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GoT[506] "Ungebeugt, Ungezähmt, Ungebrochen" / "Unbowed, Unbent, Unbroken"

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  • GoT[506] "Ungebeugt, Ungezähmt, Ungebrochen" / "Unbowed, Unbent, Unbroken"

    Arya trains. Jorah and Tyrion run into slavers. Trystane and Myrcella make plans. Jaime and Bronn reach their destination. The Sand Snakes attack.
    Erstausstrahlung: 17.05.2015

    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

    Yay, neue sinnlose Rape-Diskussionen!

    Ich fand die letzte Szene eigentlich ganz ok, an Westeros-Standards gemessen. War halt ganz klassisch die Vollziehung einer arrangierten politischen Ehe. Spaß und Freude findet man bei sowas eher selten (auch Dany wird keinen Spaß mit Hizdahr haben) und Sansa wusste von Anfang an worauf sie sich einlässt.
    Verglichen mit der Buchszene war es außerdem absolut harmlos.
    Gut gespielt wars aber von allen Beteiligten.
    Mir gefiel besonders die vorige Szene Mit Myranda und Sansa. Das sind genau die Infos über Ramsay, die Sansa braucht, um ihn korrekt einzuschätzen. Hoffen wir, dass sie was draus macht.

    Dorne gefällt mir immer weniger. Das war einfach alles nur platt und dumm. Nichtmal die Action war gut. Wann darf Dr. Bashir endlich mal mehr als nur zwei Sätze sagen?

    Freut mich sehr, dass Olenna zurück ist. Ist auch ganz gelungen wie die viel gescholtene Loras-Szene aus 501 im Nachhinein noch stark an Bedeutung gewonnen hat. Manchmal sollte man mit dem Meckern wirklich mal abwarten bis man das ganze Bild gesehen hat.
    Tommen ist nutzlos...ich hätte nie gedacht, dass ich mir mal Joffrey zurückwünsche.

    Jorah und Tyrion sind auf dem besten Weg nach Meereen. Der Imp hat aber auch ein Glück, dass er immer Leute trifft, die ihn nur zu gern dort hinbringen. Außerdem: Penis-Händler??? Oh, GoT...never change!

    Bei Arya gehts zwar nur langsam vorran, aber es geht vorran. Immerhin. Wie sie das Mädchen angelogen hat war schon beeindruckend. Mal schauen, ob sie das nächste Mal von einem anderen Darsteller verkörpert wird.
    3
    ****** eine der besten Folgen aller Zeiten!
    0.00%
    0
    ***** sehr gute Folge - hat alles, was die Serie ausmacht!
    23.08%
    3
    **** gute Folge mit unterhaltsamer Story!
    46.15%
    6
    *** vollkommen durchschnittliche Folge!
    7.69%
    1
    ** relativ schwache Folge - nicht weiter erwähnenswert!
    15.38%
    2
    * eine der schlechtesten Folgen aller Zeiten!
    7.69%
    1

  • #2
    Zitat von spidy1980 Beitrag anzeigen
    Erstausstrahlung: 17.05.2015

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    Yay, neue sinnlose Rape-Diskussionen!

    Ich fand die letzte Szene eigentlich ganz ok, an Westeros-Standards gemessen. War halt ganz klassisch die Vollziehung einer arrangierten politischen Ehe. Spaß und Freude findet man bei sowas eher selten (auch Dany wird keinen Spaß mit Hizdahr haben) und Sansa wusste von Anfang an worauf sie sich einlässt.
    Das finde ich als Verteidigung aber ein bisschen dürftig. Die Serie muss doch zu diesem Zeitpunkt keine on-screen Vergewaltigung mehr bringen um zu zeigen, dass Ramsay ein Schwein ist, oder dass politische Ehen gerade für die Frauen nicht immer ein Spaß sind. Das weiß der Zuseher doch mitlerweile. Es geht nach wie vor um den Horror, um mehr nicht. Erzählerischen Wert hat die Szene respektive dem Thema politische Ehen nicht, allenfalls dahingehend um zu zeigen, dass, ja, Ramsay mach auch vor hochwohlgeborenen Damen keinen Halt. Und auch da war es an den Serienmachern, das Maß festzulegen, indem sie das zeigen wollten. Der durchschnittliche Zuschauer denkt doch in dem Moment nicht "tja, kommt halt vor" und gratuliert der Serie zur gelungenen, schonungslosen Darstellung feudaler Gesaltschaftssysteme, sondern ist erstmal entweder schockiert darüber, oder schiebt sich die Hand in die Hose. Wäre keine emotionale Reaktion vorgesehen, würde die Serie soetwas gar nicht explizit zeigen. Und die emotionale Reaktion hat es gegeben. Davon lebt die Serie doch seit Jaime Bran aus dem Fenster geworfen hat. Seit Neds Hinrichtung, und und und.

    Natürlich war's im Buch nicht besser, aber auch das ist keine Verteidigung für die Serie, die sich hier von der Buchhandlung entfernt, und sich auch schon an anderer Stelle von den Büchern entfernt hat. Es ist schon legitim für Zuschauer, denen die Szene nicht gefallen hat, herauszustellen, dass die Serienmacher sich entschieden haben Sansas Buchhandlung fallen zu lassen; die Misshandlung für Jeyne aber für etwas hielten, das unbedingt dargestellt werden muss, zu einem Grad bei dem es dem Ramsay-Darsteller zu viel wurde

    Spoiler
    IIRC sprach er über eine Szene mit Ramsay und Sansa in Folge 8. Also wenn dir die Diskussion jetzt schon zu bunt ist, viel Spaß. EDIT: Hab mich geirrt. Folgennummer wurde nicht genannt. Kann also schon diese gewesen sein, muss aber nicht.
    , auch wenn man dafür Jeyne durch Sansa ersetzen muss.

    Die Serie setzt eben viel auf Horror, sei es nun Gore oder andere traumatische Gewalt wie in diesem Fall. Man kann den Entrüsteten natürlich vorwerfen, dass es seltsam ist, dass sie sich jetzt erst in Massen beschweren, wenn man bedenkt, wie viele Brutalität, auch auf sexueller Ebene, sich die Serie bislang geleistet hat. Aber die Szene hat es nicht nötig mit so fadenscheinigen Erklärungen wie Realismus entschuldigt zu werden. Das ganze ist eine Fiktion, und die Serienmacher entscheiden bewusst wie explizit sie jede beliebige Szene darstellen. Und fairerweise muss man den Entrüstern auch gestatten, dass bei enigen von ihnen erst nach X Gewaltszenen das Maß voll ist. Das muss gar nicht heuchlerisch sein. Irgendwann ist man halt übersättigt, oder mit der Geduld am Ende. Jede Staffel möchte die letzte in Sachen Schockmomenten übertreffen, und bei unterschiedlichen Leuten trifft sie halt entweder früher oder später an den Punkt, an dem einige abspringen. Ich finde die Diskussion daher weder verwunderlich, noch verwerflich, noch nervig, sondern durchaus gerechtfertigt.

    Um das Argument fairerweise zum logischen Schluss zu führen: GRRM sagt zwar, dass die Bücher einen sehr anderen Weg weitergehen werden als die Serie (haha, als ob die jemals fertig werden ), aber falls immer noch für beide im Groben dasselbe Ende angestrebt ist, dann wirft es auch kein Gutes Licht auf die Bücher, wenn Jeynes bzw. Sansas Demütigung, und deren Effekt, wichtiger für die Gesamthandlung ist, als Sansas Schulung bei Littlefinger. Wenn sie einfach nur Ramsay weiterhin zeigen wollen, ihnen für ihn aber nichts anderes einfällt als Theon oder einen Ersatz zu foltern, dann kann man ihn auch weiter ein paar Folgen pausieren lassen. Den vergisst schon niemand.
    Zuletzt geändert von Moogie; 18.05.2015, 18:18.
    Los, Zauberpony!
    "Bin solch erzgutes Geschöpf und habe nun schon drei Menschen ermordet! Und unter den dreien zwei Priester."

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    • #3
      Zitat von Moogie Beitrag anzeigen
      auch wenn man dafür Jeyne durch Sansa ersetzen muss.
      Das ist mein eigentliches Problem an der Handlung um Sansa in Winterfell. Es werden Charaktere durch andere substituiert, ohne dass auf der Handlungs- und vor allem auf der Charakterebene die dafür nötigen Konsequenzen gezogen werden. Nach der Steilvorlage in S4 und all den weisen Worten Littlefingers ist Sansa hier bisher dann doch nicht mehr als das Buchpendant dieses Handlungsstranges, nur war dieses eher ein Plot Device ohne große Hintergrundgeschichte.

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      • #4
        Zitat von Moogie Beitrag anzeigen
        Das finde ich als Verteidigung aber ein bisschen dürftig. Die Serie muss doch zu diesem Zeitpunkt keine on-screen Vergewaltigung mehr bringen um zu zeigen, dass Ramsay ein Schwein ist, oder dass politische Ehen gerade für die Frauen nicht immer ein Spaß sind. Das weiß der Zuseher doch mitlerweile.
        Der Zuschauer weiß auch, dass Schwerter üble Dinge anrichten können. Gezeigt wirds trotzdem immer wieder.

        Und ich fand die Szene nunmal nicht schockierend. Das dürfte so in etwa in einem Großteil politischer Ehen abgelaufen sein, warum soll es mich also schockieren? Und warum soll man sowas denn nicht realistisch darstellen? Macht man mit anderen Dingen doch auch?
        Wenn man nur drüber reden will braucht man keine Serie zu machen.
        Ich sehe auch nicht wo hier versucht wurde, mal wieder einen draufzusetzen. Wir hatten da schon wesentlich deftigere Sachen. Ich erinnere nur mal an die Meuterer in Craster's Keep. DAS war selbst mir zuviel. Dany's Hochzeitsnacht war auch schlimmer, sie hat sich ja immerhin gesträubt.
        Und wo war das ganze Gezeter als Lysa Arryn Littlefinger "vergewaltigt" hat? Da waren die Beweggründe nahezu identisch, nur mit vertauschten Geschlechtern. Ich bezweifle stark das Baelish die Prozedur genossen hat.
        Aber nein, da wurde nur gekichert...
        DAS ist es was mich an dieser Diskussion am meisten ankotzt (ist jetzt nicht gegen dich gerichtet). Diese Heuchlerei, erst jetzt den Mund aufzumachen.
        Bliebe man jetzt konsequent müsste man auch auch auf die Barrikaden gehen sobald Dany Hizdahr vergewaltigt hat. Vielleicht ja auch andersrum. Muss man schauen wer weniger Bock hat...

        Es geht nach wie vor um den Horror, um mehr nicht. Erzählerischen Wert hat die Szene respektive dem Thema politische Ehen nicht
        Da steckt schon noch ein bisschen mehr drin. Die Kamera fokussiert nicht umsonst auf Reek.

        So...Rant vorbei. Sorry.

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        • #5
          Aber gerade bei einem Thema wie sexueller Gewalt, was nun mal etwas ist, dass alltäglich vorkommt und mit dem auch viele Zuschauer ganz unterschiedliche Erfahrungen haben dürften, wäre ich mit verallgemeinernden Einschätzungen dahingehend welches Beispiel nun heftiger ist als ein anderes vorsichtig. Du magst die Szene nicht als so schlimm empfunden haben, aber auch wenn die Serie sich schon anderes geleistet hat, will ich trotzdem glauben, dass Zuschauer, die bei den anderen Szenen noch nicht abgesprungen sind, an dieser Szene genügend Verstörendes gefunden haben könnten, um das jetzt nachzuholen: die Art wie die Szene gefilmt wurde, der zusätzliche Voyeurismus, oder Sansas fortschreitende Charakterisierung. Was auch immer es war, die Serienschreiber zumindest, ebenso wie die Schauspieler waren im Vorfeld der Meinung, dass die Szene Wellen schlagen würde, und das hat sie.


          Und halt, dass die Serie möchte, dass über Vergewaltigung diskutiert wird, habe ich nicht behauptet. Nur, dass die Serie weiterhin möchte, dass über die Serie diskutiert wird. Das hat sie hiermit erreicht. Wie zuvor auch mit Oberyns Tod, oder der umstrittenen Szene zwischen Cersei und Jaime, oder, oder, oder... Dass die Serie viel mit Schockmomenten arbeitet gehört zu ihr dazu. Aber jeder Schockmoment riskiert auch Gruppen zu verprellen, das passiert hier, und ich finde nicht, dass man das den Zuschauern vorwerfen muss. Vergewaltigung ist eben ein Thema, mit dessen Umgang man Leute schnell vor den Kopf stoßen kann. Ich finde nicht, dass die Serie hier ungerecht behandelt wird. Natürlich wissen die Zuschauer mitlerweile, dass bei GOT nicht gekuschelt wird, aber das heißt nicht, dass sie trotzdem alles vertragen, was sie sich ansehen.
          Los, Zauberpony!
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          • #6
            Also man muss da vielleicht auch noch mal klar unterscheiden, wem innerhalb einer fiktiven Handlung so etwas passiert. Denn da macht es imho einen sehr großen Unterschied, ob das eine der zentralen Identifikationsfiguren ist wie Sansa, mit der ich als Zuschauer mitfühle und mitleide oder ob das eine Nebenfigur ist wie z.B. Jeyne Poole oder gar eine, der im Sinne poetischer „Gerechtigkeit“ Gewalt widerfährt wie Joffrey oder eben reine Statisten wie bei Craster, wo es nur darum geht zu zeigen: diese Welt ist böse.
            Das alles sind ja sehr verschiedene Situationen und insofern ist für mich diese Szene hier sehr viel unerträglicher mitanzuschauen wie manch andere es bislang gewesen ist, obwohl es ja schon explizitere Gewalt-Szenen in GoT gab. Nähe zur Figur steht da für mich ganz klar über Explizitheit und selbst wenn man noch weniger gesehen hätte, hätte ich es als sehr abstoßend empfunden, was uns hier zugemutet wird.
            Und wenn man denn gewollt hätte, hätte man das sicher auch anders inszenieren können. Entweder per deus ex machina, der in unterschiedlichen Gestalten die Hochzeit halt so lange hinauszögert, bis Stannis die Boltons angreift oder sich eine Möglichkeit zur Flucht ergibt.
            Oder aber indem man Sansa ihre Würde belässt und die Ehe „normal“ und einvernehmlich vollzogen wird, hätte auch offscreen ablaufen können, vorher wird Ramsey vom Vater schärfstens instruiert, sich in der Hochzeitsnacht zusammenzureißen, nachher berichtet Sansa der alten Frau, dass es zwar nicht toll, aber auch nicht brutal war und Ramsey ist übellaunig und lässt jemdand anderes dafür bluten usw. So in der Art. Die Drohung, dass Ramsey irgendwann durchdreht, hätte so ja auch weiterhin bestanden und für ausreichend Spannung gesorgt.
            Hier hat man dagegen (auch durch die zusätzliche Demütigung, dass Theon anwesend sein musste) die Figur imho schwer beschädigt, ja ich würde sogar sagen: annähernd zerstört, denn es ist mir wirklich nicht klar, wie man, Vorgeschichte und Persönlichkeitsmerkmale dieses Charakters miteinbezogen, noch jemals eine Sansa sehen soll, die nicht für den Rest der Serie als gebrochene Figur nur noch durchs Bild schleicht, sondern in irgendeiner Form aufrecht und stolz ihren Weg macht.
            Das strukturelle Dilemma, das ich beim letzten Mal schon angesprochen habe und auch Anvil hier noch mal in anderer Form anreißt, scheint voll zu greifen: Jeyne war ein reines plot device, um die Monstrosität von Ramsey zu verdeutlichen (weil der halt als Gegenspieler für jemand anderen aufgebaut wird). Sansa wurde nun ebenfalls zu einem solchen “degradiert“. Für eine positiv besetzte Hauptfigur letztlich eine sehr schlechte Situation.
            Bleibt abzuwarten, ob die Serie hier noch mal in glaubwürdiger Weise die Kurve kriegt hin zu einer auch aktiven, nicht zerstörten Sansa, ich hab da wie gesagt so meine Zweifel...
            Grüße
            FL
            P.S.: Um auch noch paar andere Punkte zu erwähnen:
            Höhepunkt der Folge wäre eigentlich das Spatzengericht gewesen. Da braut sich schön was zusammen...
            Auch der Plot, den Littlefinger da ausheckt, wird immer perfider...
            Dorne-Rescue-Strang fand ich schon von Anfang an relativ schwachsinnig, nun also zusätzlich mit einem Zwischenhoch an Grenzdebilität. Hat aber zumindest den ein oder anderen schönen Dialog hervorgebracht.

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            • #7
              Zitat von Fritz Lang Beitrag anzeigen
              Bleibt abzuwarten, ob die Serie hier noch mal in glaubwürdiger Weise die Kurve kriegt hin zu einer auch aktiven, nicht zerstörten Sansa, ich hab da wie gesagt so meine Zweifel...
              Daeneris wude auch verkauft und vergewaligt und ging daraus als neugeborene starke Frau hervor.
              Sansa wird auch gewissermaßen verkauft, sie verkauft sich ja quasi selbst und sie wusste ja was kommen wird. Auch sie könnte daraus stärker hervor gehen, immer von dem Ziel getrieben Ramsey, Bolton und Co. ein Messer in die Brust zu drücken. Entweder selbst, oder durch Littlefinger's Methoden.
              Die Szene war sicherlich schockierend, aber mMn noch dezent gelöst. In Staffel 1 wurde sowas noch anderes insziniert.

              Aber zum Rest der Folge:
              - Dorne: Lust, aber sinnfrei. Die Schlangen gehen doch wirklch arg dämlich vor und treffen zufällig zeitgleich mit Bronn und Jaime ein. Erstaunlich auch, wie diese so leicht bis zu dem Prinzen vordringen können. Was war eigentlich nochmal ihr Plan? Heimlich mit blutigen Klamotten eindringen, Prinz Co. hauen, Prinzessin in die Tasche stecken und die paar Meter zurück nach King's Landing zurücklaufen? Erinnerte mich an den HDR: Erstmal die Lange Reise antreten, wie der Ring dann ins Feuer kommt weiß aber keiner
              Bin gespannt welche Konsequenzen diese Aktion hat, wenigstens wurde niemand verletzt.

              Arya's Ausbildung bleibt langweilig. Mehr kann ich dazu nicht sagen.

              Tyrion und Mormont geben mittlerweile auch ein gutes Gespann ab. Schon wieder wird der Kleine gefangen genommmen aber das macht ja nichts. Alle wollen ihn nach Mereen bringen. Lustige Dialoge! Wurde Tyrion das A-Team Intro in den Mund gelegt? "...for a crime I did not commit..." Klang sehr danach, auch wenns sicherlich ein gebräuchlicher Satz ist.

              Die Hauptstadt war für mich an interessantesten. Schön zu sehen wie auch mal die Oma vom Haus Tyrell an ihre Grenzen kommt und nicht alles so läuft wie gewünscht. Cersei versaut auch noch die wichtige Zweckehe mit Haus Tyrell nun bis zur Gänze, ohne Tywin läuft gar nichts mehr. Jetzt kommt auch noch Littlefinger hinzu und intregiert weiter.
              Die Geistlichen nerven mich. Unterm Strich verfolgen sie wohl gerechte Ziele, aber es passt doch nicht wie sie mit militärischer Gewalt auftreten und sämtlichen Adel zum Narren halten.
              Tommen ist wirklich eine Pfeife, für nichts zu gebrauchen. Aber andererseits auch endlich mal ein Kind, welches kindlich handelt und nicht mit jungen Jahren schon wie ein Erwachsener denkt und handelt.

              Insgesamt wieder eine ruhie Folge die alles so ein wenig weiterspinnt, aber die Staffel neigt sich mal wieder dem Ende und so richtig viel ist nicht passiert. Ich frage mich wo Game of Thrones hin will, wenn wirklich shcon nach 7 Staffeln oder so Schluss sein soll.
              Es sei denn man beschleunigt Handlungen so schnell, wie Littlefinger durch Westeros reist. Gestern Winterfell, heute King's Landing. Aber das kennt man ja von ihm.

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              • #8
                Ich fand die Folge jetzt nicht so töfte. Es tritt alles sehr auf der Stelle. Wir sehen mal wieder Cersei ein bischen rumbitchen und stellen mal wieder fest, dass sie sich für klüger hält als sie ist. Ramsay darf mal wieder ein Schwein sein. Tommen ist unfähig und überfordert. Tyrion redet sich mal wieder aus der Affäre. Ein Arya passiert nichts. Da war der Part in Dorne noch am besten, weil Bronn einfach ne coole Sau ist.

                Mal wieder etwas mehr Tempo bitte!
                "The only thing we have to fear is fear itself!"

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                • #9
                  Zitat von DefiantXYX Beitrag anzeigen
                  Daeneris wude auch verkauft und vergewaligt und ging daraus als neugeborene starke Frau hervor.
                  Auch spidy1980 hat ja den Vergleich zu Danys Hochzeitsnacht gebracht, darum noch einige Worte dazu:
                  Ich denke doch, dass es da erhebliche Unterschiede gibt, was die jeweilige Wirkung auf die Zuschauer angeht, und will das anhand von 3 Punkten deutlich machen.

                  Erstens wenn ich die beiden weiblichen Figuren vergleiche, dann stelle ich fest, dass ich als Zuschauer Dany am Ende von Folge 1 noch kaum kenne, sie ist gewissermaßen noch wie ein weißes Blatt, während wir mit Sansa in Staffel 5 schon einen sehr langen Weg mitgegangen sind. Allein schon deshalb, dürften beide Szenen eine unterschiedliche Wirkung erzielen.

                  Zweitens vergleiche man dann die beiden männlichen Figuren und da ist der Unterschied noch viel gravierender. Auch von Drogo hat man bis zu der Szene am Ende von Folge 1 noch nicht allzu viel erfahren, insgesamt strahlt er vorher zwar eine gewisse Bedrohlichkeit aus, aber eher ist das nach unseren popkulturellen Maßstäben eine positiv konnotierte Bedrohlichkeit, stark, nie im Kampf verloren, macht einen tendeziell ehrbaren Eindruck usw. (also so typ. Superhero-Eigenschaften).
                  Demgegenüber betrachte man Ramsey, der über eine oder sogar mehr Staffeln hinweg bereits etabliert ist als perverses und sadistisches Monstrum. Wenn dann z.B. ein Ramsey Sansa in der Hochzeitsnacht anlächelt, dann _weiß_ jeder Zuschauer, was dieses Lächeln zu bedeuten hat, weil er die Vorgeschichte der Figur kennt. Also dieser Unterschied sollte eigentlich auch jedem, der kurz drüber nachdenkt, sofort ins Auge springen.

                  Drittens sind auch beide Szenen an sich komplett unterschiedlich inszeniert: Schon der Ort, wo es stattfindet ist komplett anders, auch die Musik, vermute ich, wird radikal anders sein (müsste man aber noch mal nachprüfen). Drogo tut dann (freilich ziemlich null-empathisch) eigentlich nur das, was er für sein Recht und seine Pflicht hält und was in der vorgestellten Kultur ja auch tatsächlich Recht und Pflicht entspricht. Er geht dabei aber zumindest nicht brutal oder gewaltsam vor. Es ist auch nicht dargestellt, dass es ihm Spaß bereiten würde, seine Angetraute zu erniedrigen oder zu quälen. Und bitte, wenn man das dann mit der Ramsey-Szene vergleicht, da hat man all das. Allein dadurch, dass Theon/Reek zum Bleiben beordert wird, macht deutlich, dass hier ein perverses Machtspiel ausgeübt wird, alles auch gut über Gestik und Mimik der Protagonisten abzulesen. Diese Szene ist ganz klar eine Folterszene, die erste ist das nicht.

                  Deswegen bringt es imho wenig, mit dem Verweise auf Danys weiteren Werdegang darauf zu verweisen, dass das auch bei Sansa relativ unproblematisch ist.
                  Wir könnten aber mal mit Tyrion in der aktuellen Folge vergleichen. Den droht man ja zu entmannen. Er genießt aber die Plot Armor, die man auch Sansa gewünscht hätte (denn auf die Idee, den Lümmelmann einfach in Schnaps einzulegen kommt zum Glück niemand). Kann sich ja jeder selbst die Frage stellen, wäre die Figur Tyrion mit ihrer Vorgeschichte und Charaktereigenschaften noch in der Lage, ihren Weg in der Geschichte zu machen, wenn man ihm das angetan hätte?
                  Ähnlich sehe ich es bei Sansa...

                  Es sei denn man beschleunigt Handlungen so schnell, wie Littlefinger durch Westeros reist. Gestern Winterfell, heute King's Landing. Aber das kennt man ja von ihm.
                  Ich denke, die Serie wäre es uns so langsam mal schuldig zu enthüllen, was da los ist. Verfügt er über ein Geflecht aus geheimen Wurmlöchern? Magie? Oder besitzt er einfach nur einen gemeinen Hexenbesen mit Rabennavi?

                  Grüße
                  FL

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                  • #10
                    Die zwei "Vergewaltigungen" sind sicherlich unterschiedlich zu betrachten, allerdings fließt bei deiner Intepretation sehr stark die negative Vorgeschichte von Ramsey ein, was absolut ok ist, aber auch die ziemlich positive Konsequenz für Daeneris.
                    Sie wurde verkauft für eine Armee, von ihrem eigenen Bruder. An einen riesigen brutalen Mann, der sich damit brüstet Feind mit den Händen zu zerstückeln und dessen Beruf es ist brandschatzend durch die Steppe zu ziehen und alles zu vergewaltigen, was eine entsprechende Körperöffnung hat. Klar, im Nachhinein war Drogo ein für die Verhältnisse dort ehrenwerter, fast romantischer Mann, unterm Strich ein sogar ein guter Ehemann. Das wusste in der ersten Nacht aber niemand. Nach dem was man gesehen hat, wurden beide Frauen auch einfach von Hinten genommen. Dabei spielt es mMn kaum eine Rolle, ob das bei den Dothraki so Brauch ist und in Westeros vielleicht eher auf eine Vergewaltigung hindeutet.
                    Bei Sansa muss ich nochmals positiv anführen, dass sie genau wusste was kommt. Sie hat sich dafür entschieden, weil sie am Ende des sehr dunklen Tunnels ein Licht sieht, die Rache an den Mördern ihrer Familie. Dafür den Körper her zu geben, auch nach all dem was Geoffrey ihr angetan hat, ist denke ich nicht das schlimmste, was sie bisher durchlebt hat.
                    Daeneris wusste niemals wohin das führen sollte und sah vermutlich kein Licht am Ende des Tunnels.

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                    • #11
                      Ich verstehe die ganze Diskussion ehrlich gesagt nicht so ganz. Natürlich wird uns da eine Vergewaltigung gezeigt, aber keinesfalls wird das als angenehm oder erstrebenswert dargestellt (im Gegenteil). Viel wichtiger ist jedoch, dass die Szene eine Relevanz für die weitere Story haben wird (davon gehe ich zumindest stark aus). Genauso, wie bei der bereits erwähnten Daeneris-Szene, die uns im Laufe der weiteren ersten Staffel, die entstandene Liebe zu Khal Drogo zeigt, so wird hier sogar im Bilde ganz klar gezeigt, was die Vergewaltigung Sansas zur Folge haben wird.
                      Opa fuhr den Hasen tot und brät ihn zum Abendbrot. | Goodbye Galaxy!

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                      • #12
                        Zitat von EarMaster Beitrag anzeigen
                        Ich verstehe die ganze Diskussion ehrlich gesagt nicht so ganz. Natürlich wird uns da eine Vergewaltigung gezeigt, aber keinesfalls wird das als angenehm oder erstrebenswert dargestellt (im Gegenteil). Viel wichtiger ist jedoch, dass die Szene eine Relevanz für die weitere Story haben wird (davon gehe ich zumindest stark aus). Genauso, wie bei der bereits erwähnten Daeneris-Szene, die uns im Laufe der weiteren ersten Staffel, die entstandene Liebe zu Khal Drogo zeigt, so wird hier sogar im Bilde ganz klar gezeigt, was die Vergewaltigung Sansas zur Folge haben wird.
                        Mir geht es eigentlich mehr darum, aus welchen Motiven der Autoren heraus, Sansas Story für die Serie geändert wurde. Da ergibt sich leider kein gutes Bild. Sansa übernimmt die Rolle eines Plot Device aus dem Buch, damit man die Handlung weiterhin entlang der Vorlage erzählen kann. Nur sollte Sansa eben nicht so einfach ohne weitere Anpassungen durch dieses Plot Device austauschbar sein, da sie ihre eigene Backstory und Charakterentwicklung hat. Das sprengt für mich die Glaubwürdigkeit des Charakters. Außerdem spielt hier auch das ausgelutschte Trope hinein, dass Frauenfiguren erst in der Geschichte selbst aktiv werden dürfen, nachdem ihnen Gewalt angetan wurde.

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                        • #13
                          Also, Dorne finde ich bis jetzt langweilig. Das Jaime und sein Begleiter in dem Moment auftauchen mussten, als gerade ein Attentat auf seine Tochter verübt werden sollte, war irgendwie . Naja, Timing ist alles. Der Kampf wirkte mir auch etwas zu sehr einstudiert. Auch mag ich die drei Töchter irgendwie nicht. Einzig von Alexander Siddig würde ich mehr sehen wollen, aber leider hat dieser kaum Screentime.

                          In Kings Landing geht es schon weitaus interessanter zu. Cersei macht sich immer mehr Feinde und ihr Kopf sollte irgendwann rollen. Ich denke aber nicht, dass der neuen Königin irgendeine harte Strafen droht. Tommen wird da wohl ein Machtwort sprechen.

                          Arya's Part entwickelt sich auch ganz interessant. So weit ich mich erinnern kann, hat Jaqen in der ersten oder zweiten Staffel ein anderes Gesicht aufgesetzt oder benutzt ? Die vielen Gesichter in der riesigen Kammer kann er bestimmt irgendwie annehmen. Wie das alles funktionieren soll, kann ich mir mir bis jetzt aber noch nicht erklären.

                          Die arme Sansa hat mal wieder nicht viel zu lachen. Ihre Rache sollte dafür umso stärker sein.

                          Bis jetzt ist die fünfte Staffel "nur" ganz gut, aber sollten die nächsten vier Folgen keine deutliche Steigerung bringen, dann kommt diese nicht mal ansatzweise an die vierte Staffel ran.

                          4*

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von Anvil Beitrag anzeigen
                            Mir geht es eigentlich mehr darum, aus welchen Motiven der Autoren heraus, Sansas Story für die Serie geändert wurde. Da ergibt sich leider kein gutes Bild. Sansa übernimmt die Rolle eines Plot Device aus dem Buch, damit man die Handlung weiterhin entlang der Vorlage erzählen kann. Nur sollte Sansa eben nicht so einfach ohne weitere Anpassungen durch dieses Plot Device austauschbar sein, da sie ihre eigene Backstory und Charakterentwicklung hat. Das sprengt für mich die Glaubwürdigkeit des Charakters. Außerdem spielt hier auch das ausgelutschte Trope hinein, dass Frauenfiguren erst in der Geschichte selbst aktiv werden dürfen, nachdem ihnen Gewalt angetan wurde.
                            Da die Serie von Anfang an nicht vor hatte die Bücher zu kopieren, sondern nach den eigenen Bedürfnissen die Story anzupassen, sehe ich da kein Problem. Wäre es bei der Story des Buches geblieben hätten wir in dieser Staffel nicht viel von Sansa zu sehen bekommen. Ich kann die Entscheidung absolut nachvollziehen und begrüße sie insbesondere, in Hinsicht auf Reek / Theon.
                            Opa fuhr den Hasen tot und brät ihn zum Abendbrot. | Goodbye Galaxy!

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                            • #15
                              Zitat von EarMaster Beitrag anzeigen
                              Da die Serie von Anfang an nicht vor hatte die Bücher zu kopieren, sondern nach den eigenen Bedürfnissen die Story anzupassen, sehe ich da kein Problem. Wäre es bei der Story des Buches geblieben hätten wir in dieser Staffel nicht viel von Sansa zu sehen bekommen. Ich kann die Entscheidung absolut nachvollziehen und begrüße sie insbesondere, in Hinsicht auf Reek / Theon.
                              Es geht mir nicht darum die Bücher kopieren zu wollen, nur wenn man langjährig ausgearbeitete Charaktere in die Rolle eines Plot Devices - so mir nichts dir nichts als ob es keine unterschiede zwischen beiden Figuren gibt - schiebt, dann werden die Figuren austauschbar und damit unglaubwürdig. Das mag einem reinen Serienzuschauer weniger stören, aber auch dieser darf sich fragen, warum Sansa schon wieder in die Rolle eines hilflosen Opfers gepresst wurde. Das ist eine vertane Chance, der Figur zumindest ein Minimum an Charakterentwicklung zu zugestehen.

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