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Capote / Kaltes Blut - Auf den Spuren von Truman Capote

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    Capote

    USA 2005

    1959: Schriftsteller Truman Capote (Philip Seymour Hoffman) schwebt immer noch auf der Erfolgswelle seines letzten Buches Frühstück bei Tiffany, als er in der Zeitung einen Bericht über den Mord an der Farmerfamilie Clutter liest. Zusammen mit seiner Jugendfreundin Harper Lee (Catherine Keener) macht er sich auf nach Kansas, um seine Faszination zu stillen. Seine Einstellung ändert sich erst, als man die beiden Täter tatsächlich festnimmt...

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    Infamous

    USA 2006

    Für Truman Capote (Toby Jones) wird die Recherche zu seinem Buch Kaltblütig zu einem extremen Prozess, als er die Möglichkeit bekommt die beiden Vierfachmörder Perry Smith (Daniel Craig) und Richard Hickock (Lee Pace) zu interviewen. Was zunächst als einfacher Trip begann, wird immer mehr zu einer Zerreißprobe für ihn und seine Freundschaft zu Harper Lee (Sandra Bullock)...

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    Zwei Filme über das selbe Thema. Sogar fast zur selben Zeit produziert.
    Capote lief im Kino, Infamous nur auf DVD.
    Hoffman bekam für seine Darstellung asl Capote den Oscar, Infamous hatte die insgesamt prominentere Besetzung (Isabella Rossellini, Sigourney Weaver, Jeff Daniels u.a.)

    Bis jetzt habe ich nur Capote gesehen. Und Hut ab für Hoffman: Der Oscar war mehr als verdient! Sogar seinen Synchronsprecher Stefan Krause hat man mit dem Deutschen Preis für Synchron ausgezeichnet. Das will etwas heißen.

    Der Film hat eine fast Kammerspiel-artige Atmosphäre mit sehr ruhigem Ton, der dafür umso mehr die Gefühlswelt des Autors einfängt, der eigentlich Luxux und Glamour gewohnt ist, den die Arbeit an seinem Buch aber zu zerreißen droht.

    Ein kleines Problem: Der Hauptdarsteller stiehlt derartig eindrucksvoll die Show, dass der Rest des Casts blass bleibt.

    Stark gespieltes Biopic, das man sich vor allem für Hoffmans Performance ansehen sollte!
    9 Punkte und 6*
    To see the world, things dangerous to come to, to see behind walls, to draw closer, to find each other and to feel - that is the purpose of life.
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  • #2
    Ok, auch Infamous gesehen.

    Es wäre unfair, ihn einen Abklatsch von Capote zu bezeichnen. Dieser Film entwickelt sich in eine völlig andere Richtung: Er spielt ein wenig mit Capotes Eigenarten - auf eine sehr komische Art und Weise. Der Film hat deswegen ordentlich Humor in der ersten Hälfte.

    Auch ein merkwürdiger Zufall: Beide Filme haben in Deutsch den selben Synchronsprecher für Capote: Stefan Krause.

    Wirklich ernst wird es erst, als Capote die beiden Mörder kennen lernt. Anders als der erste Film konzentriert sich Infamous sehr auf die Erforschung von Perry Smith, den Craig sehr glaubhaft verkörpert.
    Interessant ist, dass beide Film mit der selben Szene enden: Smith hat Capote alles vermacht was ihm gehörte und er findet unter seinen Habseligkeiten eine Zeichnung von sich selbst.

    Insgesamt gefällt mir Capote noch einen Tick besser. Aber auch Infamous bekommt 8,5 Punkte und schwache 6*.
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