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Noah (2014)

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  • Noah (2014)

    Groß angekündigt war die Bibel-Verfilmung vom Regisseur von "Black Swan" und "The Wrestler" mit Russel Crowe in der Titelrolle. Und auch sonst ist der Streifen mit Emma Watson, Jennifer Conelly und Anthony Hopkins hochkräftig besetzt. Die ersten Trailer sahen vielversprechend aus und somit habe ich mich auf den Film echt gefreut.

    Leider las ich bald, dass der Streifen bei allen Testvorführungen ausnahmslos durchgefallen ist, was meine Vorfreude doch etwas trübte. Trotzdem hab ich ihn mir nun angsehen und muss mich leider den negativen Kritiken anschließen. Emma Watson ist zwar süß wie eh und je und es gibt ein paar gute Effekte, aber das ist schon alles, was ich Positives über den Film sagen kann (sogar Russel Crowe überzeugt mich als harter Noah nicht ganz).

    So sahen viele Tiere dann doch sehr nach CGI aus. Vor allem die Taube mit dem Ast zum Schluss. Auch sonst hielt man sich kaum an die Bibel, was mich nicht weiter stören würde, wenn das Ganze nicht so Trashig serviert wäre. Die transformersartigen Steinriesen könnten glatt aus einer Asylum-Produktion stammen und wirken einfach wie ein totaler Fremdkörper. Auch der Schurke ist einfach nur pöhse ohne größere Motivation. Und warum Noah Emma Watsons Kind, wenn es eine Tochter ist, unbedingt töten muss ... naja.

    Alles in allem ein fader, trashiger Streifen ohne viele Pluspunkte. Zwar bleibt der TV-Zweiteiler mit Jon Voight die grausigere Noah-Verfilmung (Noah ersetzt Lot in Soddom, Piraten (!) nach dem Untergang der Welt), aber wirklich gelungen ist der auch nicht. Knapp an der Mindestpunktezahl vorbei

    2 Sterne!

  • #2
    Ich muss mich Deiner Kritik leider anschließen. Der Trailer war wirklich gut gemacht und da hatte ich schon mehr erwartet. Der einzige Lichtblick war Emma Watson, aber diese Steinriesen waren wirklich völlig fehl am Platze.

    In einer TV-Zeitschrift hieß es, NOAH sei ein atmosphärischer Bibelmonumentalfilm. Also, wirklich "Atmosphäre" vermittelteten die Steinriesen nicht. Auch Noah vermochte mich nicht zu überzeugen und er war immerhin der Hauptcharakter. Und unter einen Bibelmonumentalfilm stelle ich mir was anderes vor.

    Offengestanden weiß ich überhaupt gar nicht, was der Film sein will:
    • Bibelfilm? - Das war wohl nichst.
    • Mythologischer Fantasyfilm: Nichts Halbes und nichts Ganzes.
    • Familiendrama: Arg konstruiert und völlig überzeichnet.
    Die Special Effects waren gut und die Besetzung war hochkarätig. Leider haben diese Pluspunkte den Film nicht mehr rausgeriessen. Ich schwanke zwischen ein und zwei Punkten. Okay, gebe ich im mit Wohlwollen 2 Punkte - wegen Emma Watson.

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    • #3
      Ich hatte den Film auch auf meiner Kinoliste, werde diesen aber sicherlich nicht im Kino anschauen gehen. Einerseits ist mir der 3D Aufschlag viel zu teuer und andererseits sind die Kritiken einfach nur schlecht. Da warte ich lieber bis es den Film mal umsonst zu sehen gibt.
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      • #4
        Ich habe den Film nun auch gesehen und muß sagen das ich froh bin das ich mir diesen nicht im Kino angeschaut habe. Einerseits konnte mich die Hauptfigur, nämlich Russell Crowe als Noah, nicht wirklich überzeugen und andererseits fand ich es schade das Anthony Hopkins nur so wenige und kurze Auftritte hatten. Gut hingegen hat mir Emma Watson als Ila gefallen. Weiters fand ich die Steinwesen schon ein wenig unpassend in diesen Film und auch die Spezialeffekte waren nicht gerade die besten. Die Story war leider auch nicht gerade klasse und erinnerte eher mehr an ein Familiendrama. Alles in allem fand ich den Film nur mäßig gut und leider ein klein wenig zäh, deswegen vergebe ich auch nur zwei von sechs Sterne für diesen.
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        • #5
          Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
          Und warum Noah Emma Watsons Kind, wenn es eine Tochter ist, unbedingt töten muss ... naja.
          Das ist angesichts der Tatsache, dass man nie erwägt sie selbst zu töten natürlich Schwachsinn.

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          • #6
            Ich fand Noah richtig gut. Ganz anders als erwartet und mit einigen wirklich stark inszenierten Metaphern, unerwarteten Fantasy-Elementen, sehr gute Optik und Atmosphäre. Die Schauspieler machen ihre Sache sehr gut. Nach den Trailern und den negativen Reaktionen hätte ich erwartet, dass Noah ein richtiger Stinker wird, aber das war ein richtig guter Film. Aronofsky macht jedenfalls etwas abgefahrenes aus der Vorlage, was ich so nicht erwartet hatte.
            "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
            Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

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            • #7
              Ich fand das ganze Getue um den Mord an dem Neugeborenen albern. Wenn man die Menschheit echt aussterben lassen will, kann man doch auch die Männer kastrieren, da muss man kein Kind für ermorden. Wie oben schon erwähnt macht es auch gar keinen Sinn abzuwarten bis das Kind da ist der Zwang, der die Tötung einer Tochter zu gebieten scheint, gebietet es ohne jeden Grund nicht die Mutter zu töten. Was soll das?

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              • #8
                Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                Ich fand das ganze Getue um den Mord an dem Neugeborenen albern. Wenn man die Menschheit echt aussterben lassen will, kann man doch auch die Männer kastrieren, da muss man kein Kind für ermorden. Wie oben schon erwähnt macht es auch gar keinen Sinn abzuwarten bis das Kind da ist der Zwang, der die Tötung einer Tochter zu gebieten scheint, gebietet es ohne jeden Grund nicht die Mutter zu töten. Was soll das?
                Zumal dieser Unsinn mit der biblischen Vorlage genau so viel zu tun hat wie die im Film auftretenden Steingolems.
                In ganz entscheidenden und zentralen Punkten wird hier von ein paar respektlosen Schwachköpfen des schnellen Geldes wegen eine zentrale Aussage der biblischen Geschichte um die Sündflut völlig umgekehrt, bis am Ende die Aussage steht: "Gott treibt einen Mann der errettet wurde weil er ein Gerechter war (!!!!) zum Kindermord an seiner eigenen Nachkommenschaft an."

                Entweder man verfilmt biblischen Stoff aus einer religiösen Grundhaltung heraus und holt sich Pastoren und Rabbiner verschiedener Strömungen als Berater dazu um am Ende etwas authentisches abzuliefern, wie das bis in die 1960er Jahre hinein üblich war.
                Oder man lässt die Finger davon.
                Und das gilt aus meiner Sicht entsprechend für jeden Stoff der einer Weltreligion heilig ist.

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                • #9
                  Zitat von C.Baer Beitrag anzeigen
                  Oder man lässt die Finger davon.
                  Und das gilt aus meiner Sicht entsprechend für jeden Stoff der einer Weltreligion heilig ist.
                  Warum? Warum sich an eine schlechte Vorlage halten?

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                  • #10
                    Zitat von Dannyboy Beitrag anzeigen
                    Warum? Warum sich an eine schlechte Vorlage halten?
                    Weil seichte Unterhaltung und ein bisschen Geld scheffeln mit Bumm-Bumm auf der Leinwand, verglichen mit dem eigentlichen Inhalt und der Bedeutung dieses Stoffs für die Weltreligionen völlig bedeutungslos sind.
                    Das ist eine Frage des Respekts - auch für Atheisten.

                    Diese Geschichte ist das geistige Eigentum des jüdischen Volkes und in zweiter Linie auch der Christen.
                    Es gibt genug andere Vorlagen bei denen man sich bedienen kann.
                    Man muss nicht das nehmen was Milionen Menschen heilig ist um es in irgendeinen drittklassigen Fantasyquark umzumodeln der beweist, dass man die zentralen Aussagen der Vorlage weder begriffen hat noch begreifen will.

                    Diejenigen Atheisten die glauben sie müssten sich bei jeder Gelegenheit betont respektlos gegenüber den religiösen Traditionen anderer Menschen geben, sind genau so primitiv wie Islamisten die Atheisten nicht Atheisten sein lassen können - wenn auch weniger gefährlich; das muss man ihnen zu Gute halten.

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                    • #11
                      Zitat von C.Baer Beitrag anzeigen
                      Zumal dieser Unsinn mit der biblischen Vorlage genau so viel zu tun hat wie die im Film auftretenden Steingolems.
                      Das sind keine Golems, sondern Engel.

                      In ganz entscheidenden und zentralen Punkten wird hier von ein paar respektlosen Schwachköpfen des schnellen Geldes wegen eine zentrale Aussage der biblischen Geschichte um die Sündflut völlig umgekehrt, bis am Ende die Aussage steht: "Gott treibt einen Mann der errettet wurde weil er ein Gerechter war (!!!!) zum Kindermord an seiner eigenen Nachkommenschaft an."
                      Nein. Das ist nicht die Aussage des Filmes. Deshalb versteh ich auch die Diskussion weiter oben nicht - es war von vorneherein klar, dass Noah es nicht schaffen würde, seine (Adoptiv-)Tochter zu töten, ebensowenig wie er es nicht schaffen konnte, seine Enkel zu töten. Natürlich ist er ein Fanatiker. Natürlich legt er seinen Glauben etwas zu strikt aus (wie etwa Abraham), wird hier aber nicht von einem Engel aufgehalten, sondern von dem Guten in sich selbst. Der Mensch (und was er ist) ist in dieser Vorlage viel wichtiger als im Vorbild.
                      Auch hat das nichts mit schnellem Geld zu tun. Fans des schnellen Geldes machen Transformer Filme. Noah hatte hingegen viele sehr interessante Gedanken aufgegriffen, zum Beispiel zeigt es nicht die biblischen Ereignisse, sondern eine postapokalyptische Welt. Meines Erachtens ist die Art und Weise, wie dort alles dargestellt wird, eine Interpretation, wie tatsächliche Ereignisse (Apokalypse und Wiederaufbau der Menschheit) aus den Augen der Nachkommen erblickt wird. Man sieht nicht, wie die Sachen Noah passiert sind, sondern welchen Einfluss es hatte.

                      Entweder man verfilmt biblischen Stoff aus einer religiösen Grundhaltung heraus und holt sich Pastoren und Rabbiner verschiedener Strömungen als Berater dazu um am Ende etwas authentisches abzuliefern, wie das bis in die 1960er Jahre hinein üblich war.
                      Oder man lässt die Finger davon.
                      Und das gilt aus meiner Sicht entsprechend für jeden Stoff der einer Weltreligion heilig ist.
                      Warum denn nur Weltreligionen? Sind Religionen eher schützenswert, wenn viele Leute ihr anhängen? Ist also für eine Religion wichtig, wie viele Anhänger sie hat?
                      Ich bin ja auch kein großer Fan davon, wenn eine literarische Vorlage komplett zweitklassig verfilmt wird (wie etwa bei Eragon, wo zwar auch die Vorlage nicht toll ist, aber die Verfilmung noch viel schlechter), aber Noah ist definitiv ein starker Film. Dass er nicht die selben Aussagen hat, wie die Vorlage, ist eher verzeihlich, es ist eher wichtig, welche Aussagen in der Interpretation gemacht werden. Und die finde ich in Noah ziemlich gelungen.
                      "But who prays for Satan? Who in eighteen centuries, has had the common humanity to pray for the one sinner that needed it most, our one fellow and brother who most needed a friend yet had not a single one, the one sinner among us all who had the highest and clearest right to every Christian's daily and nightly prayers, for the plain and unassailable reason that his was the first and greatest need, he being among sinners the supremest?" - Mark Twain

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                      • #12
                        Zitat von C.Baer Beitrag anzeigen
                        In ganz entscheidenden und zentralen Punkten wird hier von ein paar respektlosen Schwachköpfen des schnellen Geldes wegen eine zentrale Aussage der biblischen Geschichte um die Sündflut völlig umgekehrt, bis am Ende die Aussage steht: "Gott treibt einen Mann der errettet wurde weil er ein Gerechter war (!!!!) zum Kindermord an seiner eigenen Nachkommenschaft an."
                        Und das ist nicht die Gottes Art. Kindermord begeht er viel zu gerne selbst, auch wenn er dafür erst Pharaos Herz böse machen musste. Am Ende will er Kinderblut sehen.
                        Du hast Recht, den Spaß würde er Noah nicht überlassen.

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                        • #13
                          @ Amaranth:

                          Natürlich legt er seinen Glauben etwas zu strikt aus (wie etwa Abraham), wird hier aber nicht von einem Engel aufgehalten, sondern von dem Guten in sich selbst.
                          Abraham hat seinen Glauben nicht "etwas zu strikt ausgelegt".
                          Gott hat von ihm in der Erzählung verlangt Isaak zu opfern, weil er Abrahams Gottvertrauen und seine Bereitschaft ihm alles andere unterzuordnen auf die Probe stellen wollte.
                          Abraham besteht diese Probe und Gottes Bote schreitet ein, weil Gott selbstverständlich nicht wirklich ein Menschenopfer wünscht.

                          Noah und Abraham sind ohnehin sehr verschiedene Figuren.
                          Noah ist ein Gerechter in einer ungerechten Zeit, ein Nonkonformist, der sich gegen die verkommenen Normen der ihn umgebenden Gesellschaft stellt und das lebt was jeder von uns zu jeder Zeit leben sollte.
                          Vielleicht ein bisschen wie ein Oskar Schindler aus Schindlers Liste.
                          Dabei ist Noah nicht fehlerlos - nach der Flut betrinkt er sich bis zur Besinnungslosigkeit und man kann die Stellen so lesen, dass es zu sexuellem Kontakt mit seinem Sohn Sem kommt.
                          Ein Bild dafür, dass die Menschheit nach der Flut in manchen Belangen die Menschheit vor der Flut ist oder zumindest das Potential hat wieder so zu werden.

                          Abraham ist ein Mensch der von Gott gerufen und zu einer noch höheren Aufgabe geführt und erzogen wird.
                          Er ist auch eine Metapher für jeden Menschen den Gott heute auf so einen Weg führt.
                          Solchen Prüfungen wie Gott sie Abraham stellt, muss sich Noah nicht stellen.
                          Zuletzt geändert von C.Baer; 18.10.2014, 21:35.

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                          • #14
                            Zitat von C.Baer Beitrag anzeigen
                            Weil seichte Unterhaltung und ein bisschen Geld scheffeln mit Bumm-Bumm auf der Leinwand, verglichen mit dem eigentlichen Inhalt und der Bedeutung dieses Stoffs für die Weltreligionen völlig bedeutungslos sind.
                            Das ist eine Frage des Respekts - auch für Atheisten.

                            Diese Geschichte ist das geistige Eigentum des jüdischen Volkes und in zweiter Linie auch der Christen.
                            Das ist gelogen, weil schon die Juden die Geschichte dreist von anderen Kulturen übernommen haben.

                            Der eigentliche Inhalt ist natürlich eine üble Perversion dessen, was uns Menschen heute heilig ist.

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                            • #15
                              Zitat von Dannyboy Beitrag anzeigen
                              Das ist gelogen, weil schon die Juden die Geschichte dreist von anderen Kulturen übernommen haben.
                              Ähnliche Erzählungen von einer Flut kommen auch außerhalb der jüdischen Tradition in der altorientalischen Literatur vor und vielleicht beziehen sie sich auf ein historisches Flutereignis im mittleren Osten der Jungsteinzeit oder frühsten Antiken.
                              Einige der ältesten Texte der Tora haben eine Schnittmenge mit Mythen der umliegenden Völker.
                              Aber die konrekte Erzählung um Noah und die Arche ist deswegen nicht "dreist übernommen worden", sondern eine einmalige Verarbeitung des bekannten Stoffs im Licht göttlicher Inspiration.

                              Der eigentliche Inhalt ist natürlich eine üble Perversion dessen, was uns Menschen heute heilig ist.
                              Was ist denn deiner Meinung nach der eigentliche Inhalt?
                              Was sind die Kernaussagen dieser Abschnitte die von Noah und der Flut berichten?

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