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Tiefere Bedeutung im Herrn der Ringe ?!

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    Frischfleisch
    Frischfleisch



    Registriert: 09.01.2010
    Beiträge: 1


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    Hi,
    mich würde wirklich interessieren ob es hier jemanden gibt, der eine tiefere Bedeutung in Tolkiens Werken sieht? In den Charakteren vielleicht?
    Ich jedenfalls habe mal einen längeren Artikel über das Anfangsgedicht geschrieben. In dem ich behaupte, dass es eine sehr viel tiefere Bedeutung hinter diesem Gedicht gibt.
    Das ganze bezieht sich auf die Kabbalah, eine mystische Tradtion die Ihre Anfänge im Judentum hat, aber wohl auch das Christentum beeinflusst, aber lest selbst. Da der Artikel etwas lang für ein Forum ist, hier ein Link auf das Thema auf meiner Webseite:
    tiefere Bedeutung in der Herr der Ringe (Kabbalah)


    Wenn ihr nichts über Esoterik wisst, kann es vielleicht sinnvoll sein zusätzlich die Rubrik Wissenschaft aufzusuchen, da gibt es zuerst eine Art Magiedefinition, und dann einen Versuch die persönlichen sozusagen hermeneutischen Erkenntnisse mit den widersprechenden wissenschaftlichen empirischen auf sehr unkonventionelle aber logische und wie ich finde plausible Weise zu vereinen.

    Bin gespannt was ihr dazu sagt
    Chers
    TheoretikerJoe

  • #2
    Zitat von theoretikerjoe Beitrag anzeigen
    Ich habe eine einfach Erklärung für das Gedicht. Wenn man die Anzahl der Ringe zusammen addiert (ohne den einen Ring), dann kommt man auf 19 ( = 3 + 7 + 9 ). Und wenn man von Sorror A.L. die Magische Pforte gelesen hat, dann weiß man über die Bedeutung der magischen Quadrate. Also versuchen wir doch mal, 19 hoch 2, mach, macht... 361. Gibt es irgendeine Information die man aus der 361 ziehen könnte?
    Interessant ist doch, und das ist denke ich auch die Lösung, das ein ganzer Kreis 360° hat. 361° wäre also 1° zuviel für einen perfekten Kreis.
    Hallo,

    ich finde das alles ziemlich weit hergeholt. Kein normaler Mensch würde auf die Idee kommen, Zahlen eines Gedichtes solange umzurechnen, bis irgendeine Deutung möglich ist.
    Tolkien war Sprachwissenschaftler, kein Esoteriker.

    Was mir an tieferer Bedeutung des Herrn der Ringe bekannt ist, ist dass es viele Gleichnisse gibt, z.B. sollen die Hobbits zeigen, dass diejenigen, die klein und schwach erscheinen in der Lage sind, die Welt vollkommen zu verändern.
    Ich bin manchmal monatelang nicht hier im Forum
    LEST BITTE DIE HINWEISE, BEVOR IHR HIER NACH EINER ÜBERSETZUNG FRAGT!!!

    Thalíviel

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    • #3
      Sehe ich auch so. Mit Verlaub ist das esoterischer, überzogener Unfug - manche WOLLEN halt in ALLEM irgendwas tiefschürfendes, das ihrer esoterischen Neigung entspricht, mit Gewalt hineininterpretieren. Wenn man das unbedingt haben will, ist man wohl besser unter Esoterik-Forum aufgehoben und kann sich den wirklich durchgeknallten Dingen widmen. Das einzige, das Tolkien in HdR wirklich eingebracht hat, ist die Verarbeitung seiner Kriegserlebnisse, aber das ist aus jeder Biographie zu entnehmen.
      Grüße,
      Peter H

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      • #4
        Ich denke, Tolkien wollte auch viele christliche Werte und Moralvorstellungen vermitteln (Freundschaft, Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft, Treue, Vertrauen...)

        So sollte auch gezeigt werden, dass das Streben nach großer Macht (nach dem einen Ring) sehr häufig dazu führt, dass der Charakter schlecht und böse wird.
        Gandalf hat das gewusst, deshalb hatte er es am Anfang des ersten Teils abgelehnt, den Ring zu nehmen, als Frodo ihm ihn geben wollte.
        "Ich würde den Ring benutzen wollen, um Gutes zu tun. Aber durch mich hätte er eine zu große Macht."
        Saruman, der früher wirklich ein guter Zauberer war, ist dieser Versuchung erlegen. Wozu das führte ist in der Geschichte ja ausführlich dargestellt.
        Ich bin manchmal monatelang nicht hier im Forum
        LEST BITTE DIE HINWEISE, BEVOR IHR HIER NACH EINER ÜBERSETZUNG FRAGT!!!

        Thalíviel

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        • #5
          ich finde es bleibt einem selber überlassen in den Werken das zu sehen was man sehen will.Im groben bleibt schon die message kleben das das gute überwiegt aber das wars auch schon.Der rest ist abhängig von genügend Vorstellungskraft der jeweiligen Betrachter...ob man da nun einen tieferen Sinn sieht.
          "Eines Tages wird alles gut sein, das ist unsere Hoffnung. Heute ist alles in Ordnung, das ist unsere Illusion." Voltaire

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          • #6
            Tolkien selbst hat sich ja auch immer dagegen gewehrt, wenn man ihm eine bestimmte Analogie im HdR nachweisen wollte, kann man auch im Vorwort von ihm lesen. Hier und da werden sicherlich irgendwelche Werte vermittelt, aber wirklich aussagen wollte Tolkien (nach eigenen Aussagen) eben nicht.
            Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

            Für alle, die Mathe mögen

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            • #7
              Zitat von Thaliviel
              Ich denke, Tolkien wollte auch viele christliche Werte und Moralvorstellungen vermitteln (Freundschaft, Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft, Treue, Vertrauen...)
              Vielleicht hätte er das so gesehen. Tatsächlich sind diese "Werte" nichts speziell Christliches. Sie sind das Ergebnis von Reflektion über unser Sozialverhalten, vor allem über kooperatives Verhalten. Kooperation dient der Gruppe; diesen Gruppenegoismus gibt es bei fast allen Lebewesen, in besonderem Maße bei Primaten.
              Ein paar grundsätzliche Gedanken dazu, bevor ich zum Thema zurückkehre:

              Fundamentaler als "Werte" ist also die Notwendigkeit der Kooperation (und allgemeiner des Überlebens der Gruppe). Vernunft und Empathie sind die wichtigsten Werkzeuge unserer Kooperation. Daher überrascht es nicht, dass sich fast alle Werte letztlich aus Vernunft und Mitgefühl ergeben. Dieser Schritt ist jedoch nicht eindeutig, daher von Kultur zu Kultur verschieden. Vermutlich gilt: Je liberaler, desto wichtiger (eigentlich) die Empathie; je konservativer, desto wichtiger ein starres Regelkorsett.

              Also: Wertvorstellungen sind Teil einer nachträglichen Theorie. Dieses Bewusstmachen verstärkt das Gefühl von Identität und Klarheit, was wiederum kooperatives Verhalten festigen kann. Dennoch sind Wertvorstellungen nicht die eigentliche Ursache des "guten Verhaltens", d.h. der Kooperation.

              Auch wenn ich Nachdenken schätze, halte ich "Kinder brauchen Werte" für zu vage und verkopft. Sperriger, jedoch treffender wäre "Kinder brauchen Vorbilder, altersgemäße Übung und altersgemäße Reflektion."
              Viele Erzählungen haben daher eine Vorbildfunktion, die aber mit der Unterhaltungsfunktion nicht ganz verträglich ist. Zur Unterhaltung gehören unvernünftige Konfliktlösung, aber auch beruhigende, naive Botschaften wie "Alles wird gut." oder "Alles hat einen Sinn." Leo Rosten hat diesen naiven Aspekt gut auf den Punkt gebracht: "Wahrheit ist seltsamer als die Fiktion. Fiktion muss Sinn machen." Fiktion lenkt also von der eigentlichen Absurdität des Daseins ab.


              Wahrscheinlich ist einiges von den Erfahrungen und den Sichtweisen Tolkiens mehr oder weniger bewusst ins Buch eingeflossen. Dass man Tolkiens Werk moralisch dennoch nicht zu ernst nehmen sollte, kann man u.a. am mitleidlosen Umgang mit den Orks sehen. Nach der christlichen Idee der Feindesliebe müssten Aragorn & Co eigentlich ein Resozialisierungsprogramm für Orks starten. Dass sie es nicht tun, ist okay, weil es sich um Unterhaltung handelt.
              Vielleicht könnten die folgenden Bücher für Dich interessant sein: Nummer 1 und Nummer 2

              Auf dieser Seite ist Interessantes über Fantasy zu lesen. Das Fazit fand ich erfrischend ehrlich:
              Flucht aus dem Alltag in eine andere Welt und ein anderes Ich? Dazu muss sich der Fantasy-Liebhaber klar bekennen! Aber warum sollte er sich dieses Motiv vorwerfen lassen? Hatte Unterhaltung denn jemals einen anderen Sinn?
              Und wenn jemand Fantasy mag, heißt das doch nicht, dass derjenige nicht mit seinem Alltag umgehen kann. Das ist keine Frage und nicht die Schuld des Genres, sondern eine individuelle Angelegenheit.

              Fantasy ist und bleibt in erster Linie eine Form der Unterhaltung. Und auf die eigentliche Frage „Warum gerade Fantasy?“ lautet die Antwort schlicht: „Es macht einfach Spaß, gute Fantasy zu lesen!“
              "Wenn man mir sagt, es gebe Dinge, die über unsere Vernunft hinausgehen, so kann mich das nicht veranlassen, Unsinn zu glauben. Zweifellos gibt es Dinge, die über unsere Vernunft gehen; aber ich verwerfe kühn alles, was ihr widerstreitet, und alles, was gegen sie verstößt." (Denis Diderot) http://youtube.com/watch?v=J6b_vVNP4nM

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              • #8
                ohne jetzt ausführlich kommentieren zu wollen: Selten liest man hier so kluge Postings wie Hornblowers Beitrag in diesem Thread. Danke dafür.
                http://www.youtube.com/watch?v=Yle-vAgTJWQ&NR=1
                Grundeinkommen muss man denken können... http://www.youtube.com/watch?v=rTtVHPKt_Gs
                http://www.youtube.com/watch?v=PO7D7n68CYw ...dann dauert es nicht mehr lang.
                Karotten und Menschenbilder: http://www.youtube.com/watch?v=yufIH32Chu4

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                • #9
                  Ich finde ebenfalls den Beitrag von Hornblower gut, denn er spricht mir wahrlich aus der Seele.

                  Oftmals ist auch hier im Forum zu erkennen, dass sich einige Menschen viel zu sehr in Fiktionen hineinversetzen. Abweichungen von diesen Fiktionen werden abgelehnt und sogar aggressiv angegriffen. Besonders ist diese übertriebene Interpretation aber auch in der schaffenden Kunst zu sehen. Bilder und Skulpturen werden von hunderten von "Experten" analysiert und wie Kaffee-Sätze gelesen.

                  Ich bin Tolkien dankbar, dass er solch schöne Geschichten über Gut und Böse geschrieben hat und sich so wenig wir nur möglich selbst in seinem Werken widersprach, so dass seine Fantasiewelt immer authentisch und hochkomplex wirkt. Trotzdem war auch er nur ein Mensch, der nicht an alles denken konnte, so dass es auch keinen Sinn macht nach tieferen Bedeutungen an einigen Stellen zu suchen, an denen einige Fragen offen sind.

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