dass Depp seine Rolle schlecht gespielt hat. Wie bewertet man eigentlich so etwas bei einem so erfahrenen Schauspieler? Mir scheint es eher so zu sein, dass die Aussage der angeblich schlechten Schauspieler immer kommt, wenn man noch paar zusätzlich Zeilen in der Kritik braucht und einige Lacher auf seiner Seite haben möchte. Denn Kritiken an die Schauspielqualitäten sind meistens sarkastisch, gehässisch und metaphorisch geschrieben. Prof. Filmkritiker sollten sich lieber einen richtigen Job suchen.

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      • #4
        Zitat von Kristian Beitrag anzeigen
        @VerkorksterKirk

        Man sollte nicht so sehr auf Kritiker hören. Ich finde nicht, dass Depp seine Rolle schlecht gespielt hat. Wie bewertet man eigentlich so etwas bei einem so erfahrenen Schauspieler? Mir scheint es eher so zu sein, dass die Aussage der angeblich schlechten Schauspieler immer kommt, wenn man noch paar zusätzlich Zeilen in der Kritik braucht und einige Lacher auf seiner Seite haben möchte. Denn Kritiken an die Schauspielqualitäten sind meistens sarkastisch, gehässisch und metaphorisch geschrieben. Prof. Filmkritiker sollten sich lieber einen richtigen Job suchen.
        Klar muss man nicht auf Kritiker hören. Aber du tust ja fast so, als gäbe es kein schlechtes/enttäuschendes Schauspiel oder gar schlechte/durchschnittliche Filme. - Und ich bin vermutlich total durchgeknallt, aber Kritiker setzen sich mit Filmen auseinander, ob sie grade wollen oder nicht, schreiben darüber, ob sie wollen oder nicht, sind nach wie vor wichtiger Teil der Rezeption, ohne die "Film" nicht wäre, was er ist, und auch wenn sie abgehoben, frustriert oder ahnungslos sein sollten, so arbeiten sie noch immer härter für wenig Gehalt (wenn überhaupt) als jene Stars, die du bewunderst, und die allein dafür, dass sie ihr Gesicht zeigen, ein paar Millionen mehr am Konto haben.

        Weder Jolie noch Depp haben toll gespielt (aber auch nicht grottig!), was aber vor allem am Material und der Regie lag, denke ich. Und speziell Depp findet wenig Möglichkeit zu glänzen, so, wie er es sonst tut. Es ist ein bisschen wie der Film selbst: Im besten Fall stört er halt nicht. Ich glaub, von der Paarung Depp-Jolie, den "heißesten" Stars derzeit ihres jeweiligen Geschlechts, hat sich wohl jeder prickelnderes erhofft.

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        • #5
          Das stimmt schon. Depp spielt nunmal am besten einen betrunken bzw. wahnsinnigen Piraten Sein Auftreten in "The Tourist" hat mich ein wenig an "Die neun Pforten" erinnert. Sein Charakter sollte nunmal etwas langweilig wirken.

          Ich habe ja nicht über die kleinen Filmkritiker gesprochen, die für wenig bis gar kein Geld ihre Meinung publizieren. Denen hört sowieso nur selten jemand zu, obwohl sie meiner Meinung nach eher ins Schwarze treffen. Wobei selten bei diesen Kritikern etwas über die schauspielerischen Qualitäten zu lesen ist. Zumindest kann man sich desen selbst überzeugen wenn man sich die vielen Online-Kritiken auf den verschiedenen Kinofilm-Seiten durchliest (hier merkt man auch wer von wem kopiert hat).

          Gemeint habe ich eher die selbsternannten Film-Gurus, die natürlich über allem erhaben sind und auch einen guten Film richtig schön nieder machen können. Wir Menschen sind leider so einfach gestrickt, dass uns solche Meinungen von Außen beeinflussen können. So wird aus einem wirklich schlechtem Film plötzlich ein Blockbuster und umgekehrt, nur weil irgendein (meist gutbezahlter) "Spezialist" sich drüber ausgelassen hat.

          Hans-Ulrich Pönack, der regelmäßig bei Sat1 auftaucht, hat mal auch in einem Interview darüber geredet wie verdorben und korrupt die Branche geworden ist. Der Typ ist mir sympatisch, aber nicht weil er auch die Verdorbenheit der Filmkritiker sieht, sondern weil er bei seinen Kritiken (er ist auch beruflicher Filmkritiker) niemals den Eindruck aufkommen lässt, dass er es hätte besser machen können. Man hört nur selten etwas von ihm über die schauspielerischen Qualitäten, zumindest habe ich das so mitbekommen.

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          • #6
            Zitat von Kristian Beitrag anzeigen
            Ich habe ja nicht über die kleinen Filmkritiker gesprochen, die für wenig bis gar kein Geld ihre Meinung publizieren. Denen hört sowieso nur selten jemand zu, obwohl sie meiner Meinung nach eher ins Schwarze treffen. Wobei selten bei diesen Kritikern etwas über die schauspielerischen Qualitäten zu lesen ist. Zumindest kann man sich desen selbst überzeugen wenn man sich die vielen Online-Kritiken auf den verschiedenen Kinofilm-Seiten durchliest (hier merkt man auch wer von wem kopiert hat).

            Gemeint habe ich eher die selbsternannten Film-Gurus, die natürlich über allem erhaben sind und auch einen guten Film richtig schön nieder machen können. Wir Menschen sind leider so einfach gestrickt, dass uns solche Meinungen von Außen beeinflussen können. So wird aus einem wirklich schlechtem Film plötzlich ein Blockbuster und umgekehrt, nur weil irgendein (meist gutbezahlter) "Spezialist" sich drüber ausgelassen hat.

            Hans-Ulrich Pönack, der regelmäßig bei Sat1 auftaucht, hat mal auch in einem Interview darüber geredet wie verdorben und korrupt die Branche geworden ist. Der Typ ist mir sympatisch, aber nicht weil er auch die Verdorbenheit der Filmkritiker sieht, sondern weil er bei seinen Kritiken (er ist auch beruflicher Filmkritiker) niemals den Eindruck aufkommen lässt, dass er es hätte besser machen können. Man hört nur selten etwas von ihm über die schauspielerischen Qualitäten, zumindest habe ich das so mitbekommen.
            Natürlich gehen Kritiken unter anderem auch auf die schauspielersiche Qualität ein. Ist mir ein Rätsel, wie du anderes beobachten konntest. Für den Kritiker herausragende Leistungen werden ebenso erwähnt wie Fehlbesetzungen oder völlig unglaubwürdiges Spiel. Und warum sollte es auch nicht so sein? Gerade wenn z.B. bestimmte Stars mit der wichtigste Grund für den durchschnittlichen Kinobesucher sind, sich einen bestimmten Film anzutun... Und, hey: Schauspiel ist nun mal eine Kunst, die entsprechend wahrgenommen und bewertet wird.

            Den Einfluss der Kritiker-"Gurus" (welche sind das einer Meinung nach? Ich wüßte jetzt keinen) überschätzt du m. E. gewaltig. Wie oft erleben wir denn, dass sich sämtliche Kritiker (von denen übrigens keiner zu den Großverdienern zählen dürfte) über die mindere Qualität eines Werks einig sind, das Publikum aber dennoch in diesen Blockbuster stürmt? Filmkritiker haben keine Macht, aber sie halten den Filmbetrieb mit am Leben, ob man sie im einzelnen nun mag oder nicht.

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            • #7
              Ich habe mir den Film gerade angeschaut und muß sagen das mir dieser sehr gut gefallen hat.
              Sehr gut fand ich es das man auf übertriebene Actionszenen und Verfolgungsjagden verzichtet hat. Auch das der Film ganz gut ohne große Schießereien, Zweikämpfe und Explosionen ganz gut auskommt, kann ich nur positiv hervorheben. Der Film schafft es trotz fehlen dieser Elemente hervorragend eine spannende Kriminalgeschichte zu erzählen, die mit einigen überraschenden Wendungen nie langweilig wurde. Auch finde ich die Kombination aus etwas Humor, einer Liebesgeschichte und den hervorragenden glamourösen Auftritt von Angelina Jolie sehr gut. Sie überzeugte in ihrer Rolle, aber auch Johnny Depp in der Doppelrolle Frank Tupelo bzw. Alexander Pearce war klasse. Ich kaufte ihn sofort die Touristenrolle ab.
              Alles in allem fand ich den Film klasse, deswegen vergebe ich schwache sechs von sechs Sterne.
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              • #8
                Mir war der Film zu langweilig...

                Angelina Jolie spielt meiner Meinung nach viel zu hölzern und Johnny Depp zu langweilig, so wie man sich Lehrer eben vorstellt (ich darf das, bin selber einer )... es knisterte zwischen den beiden nicht...

                Nachdem ich das Ende schon vorher kannte, war ich eigentlich froh, das es vorbei war...
                "Diese Prozedur wird nicht empfohlen..."

                "... wo nie ein Hund zuvor gewesen ist" *Cpt. Archer*

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                • #9
                  Zitat von Aramis Beitrag anzeigen
                  Angelina Jolie spielt meiner Meinung nach viel zu hölzern und Johnny Depp zu langweilig, so wie man sich Lehrer eben vorstellt (ich darf das, bin selber einer )...
                  Gerade das machte für mich den Film so interessant und spannend, weil man Johnny Depp die Rolle der "langweiligen" Lehrers abkaufte und somit der Film überraschende Wendungen bekam.
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