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    Frost/Nixon

    USA 2008

    1977: Fast drei Jahre nach der Watergate-Affäre bekommt der britische Talkshowmaster David Frost (Michael Sheen) die Gelegenheit den ehemaligen Präsidenten der USA, Richard Nixon (Frank Langella) zu interviewen. Dieser sieht in der Interviewstrecke seine Möglichkeit sich politisch reinzuwaschen und anfangs sieht es auch so aus, als würde ihm das ohne weiteres gelingen - bis Frost eine unbequeme Wahrheit ans Licht bringt...
    Der Film wirkt in sich wie ein Kammerspiel, aber ein äußerst gelungenes und am meisten fasziniert mich, dass das fast alles tatsächlich so passiert ist.

    Frank Langella ist kongenial als Richard Nixon. Er hat einfach alles drauf: Die Bewegung, seine Art zu sprechen, die Mimik - glänzend! Seine Oscarnominierung damals ging völlig in Ordnung.
    Aber auch die anderen Darsteller zeigen eine sehr glaubwürdige Leistung, besonders natürlich sein Partner Michael Sheen.

    Ich würde aber auf jeden Fall empfehlen, sich diesen Streifen zusammen mit dem Film Nixon mit Anthony Hopkins anzusehen. Dadurch bekommt er eine noch größere Schlagkraft.

    So gebe ich 8 Punkte und 5*.
    Zuletzt geändert von Ductos; 22.07.2011, 00:46.
    To see the world, things dangerous to come to, to see behind walls, to draw closer, to find each other and to feel - that is the purpose of life.
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  • #2
    Ein toller Film. Obwohl es letztlich nur um ein Interview bzw. eine Interview-Reihe geht, ist das ganze sehr flott erzählt.
    Der Film lebt vor allem von den beiden sehr unterschiedlichen Widersachern: Frost der Playboy, der erst im Laufe der Zeit seine Rolle als kritischer Journalist findet, und Nixon der selbstverliebte Ex-Präsident. Frost lässt sich zu Beginn regelrecht einlullen, wenn Nixon Anekdoten aus seinem politischen Leben erzählt, was sicher an der mangelnden Erfahrung (Frost war vorher Komiker und Showmaster) und der schlechten Vorbereitung liegt.
    Das Aufeinandertreffen der beiden ist ungefähr vergleichbar damit, wenn Hape Kerkeling mit Helmut Kohl nach dem Parteispendenskandal ein Interview geführt hätte. Eine sehr ungleiche Paarung also.
    Etwas schade ist, dass offenbar einige gezeigte Ereignisse so niemals stattgefunden haben, z.B. die Szene, in der Nixon Frost in der Nacht besoffen anruft. Auch die unsachlichen Äußerungen von Nixon zu Beginn des Interviews (Schuhe sehen schwul aus) sind frei erfunden. Das wäre nicht unbedingt nötig gewesen.
    Etwas irritiert haben mich auch die Zeitzeugen, die auf die Frost/Nixon-Begegnung zurückblicken. Zu sehen sind hier die bekannten Schauspieler, die man lediglich etwas älter gemacht hat (Kevin Bacon mit grauen Haaren usw.). Warum hat man nicht die Original-Zeitzeugen verwendet?
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