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    US-Botschaftsmitglieder sollen als Filmteam getarnt aus Teheran hinausgeschmuggelt werden.
    Trailer: Argo | Deutscher Trailer HD - YouTube


    Hab nun den heurigen "Best Picture"-Gewinner bei den Oscars nachgeholt. Eigentlich hat mir der Film sehr gut gefallen. Da ich selbst Jahrgang 85 bin, hab ich von dem Geiseldrama noch gar nichts gewusst. Die Idee mit dem Filmteam ist sehr innovativ und somit war auch der Film alles andere als konventionell (Mischung aus Hollywood-Satire und Politik-Thriller). Ben Afleck durfte hierbei schauspielerisch zeigen, dass er auch vor der Kammera mehr drauf hat als den "Armageddon"- oder "Pearl Harbour"-Schönling zu mimen.

    Vor allem die letzten 30 Minuten auf dem Flughafen waren dann SAUSPANNEND. Ein echter Fingernägelbeißer (auch wenn es in der Realität wohl nicht ganz so knapp war).

    Hat sich der Film den "Best Picture" verdient? IMO auf alle Fälle mehr als letztes Jahr "The Artist" oder vor drei Jahren "The Hurt Locker". Zwar hätten ihn sich heuer "Life of Pi" oder "Les Miserables" IMO mehr verdient, aber "Argo" ist trotzdem ein sehr guter Film, der sich erfreulich vom Hollywood-Einheitsbrei abhebt:

    5 Sterne!

  • #2
    Ich muss sagen, dass die letzten Minuten des Films am Flughafen für mich so gar nicht funktioniert haben. Die Art und Weise wie Affleck hier Spannung aufbaut fand ich nicht sehr effektiv und mit jedem neuen Problem wurde die Geschichte leider immer unglaubwürdiger.

    Spoiler
    Spätestens als die Iraner dann noch auf dem Rollfeld mit einem Jeep das Flugzeug verfolgten, konnte ich nur noch mit dem Kopf schütteln. Ganz so dick hätte man nicht auftragen müssen. Das wir nach dem Happy End für die Geiseln, dann auch noch das Happy End in der (imo überflüssigen) Nebenhandlung um Ben Afflecks Charakter und seine Familiensituation erleben, fand ich auch etwas übertrieben.


    Bis zum Finale hat mich der Film aber wirklich gut unterhalten. Sowohl die Situation der Geiseln als auch die Zusammenarbeit der CIA mit den Filmproduzenten wurden interessant und unterhaltsam dargestellt. Eine schöne Mischung aus Spannung im Iran und Quasi Komödie in den Staaten. Ebenso fand ich es schön so viele typische TV-Darsteller wie Kyle Chandler, Tate Donovan, Bryan Cranston oder Victor Garber im Film zu sehen. Bitte mehr davon.
    Für einen Euro durch die Spree, nächstes Jahr am Wiener See. - Treffen der Generationen 2013
    "Hey, you sass that hoopy Ford Prefect? There's a frood who really knows where his towel is." (Douglas Adams)

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    • #3
      Ich hätte auch nicht gedacht, dass Argo letztendlich auch bei den Oscars die Hauptkategorie gewinnt. Irgendwie war der Film zwar gut gemacht, unterhaltsam und spannend, aber auch irgendwie nicht wirklich besonderes. "The Artist" war im letzten Jahr wenigstens eine beeindruckende Rekonstruktion eines Stummfilms, bei dem die Macher einfach mal anders denken mussten und dabei ist ein wundervoller Film herausgekommen.

      Argo war halt so ein typischer Thriller und ich gebe Ford Perfekt recht, dass er am Ende vielleicht etwas dick aufgetragen hat und sich zu sehr als typischen Ende eines x-beliebigen Hollywoodfilms präsentierte. Wahrscheinlich hat er deshalb aber auch gewonnen, weil er wohl dadurch eher einen breiten Geschmack bei den Stimmberechtigten getroffen hat und wahrscheinlich immer irgendwo Punkte mitbekommen hat. Von den nominierten Filmen ist mir jetzt aber auch wirklich keiner aufgefallen, der wirklich heraus gestochen hat oder der mich wirklich aus den Socken gehauen hat. Ich habe aber weder Zero Dark Thirty, Liebe oder Beasts of the Southern Wild gesehen.

      Letztendlich fand ich es auch in Ordnung, dass Ben Afleck nicht auch für die Regie nominiert war und der Oscar an Ang Lee ging, der wirklich einen tollen Film abgeliefert hat.
      "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
      Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

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      • #4
        Kann mich den Kritiken hier nur anschließen. Schöner Film, der im Schlussakt aber etwas zu dick aufträgt und sämtliche Hollywood-Klischees in punkto Spannungsaufbau bedient. Aber vielleicht war das auch ganz bewusst so gemacht, wenn man den Plot des Filmes bedenkt.

        Was mir besonders gefallen hat war die gehörige Menge an Selbstironie in den Hollywood-szenen.
        "You can teach a Rhesus monkey to be a director." (gesagt zu Ben Affleck, dem Regisseur des Filmes).

        Von den zwei Oscar-nominierten CIA-Thrillern ist Argo für mich der bessere, auch wenn Zero Dark Thirty sicherlich authentischer gewesen sein dürfte.

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        • #5
          Ich stimme den meisten hier im Thread zu. War ein grundsolider Thriller mit einigen witzigen Momenten, der mal wieder bewiesen hat dass es keine Schusswechsel braucht um Spannung zu erzeugen. Preisverdächtig war das jetzt nicht unbedingt, aber sicherlich sehenswert.

          Das die Iraner noch so nah an das Flugzeug heran gekommen sind fand ich allerdings auch unrealistisch. Selbst wenn man davon ausgeht dass das Flugzeug den kürzesten Weg zur Grenze genommen hat, was kaum Sinn macht da es ein normaler Linienflug war, wäre noch genug Zeit gewesen das Flugzeug abzufangen. Von Teheran aus wären das immerhin noch über 100 Km. Der Tower hätte dem Piloten befehlen können umzukehren und ich denke selbst für eine Verfolgung durch Abfangjäger wäre noch Zeit gewesen.
          Die Szene passte einfach nicht zum realistischen Anstrich des restlichen Films.

          Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
          Von den nominierten Filmen ist mir jetzt aber auch wirklich keiner aufgefallen, der wirklich heraus gestochen hat oder der mich wirklich aus den Socken gehauen hat. Ich habe aber weder Zero Dark Thirty, Liebe oder Beasts of the Southern Wild gesehen.
          Aus den Socken hauen einen doch die wenigsten Oscar nominierten Filme. Jedenfalls ging es mir bisher immer so. Gegönnt hätte ich es allerdings Silver Linings Playbook.
          "The human eye is a wonderful device. With a little effort, it can fail to see even the most glaring injustice." - Quellcrist Falconer

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          • #6
            Ein guter Film ist es schon geworden und dieser ist es Wert allein schon wegen der ungewöhnlichen Story angeguckt zu werden.
            Den Oscar für den besten Film des Jahres hätte aber auch ruhig an einen anderen Film gehen können.
            Die Geschichte war schon so verrückt, dass es schon typisch Hollywood ist und nur drauf gewartet hat um verfilmt zu werden.
            Dass das ganze noch auf einer wahren Story basiert ist schon crazy.
            Gut gefallen hat mir der Abspann, wo die Bilder der reellen Leute gezeigt wurde. So etwas sollte in einem Film, welcher nach einer Wahren Geschichte gedreht worden ist, immer gezeigt werden, verleiht dem Film mehr Glaubwürdigkeit.
            Gegen Ende am Flughafen ist das ganz aber doch etwas zu Hollywood-mäsig geworden.
            Ben Affleck als Regisseur (und auch als Hauptdarsteller) hat hier gute Arbeit geleistet und wir werden sicherlich noch viel von ihm hören.

            4*
            Zuletzt geändert von human8; 31.03.2013, 09:42.

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            • #7
              Merkwürdiger Film. Ich kann kaum glaube, dass vieles genau so oder zumindest ähnlich gelaufen sein soll. Eigentlich lächerlich, wie das versucht das Film-Team echt erscheinen zu lassen. Das fährt man mal mit ein paar Leuten auf den Marktplatz, macht ein paar Bilder und haut wieder ab...

              Insgesamt wohl einfach nicht so mein Genre.

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              • #8
                Habe den Film gerade gesehen, ja war wirklich spannend, hat mir gefallen. Schon verrückt auf welche Ideen da die Agenten kommen müssen, um ihre Missionen ausführen zu können. Fand es gut, dass die Szenen in Teheran wirklich ernst und bedrohlich waren, während man bei den Szenen in Hollywood auf Spaß und Ironie setzte.
                Kann mich nur anschließen, dass der Schluss dann viel zu aufgesetzt wirkte, ich frage mich warum der Iran das Flugzeug entkommen hat lassen, immerhin hätten sie es noch abfangen können. Aber das ist eben Hollywoodlike.
                Im Anschluss an den Film kam ja noch eine Reportage mit Tony Mendez (der CIA-Agent, dessen Rolle Ben Affleck übernahm), er erzählte wie die Aktion in Wirklichkeit abgelaufen ist. Da wars bei Weitem nicht so knapp, sondern alles ist reibungslos verlaufen. Nur am Ende wurde es noch brenzlig, da der Flug wegen technischer Probleme um 1 Stunde verschoben wurde. Und einer der "Filmcrew" hätte fast die Tarnung auffliegen lassen, als er so getan hat, als würde er in der Zeitung lesen, wobei er nicht bemerkte, dass diese Zeitung in Farsi geschrieben war.
                Völker hört die Signale, auf zum letzten Gefecht,
                die Internationale erkämpft das Menschenrecht


                das geht aber auch so

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                • #9
                  Der Film hat mir sehr gut gefallen.
                  Beginnt fast als Doku und wird dann zum spannenden Polit-Thriller.
                  Zwischendurch wird Hollywood etwas veräppelt, was dem Film zum Glück aber nicht weiter schadet.

                  Der Schluss ist dann megaspannend.

                  Sehr gut sind auch die Leistungen der Schauspieler,
                  wobei besonders John Goodman und Alan Arkin in ihren Nebenrollen glänzen.

                  Fazit: Absolut sehenswert.

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                  • #10
                    Mir hat dieser Film in seiner Gesamtheit sehr gefallen und ich empfand den Film auch durchgehend als sehr spannend.
                    Ich konnte mich jedenfalls während des Schauens nicht von meiner Sitzgelegenheit lösen, noch nicht einmal um mir etwas aus der Küche zu holen.

                    Das Setting des Films war in Bezug auf die 80er gut gewählt und die Bilder bzw. die Kleidung der Protagonisten hat mich problemlos in die alte Zeit zurückversetzt.
                    Da ich von diesem Vorfall mal grob etwas im Englischunterricht mitbekommen hatte, war ich sehr gespannt wie die Leute gerettet werden konnten.

                    Für mich ist nachvollziehbar, weshalb der Film mit einem Oscar belohnt wurde.

                    Ret'urcye mhi

                    Iker Tao-Anu
                    Jor-El:
                    "
                    What if a child dreamed of becoming something other than what society had intended for him or her?
                    What if a child aspired to something greater
                    ?"

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