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Whiplash (2014)

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  • Whiplash (2014)

    Eben reingezogen. Beeindruckender Film.

    Es geht um den Schlagzeug-Studenten Andrew, der Teil der Bigband an seiner Hochschule wird. Sein "Gegenspieler" ist sein Dozent und gleichzeitig Bandleader Fletcher, welcher Studenten/Musiker mit sadistischen Methoden an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit treibt. Es gibt einen sehr überraschenden Twist gegen Ende des Films, welcher den Konflikt des Films auf unerwartet versöhnliche Weise auflöst.

    Der Film war (zu recht) einer der großen Abräumer bei der Oscar-Verleihung 2015. Der Film funktioniert auf verschiedenen Ebenen (z.B. als Musikfilm oder Drama) und regt zum Nachdenken/Diskutieren an. Eine zentrale Frage die der Film aufwirft, ist, ob Strenge und Wettbewerb die Triebfedern sind, die uns voranbringen. Es geht weiterhin um die Frage, was wirklich wichtig im Leben ist, und wie viel man für den Erfolg zu opfern bereit ist.

    Dieser Film ist ein gutes Beispiel dafür, wie wenig man braucht, um zu unterhalten. Der Film wird fast ausschließlich von den beiden Figuren getragen und kommt ohne verschachtelte Erzählstruktur aus. Die Musik ist wirklich toll, auch wenn ich als Jazz-Hörer hier natürlich etwas befangen bin. Trotzdem scheint der Film auch viele Menschen angesprochen zu haben, die mit Jazz nicht viel am Hut haben. Das hat mich sehr überrascht.

    Mein Lieblingszitat: "Hast du kein Talent, endest du in einer Rockband."
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    http://www.last.fm/user/LARG0/

  • #2
    Als jemand der viel in Rockbands gespielt hat sollte mich das Zitat ärgern. Tut es aber nicht wirklich. Vielmehr weckt es gewisse Erinnerungen, da ich zeitweise auch mit Musikstudenten (u.a. spezialisiert auf Schlagwerk) zusammen gearbeitet habe. Meine Erfahrung ist, daß ein Großteil dieser Leute viel Wert auf komplizierte Rhythmusstrukturen und möglichst viele Rhythmus- und Tempowechsel legt. Das ist auch nicht uninteressant, da solche Einwürfe die Virtuosität eines Musikers zeigen und wohldosiert ein Musikstück sehr nach vorne bringen können. Als Songwriter hatte ich aber auch manchmal das Problem ihnen beibringen zu müssen, daß rein technische Virtuosität allein noch keinen guten Song ausmacht und zuviel davon den Zuhörer überfordert und das genaue Gegenteil von Begeisterung hervorrufen kann. Ich habe mich mehr als 1x gefragt: "Was bringen die den Leuten da an den Hochschulen eigentlich bei ?", glaube aber nicht, daß alle Musikstudenten so sind und es auch nicht an den Schulen liegt.

    Gerade im Bereich Musik ist weniger sehr oft mehr. Es kommt den Technikern aber auch diplomatisch entgegen, wenn man ihnen die Möglichkeit bietet sich zu produzieren indem man in einen Live-Gig z.B. ein umfangreicheres Drumsolo einbaut, dessen Ausgestaltung man den Musikern am besten selbst überläßt. Zudem gönne ich den musikalischen Leistungssportlern ihr Ding, denn es ist ja auch genreabhängig wie die Schwerpunkte gesetzt sind.

    Von daher finde ich den Filmtipp megainteressant. Danke dafür.
    Zuletzt geändert von Galactus; 27.12.2015, 19:06.
    "Ganz egal wo Ihr hingeht - da seid Ihr dann." (Buckaroo Banzai)

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    • #3
      Hab mir den Film vor ein paar Monaten von einem Freund ausgeliehen. Die haushohe IMDB-Bewertung hat meine Erwartungen ziemlich in die Höhe geschraubt, was der Film dann nur bedingt erfüllen konnte.

      Die beiden Schauspieler sind auf alle Fälle top. Dazu gibt es einige sehr intensive Szenen wie das Blutig-Spielen oder der Autounfall. Vom Schnitt und der Kameraführung her ist der Film ebenfalls top. Die Musik (natürlich muss man Jazz mögen) 1A.

      Wobei die Musik dann doch auch wieder ein Manko des Film ist. Von seinen etwas über 90 Minuten sind gut die Hälfte einfach nur Musikstücke. Diese hören sich zwar gut an, allerdings etwas mehr Handlung und mehr vom famosen Psychoduell hätte ich schon gerne gesehen.

      Von dem her ist der Film für mich zwar sehr gut, aber kein Meisterwerk:
      4,5 Sterne!

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      • #4
        Ich bin jetzt ganz bestimmt kein Jazz Fan, konnte eigentlich nie wirklich etwas mit der Musik anfangen (Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel) und das wird sich nach dem Film auch nicht groß ändern aber die Musik im Film fand ich wirklich Klasse!

        Der Film selber ist in meinen Augen ein kleines Meisterwerk der teilweise schon sehr intensiv ist mit Szenen die einem garantiert im Gedächtnis bleiben!

        Die Hauptdarsteller sind sehr gut gecastet & liefern eine sehr gute Leistung ab, den Oscar für J.K. Simmons finde ich mehr als gerechtfertigt!

        Fazit:
        Der Film verdient meiner Meinung nach die volle Punktzahl, kann mich eigentlich nicht erinnern wann ich das letzte Mal einen so guten Musikfilm gesehen habe!

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