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Die Valar und Mittelerde

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  • Die Valar und Mittelerde

    Moin moin alle zusammen!

    Da ich mich zurzeit wieder etwas mehr mit HdR beschäftige, mach ich mir zu einigen Dingen Gedanken.
    Die Frage, die mich grad am meisten beschäftigt ist, warum Mittelerde den Valar im Dritten Zeitalter der Sonne so egal geworden ist.
    In den alten Zeiten von Beleriand taten sie alles um Morgoth zu bändigen(auch wenn sie sich zum "Krieg des Zorns" von Earendil überreden lassen mussten)
    Nachdem dieser aber in die Leere verbannt wurde, hielten sie sich aus den Geschehen heraus. Und das obwohl Sauron noch immer sein Unwesen trieb.
    Im zweiten Zeitalter kann man es vielleicht damit entschuldigen, dass die Numénorer allein mit ihm fertig wurden, was aber letztenendes ihr Untergang wurde.
    Im Dritten Zeitalter ist Sauron wieder stark in Mittelerde und treibt dort sein Unwesen. Und was tun die Valar? Schicken die Istari. Fünf Maiar in sterblichen Hüllen, denen es verboten ist, ihre Macht offen einzusetzen. Alle fünf sind gescheitert in ihrem Auftrag. Auch Gandalf, denn er starb und nur durch Iluvatar wurde er zurückgeschickt. Saruman wechselte die Seiten, Radagast hatte überhaupt kein Interesse, außer an der Tierwelt. Und die Ithryn Luin verschwanden im Osten.

    Was meint ihr, warum die Valar nicht noch mal zurückkehrten um Sauron zu entfernen?
    "Kinder, ihr habt euer Bestes gegeben und seid miserabel gescheitert. Was habt ihr daraus gelernt? Es niemals versuchen."
    Homer J. Simpson

  • #2
    Ich denke das hat stark mit der Entwicklung der Welt Mittelerde zu tun und so wie Tolkien sie angelegt hat. Danach sollen ja die mythologischen Aspekte immer weiter zurückgehen und sich am Ende Mittelerde sogar zu "unserer" Erde entwickeln.

    Daher kommt auch das fehlende Eingreifen der Valar. Vor Beginn der Zeitalter überließen sie die Erde erst weitgehend Morgoth und blieben in Valinor bevor sie ihn dorthin zurückbrachten, um ihn abzuurteilen. Er unterwarf sich ja zum Schein und mit seinem erneuten Verrat und der Flucht nach Mittelerde beginnt grob das erste Zeitalter. Dort ist Valinor noch auff dem Landweg zu erreichen und die Valar greifen noch einmal ein, als klar wird, dass die gesamte Schöpfung in Gefahr steht. Im zweiten Zeitalter ist Valinor nur noch per See zu erreichen. Die Valar greifen dann auch nicht mehr in die Belange Mittelerdes ein. Mit dem Angriff Numenors auf Valinor selbst ziehen sie sich sogar noch weiter zurück und entrücken Valinor von der Welt, so dass es nur noch von den bestimmten Personen (vor allem den Elben) erreicht werden kann. Das driite Zeitalter erlebt dann den endgültigen Niedergang der Mythologie. Das erste Reich der begünstigen Menschen vergeht und dist nur noch eine Legende, während die letzten Numeorer immer mehr als Relikte angesehen werden. Aragorn ist ja selber einer der letzten dieser Linie und wohl auch der letzte Abglanz der alten Numenorer. Gleichzeitig schwinden die Reiche der Elben, da sie jetzt vermehrt nach Valinor auswandern. Die Zwerge ziehen sich auch in die Berge zurück und nehmen in der Zahl ab. Sauron ist in dieser Welt selber ein Anachronismus.

    Warum nur die Istari mit beschränkter Macht geschickt werden kann ich aber auch nicht sagen. Sehen wir es einmal so, dass die Valar nur im äußersten Notfall eingreifen und der war möglicherweise noch lange nicht erreicht. Eventuell schwindet ihre Macht auch mit dem Wandel der Welt, wer weis...

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    • #3
      Eine interessante Theorie.

      Dass unsere Welt aus der von Arda entstanden sein soll, natürlich muss dann alles mystische verschwinden.
      Nur ist es dann wieder seltsam, dass dieses mystische am Ende von allen Tagen wieder in die Welt kommt: Dagor Dagorath.
      Leider gibt es dazu nur sehr wenig Infos, alles in allem scheint es so abzulaufen, wie in der nordischen Ragnarök.
      Warum nur die Istari mit beschränkter Macht geschickt werden kann ich aber auch nicht sagen. Sehen wir es einmal so, dass die Valar nur im äußersten Notfall eingreifen und der war möglicherweise noch lange nicht erreicht. Eventuell schwindet ihre Macht auch mit dem Wandel der Welt, wer weis...
      Hm, die Valar greifen ja eigentlich überhaupt nicht ein.
      Zum "Krieg des Zorns" musste Earendil sie überreden und als Ar-Pharazôn in Aman landete, taten sie auch nix, sondern mussten Iluvatar im Hilfe anrufen.
      Man weiß natürlich nicht, wie ihre Macht hier zu verstehen ist. Vielleicht können sie den "Kindern Iluvatars" auch einfach nix antun.
      "Kinder, ihr habt euer Bestes gegeben und seid miserabel gescheitert. Was habt ihr daraus gelernt? Es niemals versuchen."
      Homer J. Simpson

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      • #4
        Zitat von Cavit Beitrag anzeigen
        Hm, die Valar greifen ja eigentlich überhaupt nicht ein.
        Zum "Krieg des Zorns" musste Earendil sie überreden und als Ar-Pharazôn in Aman landete, taten sie auch nix, sondern mussten Iluvatar im Hilfe anrufen.
        Man weiß natürlich nicht, wie ihre Macht hier zu verstehen ist. Vielleicht können sie den "Kindern Iluvatars" auch einfach nix antun.
        Ja, das wäre eine Möglichkeit, die mir plausibel erscheint. Vielleicht ist es so: Solange keines der "Kinder Iluvatars" die Valar um Hilfe bittet, dürfen sie nicht eingreifen (dies erinnert mich an die Erste Direktive in ST).

        Morgoth war ja ein anderer Fall als Sauron, denn Morgoth war selbst ein Valar. Sauron war nur ein Maiar (wenn auch ein sehr mächtiger). Daher mag es den Valar verhältnismäßig erschienen sein, fünf Maiar in Gestalt verletzbarer Istari zu schicken. Dass sie von ihrer Macht nur mäßigen Gebrauch machen dürfen passt ja zur Hypothese, dass der manipulative Einfluss durch die Maiar und insbesondere die Valar möglichst klein gehalten werden soll, damit die Völker Mittelerdes nicht von diesen dominiert werden und sich selbstständig entfalten können. Aber dies ist natürlich nur Spekulation.

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