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Captain Phillips

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  • Captain Phillips

    Vor kurzem ist "Captain Phillips" bei uns angelaufen. Der Film erzählt in ruhig gefilmten, beinahe schon dokumentarisch anmutenden Bildern die Geschichte eines Piratenüberfalls und der darauffolgenden Geiselnahme.

    Er beruht auf wahren Begebenheiten:

    Maersk Alabama ? Wikipedia

    Die Schauspieler sind grandios. Tom Hanks liefert vielleicht seine beste Leistung seit "Cast Away" ab. Doch auch die Nebenfiguren können sich sehen lassen. Besonderes Augenmerk gilt hierbei dem Anführer der Piraten, Muse, der von Barkhad Abdi gespielt wird. Auf eine einfache Schwarz-Weiß-Zeichnung der Parteien wird verzichtet und man erfährt so ganz nebenbei etwas über einige Ursachen der Piraterie und deren Organisation.


    Fazit: sehr gelungenes Drama mit zwei starken Hauptfiguren. Ich saß angespannt im Sessel. "Captain Phillips" ist absolut sehenswert. Einziges Manko ist die etwas glorifizierte Darstellung der US-SEALs, aber das sei dem Regisseur gegönnt.
    "All dies könnte bloß eine aufwändige Simulation sein,
    die in einem kleinen Gerät auf jemandes Tisch läuft."
    (Jean-Luc Picard über das Wesen der Wirklichkeit)

  • #2
    Selten so einen Unsinn gesehen und laut Wikipedia scheint der größte Schwachsinn zumindest annähernd so passiert zu sein.
    Was war das Ziel der Piraten? Auf einem Containerschiff 10 Millionen Bargeld zu finden? Wollten sie das Schiff heim fahren?
    Warum verfolgen sie das Schiff überhaupt direkt im Wellenbereich, statt parallel im ruhigen Wasser erst auf zu holen und dann den Weg ab zu schneiden?
    Die Piraten verhalten sich auch durchgehend wie primitive Buschmänner. Kauen irgendwelche Blätter, schreien sich kontinuierlich an und flippen aus, kein Plan, keine Organisation.
    Warum wollen sie die Crew suchen in einem riesigen Schiff?
    Warum gibt es auf dem Schiff nicht einen gescheiten Raum, den man halbwegs abriegeln kann?

    Im zweiten Teil des Films geht es um die nicht enden wollende fahrt in dem lächerlichen Rettungsboot. Ein guter Schwimmer hätte wohl besser Chancen gehabt an Land zu kommen. Wieder permanentes Ausrasten der Farbigen.
    Irgendwann schafft es dann Phillips ins Wasser, doch die Navi scheint zu schlafen. Packt es nicht rechtzeitig ein Boot ran zu schaffen oder die Feinde aus zu schalten.

    Am Ende soll dann der Zugriff mit Scharfschützen erfolgen und statt das Boot ruhig zu halten, lässt man Hubschrauber kreisen und andere Schiffe Wellenbewegungen auslösen.

    Fürchterlich anstrengender Film mit vielen Längen, mMn ganz großen Unlogiken und die dargestellten Emotionen, vor allem von Phillips am Ende, wirken auf mich nicht.

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    • #3
      Die vor Somalia gekaperten Schiffe wurden (inzwischen ist die Piraterie da praktisch abgestellt) idR irgendwo in Somalia geparkt und die Crew als Geiseln gehalten. Anschließend hat man von der Reederei Lösegeld für Schiff und Besatzung verlangt. Inzwischen haben viele Frachter Panikräume, die oftmals auch versteckt sind, sodass die Crew dort Schutz suchen kann, bis Hilfe eintrifft und der Frachter gestürmt werden kann, aber das muss eben erst installiert werden und kostet Zeit/Geld.

      Den Film habe ich leider noch nicht gesehen, aber meinst du mit "Weg abschneiden" die Piraten in ihren Nussschalen? Denn wenn so ein Ding direkt vor einem Frachter auftaucht, heißt die Devise volle Kraft voraus!
      Zuletzt geändert von Machina Antarctica; 23.01.2014, 08:23.
      if in doubt, throw the first punch

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      • #4
        Zitat von Machina Antarctica Beitrag anzeigen
        Den Film habe ich leider noch nicht gesehen, aber meinst du mit "Weg abschneiden" die Piraten in ihren Nussschalen? Denn wenn so ein Ding direkt vor einem Frachter auftaucht, heißt die Devise volle Kraft voraus!
        Ganz einfach, wenn ich schneller und wendiger bin muss ich mich doch nicht direkt hinter das Ziel hängen, um im aufgewühlten Wasser ständig umgeworfen zu werden. Ich fahre einfach 50, 100 oder 200m parallel zum Frachter, hole auf und nähere mich erst später, um in Enterreichweite zu gelangen.

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        • #5
          Also der Film ist schon ziemlich gut geworden, aber Hollywood hat wie so oft ein paar kleine Veränderungen vornehmen müssen. In der Wirklichkeit war Captain Phillips nicht so ein aufopfernder Held und hat sogar auf die Warnungen nicht reagiert und eine vorgeschlagene Kursänderung abgelehnt.
          Captain Phillips True Story vs Movie - Real Captain Richard Phillips

          Tom Hanks hat mal wieder sehr gut gespielt und die somalischen Piraten wurden super gecastet und wirkten sehr authentisch in ihren Rollen. So ein Hollywood Schönling hätte die Rolle einfach nicht überzeugend spielen können. Im letzten Viertel ist der Film aber etwas zu lang geraten.
          Bin auch erstaunt, wie schutzlos solche Schiffe gegen Piraten sind. Zwei bewaffnende Wachen sollten zu jedem grösserem Schiff gehören.

          4,5/6*

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          • #6
            Habe mal gehört, dass es tatsächlich Sicherheitsfirmen gibt, die Wachmänner für Containerschiffe zur Verfügung stellen.

            Ich persönlich fand den Film gut und unterhaltsam, soweit ich weiß war der auch für nen Oscar nominiert. Das konnte ich aber nicht ganz nachvollziehen, da es für mich mehr ein typischer Hollywood-Film war als irgendein Meisterwerk. Tom Hanks als Captain eines Schiffes hat gut gepasst, war aber im Vergleich zu anderen Rollen von Tom Hanks nicht so anspruchsvoll. Die Piraten fand ich auch gut, vor allem dem der das Kommando hatte hat man die Rolle total abgekauft.

            Das der Film "Unsinn" ist glaube ich nicht, Piraterie ist in diesen Gewässern doch tatsächlich ein Problem, oder zumindest mal ein Problem gewesen. Die Piraten werden sich schon was überlegt haben, was die mit den Containerschiffen machen können, wenn die die ein Mal gekapert haben.

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            • #7
              Nachdem ich ihn im Kino verpasst hatte, konnte ich den Film jetzt im TV sehen und ich fand ihn sehr spannend gemacht.
              Vor allem die Szenen in Somalia, beim `Zusammensuchen´ der Piratencrew und die Hintergründe dazu waren schon interessant. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt.
              „Ich habe einfach auf die stärkste Kraft im Universum vertraut, Laura. Liebe.“

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              • #8
                Ein saustarker Film. Saß die meiste Zeit fingernägelkauend vor dem Fernseher. Einfach nur wuchtig (und in der zweiten Hälfte sehr klaustrophobisch im Rettungsschiff) insziniert. Das Ende ist schließlich kein Happy End sondern hammerhart. Tom Hanks' Reaktionen auf seine Rettung wären IMO ne Oscarnominierung wert gewesen.

                Der "Schurke" hat ja zu Recht eine bekommen. Schade, dass der Film nicht darauf eingegangen ist, dass er angeblich erst 15 Jahre alt ist (dabei hielt er sich sonst ziemlich genan an die Historie - Phillips eigenmächtiges Handeln so nahe an Somalia zu schippern hätte man auch noch zeigen können/müssen). Allgemein hätte etwas mehr Profil den Entführern gutgetan, so dass deran Tod am Ende die Zuseher noch mehr mitnimmt. Die eine Szene zu Beginn war hier recht wenig.

                Aber das ist echt Motzen auf SEHR hohem Niveau. Wie gesagt, der FIlm ist sauspannend, etwas kritsich, top gespielt und einfach nur zu Empfehlen:

                5,5 Sterne!

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