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Hobbit bzw. Mittelerdefilme: Gesamteindruck und Fazit

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  • Hobbit bzw. Mittelerdefilme: Gesamteindruck und Fazit

    Vor ziemlich genau 14 Jahren begann mit der KV von FotR unsere Reise nach PJs Mittelerde. Nun, wo mit der SEE von TBOTFA der voraussichtlich letzte (glaube nicht wirklich an eine Einigung mit Christopher Tolkien bzw seinen Erben zwecks Silmarillion, außerdem ist der Stoff fürs Kino IMO untauglich) Ausflug dorthin zu Ende ist, ist es Zeit Fazit zu ziehen.

    Hab mir die letzten Tage / Wochen nochmal die SEE von allen bisherigen fünf Mittelerde-Filmen angesehen und heute TBOTFA nachgelegt. Insgesamt bin ich mit der Verfilmung meiner Lieblingsbücher (sehe den Hobbit und den HdR als Rotes Buch der Westmark eher als Einheit an) doch sehr zufrieden. Glaube kaum, dass viele andere Regisseure sich derart viel Zeit genommen hätten um das Ganze so buchgetreu und detailreich zu verfilmen.

    Die Atmosphäre ist bei allen sechs Filmen genial. PJs Mittelerde ist wunderschön (Neuseeland eignet sich perfekt), wuchtig und episch. Einen großen Bruch zwischen dem HdR und dem Hobbit gibt es IMO nicht. Kamerafahrten, Landschaftsaufnahmen etc wirken großteils wie beim HdR.

    Wenn es immer wieder heißt, dass beim Hobbit zu viel ausgebaut wurde, so stimmt das sicherlich zu einem großen Prozentteil. Allerdings darf man nicht vergessen, dass sich die HdR-Verfilmung über weite Strecken auch nur auf TTT konzentriert und sowohl das erste als auch das letzte Buch großteils nur streift. Der Hobbit macht bei den Gesamtfilmen jetzt auch "nur" 8 von 19 Stunden, also etwas mehr als ein Drittel, aus. Von den Seitenzahlen her (HdR 1090 Seiten, Hobbit 310) wäre beim Roten Buch der Westmark die Hälfte genau bei Galadriels Spiegel, in PJs Verfilmung bei Frodos Ankunft in Bruchtal (also nicht soooo weit von einander entfernt).

    Wenn man Jackson jetzt vorwirft, dass die Zwergengefährten im Gegensatz zur Fellowship sehr blass rüberkommen, dann ist das genau wie im Buch. Habe den Hobbit mittlerweile um die 10 mal gelesen und kann immer noch nicht alle 13 mit Namen aufzählen. Jackson hat den Zwergen sogar minimal mehr Charakter als im Buch gegeben und zumindest im Aussehen einzigartig gemacht.

    Dass der HdR der bessere, weil epischere, Teil ist, liegt auch an der Vorlage. Liest man das Rote Buch der Westmark von Anfang bis Schluss ist es nicht anders, als dass sich eine lustige Schatzsuche zum finalen Konflikt des Dritten Zeitalters zuspitzt. Bei Jackson wirkt der Hobbit dank der erweiterten Szenen wie dem Grauen Rat oder Dol Guldur sogar noch mehr wie die "ersten Kapitel einer noch größeren Reise".

    Es gibt eigentlich nur zwei Dinge, die ich der Hobbit-Verfilmung bzw. den Mittelerde-Filmen allgemein groß ankreide. Und beides findet sich in TBOTFA: Da wäre zum Einen, dass Galadriel Sauron so leicht besiegen kann (passt nicht zum vorherigen Spannungsaufbau und lässt die Frage offen, warum sie im Ringkrieg als anscheinend mächtigstes Wesen von Mittelerde nicht aktiver ist) und zum Anderen die viel zu laaaange und over the Top Schlacht (Helms Klamm dauert nur in den Schlachtszenen 13 Minuten, Minas Tirith 21 und Fünf Heere ganze 40 Minuten).

    Wie man mittlerweile aus den Specials weiß, stand Jacksons Hobbit-Produktion unter keinem sooo guten Stern. Erst die ganzen Rechtsstreite, dadurch das Abspringen del Torros, Jackson übernimmt die Regie, weshalb es kaum Vorbereitungszeit gibt und schließlich auch noch, dass zwei Filme in drei geteilt werden. Gerade TBOTFA dürfte darunter gelitten haben:

    Gab es bei AUJ und TDOS großteils noch echte kostümierte Orks (und kamen diese bei den Hauptdreharbeiten der Schlacht auch noch zum Zug), wurde bei den Neudrehs der Schlacht zu TBOTFA nur noch auf billiges, schnell produziertes CGI gesetzt. Möglicherweise wurde auf Grund dieser Nachdrehs kurz nach AUJ sogar entschieden, Azog im Schnellverfahren doch noch zur CGI-FIgur zu machen (dass die Szenen mit einem maskierten Schauspieler gedreht wurden, sieht man ja in den Specials zu AUJ).

    Dann noch die Dreiteilung. Eine 40minütige CGI-Schlacht am Ende eines 3-Stunden-Films mag schon zu lange sein, am Ende eines 2-Stunden-Films ist sie jedoch eine Katastrophe. Dadurch wirkt TBOTF wie ein seelenloser Krachbumm-Film. Allgemein hätte man viele Kritikpunkte (auch der Kampf gegen Smaug am Ende von DOS wirkt eher unliebsam dahergeklatscht und zu lange) der Trilogie mit nur zwei Filmen umgehen können. Ob jetzt Studio oder Jackson selbst für diese Entscheidung verantwortlich sind, weiß ich nicht, aber gerade im Anbetracht der ohnehin schon bestehenden Produktionsprobleme, war sie IMO eindeutig falsch.

    Alles in allem ist aber Jackson, trotz der widrigen Umstände, eine recht gelungene Hobbit-Verfilmung gelungen, welche sich nahtlos an den HdR anschließt bzw vorne anhängt. Trotz einiger Schönheitsfehler, vor allem bei TBOTFA, bin ich ihm sehr dankbar für die Verfilmung des Roten Buches der Westmark und werde mir diese 19 Stunden, ähnlich den Star Wars Filmen, wohl noch oft in der chronologischen Reihenfolge ansehen.

    Endgültige Reihenfolge der SEE:
    1. Die Rückkehr des Königs (10/10)
    2. Die zwei Türme (10/10)
    3. Die Gefährten (10/10)
    4. Smaugs Einöde (10/10)
    5. Eine unerwartete Reise (9/10)
    6. Die Schlacht der fünf Heere (7/10)

    Gesamtwerkt HdR: 10/10
    Gesamtwerk Hobbit: 9/10
    Gesamtwerk Rotes Buch der Westmark: 10/10

  • #2
    Also wenn du noch dazu schreibst, was deine ganzen Buchstaben Abkürzungen bedeuten, wäre der Text sehr viel besser zu lesen. So ist es nur ein großes Rätselraten, was du mit KV (Krankenversicherung?) meinst und mit TTTT...

    Kommentar


    • #3
      Zitat von Bethany Rhade Beitrag anzeigen
      Also wenn du noch dazu schreibst, was deine ganzen Buchstaben Abkürzungen bedeuten, wäre der Text sehr viel besser zu lesen. So ist es nur ein großes Rätselraten, was du mit KV (Krankenversicherung?) meinst und mit TTTT...
      KV - Kinoversion
      SEE - Special Extended Edition

      TFOTR - The Fellowship of the Ring
      TTT -The Two Towers
      TROTK -The Return of the King

      AUJ - An Unexpected Journey
      TDOS -The Desolation of Smaug
      TBOTFA - The Battle of the Five Armies

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      • #4
        Zitat von Bethany Rhade Beitrag anzeigen
        Also wenn du noch dazu schreibst, was deine ganzen Buchstaben Abkürzungen bedeuten, wäre der Text sehr viel besser zu lesen. So ist es nur ein großes Rätselraten, was du mit KV (Krankenversicherung?) meinst und mit TTTT...
        Wo hat er denn TTTT geschrieben?

        Alle anderen Kürzel sollten in einem HdR-U-Forum genauso klar sein wie im ST-U-Forum die Kürzel ENT, TOS, TNG, VOY und DS9 nicht mehr geklärt werden müssen...
        Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

        Für alle, die Mathe mögen

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        • #5
          Ich habe gestern nun auch die Langfassung von "Die Schlacht der fünf Heere" gesehen und damit alle Extended Editions der HdR- und Hobbit-Filme. Meine Bewertungen der Filme in ihren Langfassungen würden folgendermaßen aussehen:

          Herr der Ringe:
          Die Gefährten 9/10
          Die zwei Türme 9/10
          Die Rückkehr des Königs 10/10

          Der Hobbit:
          Eine unerwartete Reise 6/10
          Smaugs Einöde 8/10
          Die Schlacht der fünf Heere 7/10

          "Herr der Ringe" ist wirklich ein für mich absolut überzeugendes Gesamtwerk, die ersten beiden Filme kommen eigentlich nur deshalb nicht auf die Höchstnote, weil "Die Rückkehr des Königs" noch einen kleinen Deut zulegt. Von der Extended Version profitiert am deutlichsten "Die zwei Türme".

          Die drei Langfassungen der "Hobbit"-Filme habe ich mir in den vergangenen drei Tagen angesehen und war doch überrascht, dass sie zusammen auch ein recht stimmiges Gesamtwerk bilden, obwohl ich zwischen den einzelnen Filmen an sich wesentlich größere Schwankungen sehe als zwischen den HdR-Filmen. Aber die Hobbit-Filme entwickeln sich, werden zunehmend düsterer und härter nachdem der erste Teil noch recht kindisch daherkommt. Von der Langfassung profitiert auch diesbezüglich der Abschluss der Trilogie am stärksten. Sicher wäre es nicht schlecht gewesen, wenn nicht vorwiegend Schlachtszenen hinzugekommen wären, aber insgesamt vermag die Langfassung sich um zumindest einen Punkt gegenüber der Kinofassung zu steigern.

          Als Film-Gesamtwerke würde ich "Herr der Ringe" somit volle 10 Punkte geben, dem Hobbit 7 Punkte. Auch was die Buchvorlage betrifft ist da für den Hobbit nicht mehr drin. Ich bin zwar nicht der große Fan von Tolkiens-Büchern, aber wen Tolkien in HdR ausschweifend wird, dann hat das Jackson sicher unterstützt, während man dem Hobbit eher anmerkt, dass diese Filme etwas gekünstelt ausschweifend wirken.

          Aber aus Tolkiens Büchern sind eine ausgezeichnete und eine gute Filmtrilogie hervorgegangen. Das ist doch ein ansehnliches Resultat.

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