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Faszination von Comicverfilmungen

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  • Faszination von Comicverfilmungen

    Hallo allerseits,

    zurzeit dominieren ja Comicverfilmen doch einigermaßen die Kinos und wirklich viele, viele Leute schauen sie sich an. Mein Gefühl ist immer, dass aber nur ein kleiner Prozentsatz derjenigen auch tatsächlich die Comics kennt. Mir selbst geht es ja ebenso - die Filme interessieren mich sehr, die Comics kenne ich nur höchstens mal aus Wikipedia-Zusammenfassungen.

    Interessant wäre an dieser Stelle die Fragen:
    Was fasziniert euch an Comicverfilmungen? Warum schaut ihr sie gern?

    Insbesondere ist auch die Frage an jene, die im Gegenzug die Comics aber nicht lesen (möchten), spannend: Warum interessieren euch die Filme, nicht aber die Comics?

    Diese letzte Frage hat sich neulich aus einer Diskussion im "The Flash"-Thread ergeben und wird hier vor allem für den werten Karl Ranseier noch einmal herausgestellt. Ich freue mich auf eure Antworten.

    Grüße, gvn
    Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

    Für alle, die Mathe mögen

  • #2
    Ich finde die Frage "Warum interessieren euch die Adaptionen, nicht aber die Regeln der Universen?" interessanter. Ist es für dich werter garakvsneelix okay, wenn wir diese Frage hier mit abhandeln?

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    • #3
      Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
      Ich finde die Frage "Warum interessieren euch die Adaptionen, nicht aber die Regeln der Universen?" interessanter. Ist es für dich werter garakvsneelix okay, wenn wir diese Frage hier mit abhandeln?
      Natürlich. Die Frage greift ja auf jeden Fall zumindest einen wichtigen Unteraspekt meiner etwas genereller formulierten Frage auf.
      Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

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      • #4
        Was fasziniert euch an Comicverfilmungen? Warum schaut ihr sie gern?
        Wenig! Die Faszination beschränkt sich auf die wirtschaftliche Seite: Franchises machen riesige Gewinne ohne große Risiken eingehen zu müssen. Marvel ist gewissermaßen das McDonalds des "Kultur"-Bereichs.

        Aber inhaltlich ist das wenig faszinierend. Vielleicht fehlt mir da einfach die Liebe zum Popcornvideo.
        I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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        • #5
          Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
          Was fasziniert euch an Comicverfilmungen? Warum schaut ihr sie gern?
          Ich bin (wie wohl viele meiner/unserer Generation) mit Comic-Superhelden im TV aufgewachsen und bis heute sprechen kostümierte Helden mein inneres Kind an. Ich bin nie ganz von den Zeichentrickserien weggekommen und Internet und Wikipedia (und auch ein bestimmter Comic-Reviewer im Internet ) taten ihr übriges, um mich tiefer in die Materie zu ziehen.

          Dementsprechend enthusiastisch war ich, als sich mit Iron Man abzuzeichnen begann, dass Marvel mit den Filmadaptionen jetzt "Ernst" macht und statt einzelner isolierter Filme das komplette Universum auf die große Leinwand bringen wollte (na gut, einen kleinen Teil davon zumindest) und dem Konzept Rechnung trägt, dass all diese Helden sich ein Universum teilen.

          Der Reiz ist bei mir mit einem "Bingo-Effekt" vergleichbar: "Oh cool, die Figur kommt da her und wird demnächst diese Zweitidentität annehmen, das ist eine Anspielung auf jenes Comicelement, usw."

          Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
          Warum interessieren euch die Filme, nicht aber die Comics?
          Simpel: Die Adaptionen sind übersichtlicher zu verfolgen. Mich reizt es immer mal wieder, mir die Originalcomics zu Gemüte zu führen, wenigstens die, die Vorlage für die Filme/Serien waren die ich gesehen habe. In der Praxis ist das aber über die Jahre ein so unübersichtlicher Wust geworden, dass es schwer fällt da irgendwo einen Einstieg zu finden, vom finanziellen Aspekt ganz zu schweigen.

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          • #6
            @KdE auf dich trifft die Frage "Warum schaut ihr sie gern?" nicht zu. Du schaust die Filme ja so ungern, dass es mich schon sehr irritiert, dass du sie schaust.
            Bei dir wäre dann für mich eher die Frage interessant, was erwartest du wenn du einen Marvelfilm ansiehst?

            Also ich unterscheide da mal überspitzt zwei Typen:

            Typ A beißt in die Mangoseife und ärgert sich über den Geschmack, weil er was anderes erwartet.
            Typ B beißt in die Mangoseife, weiß genau was ihn erwartet und ärgert sich trotzdem über den Geschmack.
            Du bist für mich eher Typ B.
            Was ich am spannendsten finde ist die Frage warum beide Typen es so oft nicht erwägen den Konsum des Produkts einzustellen.

            @GvN Danke für das Entgegenkommen. Werde hier öfter mal reinschauen.

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            • #7
              Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
              Was ich am spannendsten finde ist die Frage warum beide Typen es so oft nicht erwägen den Konsum des Produkts einzustellen.
              Ja, super spannend. Stell' die Frage mal im Voyager oder Enterprise-Forum. Wieviele Leute haben sich da sämtliche Folgen angeguckt, obwohl das Hunderte von Lebensstunden kostet (während für Comicfilme maximal ein paar Dutzend Stunden pro Jahr drauf gehen).

              Abgesehen davon gibt es durchaus auch gute Comicfilme, nur löst das Etikett "Comicfilm" allein bei mir keine Faszination oder Interesse aus, was der Threadersteller offenkundig anders sieht.
              I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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              • #8
                Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                Abgesehen davon gibt es durchaus auch gute Comicfilme, nur löst das Etikett "Comicfilm" allein bei mir keine Faszination oder Interesse aus, was der Threadersteller offenkundig anders sieht.
                Was genau meinst du? Dass sie bei dir keine Faszination oder Interesse auslösen, sehe ich eigentlich nicht anders - das stimmt wohl einfach.
                Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

                Für alle, die Mathe mögen

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                • #9
                  Comicverfilmungen besitzen wohl hauptsächlich eine Faszination: Nämlich Geld verdienen für die Studios. Die haben bei Singers X-Men und Raimis Spider-Man-Trilogie gsehen, dass das eingeschlafene Comic-Genre zu neuem Leben erwacht. Die Dark-Knight-Trilogie hat dem Ganzen dann auch noch die Krone aufgesetzt.

                  Dass Marvel jetzt jedes Jahr mindestens zwei bis drei neue Comic-Verfilmungen auf den Markt wirft und DC nachzieht, sehe ich persönlich eher als bedenklich denn faszinierend an. Denn selbst wenn man innerhalb des Genres verschiedene Genres reinmischen kann ("Captain America 2" als Polit-Thriller, "Guardians of die Galaxie" als Space-Opera-Komödie, "Ant Man" als Gaunerkomödie) zeigen sich bei mir schon klare Abnutzungserscheinungen.

                  Aktuell übertreiben es die Studios einfach mit der Melkkuh Comicverfilmungen. Der Otto Normalzuseher schaut sich einfach gerne Popcornfilme an. Und aktuell sind einfach sehr viele dieser Popcornfilme Comicverfilmungen. Dass er aber auch sehr gerne etwas anderes sieht, zeigt der Erfolg von "Jurassic World" oder "Furious 7".

                  Ich selbst sehe mich hier in einer Linie mit dem Otto Normalzuseher. Ich giere nicht nach jeder neuen Marvel-Verfilmung (auch wenn "Civil War" für mich einer der Must-See-Filme nächstes Jahr ist), schaue sie mir aber an, weil das Franchise ansich "nett" ist und die Filme großteils "gut" sind. Deshalb interessiert mich die Superhelden-Mythologie noch lange nicht so stark, dass ich ein Comic lesen würde (zumal die meisten der wenigen Superhelden-Comics die ich gelesen habe fast nur aus Action anstelle einer guten Handlung bestanden).

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                  • #10
                    Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                    nsbesondere ist auch die Frage an jene, die im Gegenzug die Comics aber nicht lesen (möchten), spannend: Warum interessieren euch die Filme, nicht aber die Comics?
                    Comics sind natürlich ein ganz anderes Medium, das vielen grundsätzlich nicht zusagt, dann sind diese Endlosserien für Neueinsteiger auch ziemlich undankbar und wahrscheinlich sind die meisten Zuschauer von Superhelden-Filmen außerdem gar nicht so besonders fasziniert von Superhelden. Die Filme bieten einfach einfach ein Spektakel mit viel Action und Humor. Ob da jetzt ein Superheld, ein Transformer oder sonstwas unterwegs ist, dürfte den meisten Leuten relativ egal sein.

                    Inzwischen sind wir jedenfalls schon soweit, dass sich selbst "seriöse" Filme mit Superhelden beschäftigen: Clouds of Sils Maria (bezogen auf das: "X-Men")
                    Zuletzt geändert von The Martian; 08.11.2015, 09:40.

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                    • #11
                      Ich muss zugeben, aktuell kaum Comics zu lesen bzw. erst recht nicht, sie mir anzuschaffen (die einzige Ausnahme bildet da Komplettierung meiner Don-Rosa-Sammlung, die aber für diesen Bereich sehr off-topic ist). Warum ich keine Superhelden-Comics lese ist hauptsächlich der Tatsache geschuldet, dass die meisten Geschichten einfach für mich das "Dragonball" Syndrom haben: Über Seiten hinweg wird sich gekloppt und die Handlung ist meist sehr dünn und vorausschaubar (Ausnahmen bestätigen die Regel). Hinzu kommt dass ich, ähnlich wie bei "Perry Rhodan", nicht wirklich die Muse habe, mich in aktuelle Rahmengeschichten einklinken zu wollen. Dafür sind mir die Geschichten, wie erwähnt, einfach nicht gut genug um mich umfassend über den Hintergrund zu informieren.

                      Viele Adaptionen von Comics, die ich mir bewusst anschaue - also u.a. ein Kinoticket löse oder eine DVD kaufe, im Gegensatz zu denen die ich irgendwann mal im Free TV oder auf Prime schaue - habe ich früher als Kind gelesen (Batman, Spiderman) bzw. schon in anderen Adaptionen (Tim Burtons Batman-Filme, Batman: The animated Series, der 60er Batman... merkt man eigentlich, dass ich den Dark Knight schon irgendwie bevorzuge?) gesehen und bin daher grundsätzlich mit den Figuren und der Basis-Handlung vertraut. Ein bisschen Nostalgie spielt also sicherlich mit rein.

                      Ein weiterer Grund, warum Superhelden ein bisschen faszinieren, ist wahrscheinlich dem Umstand geschuldet, was in jedem von uns vorgeht: Ein Held zu sein, etwas Besonderes zu sein, gegen die Ungerechtigkeiten dieser Welt vorgehen zu können... tolles Spielzeug zu haben und ein cooles Kostüm zu tragen .

                      Ansonsten sehe ich es fast genauso wie HanSolo:

                      Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
                      Ich selbst sehe mich hier in einer Linie mit dem Otto Normalzuseher. Ich giere nicht nach jeder neuen Marvel-Verfilmung (auch wenn "Civil War" für mich einer der Must-See-Filme nächstes Jahr ist), schaue sie mir aber an, weil das Franchise ansich "nett" ist und die Filme großteils "gut" sind. Deshalb interessiert mich die Superhelden-Mythologie noch lange nicht so stark, dass ich ein Comic lesen würde (zumal die meisten der wenigen Superhelden-Comics die ich gelesen habe fast nur aus Action anstelle einer guten Handlung bestanden).
                      Kurz und gut: Während die ersten beiden "X-Men" und Nolan's "Dark Knight Trologie" für mich sogar wirklich gute und interessante Filme darstellen, ist alles andere aus diesem Bereich "nett" und "gut für zwischendurch". So in etwa wie ein McDonalds Burger: Bei weitem kein kulinarisches Meisterwerk und Oma's böhmische Spezialitäten rangieren bei mir deutlich höher. Aber und zu genehmige ich mir dann doch einen. Bin nie wirklich enttäuscht, aber auch nie wirklich richtig begeistert.

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                      • #12
                        Bei mir ist es tatsächlich umgekehrt so, dass die Filme mich dazu veranlasst haben, mich mehr mit dem Marvel Comic-Kanon zu beschäftigen. Dazu muss ich aber auch sagen, dass ich schon vorher ne Zeit lang Comics gelesen habe, nur halt keine Superheldencomics.

                        Mit Marvel hab ich überhaupt nur angefangen, weil der erste Thor mir den Fantayfilm geliefert hat, den ich mir von dem Streifen erhofft habe. Comicfilme ohne Bezug zum MCU vermeide ich daher, da ich auch die Marvelfilme nur aufgrund des Markenbezugs schaue, nicht, weil ich auf Superhelden stehen würde. Es interessiert mich die Umsetzung der Charaktere und Bezüge, die ich durch die Comics kennengelernt habe. Bei den DC-Filmen etwa fehlt mir sowohl dieser Bezug, als auch ein Einstiegsfilm aus einem Genre, an dem es mir an Alternativen mangelt.
                        Los, Zauberpony!
                        "Bin solch erzgutes Geschöpf und habe nun schon drei Menschen ermordet! Und unter den dreien zwei Priester."

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                        • #13
                          Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
                          Comicverfilmungen besitzen wohl hauptsächlich eine Faszination: Nämlich Geld verdienen für die Studios. Die haben bei Singers X-Men und Raimis Spider-Man-Trilogie gsehen, dass das eingeschlafene Comic-Genre zu neuem Leben erwacht. Die Dark-Knight-Trilogie hat dem Ganzen dann auch noch die Krone aufgesetzt.
                          Diese Art der Argumentation hat ein Problem: Ist die "Faszination" tatsächlich nur einseitig - und zwar auf Studio-Seite - funktioniert das mit dem Geldverdienen nämlich gar nicht. Wenn nur die Comic-Nerds in den Film strömen, selbst wenn diese sich den Film pro Kopf 2-3 Mal ansehen und jedes Mal ein anderes "+1" dazu mitnehmen, kommt man weltweit vielleicht auf 5-8 Millionen Zuschauer (siehe dazu die Auflagenzahlen von Comics; Skeletor hat hier im Filmbereich mehrfalls gut herausgestellt, daß sich finanziell ein aufwendig gemachter Comic-Film, den dann nur die "Nerds" sehen, nicht rechnen kann - nichtsdestotrotz versucht Fox mit Deadpool nächstes Jahr nach eigenen Angaben genau das).

                          Dass Marvel jetzt jedes Jahr mindestens zwei bis drei neue Comic-Verfilmungen auf den Markt wirft und DC nachzieht, sehe ich persönlich eher als bedenklich denn faszinierend an. Denn selbst wenn man innerhalb des Genres verschiedene Genres reinmischen kann ("Captain America 2" als Polit-Thriller, "Guardians of die Galaxie" als Space-Opera-Komödie, "Ant Man" als Gaunerkomödie) zeigen sich bei mir schon klare Abnutzungserscheinungen.
                          Das ist für jemanden, der von Comic-Verfilmungen selbst nicht fasziniert ist, verdammt spät und nicht "schon". Die Frage, die hier im Hintergrund mitschwingt, ist doch: wenn man keinen so ausgeprägten Draht zu Comics hat und einem dann die Masse der Verfilmungen dieser Art eher als "beiläufiges" Produkt unterkommt - warum sieht sich eine große Masse von Zuschauern diese Produkte dann trotzdem an? Wenn doch die Faszination nur auf Seiten der Studios liegt, des Geldes wegen??

                          Aktuell übertreiben es die Studios einfach mit der Melkkuh Comicverfilmungen. Der Otto Normalzuseher schaut sich einfach gerne Popcornfilme an. Und aktuell sind einfach sehr viele dieser Popcornfilme Comicverfilmungen. Dass er aber auch sehr gerne etwas anderes sieht, zeigt der Erfolg von "Jurassic World" oder "Furious 7".
                          Das Angebot bestimmt also die Nachfrage? Das funktioniert auf kaum einem Markt, auch wenn die Anbieter das gerne so hätten

                          Ich selbst sehe mich hier in einer Linie mit dem Otto Normalzuseher. Ich giere nicht nach jeder neuen Marvel-Verfilmung (auch wenn "Civil War" für mich einer der Must-See-Filme nächstes Jahr ist), schaue sie mir aber an, weil das Franchise ansich "nett" ist und die Filme großteils "gut" sind. Deshalb interessiert mich die Superhelden-Mythologie noch lange nicht so stark, dass ich ein Comic lesen würde (zumal die meisten der wenigen Superhelden-Comics die ich gelesen habe fast nur aus Action anstelle einer guten Handlung bestanden).
                          Und hier erschließt sich mir nicht, wie eine Mischung aus "nett" und "größtenteils gut" ein "MUST SEE" ergeben kann Da fehlt ein Faktor. Um diesen Faktor geht es mir, und vermutlich auch garakvsneelix. Was erhebt den x-ten Film eines Franchises, das überwiegend "nett" und "größtenteils gut" produziert auf ein "MUST SEE"-Niveau, das es sich mit zB Star Wars 7 teilt?

                          (Obwohl, wenn ich so drüber nachdenke, ist SW7 mit bisher knapp 50% "gut" nicht mal in der "größtenteils gut"-Kategorie.... )
                          Karl Ranseier ist tot. Der wohl erfolgloseste Foren-Autor aller Zeiten wurde heute von einem Bus auf der Datenautobahn überfahren.

                          "Ich mag meine Familie kochen und meinen Hund" - Sei kein Psycho. Verwende Satzzeichen!

                          Star Wars 7? 8? Spin-Offs? Leute, das Haftmittel für meine Dritten macht bessere Filme!

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                          • #14
                            Zitat von Karl Ranseier Beitrag anzeigen
                            Diese Art der Argumentation hat ein Problem: Ist die "Faszination" tatsächlich nur einseitig - und zwar auf Studio-Seite - funktioniert das mit dem Geldverdienen nämlich gar nicht. Wenn nur die Comic-Nerds in den Film strömen, selbst wenn diese sich den Film pro Kopf 2-3 Mal ansehen und jedes Mal ein anderes "+1" dazu mitnehmen, kommt man weltweit vielleicht auf 5-8 Millionen Zuschauer (siehe dazu die Auflagenzahlen von Comics; Skeletor hat hier im Filmbereich mehrfalls gut herausgestellt, daß sich finanziell ein aufwendig gemachter Comic-Film, den dann nur die "Nerds" sehen, nicht rechnen kann - nichtsdestotrotz versucht Fox mit Deadpool nächstes Jahr nach eigenen Angaben genau das).
                            Natürlich würde es, wenn das Publikum Comicverfilmungen generell ablehnen würde, mit dem Geldverdienen nicht funktionieren. "Fantastic Four" wurde z.B. vom Publikum abgelehnt und es kam dabei einer der größten Flops der Filmgeschichte raus. "Avengers" und allgemein das MCU wird eher positiv wahrgenommen.

                            Mit anderen Worten, ich glaube, dass es dem 0815 Publikum eher egal ist, dass es ne Superheldenverfilmung ist. Die wollen nur mehr oder weniger gelungene Popcornunterhaltung sehen. Klar sagt ihnen ein Superheldenfilm zu dem es bereits vorher ein Comic gab mehr als ein Film ohne irgend eine Vorlage (gibt es heutzutage auch im Blockbusterkino deshlab nur noch selten, der Großteil ist in ein Franchise eingegliedert).

                            Sprich Superheldenfilme und Sequels / Prequels / Reboots / Spinoffs sind auf Grund des Bekanntheitsgrades für ein Studio mit einem tendentiell geringeren Risiko als irgendwelche unbekannten neue Produktionen verbunden, weslhalb diese wie die Schwammerl aus dem Boden sprießen.


                            Das ist für jemanden, der von Comic-Verfilmungen selbst nicht fasziniert ist, verdammt spät und nicht "schon". Die Frage, die hier im Hintergrund mitschwingt, ist doch: wenn man keinen so ausgeprägten Draht zu Comics hat und einem dann die Masse der Verfilmungen dieser Art eher als "beiläufiges" Produkt unterkommt - warum sieht sich eine große Masse von Zuschauern diese Produkte dann trotzdem an? Wenn doch die Faszination nur auf Seiten der Studios liegt, des Geldes wegen??
                            Weil viele eben einen "ausgeprägten Draht" zu guten Popcornfilmen haben. Und die meisten Superheldenfilme waren eben gute Popcornfilme.


                            Das Angebot bestimmt also die Nachfrage? Das funktioniert auf kaum einem Markt, auch wenn die Anbieter das gerne so hätten
                            Der Konsument bestimmt natürlich selbst, was er konsumiert. Genauso bestimmt der Produzent, was er produziert. Allerdings müssen sich beide zu einem gewissen Grad an dem anderen orientieren. Wenn der Produzent am Markt vorbeiproduziert, wird er wohl nicht lange existieren können. Genauso muss sich der Konsument in seinem Konsum nach dem richten, was gerade angeboten wird (wenn die meisten Studios nur noch Comic-Verfilmungen, Roman-Verfilmungen, Sequels, Prequels, Spin-offs und dergleichen am Popcornsektor anbieten, kann er entweder mit diesen Vorlieb nehmen oder er sieht sich keine Popcornfilme mehr an - kommt darauf an wie elastisch die Nachfrage nach Popcornfilmen ist). Ich für meinen Teil sehe die 80ern, 90er und erste Hälfte der 2000er ziemlich als Höhepunkt des moderen Kinos an, welches die letzten 10 Jahre eben durch diese Feigheit und Effekt-Geilheit der Studios stark gelitten hat.


                            Und hier erschließt sich mir nicht, wie eine Mischung aus "nett" und "größtenteils gut" ein "MUST SEE" ergeben kann Da fehlt ein Faktor. Um diesen Faktor geht es mir, und vermutlich auch garakvsneelix. Was erhebt den x-ten Film eines Franchises, das überwiegend "nett" und "größtenteils gut" produziert auf ein "MUST SEE"-Niveau, das es sich mit zB Star Wars 7 teilt?

                            (Obwohl, wenn ich so drüber nachdenke, ist SW7 mit bisher knapp 50% "gut" nicht mal in der "größtenteils gut"-Kategorie.... )
                            Die meisten MCU-Filme halte ich für nett und fiebere ich wenig bis gar nicht entgegen (wenn sie da sind, sehe ich sie mir halt an, die einen gefallen mir dann mehr, die anderen weniger). Bei "Civil War" liegt meine Erwartungshaltung aber weit über dem Schnitt von regulären Comicverfilmungen, weshalb ein Must See.

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                            • #15
                              Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                              Was fasziniert euch an Comicverfilmungen? Warum schaut ihr sie gern?
                              Zuerst muß ich voranstellen, daß bei mir unterschiedliche Vorrausetzungen und Herangehensweisen existieren, was Comicverfilmungen und ihren Bezug zur Comicwelt angeht. Während ich bei den auf das Marvel Franchise basierenden Filmen die meisten Vorgeschichten in Comicform schon kenne, verhält es sich bei den DC-Produkten genau anders herum.

                              Superhelden-Comics habe ich in meiner Kindheit (späte 70er/frühe 80er) schon gelesen. Die Marvel-Hefte des deutschen Williams Verlag waren die ersten, die mir in die Finger kamen, weiter ging es mit den Veröffentlichungen des Condorverlages. Ich bin dann auch bis heute bei den Marvelprodukten geblieben. Obwohl ich auch mal einen Blick in die Hefte des Konkurrenzunternehmens DC geworfen habe, konnte ich mich nie für Superman und Batman so begeistern, wie für Spiderman und Co.
                              Ich hatte immer den Eindruck es hier mit einem Abklatsch der Konkurrenz zu tun zu haben, was allerdings Quatsch ist, denn DC-Fans dürften das genau umgekehrt empfinden.

                              Meine bevorzugten Heftreihen waren anfangs (ich nenne mal bewußt die damals üblichen deutschen Bezeichnungen) DIE SPINNE, DIE FANTASTISCHEN VIER, DIE RUHMREICHEN RÄCHER. In den 90er Jahren bin ich dazu übergegangen mir die amerikanischen Originale zu Gemüte zu führen, die ich dann auch einige Jahre gesammelt habe. Hierbei zu nennen: Spiderman, Fantastic Four, Avengers, Ironman, Cpt.America, X-men, Silver Surfer, Venom, Deathlok und einige weniger bekannte Reihen. Das ging sehr ins Geld und ich ließ irgendwann das Hobby bleiben. Ich schätze, so mit Vollendung des 28. Lebensjahres hatte sich mein Interesse an Superhelden-Comics erledigt, denn auch damals schon gab es eine Stagnation in den Heftreihen. Will sagen, daß mir mehr und mehr auffiel, daß sich bestimmte Strukturen in den Stories regelmäßig wiederholten und sie für mich daher in steigendem Maße vorhersehbar wurden. Das Phänomen zog sich durch fast alle Heftserien.

                              Als Anfang der 2000er die ersten modernen Verfilmungen erschienen, haben mich diese dann wieder für das Genre begeistern können. Das war in der Form ziemlich neu. Zwar gab es Jahre vorher auch schon Marvel-Comicverfilmungen (Spiderman, die Hulk Fernsehserie, Cpt.America und Nick Fury:Agent Of Shield), die aber mE qualitativ unbefriedigend ausfielen. Lediglich die Marvelverfilmungen, die keine Superheldenstories waren (Conan der Barbar und Howard The Duck), waren gelungenere Adaptionen für mich. Bis 2000 waren die DC-Verfilmungen (Superman und Batman) denen von Marvel haushoch überlegen.

                              Es ging also 2000 zuerst mit den X-Men und dann mit Spiderman los, was logisch war, denn dies waren die beiden bis dahin erfolgreichsten Marvel Comicreihen. Aber als Kenner der Originalstories habe ich die leichten Veränderungen in den Filmen nur teilweise gemocht.
                              Ich hätte Wolverine lieber in genau dem gelben Latexanzug gesehen, über den sich im Film lustig gemacht wurde. Heute stören mich die Änderungen nicht mehr. Es ist zwar schade, daß diese nötig waren um das Produkt massenkompatibel zu machen, aber ich denke mir auch, daß die Verfilmungen ohne sie wahrscheinlich nicht so erfolgreich gelaufen wären.

                              Fasziniert hat mich am Superheldenthema generell immer der Aspekt des "Andersseins". Fähigkeiten zu besitzen, die in der Bevölkerung nicht so oft vorkommen und deswegen von den meisten "normal guys" auf der einen Seite bewundert und auf der anderen Seite jedoch mißtrauisch bis spöttisch beäugt zu werden. Als Musiker, der eigene Songs schreibt, habe ich da schon immer auf einer anderen Ebene Parallelen gesehen und auch erlebt. So funktioniert meine Identifikation mit den Figuren. Die Lektüre kann hilfreich sein, wenn es darum geht von seinen persönlichen Talenten nicht abzulassen, sondern sie selbstbewußt weiter auszubauen. Nur weil andere es nicht verstehen was man überhaupt macht, bedeutet nicht, daß man ein Freak ist.

                              Vor dem Hintergrund finde ich auch den Satz: "Es gibt nichts gewöhnlicheres als den Wunsch etwas Besonderes zu sein." sehr zynisch, weil er im Grunde nur danach strebt jegliche Ambitionen und Talente (egal welcher Art) im Keim zu ersticken.
                              "Sei bitte nicht anders, sei gefälligst so wie wir." höre ich da immer heraus. Dabei ist jemand, der etwas kann was viele nicht können im Grunde ebenso ein Mensch wie alle anderen. Nur scheinen die ihm seine Talente zu neiden. Machen diese Talente ihn dazu auch noch überlegen, schlägt der Neid sogar in Angst und Haß um. Das ist übrigens genau der Aspekt, der in den X-Men Comics, insbesondere seit der Mutantenverfolgung, immer im Vordergrund stand.

                              Und was fasziniert mich heute an den Filmen ? Ersteinmal die Gewohnheit, die Stories zu kennen, mit dem Genre sehr vertraut zu sein und die tolle optische Umsetzung natürlich. Trotz der zahlreichen Änderungen funktionieren die meisten der Filme auch für mich als alten Leser ganz gut. Die meisten Modernisierungen müssen wohl auch sein, sonst würde ein gewisser Generationenwechsel nicht funktionieren und die alten Geschichten den Sprung ins Heute nicht schaffen.

                              Sehr schade finde ich allerdings die derzeitige, doch recht verworrene, Rechtesituation der verschiedenen Marvelfiguren. Meines Erachtens dürfte Captain America III gar nicht Civilwar heißen, weil so viele der Figuren aus der Originalstory im Film wohl gar nicht auftauchen werden, sodaß er deswegen höchstwahrscheinlich eine ganz andere Geschichte erzählen wird. Aber das sind nur Kleinigkeiten, die nur eine, mich eingeschlossene, Minderheit so sieht und den Kinobesucher, der die Comics nicht kennt, nicht jucken werden. Trotzdem erwarte ich keinen schlechten Film.

                              Bedauerlicherweise stellt sich bei mir mittlerweile auch ein Abnutzungseffekt ein, denn ich finde, daß sich einige der jüngeren Marvelfilme sehr ähneln. So empfinde ich z.B. Avengers:Age Of Ultron fast schon als einen Avengers Klon. Das läßt in mir auch die leise Befürchtung aufkommen, daß in näherer Zukunft genau die Stagnation, die mir damals das Interesse an den Heften genommen hat, auch das Filmuniversum befallen könnte.

                              Die Fernsehserie Agents Of Shield wiederum finde ich sehr innovativ. Das Superhelden-Light Konzept kommt bei mir derzeit sehr gut an.

                              Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                              Warum interessieren euch die Filme, nicht aber die Comics?
                              Die DC-Filme finde ich als Filme interessant, obwohl ich die Comics nicht kenne. So finden sich in meiner Filmsammlung alle Batmanverfilmungen. Hier scheint bei mir wohl doch eine leichte Affinität zum Massenprodukt Blockbuster vorhanden zu sein, die ich selten zugeben möchte. Wenn das Genre an sich funktioniert, funktioniert wohl auch das. Ich habe danach sogar mal in die Heftreihe reingeschaut, es aber wieder bleiben lassen. Ich lese sowieso nicht mehr viel Comics, sondern schaue hauptsächlich nur noch die Filme. Ich kann nicht sagen ob mir Green Lantern genauso gut gefallen würde, wie er mir gefällt, wenn ich die Comics kennen würde. Davon habe ich nämlich nie auch nur ein Heft in den Fingern gehabt.

                              Ähnlich geht es mir mit The Crow, Spawn, Judge Dread, The Watchmen, Hellboy und Sin City, deren Comicvorlagen ich nie gelesen habe. Die Filme gefallen mir alle ziemlich gut. Vielleicht ändert sich das ja, sollte ich diese Bildungslücken irgendwann einmal schließen.

                              Leider kann ich nicht nachvollziehen warum manche Menschen es anstrengend finden Comics zu lesen. Während die meisten meiner Bekannten sowohl Filme schauen als auch Bücher lesen, kommen sie mit der Kombination aus Text und Bild auf Papier oder Bildschirm kaum klar.
                              Zuletzt geändert von Galactus; 09.11.2015, 07:17.
                              "Ganz egal wo Ihr hingeht - da seid Ihr dann." (Buckaroo Banzai)

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