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Eddard -Ned- Stark

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  • Eddard -Ned- Stark



    Dem aufmerksamen Leser meiner Episodenbewertungen wird nicht entgangen sein, dass ich Ned Stark für einen Charakter halte, welcher in Kings Landing fulminant versagt hat. Nicht nur aufgrund der äußeren Umstände sondern auch aus eigenem Versagen. Das meine ich nichtmal negativ für ihn als Charakter, lediglich eine wertfreie Schlussfolgerung.

    Für den Unterhaltungswert der Story finde ich den Charakter sehr gelungen. Ihn als Vertrauensperson des Königs auf diese Position zu versetzen war eine nachvollziehbare Entscheidung, jedoch hat Stark es IMO nicht geschafft das in ihn gesetzte Vertrauen rechtzufertigen. Für mich ein schönes Beispiel für eine Person, welche zwar redlich das Beste bewirken möchte, jedoch aufgrund der Umstände nicht dazu in der Lage ist. Einerseits aufgrund äußeren Einwirkungen als auch bezüglich Eigencharakter. Einerseits ist er persönlich als Freund und loyaler Gefolgsmann der Richtige gewesen, andererseits hatte er nicht die Fähigkeit bzw. den Willen, alles erdenklich mögliche zu tun um langfristig seine gesetzten Ziele zu erreichen.

    Aber wie seht ihr sein Wirken?

    - Haben seine Bemühungen aufzuräumen bzw. aufzuklären langfristig etwas bewirkt?
    - Was hat er in seiner Position als "Hand" richtig gemacht?
    - Wo hat er (vermeidbare) Fehler begangen?
    - Was hättet ihr an seiner Stelle anders gemacht als Ned?
    "Aufgrund eines Pünktlichkeitsdefizits verspätet sich dieser Beitrag um 64+ ms" | #Krümelchen2018
    "Bajoranische Arbeiter...." - Hamburg Silvester 2016/17

  • #2
    Sein großer Fehler war es natürlich Cersei nach Roberts Tod zu warnen und nicht zusammen mit Renly (wobei das in Buch und TV Serie etwas unterschiedlich ist) einfach zuzuschlagen.
    Das Problem waren nie die Umstände, das Problem war von Anfang an Ned selbt. Sein Umgang mit dieser Situation war einfach nur weltfremd, weil er die Politik entweder nicht verstanden hat oder (wohl eher) nicht verstehen wollte.
    I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

    - George Lucas

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    • #3
      Zitat von cybertrek Beitrag anzeigen
      - Was hättet ihr an seiner Stelle anders gemacht als Ned?
      Ich hätte Cersei nach dem Gespräch wo er sie mit dem Inzest konfrontiert hat, sofort wegen Hochverrats angeklagt. Und Cersei, Jaime und ihre Kinder unter Arrest gestellt.
      Darauf zu warten, das Robert von der Jagd zurückkehrt, war sehr dumm. Cersei hätte er möglicherweise unterschätzen können, aber den Königsmörder frei herumlaufen zu lassen, so ein Fehler hätte selbst den etwas naiven Ned Stark nicht passieren dürfen.
      Well, there's always the possibility that a trash can spontaneously formed around the letter, but Occam's Razor would suggest that someone threw it out.
      Dr. Sheldon Lee Cooper

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      • #4
        Sein Problem war der Tod Roberts. Er war völlig alleine umzingelt von Feinden, die alle seit Jahren ihre Stellung ausgebaut hatten. Er hat sich natürlich zu ehrenhaft und somit dumm verhalten, aber ich sehe keine Möglichkeit, wie er die Situation hätte bewältigen können. Sein Vorgänger wurde schon aus dem Weg geräumt und aktuell haben wir gesehen was mit der letzten Hand passiert ist. Tyrion wusste das Spiel zu spielen und hat sich verdient gemacht.

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        • #5
          • Haben seine Bemühungen aufzuräumen bzw. aufzuklären langfristig etwas bewirkt?
          Sie haben meiner Meinung nach den Krieg zwischen Lannister und Stark forciert. Wäre Eddard nicht hinter das Geheimnis von Joffreys Geburt gekommen, würde es für ihn keinen Grund geben Joffreys Anspruch auf den Thron anzufechten und hätte sich besser um die Situation Catelyn + Tyrion kümmern können und Haus Stark wäre vielleicht nur mit einem blauen Auge davon gekommen.

          • Was hat er in seiner Position als "Hand" richtig gemacht?
          - Seine Stellungsnahme in Bezug auf die Meuchermörder zu Daenerys zu schicken.
          - Arya nicht zu zwingen eine feine Dame zu werden und ihr stattdessen einen "Tanzlehrer" zu geben.
          - Sein Versuch hinter das Geheimnis hinter Jon Arryns Tod zu gelangen ist an sich nicht verkehrt, aber...

          • Wo hat er (vermeidbare) Fehler begangen?
          - Genau in den Fußstapfen zu wnadeln, die den Tod über seinen Amtsvorgänger gebracht haben.
          - Barmherzigkeit gegenüber seinen Feinden zu zeigen.
          - Seine Weigerung das Spiel zu spielen.
          - Seine Wachen für andere Aufgaben zu verschwenden (Wachen fürs Turnier, Starksoldaten sollen Gregor Clegane Dingfest machen) und seine eigene Sicherheit dadurch zu gefährden.
          - Die naive Annahme seine eigenen Ideale würden auch für andere gelten (für Joffrey bspw. nicht ).

          • Was hättet ihr an seiner Stelle anders gemacht als Ned?
          Ich wäre mit meinen eigenen Plänen viel verschwiegener umgegangen. Cersei hätte ich nichts gesagt, Littlefinger hätte auch nicht den gesamten Plan erfahren dürfen und ich hätte an Neds Stelle unbedingt eine temporäre Allianz mit Renly oder Littlefinger eingehen müssen, um zumindest die Sicherheit der Starks + Gefolge in Kings Landing sicherzustellen, auch wenn das mit Neds Idealen kollidieren würde. Allein, isoliert ist man in dem Schlangennest eine wandelnde Leiche.

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          • #6
            - Arya nicht zu zwingen eine feine Dame zu werden und ihr stattdessen einen "Tanzlehrer" zu geben.
            Ich übertreibe vielleicht ein wenig, aber den Punkt finde ich ehrlich gesagt etwas schwierig. Das ganze lässt mich beim Lesen immer daran zweifeln ob Ned wirklich so ein toller/s Vater/Familienoberhaupt ist. Letztlich hat es sich ausgezahlt, Arya Arya sein zu lassen, weil sie zufällig in die Position gekommen ist, sich allein, fernab vom Hofe, durchschlagen zu müssen. Wäre sie an Stelle von Sansa in King's Landing festgesessen, mag ich mir gar nicht vorstellen, was da abgegangen wäre, oder welche Maßnahmen die Lannister ergriffen hätten, um sie unter Kontrolle zu halten.

            Aber auch wenn für die Starks alles gut gelaufen wäre, hätte Arya mit ihrer Einstellung schnell Probleme bekommen. Man muss bedenken, dass sie eine Tochter aus einem der großen Häuser ist. Sogar aus dem, dass das flächentechnisch größte Reich von Westeros verwaltet. Da sollten schon so einige dran interessiert gewesen sein (inklusive Ned), das man sie gut verheiraten kann. Die feinen Damen, werden ja nicht zu feinen Damen erzogen, weil ihnen das Spaß macht, oder weil sie sich nichts schöneres vorstellen können, sondern weil das ihre Rolle in der Gesellschaft ist.

            Die Alternativen sind da so Freaks wie Brienne (die ja nicht nur wie ein Freak behandelt wird, weil sie nicht sonderlich hübsch ist), oder Cersei, die dank ihrer anderen Vorstellung einer Frauenrolle total paranoid wird. (Daher hab ich auch ein minimales Problem mit dem Serien-only-Charakter Talisa, bei dem mir der Ausbruch aus der üblichen Damenrolle, IMO ein wenig zu sehr glorifiziert wird und vor allem als zu einfach dargestellt wird.

            Buch 3 Spoiler:

            Spoiler
            Aber das wird ja dann hoffentlich mit der Red Wedding quittiert, und ist somit in Ordnung. )


            Dass es gut war, Arya ihre Phantasien so lange wie möglich zu lassen, ist da eher Zufall, und nichts, was ich Ned persönlich anrechnen würde.
            Los, Zauberpony!
            "Bin solch erzgutes Geschöpf und habe nun schon drei Menschen ermordet! Und unter den dreien zwei Priester."

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            • #7
              Zitat von Moogie Beitrag anzeigen
              Dass es gut war, Arya ihre Phantasien so lange wie möglich zu lassen, ist da eher Zufall, und nichts, was ich Ned persönlich anrechnen würde.
              Natürlich war es Zufall, aber man ist eben jetzt in der Lage im Rückblick die Entscheidung (anders) zu werten.

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              • #8
                Eddard Stark ist bei GoT einfach der "Ritter ohne Furcht und Tadel". Und in dem ganzen Intriganten-Stadel kann er natürlich nicht lange überleben. Hierfür ist er zu ehrlich und zu wenig gerissen (hätte er Cersei nicht mit seinem "Ermittlungsergebnis" konfrontiert, wäre er noch am Leben und der Bürgerkrieg nie ausgebrochen). Für Kings Landing muss man - ähnlich seinem Nachfolger Tyrion - wissen, wie das "Game of Thrones" gespielt wird .

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                • #9
                  Ich denke auch das Eddard Stark einfach viel zu ehrlich und zu gutmütig ist. Mit diesen Eigenschaften hat er überhaupt keine Chance sich gegen die hinterhältigen und intregierenden Lannisters durchzusetzen. Als Berater des Königs hätte er härter durchgreifen müssen und vermutlich viel mehr Durchblick bezüglich der Politik am Hofe haben müssen.
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