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    Black Swan

    USA 2010

    Nina Sayers (Natalie Portman) ist professionelle Ballett-Tänzerin und steht in engerer Wahl, die Hauptrolle in einer Neuinszenierung von Schwanensee zu übernehmen. Sowohl sie als auch ihre Konkurrentin Lily (Mila Kunis) verkörpern jeweils eine Hälfte des Schwans perfekt. Doch Nina reicht das nicht. Sie will diese Rolle um jeden Preis - und beginnt langsam aber sicher den Verstand darüber zu verlieren. Oder bildet sie sich das nur ein...?
    Ein extrem gefeiertes Psychodrama, welches Portman sicher einige Pluspunkte für die kommenden Oscars bescheren dürfte. Für den Golden Globe ist sie bereits nominiert worden.
    Weitere Rollen werden gespielt von Vincent Cassel und Winona Ryder.

    Kinostart bei uns ist am 20.Januar.
    Zuletzt geändert von Ductos; 07.01.2011, 23:20.
    To see the world, things dangerous to come to, to see behind walls, to draw closer, to find each other and to feel - that is the purpose of life.
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  • #2
    Ich habe schon jede Menge über den Film in diversen Filmzeitschriften gelesen, er muss ganz gut sein, aber ich werde wohl trotzdem warten bis er auf DVD erscheint.
    Das ich nicht abwertend auf den Film bezogen aber im Kino sehe ich eben am liebsten Sci-Fi und Fatasy Filme, eventuell auch mal einen guten Actionfilm!

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    • #3
      Dann versuch mal ein Kino aufzutreiben, welches ihn führt. Bei uns in der näheren Umgebung gibt es keines außerdem Apollo in Koblenz (was ich eher vermeiden möchte). Danach käme eines in Limburg.

      Und ich würde ihn sehr gerne im Kino sehen...
      "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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      • #4
        Ich haben Black Swan gestern gesehen. Wie von Aronfsky nicht anders zu erwarten, war der Film optisch eine absolute Wucht, aber ich weiß nicht so recht wie ich den Inhalt beurteilen darf. Wir sehen wie Natalie Portman's Nina immer mehr in den Wahnsinn getrieben wird, besessen von ihrem eigenen Streben nach Perfektion und der ständigen Furcht die Hauptrolle wieder zu verlieren. Dabei badet der Film in den Klischees des Genre. Eine Mutter die, selbst am Ballett gescheitert, ihre Hoffnungen nun auf ihre Tochter projiziert. Eine schleimiger Regisseur, der nicht nur am Erfolg des Stückes interessiert ist, sondern auch daran seine Darsteller ins Bett zu kriegen. Eine Konkurrentin, die alles dafür tut, Nina die Rolle abspenstig zu machen.

        Spoiler
        So nimmt Nina zumindest ihre Umwelt war, aber was davon wirklich echt ist, wissen wir nicht genau. Schließlich handelt es sich hier um einen psychisch ziemlich labilen Charakter und wir als Zuschauer nehmen auch nur ausschließlich ihren Blickwinkel ein.
        Die Kamera ist dabei immer extrem nah am Geschehen dran und ständig in Bewegung. Als Zuschauer werden wir (unfreiwillig?) zum Voyeur und verfolgen Nina noch in ihre intimsten Bereiche. Es ist schon beeindruckend wie sehr Natalie Portman hier ihren Körper zur Schau stellt, wie sie versucht ihren inneren schwarzen Schwan zu erwecken, um in der Sprache des Films zu bleiben. Der Film vermittelt in vielen Szenen ein sehr beklemmendes und einengendes Gefühl. So Nina teilt sich Nina eine kleine Wohnung mit ihrer Mutter und ihr Zimmer ist immer noch im Pink eines kleinen Mädchen gehalten, vollgetopft mit Plüschtieren und Kitsch. Da will man nur schnell raus.

        Black Swan hat ein klares Schwarz/Weiß Motiv (zwischen Unschuld und Sünde, zwischen technischer Perfektion und Leidenschaft etc.), an welches wir ständig mit wahnsinnig offensichtlichen Bildern und Dialogen erinnert werden. Warum subtil, wenn es auch mit dem Holzhammer geht, wird sich Aronofsky wohl gedacht haben. Tatsächlich passt das am Ende sogar zu Ninas fortwährenden Fall in immer tieferen Wahnsinn. Ansonsten gibt es tolle Musik zu hören (natürlich von Tschaikowski in den überaus beeindruckenden Ballettszenen), aber eben auch durch Aronofsky Hauskomponisten Clint Mansell im sonstigen Score, in dem Mansell ebenso Motive von Tschaikowski verarbeitet hat.

        Spoiler
        Die Mila Kunis / Natalie Portman Sexszene ist so verstörend wie erotisch, wobei ich bin mir nicht sicher bin, ob Letzteres vom Regisseur so vorgesehen ist.


        Schlussendlich ist Black Swan ein reinrassiger Psychothriller, gewürzt mit Melodram und Horror. Eine grandiose Inszenierung lässt die am Ende doch recht mäßige und insgesamt sehr vorhersehbare Geschichte in den Hintergrund treten.
        Zuletzt geändert von Ford Prefect; 21.01.2011, 22:24.
        Für einen Euro durch die Spree, nächstes Jahr am Wiener See. - Treffen der Generationen 2013
        "Hey, you sass that hoopy Ford Prefect? There's a frood who really knows where his towel is." (Douglas Adams)

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        • #5
          Ich gebe 8 von 10 Punkten, denn der Film ist dicht und spannend. Am Anfang ist die Handkamera etwas gewöhnungsbedürftig, aber das verleiht dem Ganzen Authentitzität. Toll sind die "Ballhaus-Kreise" im Spiegelsaal. Natalie Portman verkörpert die Wandlung der Nina grandios und der Zuschauer wird bis zum Ende im Unklaren gelassen, was Fiktion und was Realität ist. Verstörend sicherlich, aber wer mal tief in sich selbst schaut, wird nicht nur ein schönes Märchenland entdecken. Eine Oscar-Nomi für Portman scheint durchaus gerechtfertigt...
          Heaven is where the police are British, the chefs are Italian, the mechanics German, the lovers French and it all is organized by the Swiss.
          Hell is where the police are German, the chefs are British, the mechanics french and the lovers are Swiss and it all is organized by the Italians.

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          • #6
            Hab den Film mittlerweile auch gesehen. Meine Erwartungen waren ziemlich hoch und wurden im Großen und Ganzen auch getroffen.

            Optisch ist der Film eine Wucht (und Natalie Portman mal wieder heeeeeeiß ), dazu hervorragende Schauspielleistungen (also wenn Portman dafür nicht den Oscar bekommt, wär ich sehr überrascht) und ein ziemlich gemeiner Schluss-Twist (auch wenn er "etwas" an "Fight Club" erinnert).

            Die Handlung selbst ist eine starke Mischung aus Ballet-Drama, Psychothriller und Horror gewürzt mit ziemlich viel (Lesben-)Erotik. Der Fall der Nina wurde sehr erschreckend geschildert.

            Alles in allem sicherlich eines der Highlights des Kinojahres. Gute
            5 Sterne!

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            • #7
              Da überraschend viele aus meinem Bekanntenkreis sich sehr positiv über den Film äußerten, habe ich ihn mir gestern mal ebenfalls im Kino zu Gemüte gefühlt. Eine sehr gute Entscheidung.

              Die drei Posts vor mir fassen Stärken und Schwächen des Films eigentlich sehr gut zusammen. Optik und Akkustik sind der absolute Wahnsinn, die letzten dreißig Minuten inszenatorisch vielleicht das beste, was ich in den letzten Jahren im Kino betrachten durfte. Obwohl recht bald ganz offensichtlich ist, in welche Richtung sich der Film bewegt, war ich am Ende des Films etwas "mitgenommen" und musste mich erstmal wieder in der "realen Welt" einfinden. Zu fesselnd und mitreißend ist die Aufführung des Schwanensees. Große Spannung kommt durch die Geschichte eigentlich nicht auf, dazu ist diese, wie bereits erwähnt, zu vorhersehbar. Doch kann man dem Film dies vorwerfen? Ich denke nein, der Film wurde nicht für die Story kreiert, sondern für die Inszenierung. Aronfsky ist kein Idiot, er wird selbst wissen, dass seine Symbolik

              Spoiler
              und die Parallelen des Films mit der Schwanenseegeschichte
              dem Zuschauer geradezu ins Gesicht springen. Die Schwächen der Geschichte (wenn man sie denn als solche bezeichnen möchte)

              Spoiler
              muss man also Tschaikowski ankreiden und
              werden durch die Inszenierung in den Hintergrund gedrängt. Es gibt einige Suspense-Momente (die ich gelungen fand), sogar wenige Gewaltspitzen, zwar nicht sonderlich brutal, aber unangenehm realistisch. Diese sind ebenso wie die explizite Symbolik sicherlich Geschmackssache, ich fand sie nicht deplatziert.

              Zu den Darstellern sind ja bereits genug lobende Worte gefallen. Dem kann ich mich anschließen. Gerade dieser extreme Einsatz und das von meinen Vorpostern angesprochene Zurschaustellen des Körpers von Portman nötigt tiefsten Respekt ab.

              Verstörend sicherlich, aber wer mal tief in sich selbst schaut, wird nicht nur ein schönes Märchenland entdecken.
              Es mag absurd klingen, aber ich habe nach dem Film durchaus versucht mich und mein Inneres gewissermaßen selbst zu reflektieren. Auch wenn der Film in erster Linie als Unterhaltungsfilm konzipiert ist, wirft er doch interessante Fragen auf, denen man sich als Zuschauer kaum entziehen kann.
              "Aber jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat, darauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er gerade angehört, stolz zu sein. Hieran erholt er sich und ist nun dankbarlich bereit, alle Fehler und Torheiten, die ihr eigen sind, mit Händen und Füßen zu verteidigen." Arthur Schopenhauer

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              • #8
                Zitat von Fellfrosch Beitrag anzeigen
                Optik und Akkustik sind der absolute Wahnsinn, die letzten dreißig Minuten inszenatorisch vielleicht das beste, was ich in den letzten Jahren im Kino betrachten durfte...
                Zu fesselnd und mitreißend ist die Aufführung des Schwanensees. Große Spannung kommt durch die Geschichte eigentlich nicht auf, dazu ist diese, wie bereits erwähnt, zu vorhersehbar. Doch kann man dem Film dies vorwerfen?
                Es gibt einige Suspense-Momente (die ich gelungen fand), sogar wenige Gewaltspitzen, zwar nicht sonderlich brutal, aber unangenehm realistisch. Diese sind ebenso wie die explizite Symbolik sicherlich Geschmackssache, ich fand sie nicht deplatziert.

                Zu den Darstellern sind ja bereits genug lobende Worte gefallen. Dem kann ich mich anschließen. Gerade dieser extreme Einsatz und das von meinen Vorpostern angesprochene Zurschaustellen des Körpers von Portman nötigt tiefsten Respekt ab.
                Habe den Film mittlerweile auch gesehen und ich kann mich voll und ganz der Meinung von Fellfrosch anschließen! (btw: tschuldige, dass ich Deinen Post so zerpflückt habe)

                Mich persönlich hat weniger das Tanzen der Portman beeindruckt, sondern der Seelenstriptease -im wörtlichen wie übertragenen Sinne- den sie zeigt. Die Inszenierung des ganzen Filmes und der Tanzszenen ist in einem Wort grandios und definitiv wert, sich den Film im Kino zu Gemüte zu führen.

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                • #9
                  Ich hab Black Swan jetzt auch am Wochenende gesehen (wohl vor allem, weil ich Natalie Portman recht gut mag...).

                  Und im Grunde entsprechen meine Meinungen denen, die hier schon geäußert wurden. Vordergründig mach der Film keinen Hehl daraus, dass er quasi alle gängigen Klischees (und Wahrheiten?) des Balletts erfüllt. Angefangen vom vordergründig genialen Choreographen, der eigentlich nur seine besten Tänzerinnen ins Bett bekommen will; die Mutter, die für die Tocher die eingene Tanzkarriere aufgegeben hat und jetzt stetig Psychodruck ausübt; die neue im Team, die genau die Qualitäten hat, die Nina nicht hat damit als direkte Konkurrentin auftritt; die alternde Diva, die mit dem Ende der Karriere nicht klarkommt; etc.

                  Allerdings wird der Film immer mehr zum Psychodrama, wobei auch der Zuschauer am Ende es immer schwerer hat, die Realität von Ninas Wahnvorstellungen auseinander zu halten.

                  Hier muss man wirklich sagen, dass der Orscar für Natalie wirklich verdient war. Frau Portman gibt in dem Film wirklich alles und spielt ihre Emotionen immer glaubhaft. Auch in Punkto Körpereinsatz und nackte Haut kriegen Portman-Fans wohl nie wieder so viel von ihr zu sehen (auch wenn es doch größtenteils amerikanisch-züchtig bleibt).

                  Insgesamt kann ich Black Swan den Freunden von Psychothrillern nur weiterempfehlen und vergebe 5/6 Sternen oder 8/10 Punkten.

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                  • #10
                    Zitat von Souvreign Beitrag anzeigen
                    Auch in Punkto Körpereinsatz und nackte Haut kriegen Portman-Fans wohl nie wieder so viel von ihr zu sehen (auch wenn es doch größtenteils amerikanisch-züchtig bleibt).
                    Naja, es gab nichts zu sehen, dass man nicht auch bereits bei "Closer" oder "Goyas Geister" gesehen hätte. Bei "Freundschaft Plus" und "Your Highness" gibt es auch einige freizügigere Momente. Natalie Portman ist eben eine Schauspielerin die mit ihren Reizen nicht geizt.

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                    • #11
                      Nachdem der ORF schon oft FSK16-Filme um 20:15 Uhr uncut gebracht hat, hätte ich nie ein solches Schnittmassaker erwartet: Black Swan - Schnittberichte.com (Detaillierte Fassungs- und Zensurinformationen zu DVD, Blu-ray, Games ...) (gerade die Erotik-Szenen sind in Österreich normal nie ein Problem und bei "Black Swan" nun wirklich nicht so explizit als dass sie über FSK12 rausgingen).

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                      • #12
                        Leider muß ich gestehen das mir der Film nicht gefallen hat und gegen den positiven Trend hier im Thread stimmen. Ich fand die ersten zwei Drittel des Films extrem langweilig, überhaupt nicht spannend und von der Handlung her sehr zäh. Teilweise war ich schon so weit das ich fast eingeschlafen bin. Es passiert nicht wirklich viel und das was passiert war zu sehr durchschaubar.
                        Glücklicherweise spielte aber Natalie Portman ihrer Rolle überzeugend und der Schluß des Films, nämlich ihr großer Bühnenauftritt, wurde sehr gut umgesetzt. Diese beiden Tatsachen retteten den Film für mich ein wenig, deswegen vergebe ich gute zwei von sechs Sterne für den Film.
                        Gewinnerinnen der Wahl zur Miss SciFi-Forum 2007 - 2016
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                        • #13
                          Das Ende fand ich überraschend, weil es überraschend ohne Überraschungen auskam. Lange Zeit ging ich von einem Fight-Club-Abklatsch aus, bei dem sich am Ende herausstellen würde, dass Nina und Lily dieselbe Person sind (Letztere als Idealvorstellung der Ersteren). Doch die Frau war tatsächlich nur "normal"geisteskrank- irgendwie langweilig.

                          Dank Mila Sex Appeal 4 von 6 Sternen. Portman... ne, der Zug ist bei mir spätestens mit Star Wars abgefahren.

                          ****
                          I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                          • #14
                            Zitat von Rommie's Greatest Fan Beitrag anzeigen
                            Leider muß ich gestehen das mir der Film nicht gefallen hat und gegen den positiven Trend hier im Thread stimmen. Ich fand die ersten zwei Drittel des Films extrem langweilig, überhaupt nicht spannend und von der Handlung her sehr zäh. Teilweise war ich schon so weit das ich fast eingeschlafen bin. Es passiert nicht wirklich viel und das was passiert war zu sehr durchschaubar.
                            Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                            Das Ende fand ich überraschend, weil es überraschend ohne Überraschungen auskam. Lange Zeit ging ich von einem Fight-Club-Abklatsch aus, bei dem sich am Ende herausstellen würde, dass Nina und Lily dieselbe Person sind (Letztere als Idealvorstellung der Ersteren). Doch die Frau war tatsächlich nur "normal"geisteskrank- irgendwie langweilig.
                            Ich schließ mich an. Zu langatmig, zu vorhersehbar...

                            N paar "Schock" Momente durch solche Sache wie die Mutter, die neben dem Bett schläft bei der Masturbation und so, aber nix was mir fest im Kopf blieb. Die Idee mal wieder sehr nett aber schlecht umgesetzt. Entweder müsste man das mehr in Richtung Fightclub umsetzen und weniger offensichtlich oder gleich ein Erotic-Thriller irgendwas wo man noch Surealer wird.

                            4 von 10 Punkten
                            You should have known the price of evil -And it hurts to know that you belong here - No one to call, everybody to fear
                            Your tragic fate is looking so clear - It's your fuckin' nightmare

                            Now look at the world and see how the humans bleed, As I sit up here and wonder 'bout how you sold your mind, body and soul
                            >>Hades Kriegsschiff ist gelandet<<

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