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Marvels Luke Cage (Netflix/2016)

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  • Marvels Luke Cage (Netflix/2016)

    Zeitgleich mit der 2. Staffel von Daredevil kam auch ein Teaser zu Luke Cage mit einem Startdatum heraus: Die Serie startet am 30. September.



    Also von der Musik her scheint die Serie etwas leichter zu sein als Daredevil oder Jessica Jones.

    Desweiteren spielt Alfre Woodard in der Serie eine Lokalpolitikerin namens Mariah Dillard. Sie ist mir aus The Last Ship und State of Affairs bekannt, aber den meisten SciFi Fans wohl eher aus ihrer Rolle in Star Trek First Contact, wo sie mit Captain Picard durch die Gänge der Enterprise schleichen musste, um nicht von den Borg assimiliert zu werden. Mahershala Ali spielt Cornell Stokes. Der Schauspieler ist mir von House of Cards ein Begriff, wo er Underwoods ehemaliger Pressesprecher war und später sein Stabschef im Weissen Haus.
    Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (chinesisches Sprichwort)
    Die Menschen sind sehr offen für neue Dinge - solange sie nur genau den alten gleichen. (Charles Kettering 1876-1958)
    [...]dem harten Kern der Science-Fiction-Fans, leidenschaftlich, leicht erregbar, meist männlich, oft besserwisserisch, penibel, streng und ebenso gnadenlos im Urteil wie im Vorurteil.[...] Quelle SPON

  • #2
    Netflix braucht wohl zwingend Material und macht nun aus jedem Staubkorn, welches mal irgendwo bei Marvel zu sehen war, eine eigene Serie. Mir wäre ja lieber, wenn Charaktere mal innerhalb einer einzigen Serie besser ausgearbeitet und beleuchtet werden würden.

    Viel lässt sich ja an Hand des Trailers noch nicht sagen. Warten wir mal ab. Die Serie kann ja trotzdem ganz gut werden.
    "Steigen Sie in den Fichtenelch! - Steigen Sie ein!"

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    • #3
      Zitat von Dr.Bock Beitrag anzeigen
      Netflix braucht wohl zwingend Material und macht nun aus jedem Staubkorn, welches mal irgendwo bei Marvel zu sehen war, eine eigene Serie. Mir wäre ja lieber, wenn Charaktere mal innerhalb einer einzigen Serie besser ausgearbeitet und beleuchtet werden würden.
      Na ja, also die Ausarbeitung der Charaktere ist bei Netflix ja nun nicht wirklich das Problem (eher die Suche nach einer Handlung, die auch für die gedachte Staffellänge ohne allzu viele Verzögerungen und Redundanzen verliert). Und ich muss ehrlicherweise sagen: Zumindest im Moment sehe ich die einzelnen Marvel-Staffeln bei Netflix tatsächlich als eine einzige Serie. Ich habe Daredevil Staffel 2 bisher noch nicht gesehen, aber an sich passt das ganz gut. Halt wie bei den Kinofilmen: Jede Reihe ist eine Reihe an sich, aber gemeinsam kann man sie auch als eine Reihe sehen. Ob das jetzt "Jessica Jones Staffel 2" heißt oder "Luke Cage" ist für mich dann eher eine Frage davon, auf welche Charaktere wir in der jeweiligen Staffel hoffen können. Quasi ein Mix aus Anthology- und klassischer Serie, in der in jeder Staffel neue Settings gezeigt werden, aber nach ein paar Staffeln (aktuell zwei) Settings auch mal zurückkehren können. Ganz so, wie ich mir quasi schon immer eine ST-Serie gewünscht habe. Ist aber natürlich eine durchaus "spezielle" Sicht (wenn auch nicht wirklich spezieller als die Sicht, jede Serie wirklich komplett einzeln für sich zu sehen).
      Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

      Für alle, die Mathe mögen

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      • #4
        Kenne bisher von den Netflix MCU-Serien die erste Staffel Daredevil (zweite wird bei Gelegenheit geguckt) und ein paar Folgen Jessica Jones. Beides gefällt mir sehr gut. Von dem her werd ich auch der neuen ne Chance geben. Auch wenn es mit den MCU-Serien mittlerweile etwas viel wird (allgemein Superhelden Serien, DC hat ja auch schon 4 gleichzeitig am Laufen und 5 soll folgen).

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        • #5
          Die San Diego Comic Con bot wohl die beste Gelegenheit für Netflix ihre neuen Serien zu promoten. Jetzt gibt es einen längeren Trailer von Luke Cage.

          Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (chinesisches Sprichwort)
          Die Menschen sind sehr offen für neue Dinge - solange sie nur genau den alten gleichen. (Charles Kettering 1876-1958)
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          • #6
            Die haben da schon ziemlich viel auf einmal rausgelassen: Daredevil Staffel 3 kommt (Wann denn? 2020?), es gab einen Teaser zu Defenders (sagte nix aus, zeigte keine Szenen, aber macht schon mal 1 Jahr vorher hungrig), ein Trailer zu Iron Fist (Haben wir für den eigentlich schon einen eigenen Thread?) und eben dieser Trailer, der ja eigentlich nur aus einer einzigen Szene besteht, die ich aber cool finde.

            Und die Trailer zu "Rogue One" bleiben alle hinter verschlossenen Türen
            Zuletzt geändert von garakvsneelix; 24.07.2016, 11:04.
            Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

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            • #7
              Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
              Die haben da schon ziemlich viel auf einmal rausgelassen: Daredevil Staffel 3 kommt (Wann denn? 2020?), es gab einen Teaser zu Defenders (sagte nix aus, zeigte keine Szenen, aber macht schon mal 1 Jahr vorher hungrig), ein Trailer zu Luke Cage (Haben wir für den eigentlich schon einen eigenen Thread?) und eben dieser Trailer, der ja eigentlich nur aus einer einzigen Szene besteht, die ich aber cool finde.
              Da meinst du wohl Iron Fist. Zu dem und den Defenders mach ich auch mal einen Thread auf.

              Die Hallway Fight Szenen werden wohl ein Markenzeichen der Marvel Netflix Serien. Ich frage mich ob die New Yorker Sozialbauwohnungen alle in Erbsensuppengrün gestrichen sind.


              Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (chinesisches Sprichwort)
              Die Menschen sind sehr offen für neue Dinge - solange sie nur genau den alten gleichen. (Charles Kettering 1876-1958)
              [...]dem harten Kern der Science-Fiction-Fans, leidenschaftlich, leicht erregbar, meist männlich, oft besserwisserisch, penibel, streng und ebenso gnadenlos im Urteil wie im Vorurteil.[...] Quelle SPON

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              • #8
                Zitat von BluePanther Beitrag anzeigen
                Da meinst du wohl Iron Fist.
                Ist geändert.

                Zitat von BluePanther Beitrag anzeigen
                Die Hallway Fight Szenen werden wohl ein Markenzeichen der Marvel Netflix Serien. Ich frage mich ob die New Yorker Sozialbauwohnungen alle in Erbsensuppengrün gestrichen sind.
                Das ist das Marvel-Netflix-Pendant der kanadischen Wälder bei Stargate...

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                • #9


                  Ein längerer Trailer mit vielen neuen Szenen. Und sehr schön: Rosario Dawson als Claire Temple. Ich hoffe sie kriegt hier mehr zu tun als in Daredevil und Jessica Jones.
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                  • #10
                    Mir gefällt, dass man es schafft, den Trailern, obwohl die Figur schon in JJ auftauchte, irgendwie ihren eigenen Flair zu geben, ohne sich dabei aber zu weit vom vorigen zu entfernen. Ich bin definitiv gespannt.
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                    • #11
                      Am Freitag gehts los.

                      Zum anheizen nochmal ein letzter Trailer. Leider nur O-Ton, dafür aber mit deutschen Untertiteln.



                      Am besten fand ich die letzte Szene. Da hat sich wohl niemand so sehr gefreut wie der Typ, einen Hoodie mit Einschusslöchern zu bekommen.
                      Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (chinesisches Sprichwort)
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                      • #12
                        Endlich kommt mal wieder was Neues auf Netflix, das mich auch interessiert. Ich freue mich auf jeden Fall schon darauf. Auch wenn die erste Daredevil-Staffel bisher noch das beste MCU-Netflix-Produkt war, so haben mich bisher alle drei dieser Staffeln nicht enttäuscht. Ich hoffe dieses Mal aber auf eine Story, die auch wirklich für 13 Episoden ausreicht. Das war beispielsweise bei "Jessica Jones" - bei allem, was die Serie ansonsten goldrichtig gemacht hat - nicht wirklich der Fall. Zumindest, so wie die Trailer aufgebaut sind, könnte ich mir bei "Luke Cage" aber auch ein größeres Einzelfolgenformat vorstellen - ist aber wohl recht unwahrscheinlich.
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                        • #13
                          Bin heute mit Luke Cage durch. Wieder eine sehr gute Serie im Netflix-Bereich des MCU. Ich mochte es, dass Luke Cage eher der unfreiwillige Held ist und die Serie auch recht gemächlich seine Geschichte erzählt. Cage ist auch nicht der Action-Ninja, sondern die Gelassenheit mit der er in eine Auseinandersetzung geht machte mir jedenfalls sehr viel Spaß.

                          Der Mafia-Plot erinnert zwar von der Grundstruktur her an Daredevil Season 1, aber dafür gibt es dann einige Wendungen in der Geschichte, welche das Ganze etwas auflockern. Sehr schön ist auch, dass Harlem als Handlungsort einen ganz eigenen Charakter bekommt und sich nicht wie Hell´s Kitchen anfühlt. Die Schauspieler sind eigentlich durch die Bank sehr gut besetzt. Sehr gut fand ich Alfre Woodard als Madam Councilwoman. Es ist zwar etwas komisch, dass sie im letzten Marvelfilm Civil War in einem Cameo noch eine völlig andere Figur gespielt hat, aber beide Figuren wirkten jedenfalls vom Auftreten und vom Erscheinungsbild her unterschiedlich genug um nicht wirklich zu stören. Ansonsten ein sehr diverser Cast, gerade wenn man irgendwann mal inne hält und realisiert, dass sich gerade vier Women of Color über etwas anderes unterhalten als einen Mann.

                          Weniger begeistert war ich dann am Ende von dem Plot um

                          Spoiler
                          Diamondback
                          . Das war mir etwas zu generisch und wurde auch mit der Zeit immer abgedroschener. Ganz besonders gut gefallen hat mir allerdings, dass man Claire aus Daredevil und Jessica Jones so viel Raum in der Serie gegeben hat. Fühlte sich sehr organisch an, genauso wie alle andere Referenzen auf die anderen Netflix-Serien und auch die Avengers.

                          Von allen Filmen aus dem MCU scheint auch wirklich fast auschließlich nur "The Avengers" für die Netflix-Welt relevant zu sein, während alle anderen Querverweise sich entweder auf Ereignisse in Daredevil Season 1+2 und Jessica Jones Season 1 bezogen. Gut, Justin Hammer aus Iron Man 2 wird mehrfach referenziert, aber den Film muss man nicht unbedingt gesehen haben um zu verstehen worum es geht. Ansonsten hätte ich mir einen Verweis auf den ersten Hulk-Film gewünscht. Dort hat er immerhin Harlem zerstört.

                          Naja, ich hatte mal wieder sehr viel Spaß mit den Superhelden von Netflix und freue mich jetzt auf Iron Fist.
                          "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
                          Reviews, Artikel, Empfehlungen oder Podcasts von mir zu verschiedenen Themen aus der Popkultur könnt ihr auf Schundkritik.de finden.

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                          • #14
                            Spoilerwarnung für die gesamte 1. Staffel

                            Die Serie Luke Cage, über einen schwarzen Superhelden in Harlem, hat einen großen Anteil an Einbeziehung der afroamerikanischen Kultur, Blacksploitation und Black Music. Wer damit nicht klar kommt hat schon mal ein gewaltiges Einstiegsproblem.

                            Meine Befürchtungen aus Jessica Jones wurden leider bestätigt und Luke Cage ist als Char so langweilig wie eine Abalone Muschel. Das haben die Macher teilweise erkannt und verteilen die Geschichte auf andere Chars (mehr dazu weiter unten). Der zweite große Nachteil bei Luke Cage ist, dass er für einen Street Level Helden viel zu overpowered ist. Was auch der Grund ist, dass man ihm gleich vier Bösewichte entgegenstellt und er sich auf einem Selbstfindungsprozess befindet. Was ihn für mich jetzt nicht sympathischer macht. Wenn er es richtig angestellt hätte, die Serie wäre nach drei, spätestens vier Folgen zu Ende gewesen, mit einem überwältigenden Sieg seitens Luke Cage und nicht dieses halber Sieg, halbe Niederlage Ding nach 13 Folgen.

                            Eins hatte ich aber nicht erwartet: Die Bösewichte sind teilweise genauso langweilig wie Luke Cage. Cottonmouth war für mich ziemlich 08/15 und ich hatte gehofft das Diamondback das Ganze dann rausreißen würde. Dann kam Diamondback und mein erster Gedanke war, ob wir nicht Cottonmouth zurückbringen können, denn der war doch der interessantere Bösewicht. Diamondback ist einer der schlechtesten Antagonisten des gesamten MCU. Abgesehen von seinem flachen Charakter und mehr als nur klischeehafter Motivation, gingen mir seine dämlichen Bibelsprüche aber so etwas von auf die Nerven. Etwas entsetzt war ich von Alfre Woodards Schauspiel. Mir hat sie in The Last Ship und State of Affairs, wo sie die US Präsidentin spielte (zugegebener Maßen habe ich hier nur den Piloten gesehen) gut gefallen. Hier hat man das Gefühl das irgendetwas sie lange Zeit zurückhält voll aufzudrehen. Dabei kommt ab und zu ja mal was richtig Gutes, wie z.B. ihre Vorschläge Luke Cage zu töten. "Schon versucht ihn zu vergiften, verbrennen oder zu ertränken?" Stattdessen bekamen wir: Okay wir haben jetzt 1000 Kugeln abgefeuert und Luke Cage steht immer noch, also feuern wir noch einmal 1000 Kugeln ab und hoffen auf ein anderes Ergebnis. Etwas mehr Kreativität im Tötungsprozess hätte der Serie Gut getan. Zwar hat Mariah ähnlich wie Luke Cage einen Selbstfindungsprozess, den sie in Black Mariah verwandelt, was ich persönlich doch etwas langweilig fand. Der vierte im Bunde ist dann Shades, dessen einzige Charaktereigenschaft, dass tragen einer Sonnenbrille war. Deswegen der Name Shades. Erst als er den Mordhergang an Cottonmouth vertuscht und Mariah Pläne ins Ohr flüstert, beginnt er interessant zu werden. Aber die Entwicklung von Mariah und Shades waren für mich einfach zu wenig und zu spät.

                            Die Serie beginnt ziemlich langsam, teilweise zu langsam. Erst ab Folge fünf dreht das Tempo auf, aber auch nicht zu schnell, was dazu führt, dass für mich das Finale etwas zu hoppla hopp abgefrühstückt wurde.

                            Was ich mochte: In dieser Serie gibt es mehr Referenzen zu den übrigen Netflixserien und dem restlichen MCU, als in den bisherigen Netflixserien zusammen. Es waren sogar Referenzen dabei, die ich noch nicht mal kannte, bevor ich davon in Foren gelesen habe. Z.B. gab es einen Kurzfilm, wo man sah wie der Fake Mandarin und Justin Hammer im Seagate Gefängnis einsaßen. Worauf dann in der Serie von Reva Bezug genommen wurde: Ja ich kenne die Gerüchte, dass wir hier Millionäre im Kellergeschoss eingesperrt haben. Hammer Industries (die anscheinend einen Anstieg im Qualitätsmanagement haben, nach Justin Hammers Weggang), Trish Talk, Judas Munition aus Alienmetall, sowie ein Haufen weiterer Anspielungen die mir sehr gut gefallen haben. Wie Skeletor muss ich aber auch bemängeln, dass der Kampf zwischen Hulk und Abomination wo Harlem verwüstet wird, nicht erwähnt wurde. Hier hätte man sogar etwas Sozialkritik üben können, was den Wiederaufbau New Yorks angeht.

                            Ein ganz großer Pluspunkt, die für mich viele der negativen Aspekte rausreißt sind Misty Knight und Claire Temple. Misty Knight ist für mich die heimliche Hauptfigur der Serie. Direkt in der ersten Szene funktionierte sie sehr gut mit Luke Cage und war gleichzeitig interessant und sympathisch. Im Marvel Wiki habe ich gelesen, dass sie auch einen kybernetischen Arm (ähnlich wie der Wintersoldier) hat. Das wird dann in der Serie wohl angeteasert, nachdem ihr Arm in Folge 11 durchschossen wurde. Auf Imdb.com steht, dass sie sowohl in Iron Fist, als auch in Defenders auftauchen soll. Informationen auf Imdb.com sind natürlich mit Vorsicht zu genießen, würde mich aber freuen, wenn das so wäre und dann von mir aus, auch gerne in einer größeren Rolle, als einem Cameoauftritt. Die Serie wäre meiner Meinung nach besser gewesen, hätte man Luke Cage ganz rausgeschrieben (oder es auf Cameoauftritte belassen) und sich ganz auf Misty Knight mit Armprothese (für die nötige Portion Superkräfte) konzentriert. Vom Kräfteverhältnis, wäre das wohl auch die richtige Ebene für einen Street Level Hero gewesen.

                            Claire Temple darf als Bindeglied der Marvel Netflix Serien natürlich nicht fehlen und diesmal hat sie (obwohl sie erst ab Folge 5 dabei ist) ordentlich viel Screentime und ist sozusagen der Sidekick und Love Interest von Luke Cage. Das ist natürlich der Vorteil, wenn man aufgrund der Ereignisse aus der 2. Staffel Daredevil keinen Job als Krankenschwester mehr bekommt. Mir gefällt persönlich ihre Entwicklung über die Serien hinweg. Wenn ich bedenke was sie für Moralgespräche mit Matt in der 1. Staffel hatte, die würden in Luke Cage so nicht mehr stattfinden. Stattdessen gibt es für Kriminelle die am Boden liegen noch einen schönen Tritt in die Weichteile. Abgesehen darf sie hier mal den wissenschaftlichen Part über Kräfte von Luke Cage übernehmen, was mir auch sehr gut gefallen hat. Und als dann in der 11. Folge es zum Team up mit Misty Knight kam, war das aber mal so etwas von geballter Frauenpower. Und zum Schluss wurde schon mal ihr Auftauchen in Iron Fist vorbereitet, denn die Werbung dieser Martial Arts Schule, soll wohl auch bei Iron Fist eine Rolle spielen.

                            Andere Nebenchars wie etwa Pop, Scarfe oder Tante Mable haben mir auch sehr gut gefallen, die leider entweder viel zu früh gestorben sind, oder nur in Flashbacks vorkamen.

                            Alles in allem war Luke Cage für mich die bisher schwächste Marvel Netflix Serie. Was schade ist, denn man merkt einfach, dass die Macher hier mit Herzblut am Werke waren, nicht nur was die Comics betrifft, sondern auch afroamerikanische Kultur im Allgemeinen. Die Musikauswahl und der Soundtrack sind super stimmig und geben auch einem wirklich ein Gefühl für die Serie. Für mich ist das Hauptproblem, dass man mit Luke Cage, aufgrund seiner Kräfte, nicht so eine Heldengeschichte zeigen kann, wie sie eigentlich angebracht wäre.
                            Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (chinesisches Sprichwort)
                            Die Menschen sind sehr offen für neue Dinge - solange sie nur genau den alten gleichen. (Charles Kettering 1876-1958)
                            [...]dem harten Kern der Science-Fiction-Fans, leidenschaftlich, leicht erregbar, meist männlich, oft besserwisserisch, penibel, streng und ebenso gnadenlos im Urteil wie im Vorurteil.[...] Quelle SPON

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                            • #15
                              Ich fand, dass man Lukes Unverwundbarkeit eigentlich ganz gut genutzt hat. Er will ja gar kein Held wie z.B. Daredevil sein. Gerade das mochte ich.
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