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Rückblick und Gesamtbetrachtung Staffel 6 (VORSICHT MASSIVE SPOILER)

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  • Rückblick und Gesamtbetrachtung Staffel 6 (VORSICHT MASSIVE SPOILER)

    Staffel 5 fing die Serie leider etwas zu schwächeln an. Die Vorlage hat es den Autoren hierbei aber auch nicht wirklich leicht gemacht, dazu haben sie sich in manchen Fällen (Sansa ersetzt Fake Arya, der Dorne-Plot) einfach verzettelt. Am Ende konnte sie sich allerdings bei den letzten 3 Folgen wieder fangen und lieferte 2 der besten Episoden der Serie ab.

    Dieser Aufwärtstrend ist Gott sei Dank in Staffel 6 erhalten geblieben. Der Anfang ist zwar dank einiger Altlasten noch etwas holprig (der Dorne-Teleporter), aber spätestens ab Folge 2 ist man qualitativ wieder dort, wo 4 aufhörte.

    Staffel 6 sollte die erste Staffel sein, welche die Bücher überholt. Ganz war dem dann doch nicht so. Rund 50 % der Handlung ist Aufarbeitung vorher fallengelassener Stränge wie der Königsthing und der Putsch bei den Eiseninseln, die Jaime-Flusslande-Handlung, Sams Reise nach Altsass, die Belagerung von Mereen und Aryas Erblindung. Auch hat Jons Suche nach Verbündeten im Norden Elemente der Stannis-Handlung in Buch 5.

    Die neuen Handlungen funktionieren aber auch seeehr gut. Klar ist viiiel Fan-Service dabei (Jons Wiederauferstehung, Rückkehr des Hundes, R+L=J, Kalthand ist Benjen Stark), schätze aber, dass der Großteil davon auch im Buch sein wird. Die geniale Auflösung des Hodor-Strangs soll ja auf den Mist von GRRM gewachsen sein und ich schätze, es ist nicht das Einzige.

    Staffel 6 ist auch die Staffel der Rückkehrer: Osha, Rickon, der Schwarzfisch, Edamure Tully, Benjen Stark, der Bluthund, Walter Frey, die Bruderschaft ohne Banner (fehlt nur noch eeeendlich Lady Stoneheart, wo ich dank der vielen Buchaufarbeitungen mittlerweile trotz anderer Aussagen der Autoren fest mit ihr rechne). Wenn auch der Großteil von ihnen nur einen kurzen Cameo hat um dann das Zeitliche zu segnen. Allgemein sterben wieder viele der Nebencharaktere (Hauptcharaktere bleiben weiterhin eher sicher) um Platz für das große Finale zu machen. Hoffe, dass Staffel 7 und 8 dadurch etwas weniger Nebenschauplätze und mehr Tempo haben.

    Optisch ist die Staffel auch wieder ein Leckerbissen (nicht nur eeendich wieder Danys Brüste ). Die Schlacht der Bastarde ist eine der besten Schlachten die ich je gesehen habe. Aber auch die Drachen-Action bei der Belagerung von Mereen konnte etwas. Alles in allem steht man Kinogroßproduktionen wie "Der Herr der Ringe" nicht mehr wirklich viel nach.

    Alles in allem eine klasse Staffel, welche Buchfans viele entgangen geglaubte Handlungen beschert aber auch tolle neue Handlungen bietet und zügig in Richtung letzten 13 Folgen sich entwickelt. Ob ich sie knapp vor oder nach Staffel 4 sehe kann ich erst nach mehrmaligem Sehen sagen, aber aktuell ist mein Staffel-Ranking:

    1. Staffel 4 / 6
    3. Staffel 1
    4. Staffel 3
    5. Staffel 2
    6. Staffel 5

  • #2
    Ich kenne die Bücher nicht, aber auch mir hat die 6. Staffel von Game of Thrones sehr gut gefallen. Sie ist klar besser als Staffel 5, die ich aber auch für die schwächste der Serie halte. Hier merkt man doch allenthalben, dass die Dinge in Bewegung geraten und es geht endlich wieder vorwärts. Dagegen wirkte Season 5 die meiste Zeit tatsächlich wie ein Strecken der Handlung - wie eine Art Verzögerung.

    Meine Lieblingsstaffel ist aber immer noch Staffel 3, da kommt auch die 6. nicht heran, aber Platz zwei nimmt sie locker ein.

    Ein fader Beigeschmack bleibt, denn so viele Hauptfiguren wie in dieser Staffel sind in der Serie bisher noch nie gestorben. Dieses Tempo kann man wohl kaum Beibehalten, denn gefühlt gehen der Serie so langsam die bekannten Figuren aus...

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    • #3
      Eins vorweg, Staffel 6 ist endlich wieder besser, waren doch die letzten Staffeln, allen voran Staffel 5, teilweise sehr zäh und langatmig, weil die Handlung vielerorts verschleppt wurde.

      Das Tempo ist gut, es passieren sehr viele entscheidende Dinge. Die Inszenierung der Highlights ist weitestgehend grandios und es gibt viel fürs Auge.
      Besonders hervor zu heben sind die Rückblicke, die vielem mehr Bedeutung verleihen und den Zuschauer zurück in die gute alte Zeit versetzten, als z.B. Haus Stark noch eine glücklicke Familie war. Hodors Ende ist für mich eine der besten Geschichten, die über 6 Staffeln hinweg konsequent durchgezogen wurde und genial ausgelöst wurde.
      Ausnahmsweise kann man nach der Staffel auch recht zufrieden sein, denn die Guten triumphieren größtenteils, während ein paar richtig üble Gestalten endlich ins Gras beißen.
      Dadurch fehlt allerdings auch ein wenig der Reiz den die Serie bislang ausgezeichnet hat, nämlich der Verlust liebgewonner Charaktere auf übelste Art und Weise.

      Sehr negativ bleibt mir allerdigns die Aufsplittung der Handlungen in Erinnerung. Kommt mir fast wie bei dem literarischen Werk Woyzeck vor, als man einzelne Kapitel verstreut vorfand und sie versucht hat zu ordnen. Ich würde behaupten man könnte Staffel 6, vor allem auch in Verdinbung mit Staffel 5 und vielleicht auch 4 neu zusammenschneiden, um die Chronologie zu optimieren.
      So wirkte in Staffel 6 die komplette Welt winzig. Schiffe umrundeten problemlos ganz Westeros in einer Folge, Varys teleportiert sich über hunderte von Meilen, Armeen verschieben sich genau so schnell wie es gerade sein soll und einige Ereignisse kommen einfach viel zu spät. So wirkt es, es sei der Hund 1-2 Jahre lang im Koma gewesen und erst wieder erwacht und auf den Eiseninseln passierte 2 Staffeln lang fast nichts, bis jetzt erst im Eiltempo ein König ermordet, ein neue gekrönt und die Hälfte der Flotte nach Mereern und zurück reist.
      Problematisch sehe ich auch den Beginn und das Ende der Staffel. Einige Handlungen werden riguros durch z.B. einen viel zu einfachen Mord komplett abgeschnitten, andere enden komplett abrupt, meiner Meinung auch zu abrupt, ohne entsprechde Details und Hintergründe, wie eben der Rundumschlag in KL.
      Verschwendete man in Staffel 4 und 5 Zeit für Unsinn, fehlt dies nun, sodass die 6. Staffel gehetzt und teilweise undurchdacht wirkt.
      Leider fehlt nach Staffel 5 erneut komplett die Bedrohnung um die es hoffentlich bald noch gehen wird, die weißen Wanderer. Die Mauer scheint nach wie vor unüberwindbar und Jon Snows Drohungen, wirken gar nicht mal so bedrohlich.

      Unterm Strich bewegt sich Staffel 6 wohl irgendwo auf dem guten Niveau von Staffel 2 und 3, reicht aber nicht ganz an die geniale 1. Staffel heran, bei der mMn fast alles perfekt durchdacht und inszeniert wurde.

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      • #4
        Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
        Sehr negativ bleibt mir allerdigns die Aufsplittung der Handlungen in Erinnerung. Kommt mir fast wie bei dem literarischen Werk Woyzeck vor, als man einzelne Kapitel verstreut vorfand und sie versucht hat zu ordnen. Ich würde behaupten man könnte Staffel 6, vor allem auch in Verdinbung mit Staffel 5 und vielleicht auch 4 neu zusammenschneiden, um die Chronologie zu optimieren.
        Lustig, ich hatte mir auch schon überlegt, dass man Staffel 5 und 6 lieber zu einer größeren Staffel hätte zusammenschließen können. Ein Neuschneiden hätte auch was, aber ich denke, da wird man so einige Anschlüsse nicht mehr richtig hinbekommen können.

        Streichen könnte man in jedem Fall den Dorne Plot aus Staffel 5, der ja kaum mehr war als Comedy Relief. Konsequenterweise wird Dorne dann auch in Staffel 6 kaum mehr erwähnt - erst dann wieder, als es nützlich wird.

        So wirkte in Staffel 6 die komplette Welt winzig. Schiffe umrundeten problemlos ganz Westeros in einer Folge, Varys teleportiert sich über hunderte von Meilen, Armeen verschieben sich genau so schnell wie es gerade sein soll und einige Ereignisse kommen einfach viel zu spät.
        Ja, die Zeit in der Serie ist eh total aus dem Ruder, das aber schon länger. Wie du schon sagst, Theon und Yara sind nach knapp 2 Folgen von den Eiseninseln bis Mereen gesegelt - praktisch eine haalbe Weltumseglung, während Sam und Goldie eine ganze Staffel brauchen, um von der Mauer bis nach Altsass zu kommen, inklusive Schiffsfahrt. Von Varys, der mal eben nach Dorne und zurück in 3 Folgen reist, mal ganz abgesehen. Und Goldies Sohn müsste nach Serienlogik mittlerweile Dreieinhalb sein...

        Teilweise wird es aber auch an den Schauspielern liegen, so dass man bspw. die Eiseninseln vor Staffel 6 nicht bringen konnte. Weis ich natürlich nicht, aber es war schon schade, so lange nichts von denen zu hören.

        Problematisch sehe ich auch den Beginn und das Ende der Staffel. Einige Handlungen werden riguros durch z.B. einen viel zu einfachen Mord komplett abgeschnitten, andere enden komplett abrupt, meiner Meinung auch zu abrupt, ohne entsprechde Details und Hintergründe, wie eben der Rundumschlag in KL.
        Das sehe ich auch so. Hier wurde mir im Finale von Staffel 6 auch zu viel radikal abgeschnitten, das ist schade für so manch interessanten Charakter.

        Leider fehlt nach Staffel 5 erneut komplett die Bedrohnung um die es hoffentlich bald noch gehen wird, die weißen Wanderer. Die Mauer scheint nach wie vor unüberwindbar und Jon Snows Drohungen, wirken gar nicht mal so bedrohlich.
        Ja, nach Hartheim hätte ich auch mehr von den Wanderern erwartet. Leider gab es da nicht viel bis auf den Überfall auf den Baum des Raben.

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        • #5
          Eine Staffel mit Höhen und Tiefen, insgesamt zum Glück besser als die letzte Staffel.

          Positiv:

          - Endlich gab es die große Feldschlacht, die ich seit Staffel 1 vermisst habe, als man Tyrion einfach ausknockte, um sich um die Kampfszenen drücken zu können. Die Schlacht der Bastarde mit ihrer Mischung aus Braveheart und Soldat James Ryan -Elementen macht viel gut.

          - Brans Handlungsstrang war zur Abwechslung mal nicht nutzlos mit seinen vielen interessanten Rückblenden und der emotionalen Auflösung der Hodor-Geschichte.

          - Die Hauptstadtgeschichte um die Spatzen fand ich hochinteressant, auch wenn sie letztendlich mit einem Knall zuende geht (ein bisschen wie bei Kings "Die Arena": man erfährt über hunderte von Seiten wie sich der Kleinspur-Diktator an die Macht beißt und dann macht es Bumm und alle sind tot.).

          - Die Meerren-Handlung wurde endlich abgeschlossen.


          Negativ:

          - Die größte Frage zum Staffelbeginn war mit Abstand die nach der Wiederauferstehung von Jon Snow- die größte Enttäuschung der Staffel war mit Abstand die Wiederauferstehung von Jon Snow. Man könnte meinen, dass der eigenen Tod sicher ein lebensveränderndes Ereignis ist, aber Jon kommt zurück wie er gekommen ist und sein Tod ist irrelevant für die Handlung (abgesehen davon, dass er jetzt über einen erzwungenen Vorwand verfügt, die Nachtwache zu verlassen). Der Blick auf Buffy zeigt, wie man eine solche Sache ernsthafter angehen kann.

          - Ferner enttäuschend war die Klingonisierung von Machspielen. Die ersten Staffeln gab es noch ein großes Spiel um den Thron, wo jeder versuchte, hinter dem Rücken der anderen Koalitionen zu schmieden- jetzt hingegen, bringt man einfach den König um und JEDER nimmt das kampflos hin, selbst wenn man Psychopath wie Ramsey oder exilierter Kapitäin Iglo wie Euron ist. Apropos Ramsey, als Schurke war der ein riesiger Fehlschlag (Joffrey hat im Vergleich mehrere Ligen höher gespielt).

          - Die Arya-Handlung war größtenteils enttäuschend, mit dem negativen Höhepunkt der "Terminator"-Verfolgung durch die Straßen von Braavos (weil gesichtslose Attentäter das wohl so tun).

          Man könnte wohl viele Probleme der 0815-TV-Schreibe umschiffen, wenn man sich wieder an eine Buchvorlage klammern könnte. #GRRMbewegdeinenArschundgibunsTWOWin2016
          I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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          • #6
            Zitat von Souvreign Beitrag anzeigen

            Lustig, ich hatte mir auch schon überlegt, dass man Staffel 5 und 6 lieber zu einer größeren Staffel hätte zusammenschließen können.
            Das ist tlw wohl auch Vorlagenbedingt. Staffel 5, etwa die Hälfte von Staffel 6 und einige Elemente der Staffeln 3 und 4 entstammen den Büchern 4 und 5. Diese sind auch bereits gesplittet (Buch 4 Aryia, Sansa, Cersai, Jaime, Brienne, Sam, Dorne, Eiseninseln - Buch 5 Tyrion, Dany, Jon, Bran, Theon, Stannis, das letzte Drittel wieder alle). Dieses Aufteilen war IMO keine allzu kluge Idee. Ich habe die beiden Bücher nach der chronologischen Internet-Reihenfolge gelesen und fand sie weitaus besser als so mancher der sie in Herausgabe-Reihenfolge gelesen hat. Bei der Serie versuchte man nun gleich die Handlungen parallel zu schalten, was aber nicht immer perfekt gelang (dazu kommt, eben das man den Königsthing erst nach der Flucht mit Sansa zeigen konnte, weil Theon und Asha Victorian ersetzen sollten und die Flusslande-Handlung erst nachdem Jaime von seinem Ersatz für Arianne in Dorne zurückkehrte).

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            • #7
              ... Schiffe umrundeten problemlos ganz Westeros in einer Folge, Varys teleportiert sich über hunderte von Meilen, Armeen verschieben sich genau so schnell wie es gerade sein soll und einige Ereignisse kommen einfach viel zu spät. ...
              ... Wie du schon sagst, Theon und Yara sind nach knapp 2 Folgen von den Eiseninseln bis Mereen gesegelt - praktisch eine haalbe Weltumseglung, während Sam und Goldie eine ganze Staffel brauchen, um von der Mauer bis nach Altsass zu kommen, inklusive Schiffsfahrt. Von Varys, der mal eben nach Dorne und zurück in 3 Folgen reist, mal ganz abgesehen. Und Goldies Sohn müsste nach Serienlogik mittlerweile Dreieinhalb sein...
              ...
              Das mit Klein Sam ist wirklich Mumpitz. Ich sehe die scheinbare Diskrepanz in den Zeitabläufen so, dass wir immer einen Zeitabschnitt sehen, aber wir wissen nicht, in welchem wir uns befinden. Das ist auch in den Büchern zuweilen nicht ganz klar. Zumindest ist es wirklich etwas irritierend.

              Um von Pyke nach Meereen zu gelangen, schätze ich auf ca. 1 bis 2 Monate. Der Fußmarsch bzw. Ritt und später per Pferd und Wagen durch die Widrigkeiten im Gelände von Westeros ( Eis, tiefer Schnee, Kälte, Berge, Flüsse, Der Winter naht, Überschwemmungen, Räuber, Nässe, ...) mit Kleinkind, dickem Mann und Frau, Schiffsfahrt (Wo genau sind sie an Land gegangen? Sie waren vor Oldtown ja noch in Horn Hill.), Aufenthalt auf Horn Hill und viele, viele Pausen und Übernachtungen kann schon einige Zeit in Anspruch nehmen.

              Von Dorne nach Meereen ist man dann in ca. 1 Monat.... Mit dem Schiff ist man schneller unterwegs als über Land. Passt für mich mit viel gutem Willen.


              ... Ferner enttäuschend war die Klingonisierung von Machspielen. Die ersten Staffeln gab es noch ein großes Spiel um den Thron, wo jeder versuchte, hinter dem Rücken der anderen Koalitionen zu schmieden- jetzt hingegen, bringt man einfach den König um und JEDER nimmt das kampflos hin...
              Was ist Klingonisierung? Welcher König wurde umgebracht und wer nimmt das kampflos hin?

              Insgesamt bin ich, nach der für mich enttäuschenden 5. Staffel, mit der Sechsten wieder ausgesöhnt.
              Zuletzt geändert von Anthea; 11.09.2016, 15:03.

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              • #8
                Was ist Klingonisierung? Welcher König wurde umgebracht und wer nimmt das kampflos hin?
                Der alte Sack auf den Eiseninseln?!
                Außerdem zwar keine Könige, aber Anführer für Doran, Lord Bolton.
                Das gefällt mir auch nicht mehr so sehr, dieser ganz offensichtlich Verrat, an dem sich wirklich keiner stört. In Dorne schauen die Wachen einfach zu und offensichtlich haben die Sandschlangen keine Probleme die Macht in Dorne zu übernehmen. Bei den Eisenmännern ermordet ein Bruder seinen König und wird als Belohnung zum König gekrönt.
                Man stelle sich in Staffel 1 vor, jemand hätte Robert ganz öffentlich im Königssaal ermordet und hätte sich auf den Thron gesetzt. Halb Westeros hätte rebelliert!
                Auf in Staffel 6 herrschen auch andere Verhältnisse. Halb Westeros ist durch Kriege zerrüttet, die andere Hälfte hat Angst vor Krieg und der Winter naht.

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                • #9
                  Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                  Der alte Sack auf den Eiseninseln?!
                  Außerdem zwar keine Könige, aber Anführer für Doran, Lord Bolton.
                  Das gefällt mir auch nicht mehr so sehr, dieser ganz offensichtlich Verrat, an dem sich wirklich keiner stört. In Dorne schauen die Wachen einfach zu und offensichtlich haben die Sandschlangen keine Probleme die Macht in Dorne zu übernehmen. Bei den Eisenmännern ermordet ein Bruder seinen König und wird als Belohnung zum König gekrönt.
                  Man stelle sich in Staffel 1 vor, jemand hätte Robert ganz öffentlich im Königssaal ermordet und hätte sich auf den Thron gesetzt. Halb Westeros hätte rebelliert!
                  Auf in Staffel 6 herrschen auch andere Verhältnisse. Halb Westeros ist durch Kriege zerrüttet, die andere Hälfte hat Angst vor Krieg und der Winter naht.

                  Nun weiß ich zwar immer noch nicht, was Klingonisierung ist, aber der König ist zumindest geklärt.
                  Zu deiner Bemerkung, dass halb Westeros rebelliert hätte, wenn jemand Robert öffentlich ermordet und sich auf den Thron gesetzt hätte, meine ich, dass ja Aerys der II. Targaryen auch öffentlich im Thronsaal ermordet wurde und niemand rebelliert hat. Dorne ist Mist! Ohne Kommentar!
                  ​War bei Balons Tod jemand anwesend außer Euron? Das mit Roose Bolton ist auch Blödsinn.

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                  • #10
                    Zitat von Anthea Beitrag anzeigen


                    Nun weiß ich zwar immer noch nicht, was Klingonisierung ist, aber der König ist zumindest geklärt.
                    Weil ich "Klingonisierung" in Zukunft als Fachbegriff weiter verwenden werden, erläutere ich es nochmal.

                    Klingonisierung deswegen, weil die Führerbestimmung bei den Klingonen genau so abläuft. Worf ermordet den Kanzler im Besprechungssaal und ist schwupps neuer Kanzler; er spricht sich für Martok aus und schwupps ist dieser Kanzler. Im Kleinen ist es auch auf den Schiffen so: bringt der 1. Offizier den Captain um, ist er neuer Captain.
                    I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                    • #11
                      Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen

                      ...Klingonisierung deswegen, weil die Führerbestimmung bei den Klingonen genau so abläuft. Worf ermordet den Kanzler im Besprechungssaal und ist schwupps neuer Kanzler; er spricht sich für Martok aus und schwupps ist dieser Kanzler. Im Kleinen ist es auch auf den Schiffen so: bringt der 1. Offizier den Captain um, ist er neuer Captain.
                      Aaaah, danke.

                      Was den Klingonen recht ist, kann den Westerosi nur billig sein! =




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                      • #12
                        Bevor jemand glaubt, dass Worf den Kanzler ermordet hätte: https://www.youtube.com/watch?v=JspTr5TdR4k
                        Also sie duellieren sich ganz offen vor dem Rat des Kanzlers, was man nicht mehr sieht, ist dass der Rat dann Worf als Kanzler ausruft, Martok ihm die Insignien der Macht gibt und Worf diese ablehnt und Martok vorschlägt der Rat ruft dann Martok als Kanzler aus.(Dabei ist nicht beliebig wer da tötet, Worf tötet ganz explizit als Mitglied des Haus des Martok im Rat des Kanzlers, dessen Mitglied er ist. Man sieht deutlich das es da eine Regel geben muss wer den Kanzler so herausfordern darf zudem bleibt der Titel auch im Haus, nachdem Worf ablehnt.)
                        Chang und Co. ermorden tatsächlich ihren Kanzler, Azetbur wird Nachfolgerin hat aber mit dem Mord nix zu tun. Tatsächlich gibt es in über 700 Episoden nicht eine Folge, in der der Mord an einem Klingonen einem anderen Klingonen dessen Position verschafft.
                        Im Gespräch zwischen Worf und Riker wird zwar von Mord gesprochen aber da darf das eben nicht jeder machen sondern nur der direkte Untergebene:
                        WORF: I have studied and know everything about my heritage.
                        RIKER: Then you're just the person I need to talk to, clear something up. It's my understanding that one of the duties of the First Officer of a Klingon ship is to assassinate his Captain?
                        WORF: Yes, sir.
                        RIKER: Wouldn't that bring about chaos?
                        WORF: Of course not. When and if the Captain becomes weak and unable to perform, it is expected that his honourable retirement should be assisted by his First. Your Second Officer will assassinate you for the same reasons.
                        RIKER: The method of attrition must take a little getting used to.
                        Und es muss eben öffentlich und ehrenhaft (bei Klingonen bedeutet das im Kampf) geschehen. Die haben schon regeln für die Nachfolge. Ich nehme an, dass mit "assasinate" da auch weniger Mord (ergibt ja keinen Sinn die Tötung ist ja statthaft und in den Statuten des Reichs so vorgesehen) sondern eine Tötung aus politischen/machtstrategischen Motiven gemeint ist.
                        Das ist ja mit dem was wir in Westeros sehen nicht gleichzusetzen. Von daher wäre es schade, wenn hier ein so falscher Begriff eingeführt würde.

                        Edit: Habe doch noch einen besseren Clip gefunden.
                        Wenn wir von Gottesgnadentum ausgehen, dann wäre eine Analogie zwischen Klingonen und Westerosi eher im Gottesurteil durch Kampf zu suchen als im Mord an Machthabern.

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                        • #13
                          Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                          .(Dabei ist nicht beliebig wer da tötet, Worf tötet ganz explizit als Mitglied des Haus des Martok im Rat des Kanzlers, dessen Mitglied er ist. Man sieht deutlich das es da eine Regel geben muss wer den Kanzler so herausfordern darf zudem bleibt der Titel auch im Haus, nachdem Worf ablehnt.)
                          Worf ist aber weder Mitglied des Rates noch Mitglied der Klingonischen Streitkräfte. Im Vergleich dazu hatte selbst Euron Greyjoy als Bruder des Königs noch einen besseren Anspruch.

                          Das ist ja mit dem was wir in Westeros sehen nicht gleichzusetzen. Von daher wäre es schade, wenn hier ein so falscher Begriff eingeführt würde.
                          Nein, schade ist lediglich, dass einige Leute anderen Leuten vorschreiben wollen, welche Ausdrücke sie zu benutzten haben, damit es der eigenen semantischen Spiegelfechterei entgegenkommt. Ich habe meine Verwendung erklärt und den Beiträgen nach zu urteilen, kann man sie nachvollziehen. Das Einbeziehen von Ehrbegriffen oder juristichen Beurteilungen ist dabei völlig irrelevant (ein erklärtes Duell Euron gegen Balon würde die Sache nicht besser machen).
                          I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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