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Der Boom der Comicverfilmungen

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  • Der Boom der Comicverfilmungen

    Neulich hat im "Justice-League"-Thread Skeletor folgende Neuigkeit mitgeteilt:

    Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
    DC und Warner machen jetzt ernst. Gestern wurden insgesamt 9 Releasetermine für DC Filme bis 2020 bekannt gegeben und Batman V Superman wurde auf Ende März 2016 vorgezogen um nicht mit Captain America 3 konkurieren zu müssen. Da Marvel, Sony und Fox auch ihren Output erhöhen wird es in den nächsten 6 Jahren ganze 40 Filme basierend auf Marvel oder DC Lizenzen geben.
    Meine Frage ist nun natürlich: Wie findet ihr das? Wie wird sich dadurch der Konsum an Comicverfilmungen für euch verändern? Interessant für mich, weil ich sowas jetzt noch nicht gefunden habe, wäre auch eine Auflistung der Filme, getrennt nach Filmstudio bzw. zugehörigem Universum. Und: Wer wird eurer Meinung nach dabei mächtig auf die Nase fliegen?

    Zur Eröffnung hier bereits mal Han Solos Reaktion aus dem JL-Thread:

    Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
    Also Übersättigung dürfte hiernach ein Hilfsausdruck sein. Wer bitteschön soll sich 40 Superheldenfilme in 6 Jahren im Kino ansehen? Da sind viele Flops vorprogrammiert.
    Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

    Für alle, die Mathe mögen

  • #2
    Meine Reaktion ist die, dass ich seltener ins Kino gehe, weil dieses eben mit dem ganzen Comickrams völlig überladen ist.

    Ende der 90'er, Anfang der 00'er stellten Comicverfilmungen noch einen frischen Wind dar, aber inzwischen nervt diese Fixierung mehr und mehr. Gelegentlich mag die Superhelden Maschinerie noch anständige Filme ausspucken (Dark Knight-Trilogie), aber alles in allem ist der Großteil Massenware ohen großen künstlerischen Input. Die Hoffnung, dass die Blase in naher Zukunft platzt ist gering, da die wachstenden Auslandsmärkte es ermöglichen, immer wieder den gleichen Wein im gleichen Schauch auszuspucken, ohne unproftiabel zu werden.
    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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    • #3
      Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
      Wie findet ihr das? Wie wird sich dadurch der Konsum an Comicverfilmungen für euch verändern?
      Ich habe bisher schon versucht, jede Comicverfilmung im Kino oder wenigstens in irgendeiner Form zu sehen, und sei es nur aus Neugier über die Genauigkeit der Adaption. Insofern wird sich für mich wohl nur ändern, dass ich mal wieder öfter ins Kino komme bzw. zwischen den Veröffentlichungen der vorab bereits interessanten Filme weniger "Leerlauf" ist.

      Wobei ich möglicherweise die Spiderman-Filme im Kino auslassen werde. Zumindest bevor die X-Men- und Spiderman-Franchises deutlicher verwoben werden, dann könnten die Filme wieder aus Neugier auf die Umsetzung interessant werden. Aber TAS2 hat mich jetzt nicht sonderlich vom Hocker gehauen und ich bin auch nicht gerade scharf auf einen Nachfolger oder die Venom- und Sinister-Six-Spinoffs. Was bleibt aus der Sony-Ecke? Okay, der nächste X-Men-Film ist Pflichtprogramm und ich hoffe wirklich, dass zu Deadpool nochmal was Angemessenes kommt, aber ich denke nicht, dass Sony in Sachen Maßstab jemals auch nur annähernd in die Region des MCU kommen wird.

      Was DC angeht bin ich nach Man Of Steel und den bisherigen Infos über Dawn Of Justice etwas unsicher, ob man den Aufbau eines eigenen Filmuniversums nicht etwas überstürzt angeht, nur um krampfhaft mit Marvel gleichziehen zu können. Plus: Ich hätte die Integration der aktuellen DC-Serien (zumindest Arrow und Flash) ins Filmuniversum bevorzugt, einfach weil es ein wenig nervt, dass hier noch jemand anderes ein separates Ding durchzieht, anstatt die Möglichkeit zu nutzen dasselbe Universum an unterschiedlichen Enden aufzubauen. Gerade weil Marvel schon einen deutlichen Vorsprung an Material und Worldbuilding hat.

      Apropos Marvel: Hier hält mich allein das gemeinsame Universum der Filme und die mehr oder minder durchgehende Handlung schon gespannt, dazu kommt auch hier die pure Neugier, welche Comiccharaktere und -events es wie ins MCU schaffen. Ich hoffe ja immer noch auf Civil War, aber das wäre nur dann angemessen, wenn man auch Spiderman und die X-Men einbeziehen könnte.

      Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
      Und: Wer wird eurer Meinung nach dabei mächtig auf die Nase fliegen?
      Sony, aus den oben genannten Gründen. Sie haben zuwenig Material, um ernsthaft mit Marvel und der Gesamtheit von DC gleichziehen zu können und aus meiner persönlichen Sicht sperren sie damit nur ein paar der interessanteren Marvel-Franchises für die Nutzung im MCU, wo die Helden IMHO einfach besser aufgehoben wären - eben weil man dort mehr Möglichkeiten hätte, etwas aus ihnen zu machen.

      Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
      Zur Eröffnung hier bereits mal Han Solos Reaktion aus dem JL-Thread:
      Die Gefahr besteht natürlich gerade beim Mainstreampublikum, das nicht jeder Umsetzung liebgewonnener Helden auf der Leinwand entgegenfiebert. Insofern, ja, das wäre keine so abwegige Entwicklung.

      Das führt für mich dann auch zur nächsten Frage, nämlich wie an den doch sehr langfristigen Plänen festgehalten wird, sollten die Einnahmen einbrechen, weil sich die Franchises gegenseitig kannibalisieren. Wenn die laufenden MCU- oder DCCU-Projekte mittendrin eingestellt werden würden, fände ich das zumindest äußerst Schade.

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      • #4
        So langsam kann ich das alles nicht mehr sehen und werde mir Comicverfilmungen vorläufig auch nur noch in Einzelfällen angucken oder dann im TV. Die parallel laufende YA-Welle hat wenigstens noch den Vorteil, dass sich die Filme da stilistisch teils signifikant unterscheiden, aber das MCU brauche ich vorläufig eigentlich gar nicht mehr und DC darf IMHO gerne bei einem Film alle 2-3 Jahre bleiben.

        Dieser Blog-Eintrag beschreibt meine Haltung zur Mehrheit der aktullen Comicverfilmungen sehr gut: Things crashing into other things: or, my superhero movie problem | MZS | Roger Ebert

        Wobei wir hier streng genommen sowieso nur von Superhelden-Verfilmungen sprechen, genauso wie es in diesem Unterforum praktisch ausschließlich um Superhelden-Verfilmungen geht. Comicverfilmungen ohne Superhelden oder solche, die nicht zu 200 Mio. $ Blockbustern verwurstet werden, sind von diesen Problemen nicht betroffen. Ein "Blau ist eine warme Farbe" ist mir aktuell jedenfalls definitiv lieber als 10 MCU-Filme vom Fließband.
        if in doubt, throw the first punch

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        • #5
          Superheldenfilme, die im Netz liebevoll mit "Capeshit" betitelt werden, interessieren mich überwiegend wenig bis gar nicht. Ich habe zwar einen Teil dieser Film gesehen, aber noch keinen davon im Kino. Die wenigsten davon haben für mehr als nur einen halbwegs einen unterhaltsamen Fernsehabend getaugt. Mein Konsum dieses Materials wird sich als nicht zwangläufig ändern, nur weil Marvel und DC meinen auf die nächsten 6 Jahre ganzjährlich das Kinoprogramm damit zukleistern zu müssen.

          Auch wenn etliche Startdaten bekannt gegeben wurden, heißt das noch lange nicht, dass alle angekündigten Titel wirklich einmal in den Lichtspielhäusern über die Leinwand flimmern werden. Derartige Filme werden nur solange produziert, wie sich damit Geld machen lässt und wenn in der nächsten Zeit mal der Fall eintreten sollte, den ich eigentlich schon seit ein paar Jahren erwarte, dann kräht kein Hahn mehr danach, was einer der Comicriesen ein paar Jahre zuvor irgendwann einmal angekündigt hat. Aber bis dahin sollen Marvel und DC ihren kalten Krieg ruhig fortsetzen. Je mehr sie raushauen müssen, desto eher dürfte sich ein Ende abzeichnen.

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          • #6
            Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
            Neulich hat im "Justice-League"-Thread Skeletor folgende Neuigkeit mitgeteilt:



            Meine Frage ist nun natürlich: Wie findet ihr das? Wie wird sich dadurch der Konsum an Comicverfilmungen für euch verändern? Interessant für mich, weil ich sowas jetzt noch nicht gefunden habe, wäre auch eine Auflistung der Filme, getrennt nach Filmstudio bzw. zugehörigem Universum. Und: Wer wird eurer Meinung nach dabei mächtig auf die Nase fliegen?

            Zur Eröffnung hier bereits mal Han Solos Reaktion aus dem JL-Thread:
            Mich freut's. Mein Kosum verändert sich dahingehend, dass ich mehr Comicverfilmungen im Kino sehen werde. Ich denke Spiderman und evtl. auch die Fantastischen Vier sind ohne Marvel prädestiniert auf die Nase zu fliegen. Wie sich die X-Men weiterentwickeln wird spannend. Von denen aus der First Class-Zeit finde ich nur Quiksilver spannend. Aber der scheint ja auch schon für Disney zu arbeiten. Ne Rückkehr in die aktuelle Zeit scheint zwar möglich aber McCellan, Stewart und auch Jackmann sieht man inzwischen das Alter an. Vor allem bei Jackman wird das zum Problem.

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            • #7
              Ich denke viel wird sich nicht ändern. Wenn die Filme die aktuelle Qualität beibehalten, dann wird da auch selten mal ein richtiger finanzieller Flop entstehen. Für Marvel sowieso nicht. Bei DC hängt viel von Batman V Superman ab und wenn der einschlagen sollte, dann werden auch die anderen DC Filme einschlagen. Ein Zusammenbruch des kompletten Genres wird es nicht geben solange sich die Filme gut übers Jahr verteilen.

              Wer könnte untegehen? Sony und zwar dann, wenn die nächsten Spin Off Filme keine Qualitätssteigerung erfahren. Aber selbst bei Flops wird man sich dann im Kern auf die Spidermanfilme selbst setzen. FOX sehe ich relativ Sattelfest in Bezug auf die X-Men.

              Ich werde wohl häufiger im Kino sein.
              "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
              Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

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              • #8
                Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                Neulich hat im "Justice-League"-Thread Skeletor folgende Neuigkeit mitgeteilt:



                Meine Frage ist nun natürlich: Wie findet ihr das?
                Da ich das Medium Comic sehr mag, find ich's generell erstmal gut. Im Einzelnen enttäsuchen dann einige der Adaptionen manchmal, aber das ist of auch Geschmackssache. Winter Soldier zB gefiel mir wegen der Thematik "Freiheit gegen Überwachungsstaat" sehr gut; als ich den (vor-)gestern nochmal gemütlich von der DVD gesehen habe, machte frau mich darauf aufmerksam (ja ich weiß - schau niemals mit einer Frau einen Action-Film, werde mich auch demnächst wieder daran halten ) das dieser für sie zweifelsfrei der bisher langweiligste Film aus der Marvel-Schmiede war.

                Wie wird sich dadurch der Konsum an Comicverfilmungen für euch verändern?
                Mehr auf dem Markt von etwas, was ich mag läuft für mich meist auf mehr Konsum hinaus Unterm Strich werde ich wohl anderen Produktionen dadurch meinen Support entziehen; das fällt aber auch leicht, da ich in den letzten Jahren selbst Filmkrüppel wie "Cold Light of Day" oder die Neuverfilmung von Charles Bronson's "The Mechanic" mit Statham im Kino konsumiert habe (Deutscher Titel des Originals mit Bronson damals "Kalter Hauch", 1972)

                Interessant für mich, weil ich sowas jetzt noch nicht gefunden habe, wäre auch eine Auflistung der Filme, getrennt nach Filmstudio bzw. zugehörigem Universum. Und: Wer wird eurer Meinung nach dabei mächtig auf die Nase fliegen?....
                Ich erwarte Sony auf der Nase. Deren neuer Spider-Man - den ich bisher ganz brauchbar finde - kommt nicht so gut an wie geplant, X-Men und Avengers sitzen - samt Spin-Offs - fest im Sattel und DC hat noch nichts wirkliches da, die können unbegrenzt rebooten und die Lizenz ist ja eh bei Warner im Haus und kost nix extra Ich hoffe aber sehr, daß bei DC demnächst wieder auf "Nebenprodukte" für die Leinwand gesetzt wird (Watchmen, Road to Perdition, RED) statt die großen drei immer und immer wieder zu verbraten. Grifter, Gen13 oder Authority wären für da gute Ansätze und könnten die großen Drei aus der Schußlinie nehmen, wenn auch der neue Ansatz (mal wieder) scheitert.

                Richtig gut fände ich's, wenn Dark Horse nochmal in die Startlöcher käme und Grendel endlich auf der Leinwand unterbrächte. Da käme ich aus dem Kino wohl gar nicht mehr raus Und auch den "Overkill" bzw "völlig überrollt von der Welle"-Vorwurf könnte man so entgegenarbeiten. Es gibt eben auch Comics, die gar nicht nach dem Superhelden-Muster der Sorte Superman/Batman/Spider-Man ablaufen. Road to Perdition wurde ja von vielen gar nicht als Comic-Verfilmung wahrgenommen. Es ist also selbst bei denen, die sich schon überfüttert fühlen, noch Luft nach oben - einfach nicht als Comic-Verfilmung vermarkten, unbekanntere Mini-Serie nehmen und das DC/Marvel-Logo dann ans Ende setzen

                Weiß eigentlich, wie es zwischen DC und Marvel bezüglich der Filmrechte für die Amalgam-Comics aussieht?? Dark Claw müsste sehr sehr offensichtlich funktionieren
                Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

                "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

                Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

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                • #9
                  Ich glaube kaum, dass 40 Superhelden-Filme binnen 6 Jahre ein großer Erfolg werden. Klar wird der ein oder andere Blockbuster dabei sein ("Avengers 2" schlägt sicher ein wie eine Bombe, auch bei "Batman vs. Superman" bin ich finanziell guter Dinge) aber viele Filme werden floppen, einfach weil der Otto-Normal-Zuseher übersättigt ist. Selbst ich als Filmnerd habe kein großes Interesse daran rund 10 mal im Jahr für irgend eine Comic-Verfilmung ins Kino zu laufen. Ich fürchte eher, dass es wie mit den SF-Produktionen in den 90ern ablaufen wird. Wenn kein Hahn mehr darum kräht, wird das Genre wieder für längere Zeit eingestellt.

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                  • #10
                    Naja, 40 Filme in 6 Jahren sind schon ganz schön heftig, aber eine Auflistung würde mich da schon interessierne, wie viele davon "Superhelden-Filme" sind. Ich glaube hier geht's eher um diese und weniger um Comicverfilmungen anderer Genres wie "R.E.D." oder "2 Guns".

                    Ich selbst bin Superhelden-Filmen ja grundsätzlich nicht abgeneigt, aber ich habe schon in den vergangenen "Boom-Jahren" eigentlich gar nicht so viele im Kino gesehen. (Okay, als DVD/Blu-ray-Sammler wanderten trotzdem viele der populäreren Filme in meine Sammlung.) Heuer waren es bislang 3 Filme und mit Turtles wird ein vierter dazukommen und das sind für meine Verhältnisse schon verhältnismäßig viele Superhelden-Filme. Dass mein Interesse an Comicverfilmungen aber auch seit einiger Zeit ziemlich abflaut liegt auch daran, das mich keiner der 3 wirklich begeistert hat, weder Marvels "Captain America 2", noch Fox' "X-Men" und schon gar nicht Sonys "Spider-Man", der nach einem tollen ersten Reboot-Film jetzt offenbar wieder stilistisch stark Richtung Raimi-Version geht, die mich noch nie begeistern konnte. (Dass gerade Raimis Spider-Man den Superhelden-Boom so richtig ausgelöst hat, konnte ich eh nie wirklich verstehen.)

                    Dass jetzt mehr Superhelden-Filme erscheinen als je zuvor wird für mich wahrscheinlich nicht viel ändern. Wie bei jedem für mich interessanten Genre werde ich einfach anhand der Summe aus den Faktoren Interesse, Trailer, Inhaltsbeschreibung, News und Reviews entscheiden, ob ein Film überhaupt gesehen wird und ob es unbedingt im Kino sein muss. Hier wird sich also nicht viel ändern, vielleicht mit der Ausnahme, dass das Angebot an Filmen anderer Genres - vielleicht - etwas geringer wird. Anderseits scheint sich auch das Kinoprogramm vor allem in den Sommermonaten in letzter Zeit und den kommenden Jahren noch stärker zu verdichten. Ein bisschen bleibt schon die Sorge, dass die Superhelden bei parallel laufenden Filmen anderer Genres manchen Flop generieren, anderseits war auch nicht jeder Superheldenfilm der letzten 10 Jahre ein großer Erfolg und man findet auch dort einige finanzielle Flops à la "Green Lantern", "Catwoman" und unter Erwartung laufende wie "Superman Returns", "Daredevil", "Fantastic Four" oder "Hulk". Einige von diesen in den nächsten 6 Jahren könnten schon bewirken, dass das Superheldengenre wieder ein wenig zurückgestutzt wird. So könnte man die nächsten 6 Jahre auch als eine Art "Testphase" nehmen um zu sehen, welche Helden das Zeug haben, neben den bisher etablierten und zu existieren oder diese gar abzulösen.

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                    • #11
                      Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
                      Ich glaube kaum, dass 40 Superhelden-Filme binnen 6 Jahre ein großer Erfolg werden. Klar wird der ein oder andere Blockbuster dabei sein ("Avengers 2" schlägt sicher ein wie eine Bombe, auch bei "Batman vs. Superman" bin ich finanziell guter Dinge) aber viele Filme werden floppen, einfach weil der Otto-Normal-Zuseher übersättigt ist. Selbst ich als Filmnerd habe kein großes Interesse daran rund 10 mal im Jahr für irgend eine Comic-Verfilmung ins Kino zu laufen. Ich fürchte eher, dass es wie mit den SF-Produktionen in den 90ern ablaufen wird. Wenn kein Hahn mehr darum kräht, wird das Genre wieder für längere Zeit eingestellt.
                      Ich denke, so lange sich bekanntes Material und frisches Material abwechseln wird so etwas auf absehbarer Zeit nicht in diesem Ausmaß passieren. Höchstens wird mal der ein oder andere Film über eine obskure Vorlage nicht fortgesetzt werden.

                      Ansonsten wird man beispielweise sehen wie die Budgets der anderen jetzt angekündigten DC Filme aussehen werden. Ich denke, dass einige davon eher preisgünstig produziert werden.

                      In Deutschland oder Österreich wo Superheldenverfilmungen von Natur aus auf weniger Ressonanz stoßen wird sich wohl nicht viel verändern. Der Punkt ist eher, ob der US Kinozuschauer davon genug hat und danach sieht es momentan nicht aus. Solange die Filme gut gemacht sind werden die auch ihr Publikum finden. Wenn da jetzt 3 oder 4 richtige Stinker am Stück kommen, dann wird es erst schwierig.

                      - - - Aktualisiert - - -

                      Zitat von MFB Beitrag anzeigen
                      Ein bisschen bleibt schon die Sorge, dass die Superhelden bei parallel laufenden Filmen anderer Genres manchen Flop generieren, anderseits war auch nicht jeder Superheldenfilm der letzten 10 Jahre ein großer Erfolg und man findet auch dort einige finanzielle Flops à la "Green Lantern", "Catwoman" und unter Erwartung laufende wie "Superman Returns", "Daredevil", "Fantastic Four" oder "Hulk". Einige von diesen in den nächsten 6 Jahren könnten schon bewirken, dass das Superheldengenre wieder ein wenig zurückgestutzt wird. So könnte man die nächsten 6 Jahre auch als eine Art "Testphase" nehmen um zu sehen, welche Helden das Zeug haben, neben den bisher etablierten und zu existieren oder diese gar abzulösen.
                      Die Filme sind bei Kritik und Fans nicht gut angekommen. Viel Geld haben die trotzdem an den Kassen eingenommen, aber nicht immer genug um die Kosten zu decken. Bis auf Green Lantern sind das auch alles Filme welche vor 2008 entstanden sind und da wurde noch eine ganz andere Strategie in Bezug auf die Superheldenverfilmungen verfolgt und bis auf X-Men oder Spider-Man gab es schlicht keine richtigen Straßenfeger. Das hat sich seit 2008 drastisch gewandelt.
                      "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
                      Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

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                      • #12
                        Zitat von Machina Antarctica Beitrag anzeigen
                        So langsam kann ich das alles nicht mehr sehen und werde mir Comicverfilmungen vorläufig auch nur noch in Einzelfällen angucken oder dann im TV. Die parallel laufende YA-Welle hat wenigstens noch den Vorteil, dass sich die Filme da stilistisch teils signifikant unterscheiden, aber das MCU brauche ich vorläufig eigentlich gar nicht mehr und DC darf IMHO gerne bei einem Film alle 2-3 Jahre bleiben.
                        YA?

                        Zitat von Machina Antarctica Beitrag anzeigen
                        Wobei wir hier streng genommen sowieso nur von Superhelden-Verfilmungen sprechen, genauso wie es in diesem Unterforum praktisch ausschließlich um Superhelden-Verfilmungen geht. Comicverfilmungen ohne Superhelden oder solche, die nicht zu 200 Mio. $ Blockbustern verwurstet werden, sind von diesen Problemen nicht betroffen. Ein "Blau ist eine warme Farbe" ist mir aktuell jedenfalls definitiv lieber als 10 MCU-Filme vom Fließband.
                        Ja, du hast Recht - der Threadtitel war genaugenommen zu unüberlegt. Wenn ein Mod ihn ändert, habe ich nichts dagegen.

                        Ansonsten ist das, was ich hier so herauslese:
                        Es gibt, wie so immer, Leute, die Comicverfilmungen mögen und jene, die es nicht tun. Jene, die es tun, sind tendenziell eher dafür, nun einfach häufiger ins Kino zu gehen (da zähle ich mich durchaus dazu), diejenigen, die schon vorher den "Superheldenquatsch" als einen solchen betitelten, werden jetzt logischerweise auch nicht dazu bekehrt. Interessant fand ich vor allem aber auch KdEs Beitrag:

                        Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                        Ende der 90'er, Anfang der 00'er stellten Comicverfilmungen noch einen frischen Wind dar, aber inzwischen nervt diese Fixierung mehr und mehr. Gelegentlich mag die Superhelden Maschinerie noch anständige Filme ausspucken (Dark Knight-Trilogie), aber alles in allem ist der Großteil Massenware ohen großen künstlerischen Input. Die Hoffnung, dass die Blase in naher Zukunft platzt ist gering, da die wachstenden Auslandsmärkte es ermöglichen, immer wieder den gleichen Wein im gleichen Schauch auszuspucken, ohne unproftiabel zu werden.
                        Liegt das für dich eigentlich am "Genre" (also dem Superheldenfilm) oder eher daran, dass ein Genre "totgetreten" wird?

                        Da ist ja genau der Unterschied, um den es hier geht: Wenn man sagt, es liegt am gewählten Genre und sieht, dass bisher das Interesse vorhanden ist, dann kann man wie Skeletor den Schluss ziehen, dass ein beliebtes Genre nun einmal viele zum Kinogänger werden lässt. Doch die Frage ist nun: Hängt es wirklich nur daran, wie sehr man das "Genre" mag, oder hängt es auch an der angebotenen Anzahl an Filmen aus diesem "Genre"? Wenn man hier zustimmt, wird man eher Han Solo folgen, der von "Übersättigung" spricht.
                        Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                        Für alle, die Mathe mögen

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                        • #13
                          Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                          YA?
                          Young Adult. Hunger Games, Twilight, Divergent usw.

                          - - - Aktualisiert - - -

                          Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                          Doch die Frage ist nun: Hängt es wirklich nur daran, wie sehr man das "Genre" mag, oder hängt es auch an der angebotenen Anzahl an Filmen aus diesem "Genre"? Wenn man hier zustimmt, wird man eher Han Solo folgen, der von "Übersättigung" spricht.
                          Die Anzahl der Filme die jeder sieht wird individuell geregelt. Ich schaue mir auch nicht alle Comicverfilmungen im Kino an und trotzdem spielen die ihr Geld ein.

                          Von den Mavelfilmen habe ich vor den Avengers lediglich Thor im Kino geschaut und den Rest erst als die auf DVD rauskamen.

                          Worauf es letztendlich hinauslaufen könnte wäre eine Marvel oder DC Aufteilung wie bei den Comics. Ich lese kein oder kaum Marvel, dafür ziemlich viel DC: Wobei ich auch ehrlich gesagt nicht sehe, warum ich das auf die Filme übertragen sollte. Ob jetzt 4 oder 9 Filme im Jahr kommen ist mir realtiv egal. Den einen oder anderen werde ich nicht sehen, aber dann auf DVD.

                          Ich kann mir nur vorstellen, dass sich die Einnahmen für solche Filme eher bei 600 bis 700 Mio. Euro einpendeln.
                          "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
                          Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

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                          • #14
                            Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                            YA?
                            "Superheldenquatsch" als einen solchen betitelten, werden jetzt logischerweise auch nicht dazu bekehrt. Interessant fand ich vor allem aber auch KdEs Beitrag:
                            Da finde ich die Einleitung schwierig. Dass ne Idee neu ist, ist für mich einfach kein guter Grund sie umzusetzen. Ich will auch nicht auf Teufel komm raus frischen Wind im Kino sehen. Das ist für mich genauso dämlich, wie "haben wir noch nie gemacht, machen wir auch weiterhin nicht." eben nur das andere Extrem der selben Haltung. Wenn ich eine Figur oder Idee interessant finde, sehe ich mir den Film an. Diese bombastischen Filme um die Comichelden, sind ja genau das wofür Kino gemacht ist. Zuhause den Film auf DVD schauen ist für mich ein viel kleineres Sehvergnügen. Also von mir aus gerne mehr Superhelden-Filme ob nun Reboots und Sequels und Prequels oder auch mal ne neue Idee wie Hancock (da sollte doch evtl. ne Fortsetzung für Sony interessanter sein als Spiderman) is mir egal so lange es mich unterhält. Das haben bislang alle entsprechenden Filme, die ich im Kino gesehen habe getan, sogar die beiden, die mit "green" anfangen.

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                            • #15
                              Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                              YA?
                              Young Adult.


                              Wer Superhelden-Verfilmungen grundsätzlich ablehnt, wird natürlich nicht bekehrt werden, mir sind es aktuell aber einfach zu viele und meist sind sie mir auch zu ähnlich, weil nach dem immer gleichen Blockbuster-Schema hergestellt. Eigentlich bietet das Genre doch Möglichkeiten und Filme wie The Dark Knight, Watchmen oder V for Vendetta (falls das noch zählt), zeigen doch, dass es auch da Abwechslung geben kann. Nicht dass ich grundswas gegen die Avengers hätte, aber das nutzt sich so langsam doch ab. Wobei auch das natürlich kein spezifisches Superhelden-Problem ist, in Hollywood plant man inzwischen schließlich immer mit mindestens 3-10 Teilen.
                              Jetzt könnte man natürlich einwenden, dass Endlos-Comics dafür geradezu prädestiniert sind, aber damit kann ich einfach nichts anfangen.
                              if in doubt, throw the first punch

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