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Rückblick und Gesamtbetrachtung Staffel 3

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  • Rückblick und Gesamtbetrachtung Staffel 3

    Das war also Staffel 3. Widererwarten hat man doch rund 70 % des Buches abgedeckt. Mal schaun, ob Staffel 4 dann den Rest in die Länge streckt, neue Storylines entwickelt oder bereits auf Buch 4 zurückgreift.

    Nachdem Staffel 2 doch recht gestreckt wirkte, erhöht man das Tempo in der ersten Hälfte von Staffel 3 beträchtlich. Das ist auch gut so, denn so hat man kaum das Gefühl, dass die Handlungsbögen stets auf Status quo verharren. Leider konnte dieses Tempo dann nicht gehalten werden (sonst hätte man wohl bereits das ganze Buch abgehandelt), weshalb man ab Folge 5 erheblich auf die Bremse stieg und die nächsten 3 Folgen kaum mehr etwas weiterging.

    Der schwächste und zugleich unnötigste Strang war wohl der rund um Theon. Dieser bestand fast nur aus Folter-Szenen. Da hätten es ein paar Rückblenden wie im Buch wohl auch getan. Mal sehen, was man in Staffel 4 mit Ashas Rettungsmission daraus macht. Zumindest ist Theon ja nun endlich "Stinker".

    Die Königsmund-Handlung war in vergangenen Staffeln stets ein Highlight. Leider kann man das diesmal nicht gerade sagen. So fand ich die ganze Handlung rund um das Tauziehen um Sansa zwischen den Tyrells und den Lennisters eher ermüdend. Allerdings dürfte in Staffel 4 dann in Königsmund wieder die Post abgehen (steht ja auch noch Joffreys Hochzeit mit Magery aus und Jaime ist auch wieder da).

    Der beste Strang war IMO Jaimes Reise mit Brienne. Diese gefiel mir bereits im Buch sehr gut (erst ihr ewiger Zank, dann Jaimes Läuterung und Heldwerdung). Auch die Dany-Handlung war weitaus besser als in Staffel 2 und bot einige beeindruckende Gänsehaut-Massenszenen. Der dramatische Jon/Yigritte-Lovestory bei den Wildlingen kann ebenfalls überzeugen.

    Höhepunkt der Staffel war klar die Red Wedding. Tümpelte die Catelyn/Rob-Handlung erst in Schnellwasser mit der Karstark-Affäre usw. etwas dahin, war ihre Auflösung wie im Buch enorm dramatisch und schockierend.

    Was die Buch-Nähe betrifft, so hält man sich auch wieder etwas näher an das Original. Die größten Änderungen sind wohl, dass Gendry von der Roten Frau verbrannt werden soll und Sansa bzw Cersai Ser Loras heiraten. Nachdem diese Änderungen allerdings unnötige Nebenfiguren sparen (und davon hat GoT so schon genug) kann ich gut damit leben. Dass man Ser Barristan sofort erkennt und dieser deshalb auch nicht Mitglied des Kleinen Raten sein konnte, ist wohl am Medium schuld.

    Alles in allem halte ich die Staffel für etwas besser als Staffel 2. Allerdings mit etwas mehr Tempo im Mittelteil (und dafür vielleicht das ganze Buch in von mir aus 12 Folgen), wäre es jedoch besser gewesen. So warte ich nun sehr gespannt auf Staffel 4.

  • #2
    Die 3. Staffel kann zumindest auf die bisher gelungenste erste Staffelhälfte der Serie zurückblicken. Die Aufbau und Vorbereitungsfolgen am Anfang jeder Staffel erfordern vom Zuschauer immer etwas Geduld ab, bis alle Handlungsstränge in Fahrt kommen können. Dieses Mal hat man hier überwiegend auf Humor gesetzt. Die Kabbeleien zwischen Jaime und Brienne waren amüsant, die 3. Folge hätte sogar mit einem Laugh-Track unterlegt sein können. Spätestens ab der 4. Folge... halt, ich korrigiere: In der 4. Folge gings rund. Da hat meiner Meinung nach so ziemlich alles gepasst und die Finalszene setzt sogar noch eines obendrauf.

    Danach... tja. Meiner Ansicht nach war es rückblickend keine gute Idee, die Vorlage an der roten Hochzeit aufgeteilt zu haben, besonders dann, wenn die Autoren es geschafft haben, den Weg dahin in der Mehrheit der Handlungsstränge bereits in den Anfangsfolgen abgearbeitet zu haben. Was dann folgt ist dann das worunter der Spannungsbogen der Staffel am meisten leidet: Ab der 6. Folge treten einige Handlungsstränge (King's Landing, Robb, Arya und Co.) überwiegend auf der Stelle oder bewegen sich so zäh weiter, dass ein Handlungsfortschritt kaum bemerkbar macht. Ein späteres Ereignis des Buches hätte sich zumindest aus dramaturgischer Sicht besser für den Abschluss der Staffel geeignet, auch wenn ich anfangs gehofft habe, dass die Autoren das unter allen Umständen vermeiden hätten sollten. Hinterher ist man immer schlauer. Ich hoffe das gilt auch für die Showrunner.

    Von den Handlungsbögen amm besten gelungen war dann tatsächlich Jaimes und Briennes Reise. Die Autoren haben sich bemüht aus dem arroganten Kinderschupser und Schwesterfi%!$ eine missverstandene Sympathiefigur zu machen. Meines Erachtens etwas zu schnell, aber die Staffel hat leider keine 20 Folgen. Recht gut, vor allem visuell, aber leider völlig ohne nenneswerte Gegenwehr hat mir Danys Eroberungszug quer durch die Sklavenbucht gefallen. Die Drachen waren im Vergleich zur 2. Staffel deutlicher präsenter, auch wenn ihre Auftritte nicht wirklich zahlenmäßig zugenommen haben. Daeneys ist zum Glück kein quängelndes Mädchen mehr und darf zumindest am Anfang der Staffel auch mal ihren Kopf und später ihren Körper einsetzen, um erfolgreich zu werden. Ich bin gespannt, was die Autoren sich für sie in der 4. Staffel überlegt haben, da bereits 5 von den 6 Kapiteln der Vorlage umgesetzt wurden. Möglicherweise ist man hier bereits dabei ein paar Dinge aus späteren Büchern vorzuziehen. Wenn nicht, dann erwartet uns wohl in den nächsten Staffeln eine riesige Gedultsprobe. Barristan als Ergänzung zu Jorah ist aber noch etwas verschenkt und Daario kann ich genauso wenig wie im Buch ausstehen. Von daher hat man wohl alles richtig gemacht.

    King's Landing war in dieser Staffel ein zweischneidiges Schwert. Der Lannister/Tyrell-Dualismus war unterhaltsam, aber führte zumindest in dieser Staffel zu recht wenig. Im Prinzip lief es nur auf die Hochzeit zwischen Tyrion und Sansa hinaus. Die bereits am Ende der 2. Staffel angekündigte Hochzeit zwischen Margery und Joffrey lässt weiterhin auf sich warten. Zumindest wenn Tywin in den Szenen präsent ist, braucht von mir aus auch nichts zu passieren. Kudos an Charles Dance. Aryas Reise war prinzipiell interessant, aber an sich auch recht ereignisarm. Sie wird von der Bruderschaft ohne Banner gefangen genommen, muss sich von ihren Freunden verabschieden, wohnt dem Duell zwischen Beric und Sandor bei, reißt aus und wird vom Hund wieder eingefangen, nur um dann ihre Wiedervereinigung mit ihrer Familie um Haaresbreite zu verpassen. Sie hat, abgesehen von ihrer Aktion im Finale, eine recht passive Rolle inne, aber zumindest hat die rote Hochzeit Spuren bei ihr Hinterlassen. Für ihre Charakterentwicklung ist das ein Schritt in die "richtige" Richtung.

    Apropos rote Hochzeit: Robbs Kriegskampagne gestaltete sich schon in der letzten Staffel als nicht unbedingt interessant. Die Serie hat kein Geld, um ihn als Kriegshelden zeigen zu können, weswegen sich die Szenen meist Kriegsrat halten herunterbrechen lassen. Die Tullys hinterlassen bei mir, ähnlich wie im Buch, keinen bleibenden Eindruck, auch wenn ich zugeben muss, dass die Darsteller bemüht sind ihren Figuren etwas mehr Charakter zu verleihen. Die rote Hochzeit sollte dann das große Highlight der Staffel werden. Diese Szene ist zwar effektiv, mir hat aber die Inszenierung nicht wirklich zugesagt und war bis dorthin den beteiligten Figuren schon mehr als überdrüssig. Kudos an Michelle Failrey und David Bradley.

    Island als Drehort für die Szenen hinter der Mauer ist eine regelrechte Katastrophe. Der Marsch der Nachtwache, einer der spannendsten Handlungstränge wir dauf ein paar öde Szenchen beschränkt. Der logistische Aufwand für das Drehen auf Gletschern im Winter bei gerade mal 5 Stunden Tageslicht ist einfach zu groß. Dafür hätten sich die europäischen Mittel- und Hochgebirge besser geeignet, zumal die Landschaft dort eher den Beschreibungen der Vorlage entspricht. Jons Aufenthalt bei den Wildlingen leidet anfangs auch etwas unter diesem Aspekt, aber noch viel mehr darunter, dass die Wildlinge auf ein Völkchen von bärtigen grimmigen Kriegern reduziert wurden. 2 Staffeln lang teased man Mance Rayder, den König hinter der Mauer. Dann konnten die Macher sogar noch einen äußerst fähigen Darsteller engagieren, auch wenn ich Dominic West als passendere Wahl erachtet hätte. Und dann ist er nur eine Figur unter vielen ohne wirklich abgrenzende Merkmale. Selbiges gilt in etwas geringem Maß für Tormund. Har! Wenigstens wurde das Erklimmen der Mauer und Jons Bewährungsprobe im Anschluss ansprechend umgesetzt, auch wenn die Szene im Finale auch gleich mit abgehandelt werden hätte können. Wenigstens sind nun ein paar der Figuren wieder vereint, so dass in der nächsten Staffel hoffentlich ein paar weniger Handlungsstränge in den Folgen unterzubringen sind.

    Wen und was habe ich noch vergessen? Stannis. Tja, Stannis. Ich habe das unbestimmte Gefühl, dass die Autoren nichts bzw. nicht viel mit dieser Figur anzufangen wissen. Zwischendruch kommt zwar immer mal wieder die ein oder andere Szene, wo ich den Charakter aus der Vorlage erkenne, aber zwischendurch handelt Stannis mir zu impulsiv, weswegen er dann teilweise wie ein Idiot rüberkommt. Gendry als Ersatz für eine andere Randfigur war eine gute Entscheidung der Adaption. Liam Cunningham als Davos überzeugt weiterhin als Engelchen auf Stannis rechter Schulter, während Carice van Hauten Teufelchen Melisandre zeitweise etwas seltsam interpretiert. Kerry Ingram als Stannis' entstellte Tochter ist süß.

    Theons Torture Pron wird zwar von zwei sehr fähigen Darstellern getragen. Die Szenen sind aber an sich unangehm anzuschauen. Das ist höchstwahrscheinlich so gewollt, fördert aber aus meiner Sicht nicht den Unterhaltsungswert der entsprechenden Episoden, insbesondere dann, wenn man sich zwingen muss, die Szenen anzuschauen und die Auflösung bis zum Finale auf sich warten lässt, um dann ohne Effekt zu verpuffen. Weniger, viel weniger, wäre hier deutlich mehr gewesen.

    Ach ja und dann ist da noch Bran. Über Bran rede ich nicht. Muss weiterschlafen.

    Unter Strich also eine gute Staffel mit einigen fragwürdigen Entscheidungen und vielen verpassten Chancen. Durch die Vorlage hätten die Autoren die Chance gehabt ihr bisher bestes Werk abzuliefern. Sie haben es bei einem "gut" belassen. Vielleicht ist ja das nächste Mal etwas mehr drin. Fahrlässige Adaptionsfehler konnten in dieser Staffel zum Glück vermieden werden.

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    • #3
      Die 3. Staffel ist wie Staffel 2 eine kleine Enttäuschung. Die Episoden sind nicht schlecht, allerdings habe ich seit Staffel 1 eine sehr hohe Erwartungshaltung.
      Staffel 1 war perfekt. Eine überschaubare Anzahl an Schauplätzen und Personen. Überall ging es gleich zur Sache und geschahen zahlreiche bedeutsame Entscheidungen. Hinzu kam der 24-Faktor: Keiner ist sicher, auch Hauptpersonen können sterben.
      In Staffel 3 spürte man auch nach Staffel 2 davon nicht mehr viel. Die "Helden" nehmen es wieder alleine mit mehreren Gegnern auf und schlimmste Verletzungen machen ihnen nicht viel aus. Die Red Wedding wirkte ein wenig holzhammermäßig. Da schon lange nichts richtiges mehr passiert ist und der Krieg auch schon praktisch seit Ende Staffel 1 nicht weitergekommen ist, wollte man wohl Robb und sein Vorhaben so zu Ende bringen. Dieses Highlight lebt grundsätzlich nur davon, dass man einige der "Guten" skrupellos niedermetzelt. Das würde aber in jeder anderen Serie auch funktionieren, denn niemand rechnet mit dem Verlust von Hauptpersonen.
      Da auch stets jeder fast alles weiß mit all den Spionen, Intrigen, Verrat und Betrug ist es auch kaum vorstellbar, wie ein derartiges Vorhaben scheinbar komplett geheim durchgezogen werden konnte.

      Neben diesem Highlight gibt es kaum etwas, was richtig heraussticht. Aktionen mit Potential wurden meist kurz oder Offscreen abgehandelt.
      Aufgrund der zahlreichen Stränge wurden unnötig viele neue Personen eingebaut die hier und da störend wirken.
      Einige Handlungen sind ohne Buchvorlage schwer nach zu vollziehen oder gar erst zu begreifen. Die Haupthandlung um die weißen Wanderer stagnierte im Prinzip komplett.

      Game of Thrones lebt nach wie vor von der exzellenten Inszenierung, guten Schauspielern und einer äußerst interessanten Grundstory. Allerdings brennt die Flamme nicht mehr so hell wie zu Beginn, wenn Staffel 4 einen ähnlichen Stil aufweist, könnte die Flamme erlischen. Es wird wohl kein zweites Mal mehr funktionieren eine Red Wedding ein zu bauen, um den Zuschauer aus der Langeweile heraus zu holen.

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      • #4
        Im Grunde hat mich schon lange keine Serie so im Bann gehalten, wie GoT! Egal welches Dialog geführt wird, man möchte alles erfahren, worüber geredet wird. Die dritte Staffel fühlte sich allgemein etwas langatmiger an, obwohl definitiv mehr entscheidende Momente zu sehen waren, als z.B. in der 2.Staffel.

        Ich kann auch gut verstehen, warum das letzte Drittel der Buchvorlage in die neue Staffel aufgenommern werden würde. Immerhin gehts im dritten Buch so richtig drunter und drüber, während im vierten ja bissl Wundenlecken und Aufrappeln angesagt ist.

        Also die Highlights werden wir noch in der 4.Staffel zu sehen bekommen. Ich vermute, dass dann dafür das nächste Buch etwas schneller adaptiert wird. Immerhin würde es schwer werden fast nur Cercei über eine halbe Staffel zu zeigen, so sehr mir die Schauspielerin gefällt... das wäre zuviel des Guten.

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        • #5
          Zitat von Anvil Beitrag anzeigen
          Sie hat, abgesehen von ihrer Aktion im Finale, eine recht passive Rolle inne, aber zumindest hat die rote Hochzeit Spuren bei ihr Hinterlassen. Für ihre Charakterentwicklung ist das ein Schritt in die "richtige" Richtung.
          Ich sehe da kaum eine Charakterentwicklung. Schon am Ende von Staffel 1 hätte sie vermutlich den Henker erstochen. Jetzt hat sie es endlich getan, aber sie ist immer noch ein wehrloses Kind. Da sie ja scheinbar mal zu einem Assassinen werden könnte, hätte ich mir zwischendurch viel öfters mal ein wenig Kampftraining gewünscht.
          Die zwei Stark Mädels sind mir prinzipiell auch viel zu normal geblieben. Man muss sich das mal vor Augen halten! Zu Beginn der Serie lebt die große Familie glücklich und zufrieden zusammen in ihrer wohlgehüteten Heimat und Festung.
          Beide Mädels werden aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen, werden verfolgt, bedroht und haben den Tod stets vor Augen.
          Ein Bruder wird zum Krüppel gemacht. Ein anderer geht ins lebenslange Exil. Der liebevolle Vater wird vor ihren Augen geköpft.
          Ihre Heimat wird niedergebrannt und von Feinden überrannt. Zwei weitere Geschwister vermutlich tot. Die letzte Hoffnung, der große Bruder und ihre Mutter, werden brutal ermordet, ihre Leichen geschändet. Sie haben keine Familie mehr, keine zu Hause, keine Hoffnung. Schlimmer kanns einen kaum treffen. Arya bleibt ihre Rache, wie es Sansa schafft nicht von irgend einer Mauer zu springen ist mir schleierhaft.

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          • #6
            Der Tod des Stalljungen, der sie in der ersten Staffel ergreifen wollte, war ja quasi ein Versehen. Jetzt messert sie eiskalt einen Freysoldaten. Ich sehe da schon einen klitzekleinen Unterschied.

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            • #7
              Schade dass die dritte Staffel jetzt schon zuende ist. Ich fand sie insgesamt fast so gut wie die erste und deutlich gelungener, als die zweite. Man hat zum Glück auf große Änderungen gegenüber den Büchern verzichtet und die, die vorgenommen wurden, waren meistens sinnvoll. Edric Storms und Gendrys Charakter zusammenzufügen war zum Beispiel eine sehr gute Idee.
              Man konnte einige Scharten der zweiten Staffel mehr oder weniger auswetzten, indem man die Tullys letztendlich eingeführt hat (wäre schon viel früher nötig gewesen) und den Gefolgsmännern von Robb etwas mehr Profil gegeben hat.
              Die wichtigste Szene wurde hervorragend umgesetzt, genauso wie viele der anderen Schlüsselelemente.
              Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass man mit mehr Plan wo man hinwill an die dritte Staffel rangegangen ist, während es in der zweiten eher ein Abarbeiten der Szenen war.

              Jetzt was zu den weniger guten Dingen, die mir aufgefallen sind:

              Negativ fand ich ganz klar den Beginn. Ich war sehr sehr enttäuscht, dass vom Kampf auf der Faust der ersten Menschen nichts gezeigt wurde. Eine Schlacht mit Zombies ist doch eigentlich nicht so teuer zu produzieren und ich finde man müsste die Bedrohung durch die White Walker viel stärker herausarbeiten. Was wäre das für eine tolle Szene gewesen die Nachwache gegen die Wiedergänger kämpfen und sterben zu sehen, während überall die Brandpfeile durch die Nacht fliegen. Da hat man eine riesen Chance verpasst.

              Etwas zu wenig fand ich auch den Weg von Sam zurück zur Mauer. Das hatte ja teilweise etwas von einem Spaziergang. Im Buch gleich das Ganze ja eher einem Spießrutenlauf in eisiger Kälte und bei totaler Erschöpfung.
              Auch wie Sam den Walker tötet war nicht optimal gelöst. Wir haben nicht gesehen wie gefährlich sie in Wirklichkeit sind (Verzicht auf die Schlacht), aber wir sehen, wie (einfach) man sie töten kann. Trägt nicht gerade dazu bei, dass der Zuschauer die White Walker als die große Bedrohung wahrnehmen, die sie eigentlich sind.

              Bei Daenaerys ging es etwas zu einfach die Städte einzunehmen. Astapor war noch sehr gut umgesetzt aber Yunkai ging neben der Red Wedding völlig unter.
              Das hätte in die letzte Episode gemusst und eine kleine Schlacht hätte ich da auch gerne gesehen. Nicht nur wie 3 Leute 50 andere umbringen.

              Trotzdem ist das Niveau weiterhin sehr hoch. Ich habe ja die Hoffnung, dass, je erfolgreicher die Serie ist, in den nächsten Staffeln immer mehr Budget zu Verfügung steht und damit auch größere Schlachten a la HdR oder Troja gezeigt werden können.

              Freue mich schon, wenn es nächstes Jahr weiter geht.

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              • #8
                Zitat von Derek Vontanes Beitrag anzeigen
                Ich habe ja die Hoffnung, dass, je erfolgreicher die Serie ist, in den nächsten Staffeln immer mehr Budget zu Verfügung steht und damit auch größere Schlachten a la HdR oder Troja gezeigt werden können.
                Mit "Blackwater" hatte man ja bereits eine ähnlich geniale Schlacht in Staffel 2. Hat man bei 3 wieder das Budget etwas gekürzt? Bei Astapor dachte ja noch, ok, man spart für Yukanai. Aber dort ist dann auch nichts Großes gekommen. Oder spart man gleich einen Haufen Kohle für die Schlacht an der Mauer, welche sicher SEHR teuer wird (und Mereen auch nicht zu vergessen).

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                • #9
                  Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
                  Hat man bei 3 wieder das Budget etwas gekürzt?
                  Nichts genaueres weiß man nicht. Einige Darsteller haben in Interviews auf den Putz gehauen, dass HBO mehr Geld denn je locker gemacht hätte, andere Quellen haben das Budget ungefähr wieder auf S1-Niveau (~ 60 Mio. $) geschätzt. Nur von Pixomondo weiß ich, dass das Effektbudget im Vergleich zu S2 gleichgeblieben ist, aber da es keine Schlacht gab, besser über die Staffel verteilt werden konnte.

                  Für die nächste Staffel wäre aber eine Finanzspritze unerlässlich.

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                  • #10
                    Deleted Scene aus der 3. Staffel:



                    Ist eigentlich eine ganz hübsche Szene aus der Kategorie "Was wäre wenn diese beiden Charaktere eine Szene gemeinsam hätten" und ich hätte nichts dagegen gehabt, diese in einer der Anfangsfolgen vorzufinden, zumal Pycelle ansonsten so gut wie gar nicht in der 3. Staffel auftaucht. Tywins Angelaufsflug wurde aber angeblich gekürzt, um die Sendezeit von max. 60 Minuten nicht zu sprengen. Seltsam, kaum eine Folge der 3. Staffel kommt an diese Zeitmarke heran.
                    Zuletzt geändert von Anvil; 20.07.2013, 17:02.

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                    • #11
                      So, endlich ist es soweit: Die 3. Staffel wird ab 4. September auf TNT Serie ausgestrahlt.

                      Game of Thrones: TNT Serie und CinemaxX bringen die Erfolgsserie „Game of Thrones“ einmalig am 26. August auf die große Leinwand - Diverses - FOCUS Online - Nachrichten

                      Ich finde ja, die 3. stellt fast alles Bisherige von GoT in den Schatten (mit Ausnahme natürlich von Blackwater z. Bsp.), aber sie im Net und auf kleinem Bildschirm zu schauen, schmälert das Sehvergnügen drastisch.
                      Wer die 1. beiden Folgen auf der Kinoleinwand bewundern mag, hat auch eine Chance dazu! Siehe Link!

                      Der Soundtrack, die Darsteller, die Landschaften sind grandios und die Dialoge werde ich dann bei der TV Ausstrahlung auch endlich richtig genießen können, da ich vor allem akustisch etliches nicht verstanden habe...Auch wenn ich im Prinzip ja weiß, was passiert, da ich die Bücher kenne, möchte ich die TV-Adaption genießen. Ich freue mich sehr auf den 4. September.

                      Am besten gefallen hat mir (endlich wieder seit der 1. Staffel) die Handlung in Essos rund um Dany. Aber auch Arya und der Hund inklusive der BoB haben mir außerordentlich gut gefallen. Da das ohnehin mit meine Lieblingsstellen im Lied sind, habe ich aber auch hier bei der Umsetzung das Meiste zu meckern.

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                      • #12
                        VFX Breakdown von SpinVFX: Game of Thrones | Spin VFX

                        Pixomondo scheint wohl überwiegend für die Szenen in King's Landing und für die Drachen in der 3. Staffel verantwortlich gewesen zu sein. SpinVFX hat aber auch tolle Arbeit abgeliefert und wenn ich mir die Beteiligtenliste auf Imdb so ansehe, werden sie auch das Gros der Effekte für die 4. Staffel stemmen. Ist auch gerade passend, dass "The Borgias" nicht verlängert wurde und somit wohl einige Kapazitäten nun anderweitig genutzt werden können. Die 4. Staffel kanns gebrauchen. *hust* The Wall *hust*

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                        • #13
                          Zitat von Anvil Beitrag anzeigen
                          ... Aryas Reise war prinzipiell interessant, aber an sich auch recht ereignisarm. Sie wird von der Bruderschaft ohne Banner gefangen genommen, muss sich von ihren Freunden verabschieden, wohnt dem Duell zwischen Beric und Sandor bei, reißt aus und wird vom Hund wieder eingefangen, nur um dann ihre Wiedervereinigung mit ihrer Familie um Haaresbreite zu verpassen. Sie hat, abgesehen von ihrer Aktion im Finale, eine recht passive Rolle inne, aber zumindest hat die rote Hochzeit Spuren bei ihr Hinterlassen. Für ihre Charakterentwicklung ist das ein Schritt in die "richtige" Richtung.
                          ...
                          Sie war so erignisreich oder ereignisarm wie die Buchvorlage... Und Spuren haben die anderen Ereignisse auch schon merklich bei ihr hinterlassen. Schließlich hast du 6 verschiedene Ereignisse aufgelistet. Ich nenne das abenteuerlich und reich an Ereignissen. Arya hätte bestimmt gerne auf alle 6 verzichtet.


                          Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                          Ich sehe da kaum eine Charakterentwicklung. Schon am Ende von Staffel 1 hätte sie vermutlich den Henker erstochen. Jetzt hat sie es endlich getan, aber sie ist immer noch ein wehrloses Kind. Da sie ja scheinbar mal zu einem Assassinen werden könnte, hätte ich mir zwischendurch viel öfters mal ein wenig Kampftraining gewünscht.
                          Die zwei Stark Mädels sind mir prinzipiell auch viel zu normal geblieben. Man muss sich das mal vor Augen halten! Zu Beginn der Serie lebt die große Familie glücklich und zufrieden zusammen in ihrer wohlgehüteten Heimat und Festung.
                          Beide Mädels werden aus ihrer gewohnten Umgebung gerissen, werden verfolgt, bedroht und haben den Tod stets vor Augen.
                          Ein Bruder wird zum Krüppel gemacht. Ein anderer geht ins lebenslange Exil. Der liebevolle Vater wird vor ihren Augen geköpft.
                          Ihre Heimat wird niedergebrannt und von Feinden überrannt. Zwei weitere Geschwister vermutlich tot. Die letzte Hoffnung, der große Bruder und ihre Mutter, werden brutal ermordet, ihre Leichen geschändet. Sie haben keine Familie mehr, keine zu Hause, keine Hoffnung. Schlimmer kanns einen kaum treffen. Arya bleibt ihre Rache, wie es Sansa schafft nicht von irgend einer Mauer zu springen ist mir schleierhaft.
                          Arya verwildert und träumt von Rache, setzt diese schon beginnend um und Sansa hat ihre Rüstung aus aufgesetzter Höflichkeit. Jon geht freiwillig an die Mauer und bedeutet nur Arya wirklich etwas. Wissen Sansa und Arya in der Serie vom Schicksal Winterfells und der kleinen Brüder? Kampftraining wolltest du sehen während sie auf der Flucht war? Wann, wie? Gabs kurz in der 3.Staffel als sie sich im Bogenschießen übt. Die rote Hochzeit findet erst zum Schluss der 3.Staffel statt und konnte sie somit vorher nicht beeinflussen. Beide gehen sehr unterschiedlich mit ihrem Schicksal und den Schicksalsschlägen, die sie bis dato erleiden mussten, um- je nach Umstand, Situation und Charakter... Sie tun ihr Bestes, um zu überleben; jede auf ihre Weise. Außerdem kennt, im Gegensatz zu den Buchlesern, Arya ihre Zukunft nicht. Sie denkt nur eins: Mama, Robb, Jon, Heimat! Dafür will sie unbedingt überleben... Sie ist erst 9 (Serie 11?), Sansa 12 (Serie14). Bringen sich Kinder um? Sansa hat es einmal versucht, weil sie verzweifelt war, aber ihre Situation hat sich ja etwas verändert und sie wird zumindest nicht mehr ständig geschlagen..., daher schöpft sie ein wenig Hoffnung....

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                          • #14
                            und sehr bald schon wird auch Sansa alles andere als das alte naivchen sein, wenn sie nix mehr vorspielen muss.

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                            • #15
                              Zitat von Schatten7 Beitrag anzeigen
                              und sehr bald schon wird auch Sansa alles andere als das alte naivchen sein, wenn sie nix mehr vorspielen muss.
                              Was? Wann soll das denn sein?


                              Spoiler
                              Sie wird noch lange und eine unbestimmte Zeit lang vorspielen müssen, etwas und jemand anderes zu sein. Das geht ja erst so richtig los und ein Ende ist nicht in Sicht.


                              Also was meinst du bzw.wie meinst du deinen Satz?
                              Zuletzt geändert von Anthea; 04.10.2013, 09:31.

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