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Film vs. Buch: Überraschungen gehen verloren

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  • Film vs. Buch: Überraschungen gehen verloren

    Nachdem ich nun sehr oft die Filme gesehen und vor kurzem - nach viel zu langer Zeit - mal wieder in die Bücher gelinst habe, ist mir folgendes aufgefallen.

    PJ hat versucht, die Erzählstruktur aufzubrechen und durch die häufigen Szenenwechsel deultich zu machen, wie die einzelnen Ereignisse zeitlich einzuordnen sind. Gut gelungen, wie zum Beispiel Pip und Gandalf in Minas Tirith sehen, wie Minas Morgul aufleuchtet in dem selben Moment, in dem Frodo, Sam und Gollum da sind. Im Buch verliert man ja manchmal den Überblick.

    Das ist eigentlich gut gelungen, doch gehen dadurch im Film zwei Momente verloren, die im Buch sehr spannend/überraschend sind.

    Dass der Soldat, der den Hexenkönig vernichtet, in Wahrheit Eowyn ist, erfährt der Leser im Buch erst in dem Moment, als sie vor ihm den Helm abnimmt. Im Film ist es von Anfang an klar.

    Als Gandalf, Araorn und Co. vor dem schwarzen Tor stehen und Saurons Mund ihnen weismachen will, dass Frodo gefangen und gefoltert wurde, weiß der Leser nicht, dass das nicht stimmt. Im Film ist es klar, dass Frodo und Sam noch auf dem richtigen Weg sind.

    Was haltet Ihr davon?
    "The Halfling was dear to thee, I see.
    Who would have thought one so small could endure so much pain?"
    - Saurons Mouth -

  • #2
    Ich meine du hast zwar recht, aber irgendwie finde ich es schwer, dies richtig umzusetzen.

    Nun gut, dass mit Eowyn wäre vielleicht noch möglich gewesen, dass mit Frodo/Sam eher schwer. Ich denke, dass es eigentlich so passt.
    'To infinity and beyond!'

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    • #3
      Im großen und ganzen ist die Verfilmung von Peter Jackson sehr genial und gelungen.

      Man kann Bücher nie 100% umsetzen. Würde man die drei Bücher 100% uimsetzen, dann hätten wir bestimmt 12 oder mehr Stunden ingesamt gehabt, als jetzt 9 Stunden.

      Warum war das mit Eowyn am Anfang klar?

      Nur weil es im Film heißt kein Mann kann mich töten?

      Dann hätte natürlich auch ein Hobbit oder ein Zwerg es machen können.

      Und das Frodo/Sam nicht gefoltert werden, erzählt er ja nur dem Heer um die ein wenig den Mut zu verlieren zu lassen. Musste/Sollte ja nicht stimmen. Sauron is DAS BÖSE und böse Kreaturen leben von LUG und TRUG
      Wir sind Borg! Widerstand ist Zwecklos

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      • #4
        Zitat von CaptainSheridan
        Warum war das mit Eowyn am Anfang klar?
        Im Film ist es ab dem Moment klar, wo Eowyn Merry zu sich auf's Pferd nimmt und sie mit dem restlichen Rohirrim-Heer nach Minas Tirith reiten. Im Buch gibt sie sich zunächst als ein junger Soldat namens Dernhelm aus. Erst im Angesicht des Hexenkönigs gibt sie ihre Tarnung auf - für Merry und den Leser überraschend.

        Zitat von CaptainSheridan
        Und das Frodo/Sam nicht gefoltert werden, erzählt er ja nur dem Heer um die ein wenig den Mut zu verlieren zu lassen. Musste/Sollte ja nicht stimmen. Sauron is DAS BÖSE und böse Kreaturen leben von LUG und TRUG
        Das ist klar, dass es nur ein Täuschungsmanöver ist. Doch im Buch gelingt das sogar gegenüber dem Leser, der auch nicht weiß, dass Frodo und Sam noch frei sind. Der letzte Stand zu diesem Zeitpunkt ist Frodos Gefangennahme durch die Orks im Turm von Cirith Ungol.

        Das soll auch keine grundsätzliche Kritik an den Filmen sein - ich denke nämlich auch, dass sie absolut genial sind. Wollte nur mal wissen, ob Ihr diese beiden - vor allem das vermeintliche Ende Frodos - Spannungsmomente trotzdem vermisst.
        "The Halfling was dear to thee, I see.
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        - Saurons Mouth -

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        • #5
          Zitat von djerun
          Im Film ist es ab dem Moment klar, wo Eowyn Merry zu sich auf's Pferd nimmt und sie mit dem restlichen Rohirrim-Heer nach Minas Tirith reiten. Im Buch gibt sie sich zunächst als ein junger Soldat namens Dernhelm aus. Erst im Angesicht des Hexenkönigs gibt sie ihre Tarnung auf - für Merry und den Leser überraschend.
          Ja, mir ist das auch sofort aufgefallen, aber gestört hat es mich nicht weiter.
          Allerdings muss ich sagen, dass meine Freundinnen, die ich mit in den Film geschleppt hatte, und die das Buch nicht kannten, sehr überrascht waren, als rauskam, dass es Eowyn war. Ihnen war die Ähnlichkeit zwischen dem Reiter und Eowyn nicht aufgefallen, und den Spruch"...meine Herrin" haben sie auch nicht mit Eowyn in Verbindung gebracht.
          Das mag vielleicht daran liegen, dass sie nicht sonderlich interessiert am Thema waren...aber nun gut.

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          • #6
            Meiner Meinung nach sind im Film einige Ungereimtheiten. Doch ist es zu verzeihen, denn wie bereits erwähnt, ist es unheimlich schwer ein Buch zu einem Film vernüftig rüber zu bringen. Bei LotR war es dreimal schwer. Denn die vielen Erzählstränge die Tolkien uns Leser aufbrummte, waren wahnsinnig schwer im Film rüberzubringen. Sie waren im Buch ja schon verwirrend. Wenn PJ sich an Tolkiens Struktur gehalten hätte, wären die Filme recht langweilig geworden.

            Und wenn man erst die Bücher gelesen hat und dann erst die Filme gesehen hat, dann ist es schwer zwischen beiden abzuschalten und diese beiden unterschiedlichen Genren nicht miteinander zu vergleichen. Ich denke man sollte beides nicht zu eng miteinander vergleichen. Man findet immer etwas, was einen verwirren wird.
            >>> Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie andere mich gerne hätten. <<<
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            • #7
              Ich finde, dass der Film erstaunlich gut den Inhalt, und das Flair (den Flair?) des Buches eingefangen hat...
              Das gelingt bei Buchverfilmungen nur seltenst (meiner Meinung nach ist es z.b. bei Harry Potter gründlich misslungen, die Bücher sind toll, die Filme eher schrottig...)
              Es gibt zwei Regeln für Erfolg:

              1.) Teile nicht dein ganzes Wissen
              2.)

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              • #8
                Zitat von djerun
                Als Gandalf, Araorn und Co. vor dem schwarzen Tor stehen und Saurons Mund ihnen weismachen will, dass Frodo gefangen und gefoltert wurde, weiß der Leser nicht, dass das nicht stimmt. Im Film ist es klar, dass Frodo und Sam noch auf dem richtigen Weg sind.

                Grundsätzlich bin ich eigentlich der Auffassung, dass man aufgrund der unterschiedlichen Medien und zum Teil auch sicher unterschiedlichen Zielgruppen PJ schon einige Freiheiten zugestehen sollte.

                Die oben gequotete Änderung hat aber in der Tat einen sehr spannungstötenden Effekt. Da hätte er wirklich eher am Buch bleiben sollen, und Frodo's Überleben etwas unklarer erscheinen lassen sollen.
                “Are these things really better than the things I already have? Or am I just trained to be dissatisfied with what I have now?”― Chuck Palahniuk, Lullaby
                They have nothing in their whole imperial arsenal that can break the spirit of one Irishman who doesn't want to be broken - Bobby Sands
                Christianity makes everyone have this mentality that escapism is a bad thing. You know "Don't run away from the real world - deal with it." Why ? Why should you have to suffer? - Marilyn Manson

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                • #9
                  Im Film fand ich es auch etwas blöd, daß der Zuschauer gleich mitbekommen hat, daß der Reiter Éowyn war. Wenn nicht an Merrys "Herrin!", dann doch spätestens während der Rast, als sie ihren Helm abgenommen hatte. Und da andere Reiter in der Nähe waren, dürften es dann spätestens noch mehr Leute mitbekommen haben! Eigentlich komisch, daß da niemand reagiert oder es sogar Théoden mitgeteilt hat!

                  Im Buch war das besser. Da wußte man als Leser lange Zeit nicht, wer Dernhelm ist.

                  Und die Szene mit Saurons Mund... klar weiß man da, daß Frodo noch am Leben ist. Aber mal ganz ehrlich: hat man denn ernsthaft beim Lesen des Buches an dieser Stelle angenommen, daß der Protagonist, von dem alles abhängt, tot und die Mission damit plötzlich gescheitert ist ?
                  Join the Vorta-Fanclub! Hier könnt ihr eure Meinung zu Weyoun & Co. schreiben! Jeder ist willkommen ;-)! ~~~~~~
                  "Gewagt hast du, meiner zu spotten und Widerrede zu führen gegen Melkor, den Meister aller Geschicke von Arda!"
                  "Denn bin nicht auch ich ein Vala? Ich bin´s, und mehr noch als die, welche da stolz in Valimar sitzen!"
                  (Tolkien: Das Silmarillion)

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                  • #10
                    Zitat von Weyoun 5
                    Im Film fand ich es auch etwas blöd, daß der Zuschauer gleich mitbekommen hat, daß der Reiter Éowyn war. Wenn nicht an Merrys "Herrin!", dann doch spätestens während der Rast, als sie ihren Helm abgenommen hatte. Und da andere Reiter in der Nähe waren, dürften es dann spätestens noch mehr Leute mitbekommen haben! Eigentlich komisch, daß da niemand reagiert oder es sogar Théoden mitgeteilt hat!


                    Das ist mir auch sauer aufgestossen. Aber So ist das nun mal im Film.

                    Im Buch war das besser. Da wußte man als Leser lange Zeit nicht, wer Dernhelm ist.

                    Tja, PJ wollte die Zuschauer wohl nicht im Unklaren lassen.

                    Und die Szene mit Saurons Mund... klar weiß man da, daß Frodo noch am Leben ist. Aber mal ganz ehrlich: hat man denn ernsthaft beim Lesen des Buches an dieser Stelle angenommen, daß der Protagonist, von dem alles abhängt, tot und die Mission damit plötzlich gescheitert ist ?
                    Das Aragorn im Film Saurons Mund den Kopf abgeschlagen hat, zeigte das Aragorn noch nicht reif genug war für die Königskrone. Ein Unterhändler mordet nicht einfach, egal wie böse und schlimm der gegnerische Unterhändler auch sein mag.

                    Aber ansonsten war mir im Buch auch nicht ganz klar, ob die Mission gescheitert war oder nicht. Ich habe ziemlich Wasser und Blut geschwitzt und musste unbedingt weiterlesen.
                    >>> Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie andere mich gerne hätten. <<<
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                    • #11
                      Ein Unterhändler mordet nicht einfach, egal wie böse und schlimm der gegnerische Unterhändler auch sein mag.
                      Naja, ich denke mal nicht, dass diese Aktion von Aragorn wirkliche Unreife zeigt. Saurons Mund ist sicherlich niemand, bei dem eine Diskussion oder weitere Verhandlungen Sinn gehabt hätten, sondern eine Verköperung des Bösen. Ich denke nicht, dass diese Szene die Absicht hatte , ihn unreif erscheinen zu lassen - insgesamt werden Orks und Co. ja doch in Scharen getötet und ein "Gewalt ist keine Lösung" Gespräch hätte da auch wohl wenig geholfen .
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                      • #12
                        Nein, Unreife zeigt diese Aktion wirklich nicht, sondern eher, wie nervlich angespannt Aragorn in dieser Situation war. Er hat einfach die Beherrschung verloren angesichts des Gedankens, daß Frodo tot sein soll und angesichts des ekelhaften Verhaltens seines Gegenübers. Das war eine rein menschliche Reaktion, wenn auch heftig.

                        Manch anderer hätte vielleicht ähnlich oder genauso reagiert!

                        Aber es war schon okay, daß PJ die Szene aus der Kinoversion rausgelassen und nur in die SEE gepackt hat, da sie nicht wirklich etwas zur Handlung beiträgt und eigentlich überflüssig ist, da der Zuschauer ja weiß, daß Frodo nicht tot ist.
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                        • #13
                          Zitat von Weyoun 5
                          (...) Aber mal ganz ehrlich: hat man denn ernsthaft beim Lesen des Buches an dieser Stelle angenommen, daß der Protagonist, von dem alles abhängt, tot und die Mission damit plötzlich gescheitert ist ?
                          Hmmm.
                          HdR (Buch) ist wohl das einzige Werk bei dem ich von Anfang bis zum Ende an die Selbstverständlichkeit eines Happy-Ends gezweifelt habe.
                          Bei besagter Szene habe in dem Unterhändler sofort geglaubt, auch als Sam Frodo nach dem Kampf mit Kankra für tot hielt.

                          Tolkien hat es geschafft, die aussichtslose Mission von Frodo über hunderte von Seiten auch weiterhin aussichtslos darzustellen.
                          Das konnte der Film nicht !
                          Try talking to you. While you do, while you do. I swap places with you. Just to see things through.
                          Just sing me the tune. And you'll see.
                          I'll keep it here for you. I'll wait for your cue
                          - Zero 7 / Throw it all away

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                          • #14
                            Ich weiß nicht, Aragorn war sonst immer so besonnen und ließ sich auch im größten Stress und in der aussichtslosesten situation nicht aus der Ruhe bringen. Warum dann ausgerechnet als er Saurons Mund köpfte? Aber ist ja auch egal. Ist schon wahr, das der Film nicht die Spannung aufrechterhalten konnte wie das Buch. Es sei denn, PJ hätte die Szene mit Frodo nach dem Gespräch mit Saurons Mund gezeigt. Das wäre noch eine mögliche Variante gewesen.
                            >>> Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie andere mich gerne hätten. <<<
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                            • #15
                              Ich hab die Bücher erst nach den Filmen gesehen und finde die Filme sind der Bücher würdig. eine der besten Buchverfilmungen überhaubt,. und das is bei einem Buch wie HdR sicher schwierig.
                              ich hab die Bücher bis jetzt 5mal gelessen und die Filme min. 10mal gesehen. ich kann praktisch den ganzen Film mitsprechen, weis was er und wann zu wem gesagt hat.
                              das einzige was mir bei der Verfilmung nicht gefallen hat is das PJ die Rolle des Faramir so extrem umgeschrieben hat.

                              PS.: is euch aufgefallen das in der SEE in Szene 45 "die Stunde des Hexenmeisters" der Oberse Nazgul Gandalfs Stab zerbricht. Gandalf diesen in Szene 76 "die Grauen Anfurten" wieder hat.?

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