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Rückblick und Gesamtbetrachtung Staffel 1

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  • Rückblick und Gesamtbetrachtung Staffel 1

    Ich finde wir brauchen auch einen zur 1. Staffel.

    --Mein Fazit folgt hier demnächst. --

  • #2
    Hab im Februar Staffel 1 gesehen, ohne die Bücher zu kennen.

    Anfangs brauchte ich ein paar Folgen um mich bei den ganzen Namen und Schauplätzen zurecht zu finden. Allerdings sind dann Charaktere und Orte doch recht verschieden, dass das ziemlich schnell geht. Auch die Story nimmt recht schnell an allen Handlungssträngen Fahrt auf:

    Im Gegensatz von Staffel 2 gibt es in Staffel 1 keinen Strang, der mir nicht zusagt. So gefallen Neds Ermittlungen in Königsmund (hat etwas von einem Krimi), Danis Wandlung vom naiven Opfer zur Königin und Drachenmutter, die Atmosphäre am Wall und natürlich auch Tyrions Reise inkl. Gefangenschaft bei Cateleys Schwester.

    Von den Charakteren her, hat sich Tyrion recht schnell als mein persönlicher Liebling etabliert. Aber auch mit Ned Stark hatte man in Staffel 1 noch einen Ritter ohne Furcht und Tadel (der in Staffel 2 etwas fehlt, könnte aber Schnee noch werden) und mit Khal Drogo eine echt coole Sau.

    Der Spannungsaufbau geht recht zügig voran und gipfelt sich ab "Gewinn oder stirb" in vier klasse Final-Folgen rund um Neds Untergang (mutig den Hauptcharakter eine Folge vor dem Staffelfinale aus Kindslaune heraus hinrichten zu lassen) und den Beginn des Bürgerkriegs. Einzig, dass man die Schlacht in 1.09 nicht gesehen hat, finde ich schade, allerdings dürfte man das Budget mit den ganzen Bauten etc. ziemlich aufgebraucht haben (dafür gibt es in Staffel 2 dann "Blackwater"). Das Nichtzeigen wurde mit Tyrions Bewusstlosigkeit allerdings recht elegant gelöst.

    Fazit: Eine tolle erste Staffel an der es nicht wirklich etwas auszusetzen gibt und welche die Latte für die kommenden Seasons verdammt hoch legte.

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    • #3
      So wurde es gemacht
      media - CGI VFX Breakdown - Games of Thrones
      Heaven is where the police are British, the chefs are Italian, the mechanics German, the lovers French and it all is organized by the Swiss.
      Hell is where the police are German, the chefs are British, the mechanics french and the lovers are Swiss and it all is organized by the Italians.

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      • #4
        Auch wenn es keine Gesamtbetrachtung in dem Sinne ist, will ich mal hier reinschreiben:

        Wie der eine oder andere vielleicht durch meine Reviews mitbekommen hat, bin ich auch einfach nicht so sehr der Serial-Liebhaber. Dass der Anfang immer etwas behäbiger ist als andere Abschnitte der Serie, ist ja bei den besten Serien so - erst recht bei jenen mit einem tollen Bogen, wie ich ihn ja auch schätze (nehmen wir mal wieder mein Lieblingsbeispiel B5). Ich finde aber, dass genau das meiner Meinung erfordert, dass wenigstens innerhalb der Episoden ein Spannungsbogen erkennbar ist. Das heißt: Einzelepisoden, durch welche die Welt aufgebaut wird, helfen wir mal Zuschauer mehr als der Beginn irgendeines Handlungsstrang, durch den zwar auch die Welt aufgebaut wird (weil sie aufgebaut werden MUSS), aber bei denen man sich am Ende der Folge fragt: "Was ist da eigentlich passiert?" Wenn man sich das schon fragt, ist die Antwort meist: "Na ja, nicht viel..."

        "Game of Thrones" hat jetzt nun einmal das "Problem", eine Buchverfilmung zu sein, da ist mit Einzelepisoden in diesem Sinne nicht viel zu machen. Es ist ja schön, dass in Zeiten, in der die Serienform Serial in allen Bereichen (außer vielleicht Comedy) bis zur unreflektierten Exzesse hin ausgelebt wird, ein Buch ausführlicher verfilmt werden kann als das je möglich war. Mein Problem ist halt, dass "Game of Thrones" in dieser Art und Weise erst durch eine Serienform ermöglicht wurde, mit der ich relativ wenig anfangen kann.

        Na ja, so ganz richtig ist die Aussage "Ich mag die Serialerzählweise nicht" auch nicht: Ich mag es, wenn eine Serie den Punkt erreicht, an dem sie diese Erzählform annimmt (siehe meine Wertungen für B5 Staffel 4 oder die DS9-Mehrteiler) - aber den Aufbau der Welt sehe ich in seiner Idealform immer noch in Einzelepisoden. Sobald das mal vernünftig geschehen ist, kann es auch mit Serials losgehen, aber dieses zweigleisige Fahren hat für mich bisher nur bei nBSG (weil es nicht so übertrieben war) und LOST (dank der Flashbacks) einigermaßen funktioniert - und bei nBSG fand ich es ja schon nicht immer so geschickt.

        Um es mal mit einer Metapher zu versuchen: Man muss erst das eine oder andere Kabelende im Kabelsalat finden, um ihn entwirren zu können und nicht mittendrin damit anfangen.

        Zumal "Game of Thrones" halt tatsächlich auch noch auf all dem herumreitet, was die heutige Serienlandschaft für mich zum Schlechten prägt: Hier sei einfach mal der unbedingte Wille zum Cliffhanger erwähnt. Nach der ersten Folge verstehe ich das, und ja, hier und da darf es auch gerne so sein. Aber wenn ich nach Folge 3 oder 4 nur noch weiter geschaut habe, weil die vorherige Folge mit einem Cliffhanger endete... fühle ich mich irgendwie noch mehr manipuliert als bei LOST, denn da gab es auch während der Folgen, vor allem durch die Rückblenden, irgendwie runde Bögen.

        Die letzte Folge, die ich gesehen habe, war "Gewinn oder stirb" und da muss ich sagen: Ich weiß gar nicht, was da 40 Minuten lang passiert ist, aber an den Cliffhanger kann ich mich noch erinnern. Der war dann schließlich auch irgendwie die einzige Szene der ganzen Folge, bei der ich dachte "Hooray, jetzt geht's mal wieder voran".
        Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

        Für alle, die Mathe mögen

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        • #5
          Haben die anderen im "Top-5-Scifi-Serien"-Thread so lange auf dich eingehackt, dass du dich mal wieder rechtfertigen musstest?

          Ich kann deine Sichtweise nachvollziehen. Man muss nicht alles mögen, was gerade "in" ist. Wenn dir "Game of Thrones" und der Rest der stark serialisierten Dramen nicht so liegt, scheiß drauf. Man sollte sich nicht zwingen müssen, etwas zu mögen. Gibt ja genügend andere Serien, die in dein Vorliebenschema, zumindest was die Erzählform betrifft, passen.

          Zum Thema Cliffhanger: Ich ordne mich mal dahingehend ein, dass ich auch kein großer Freund dieses "Stilmittels" bin. Zu einem gut gesetzten Cliffi an der richtigen Stelle, der die Spannungschraube in ungeahnte Höhen treibt oder den nächsten Akt einleitet, sage ich nicht nein. Leider werden Cliffhanger viel zu oft als reiner Selbstzweck verwendet. Normalerweise sollte der Inhalt der jeweiligen Folge interessant genug sein, dass der Zuschauer auch die nächste Folge sehen möchte. Da braucht es kein forciertes, auf die spitze getriebenes Ende, was in der nächsten Folge sowieso in den ersten 5 Minuten lapidar aufgelöst wird. Auch die Serie braucht das meines Erachtens nicht. Der "Sturz" Brans am Ende der ersten Folge ist ein guter Zeitpunkt die Folge zu beenden, die "Krönung" von Viserys ebenso, aber spätestens in der 2. Staffel, die sowieso unter ein paar strukturellen Problemen leidet, sind da ein paar üble Endszenen dabei (eine der Hauptfiguren bekommt ne Axt an den Kopf, in der nächsten Folge stellt sich aber heraus, dass nichts passiert ist), die mich mehrmals mit den Augen rollen lassen.

          Allerdings ist es nichts so, dass bis auf dem Cliffhanger am Ende fast jeder Episode weiter nichts passieren würde. Der Hauptteil der Handlungen wird, teilweise auch kammerspielartig, vor allem durch die Dialoge getragen, weniger der Action an sich. Vor allem macht es da die erste Staffel dem Zuschauer noch relativ "einfach", hat man mit Eddard Stark eine Figur im Mittelpunkt, mit der man schnell Symphatisieren kann und auch im Kontext der Serie viel Bezug zu den rerstlichen Figuren und Handlungssträngen aufweist. So wie du es darstellt, kommt es mir so vor (und hier spekuliere ich nun völlig, da ich es mir anders nicht erklären kann, also no offense ), als ob dich der Hauptteil der Serie, nämlich das politische Ränkespiel, entweder nicht sonderlich interessiert oder du die Bewandtnis der dazugehörigen Szenen nicht erkannt bzw. verstanden hast, da sich vor allem im Verlauf der ersten Staffel, mal abgesehen von mancher Sexposition, eins ins andere einfügt und man merkt, dass der Welt durch die Entscheidungen und Handlungen der Figuren eine entscheidente Wendung bevorsteht. Dazu muss man eigentlich nicht bis Ep. 10 geschaut haben, um die Fäden, die in den ersten Folgen sorgsam aufgebaut wurden und gen Ende des 2. Drittels der Staffel zusammenlaufen, erkennen zu können.

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          • #6
            Ich kann deine Argumentation tlw verstehen garakvsneelix. GoT ist sicherlich eine Serie die am besten wirkt, wenn man sie in relativ zügiger Zeit durchsieht. So merkt man den Spannungsbogen am Besten. So hat mir Staffel 2 (damals als Nichtbuchkenner) beim Erstsehen weitaus weniger gefallen als beim zweiten mal, wo ich sie (nachdem ich das Buch gelesen habe) binnen einer Woche durch hatte. Sprich falls du GoT nochmal ne Chance gibst, würde ich dir auf alle Fälle raten nochmal von vorne anzufangen und nicht erst beim Schluss-Spurt.

            Nachdem dir Serien wie B5, DS9 oder nBSG gefallen, glaub ich schon, dass du beim Intriganten-Stadl von GoT deinen Gefallen finden kannst. NUr ist die Serie, bedingt durch die Buchverfilmung, von Beginn an ein völliges Serial. Während DS9 und B5 eben mit (tlw vermeintlichen) Einzelfolgen beginnen, ist man bei GoT gleich mitten in der Hauöthandlung, die sich durch die ganze Serie zieht. Wirkliche Spannungsbögen innerhalb der Folgen gibt es nicht. Auch wenn ich das mit den Cliffhangern jetzt nicht SO störend finde (fand sie auch nie so krass wie bei "Lost" oder "24 - ok, der von 1.7 oder zu den Staffel-Finalen ist echt pööööhse ).

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            • #7
              Game of Thrones folgt als Romanverfilmung nicht den typischen Mustern einer Serie, die von vielen Zuschauern mit bestimmten Erwartungen gesehen wird - z. B. abgeschlossene Handlungen oder wenigstens Cliffhanger, um das Publikum bei der Stange zu halten.
              Eigentlich ist das keine Serie sondern ein TV-Mehrteiler. Die Cliffhanger oder das Zurechtbiegen der Handlungen dienen nur dazu, wenigstens etwas dem Publikumsgeschmack entgegen zu kommen.

              Ein ganz ähnliches "Problem" hat eine andere hervorragende Serie - "The Wire", übrigens auch von HBO produziert. Auch dort geht es um eine Handlung, die sich über eine gesamte Staffel erstreckt und die Erzählweise ist eher ruhig, eben wie in einem Roman. Wenn ich nur irgendeine Folge von "The Wire" gesehen hätte, hätte mich das wahrscheinlich kaum besonders interessiert. Aber die komplette Serie ist einfach ein Meisterwerk.

              Insofern ist es sicher eine kluge Entscheidung von RTLII, immer mehrere Folgen hintereinander auszustrahlen.
              "Die Wahrheit ist so schockierend, die kann man niemandem mehr zumuten." (Erwin Pelzig)

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              • #8
                Zitat von Mondkalb Beitrag anzeigen
                Game of Thrones folgt als Romanverfilmung nicht den typischen Mustern einer Serie, die von vielen Zuschauern mit bestimmten Erwartungen gesehen wird - z. B. abgeschlossene Handlungen oder wenigstens Cliffhanger, um das Publikum bei der Stange zu halten.
                Eigentlich ist das keine Serie sondern ein TV-Mehrteiler. Die Cliffhanger oder das Zurechtbiegen der Handlungen dienen nur dazu, wenigstens etwas dem Publikumsgeschmack entgegen zu kommen.
                Ich verstehe schon, warum GoT so ist, wie es ist, und ich sehe sogar, dass das für die Buchkenner ein wahrer Segen ist (ich stelle mir gerade vor, wie PJ eine Silmarilion-Serie produziert ) und dass es auch einfach nicht verändert werden kann. Dass es ein Serial ist, liegt an der Buchverfilmung (ansonsten käme - ohne radikale Kürzung - wohl nur noch ein "richtiger" TV-Mehrteiler in Frage), und dass eine Buchverfilmung als Serial überhaupt gedreht werden kann, hängt nun einmal daran, dass Serials zur Zeit in sind. Aber ich habe bei Serien, die von Anfang an auf Serial machen, stets das gleiche Problem: Der Einstieg gestaltet sich deutlich schwieriger als bei einer Serie, die erst einmal mit "vermeintlichen Einzelepisoden" (sehr gut gewählter Ausdruck, HanSolo, genau das ist es, was ich meine) beginnt und dann auf Serial "umsteigt".

                Und gerade diese Dinge, die du da ansprichst, diese "typischen Muster", die jeder Zuschauer angeblich erwartet, verschlimmbessern das für mich noch. Mit Serien, die jede Folge einen halbgaren Cliffhanger ans Ende setzen, "weil da halt einer hinmuss, sonst gucken die ja nicht weiter", habe ich in letzter Zeit einfach immer wieder schlechte Erfahrungen gemacht. Dass der Autor anscheinend das Ende der Buchreihe noch nicht geschrieben hat und es wohl auch nicht rechtzeitig schaffen wird, bevor die Serie auf dem aktuellen Buchstand ist... nun ja, das ermutigt halt alles gerade nicht so. Darum warte ich einfach noch mal ab, und wenn die Zeichen besser stehen, werde ich noch einmal mit GoT anfangen - und dann aber auch wieder ganz zu Beginn.
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                • #9
                  Die erste Staffel fand ich sehr gut und diese macht mit Sicherheit Lust auf mehr. Es gibt viele unterschiedliche und sehr spannende Handlungsstränge. Die einzelnen Charaktere wurden sehr gut eingeführt und im Laufe der ersten Staffel vertieft. Was mir persönlich sehr gut gefallen hat ist der Umstand das man nie weiß ob ein Hauptcharakter nun überleben wird oder nicht, daraus entstehen oft sehr überraschende Wendungen. Was mir auch aufgefallen ist, ist die Tatsache das in dieser Serie einige doch recht brutale Szenen zu sehen waren und weiters gibt es sehr viel nackte Haut zu sehen.
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                  • #10
                    Zitat von Rommie's Greatest Fan Beitrag anzeigen
                    Was mir auch aufgefallen ist, ist die Tatsache das in dieser Serie einige doch recht brutale Szenen zu sehen waren und weiters gibt es sehr viel nackte Haut zu sehen.
                    Das ist allgemein im Pay-TV (HBO, Starz, Showtime) so. Wobei das Genre "historische Intriganten-Stadl mit viel Sex und Gore" wohl "Rome" eingeführt hat.

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                    • #11
                      Dann hatte ich ja vermutlich Glück das ich auf RTL2 die Wiederholung zu späterer Stunde aufgenommen habe, weil ich denke das die frühere Ausstrahlung sicherlich zensiert und verstümmelt geschnitten wurde.
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                      • #12
                        Vermutlich. Allerdings war auch die Free-TV-Premiere SEHR human geschnitten. Viele FSK16-Folgen liefen uncut bzw. fehlten oft nur 1, 2 Einstellungen pro Episode.

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                        • #13
                          Zitat von Rommie's Greatest Fan Beitrag anzeigen
                          Dann hatte ich ja vermutlich Glück das ich auf RTL2 die Wiederholung zu späterer Stunde aufgenommen habe, weil ich denke das die frühere Ausstrahlung sicherlich zensiert und verstümmelt geschnitten wurde.
                          Schon bei der FreeTV-Premiere wurde eigentlich im Vergleich zu anderen Serien recht wenig beschnitten und da die jetzige Wiederholung sowieso schon nach 22.00 Uhr lief, brauchte RTLII dort auch schon nicht mehr großartig rumzuschnippeln.
                          "Gestern war es noch Science-fiction, heute eine Tatsache, und morgen schon ist es veraltet."
                          (Otto Oskar Binder)

                          "The greatest lesson in life is to know that even fools are right sometimes." (Sir Winston Churchill)

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