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X-Men - Apocalypse (2016)

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    Gerade hat Bryan Singer per Twitter einen weiteren X-Men Film für 2016 angekündigt. X-Men - Apocalypse

    Man darf gespannt sein.
    "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
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  • #2
    Da ist sich aber jemand ziemlich sicher das Days of Future Past ein Erfolg wird.

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    • #3
      Zitat von human8 Beitrag anzeigen
      Da ist sich aber jemand ziemlich sicher das Days of Future Past ein Erfolg wird.
      Days of Future Past gehört mit zu den teuersten Filme die Fox jemals produziert hat. Natürlich gehen die von einem Erfolg aus. Fox setzt momentan voll auf ihre Marvel Lizenzen und sie wollen sich mit den X-Men jetzt woh langfristig positionieren. Und wenn Days of Future Past trotzdem gnadenlos an den Kinokassen untergehen würde, dann kann man den neuen Film immer noch absagen ohne zu viel Geld in der Entwicklung verpulvert zu haben.
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      • #4
        "In der Fortsetzung wird eh alles besser" und "Da war vieles einfach Aufbauarbeit für den nächsten Film" sind mittlerweile ohnehin solch derartige Lieblingsfloskeln von Rezensenten geworden, dass es quasi bei fast jedem Film schon schick ist, wenn man vorher auf die Möglichkeit einer Fortsetzung verweist. Insbesondere im Comicverfilmungssektor hat sich das in letzter Zeit doch sehr stark herauskristallisiert.
        Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

        Für alle, die Mathe mögen

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        • #5
          Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
          "In der Fortsetzung wird eh alles besser" und "Da war vieles einfach Aufbauarbeit für den nächsten Film" sind mittlerweile ohnehin solch derartige Lieblingsfloskeln von Rezensenten geworden, dass es quasi bei fast jedem Film schon schick ist, wenn man vorher auf die Möglichkeit einer Fortsetzung verweist. Insbesondere im Comicverfilmungssektor hat sich das in letzter Zeit doch sehr stark herauskristallisiert.
          Für mich ist das auch ein großer Vorteil dieser neuen Herangehensweise an Filme. Ich habe mir 10 Jahre angehört, dass TV-Serien mittlerweile den Kinofilmen überlegen sind weil sich dort Geschichten und Figuren langsamer entwickeln können und alles besser miteinander verzahnt werden kann. Das stimmt auch in den meisten Fällen, daher sehe ich eigentlich auch nur Vorteile, wenn dieser Serienansatz jetzt auch in bestimmten Filmbereichen eingesetzt wird.

          Gerade im Bereich der Comicverfilmungen ist das die prädestinierte Herangehensweise, denn es wird ja in den meisten Fällen immerhin eine Comicserieadaptiert. Der Gedanke auch mal 1-2 Filme im vorraus zu planen ist ein Luxus, welcher den Filmen als Reihe am Ende nur guttun kann. Mich hat es beispielsweise lange Jahre gestört, dass am Ende der Comicverfilmungen im Prinzip jeder ikonische Gegenspieler ums Leben kam. Das fühlte sich bei mir nie richtig an, da quasi immer der Resetknopf am Ende gedrückt wurde. Dadurch hat man sich häufig auf lange Sicht limitiert und eben auch bewirkt, dass wir von fast jeder Figur schon ein hartes Reboot gesehen haben.

          In diesem Fall würde ich aber davon ausgehen, dass "Days of Future Past" sehr gut für sich selbst stehen wird, aber wahrscheinlich jetzt als Nachgedanke schon weitergedacht wurde, weil FOX wahrscheinlich mit dem Ergebnis sehr zufrieden ist. Diese Verzahnung der Filme würde ich daher auch erst ab "Apocalypse" vermuten und zwar im Zusammenhang mit dem X-Force Film und einem möglichen Wolverine 3.

          Ich sehe daher kein Problem darin, wenn diese Filme eben endlich auch mal direkt als Serie konzipiert werden und dies nicht erst immer als Nachgedanke passiert, wenn man sich meistens schon einiges verbaut hat.

          Und ja, dann bin ich auch erst einmal kulant, wenn ich Hinweise und das Potential für eine Fortsetzung erkenne.
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          • #6
            Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
            Days of Future Past gehört mit zu den teuersten Filme die Fox jemals produziert hat. Natürlich gehen die von einem Erfolg aus.
            Habe mal gelesen, dass dieser über 200 Millionen teuer sein soll, aber nicht wirklich daran geglaubt. Wie hoch ist das Budget ?
            Der erfolgreichste X Men Film (Last Stand) hat 460 Millionen Weltweit eingespielt.
            Ob Days of... an die Marvel Erfolge anknüpfen kann ?

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            • #7
              @Skeletor: Ein Problem sehe ich darin auch nicht wirklich, zumal ich tendenziell Filmreihen auch interessanter finde als einzelne Filme. Bestes Beispiel sind die MARVEL-Filme: Ich mag die Filme bisher im Großen und Ganzen - ein paar mehr, ein paar weniger, wie das halt so ist - aber ohne die Anbindung an das "Cinematic Universe" hätte ich bisher wohl kaum einen von ihnen geschaut. (Beispielsweise hätte mich auch "Thor", den ich dann aber sehr gut fand, nicht interessiert.) Als Gesamtkomposition finde ich die Reihe aber sehr stark - vielleicht mit Ausnahme von "Der unglaubliche Hulk", der echt sehr viel dadurch verliert, dass Hulk in "Avengers" einfach eine ganz andere Figur ist.

              Der letzte Hinweis verweist aber auch bereits auf ein Problem, das Filmreihen ganz genauso inne haben wie Serien: Die Gefahr, dass unschöne Brüche dabei bestehen, ist sehr hoch - bei Filmreihen, in denen, wenn die Produzenten nicht vorher kluge Verträge schließen, vielleicht sogar höher. Eine Filmreihe, für die ich viel Kinogeld ausgegeben habe, kann wegen eines Flops plötzlich schnell enden, ohne dass es einen richtigen Abschluss gab. Durch einen Darstellerwechsel verschwinden Figuren, deren Entwicklung gerade fruchtbar wurde. Noch mehr graut es mir davor, dass wichtige Darsteller ausgetauscht werden: Bisher graut es mir irgendwie davor, dass wir irgendwann einen anderen "Iron Man" sehen als RDJ.

              Und das für mich größte Problem von Serien mit einem zusammenhängenden Handlungsbogen ist bei Filmen nur noch mehr gegeben: Was, wenn die Planung fehlschlug? Was, wenn die Autoren nur zwei Filme lang gedacht haben und ab dem dritten nicht mehr wissen, wohin, aber weiter machen, weil sie am Ende des zweiten Films einen Cliffhanger setzten? Wegen solchen Planungsproblemen habe ich bisher nBSG, das ich ansonsten in allen Belangen top inszeniert finde (okay, über die Kamera kann man sich streiten), nur einmal geschaut - was für mich, wenn es um SF-Serien geht, echt wenig ist.

              So etwas betrifft übrigens auch das Ende. Bisher läuft es bei MARVEL sehr gut, aber mir graut es ein wenig vor dem Tag, an dem man diese Reihe abschließt - oder eben nicht bewusst abschließt. Dann habe ich eine Serie ohne richtiges Ende... das kann sehr unbefriedigend sein.

              Wenn man mich fragt, gilt für Filmreihen das absolut gleiche wie bei Serien mit einem durchgehenden Handlungsbogen: Das Ergebnis kann absolut fantastisch werden, aber die Anforderungen an die Macher sind hoch. Höher, als sie es in Einzelfilmen wären.
              Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

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              • #8
                Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                Der letzte Hinweis verweist aber auch bereits auf ein Problem, das Filmreihen ganz genauso inne haben wie Serien: Die Gefahr, dass unschöne Brüche dabei bestehen, ist sehr hoch - bei Filmreihen, in denen, wenn die Produzenten nicht vorher kluge Verträge schließen, vielleicht sogar höher. Eine Filmreihe, für die ich viel Kinogeld ausgegeben habe, kann wegen eines Flops plötzlich schnell enden, ohne dass es einen richtigen Abschluss gab. Durch einen Darstellerwechsel verschwinden Figuren, deren Entwicklung gerade fruchtbar wurde. Noch mehr graut es mir davor, dass wichtige Darsteller ausgetauscht werden: Bisher graut es mir irgendwie davor, dass wir irgendwann einen anderen "Iron Man" sehen als RDJ.
                Mit so etwas habe ich ehrlich gesagt überhaupt keine Probleme. Der Charakter ist wichtig und nicht der Schauspieler. Es habe jetzt schon so viele Recastings von für mich lange Zeit ikonischen "Charakter/Schauspieler"-Kombos gesehen und bisher hat das immer besser funktioniert, als ich das vorher für möglich gehalten habe. Aus diesem Grund sehe ich darin wirklich überhaupt kein Problem mehr. Es ist alles OK solange der neue Schauspieler keine Imitation der Spielart des Vorgängers abliefert.

                Und klar, Filmreihen können einfach enden, aber im Umkehrschluss kann auch ansonsten einfach nur auf der Stelle getreten werden, weil sich nicht getraut wird etwas über den Film hinaus zu entwickeln. Ich kann das nicht belegen, aber ich habe das Gefühl, dass früher Fortsetzungen tendenziell eher als schlechter wahrgenommen wurden, während das heute eher umgekehrt ist. Plötzlich können Forsetzungen deutlich besser sein, weil der erste Film eben einen sehr guten Grundstein gelegt hat.

                Aus dem Grund bin ich eigentlich ganz froh das Mavel beispielsweise in Zyklen innerhalb einer Reihe denkt. Nach "The Avengers" hätte Marvel auch ohne weiteres einfach aufhören können. Sie streuen aber gerne durch erstmal nur inhaltsleere MacGuffins und etwas Namedropping schon mal kleine Appetitanreger für die Fortsetzungen. Aber die Filme in denen diese Hinweise vorkommen schreien gleichzeitig nicht wirklich nach einer Fortsetzung welche unbedingt nötig wäre um dem Film einen Abschluss zu geben.

                Und das für mich größte Problem von Serien mit einem zusammenhängenden Handlungsbogen ist bei Filmen nur noch mehr gegeben: Was, wenn die Planung fehlschlug? Was, wenn die Autoren nur zwei Filme lang gedacht haben und ab dem dritten nicht mehr wissen, wohin, aber weiter machen, weil sie am Ende des zweiten Films einen Cliffhanger setzten? Wegen solchen Planungsproblemen habe ich bisher nBSG, das ich ansonsten in allen Belangen top inszeniert finde (okay, über die Kamera kann man sich streiten), nur einmal geschaut - was für mich, wenn es um SF-Serien geht, echt wenig ist.
                Dann macht man es wie Christopher Nolan und baut einfach auf dem auf, was man vorher etabliert hat und entwickelt daraus dann seine Story. Bei Mavel weiß auch niemand wie es nach Phase 3 weitergehen wird.

                So etwas betrifft übrigens auch das Ende. Bisher läuft es bei MARVEL sehr gut, aber mir graut es ein wenig vor dem Tag, an dem man diese Reihe abschließt - oder eben nicht bewusst abschließt. Dann habe ich eine Serie ohne richtiges Ende... das kann sehr unbefriedigend sein.
                Comicreihen haben in der Regel nie ein Ende. Wenn du hier einen Abschluss erwartest, dann sitzt du ein bisschen im falschen Boot. Ansonsten gibt es eben immer nur Zyklen, welche zwischenzeitlich mal einen Abschluss erhalten bevor ein neuer Zyklus beginnt. Zur Not hast du am Ende höchstens den letzten Zyklus, der evtl. in der Luft hängt. Das ist dann zwar schade, aber das ruiniert nicht gleich die ganze Reihe. Wenn ich mir aktuell Thor 2 anschaue, dann kann der Film auch ohne Probleme der letzte der Reihe sein.

                Wenn man mich fragt, gilt für Filmreihen das absolut gleiche wie bei Serien mit einem durchgehenden Handlungsbogen: Das Ergebnis kann absolut fantastisch werden, aber die Anforderungen an die Macher sind hoch. Höher, als sie es in Einzelfilmen wären.
                Ich denke, dass man einfach akzeptieren muss, dass sich gewisse Dinge erst langsam und über mehrere Filme entwickeln müssen und sich dies gerade auf lange Sicht auszahlt. Daher bin ich eben auch ein großer Fan einer gut erzählten Origin. Das ist der Grundstein für eine fantastische Reihe.

                - - - Aktualisiert - - -

                Zitat von human8 Beitrag anzeigen
                Habe mal gelesen, dass dieser über 200 Millionen teuer sein soll, aber nicht wirklich daran geglaubt. Wie hoch ist das Budget ?
                Der erfolgreichste X Men Film (Last Stand) hat 460 Millionen Weltweit eingespielt.
                Ob Days of... an die Marvel Erfolge anknüpfen kann ?
                Aktuell wird davon ausgegangen, dass dies im Bereich von 225 Millionen liegt.
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                • #9
                  Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                  Mit so etwas habe ich ehrlich gesagt überhaupt keine Probleme. Der Charakter ist wichtig und nicht der Schauspieler. Es habe jetzt schon so viele Recastings von für mich lange Zeit ikonischen "Charakter/Schauspieler"-Kombos gesehen und bisher hat das immer besser funktioniert, als ich das vorher für möglich gehalten habe. Aus diesem Grund sehe ich darin wirklich überhaupt kein Problem mehr. Es ist alles OK solange der neue Schauspieler keine Imitation der Spielart des Vorgängers abliefert.
                  Na ja, meist ist es ja eben nicht nur der Darstellerwechsel, sondern ein auch damit einhergehender Unterschied im Charakter der Figur. Für mich hat der Bruce Banner aus "Avengers" herzlich wenig mit dem Bruce Banner aus "Der unglaubliche Hulk" zu tun. Ich persönlich kann mir das gerade noch so durch eine Entwicklung, die Banner wohl nach Ende von "Der unglaubliche Hulk" mitgemacht hat, zurechtschustern. MARVEL bietet ja auch ein gutes Gegenbeispiel: Brody ist in der "Iron Man"-Reihe trotz des Darstellerwechsels irgendwie gleich geblieben. Das mag aber auch damit zusammenhängen, dass sich diese Figur über weite Teile nur durch ihre Militärzugehörigkeit und Freundscaft zu Tony definierte.

                  Was du ansprichst, ist ja auch das, weswegen ich einer möglichen Umbesetzung von Tony Stark sehr skeptisch gegenüber stehe. Nach einem Darstellerwechsel gibt es ja eigentlich nur die beiden Möglichkeiten: Entweder man passt die Figur an den Darsteller an oder man zwingt den Darsteller dazu, RDJ zu imitieren. (Gut, es gibt da noch eine dritte Möglichkeit, nämlich einen kruden Mix zwischen diesen beiden Möglichkeiten.) Beides würde ich eher ungern sehen wollen.

                  Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                  Aus dem Grund bin ich eigentlich ganz froh das Mavel beispielsweise in Zyklen innerhalb einer Reihe denkt. Nach "The Avengers" hätte Marvel auch ohne weiteres einfach aufhören können. Sie streuen aber gerne durch erstmal nur inhaltsleere MacGuffins und etwas Namedropping schon mal kleine Appetitanreger für die Fortsetzungen. Aber die Filme in denen diese Hinweise vorkommen schreien gleichzeitig nicht wirklich nach einer Fortsetzung welche unbedingt nötig wäre um dem Film einen Abschluss zu geben.
                  Ja, dass das, was MARVEL macht, bisher ein Musterbeispiel ist, darin sind wir uns vermutlich einig. (Was ich bisher nur nicht ganz beurteilen kann, ist, inwiefern die einzelnen Heldenfilmreihen auch funktionieren, wenn man "Avengers" nicht schaut, oder ob es da einen Bruch gibt. Aber das würde an dieser Stelle zu weit führen, ist es doch eine sehr spezielle Betrachtungsweise.)

                  Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                  Dann macht man es wie Christopher Nolan und baut einfach auf dem auf, was man vorher etabliert hat und entwickelt daraus dann seine Story.
                  Für mich hat TDKR halt gezeigt, dass Nolan dadurch dann aber eben auch sehr limitiert war in seinen Möglichkeiten. Das führte teilweise gar zur schlichten Reproduktion bereits erzählter Muster. Hier also für mich kein Idealbeispiel, wie man es machen sollte.

                  Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                  Comicreihen haben in der Regel nie ein Ende.
                  Comicfilmreihen hatten das bisher durchaus schon. "X-Men 3" war lange Zeit ein Ende, "Spider Man 3" ist für mich auch durchaus als Ende tauglich. ("Spider Man 2" wäre das beispielsweise nicht gewesen.) "The Dark Knight Rises" zeigt, bei all seinen zwischenzeitlichen Fehlern, auch ein gutes Ende.

                  Die Geschichte ohne Ende ist für mich etwas eine Unart, die im Superheldencomicgenre etabliert wurde, die aber bisher in den Verfilmungen ebenjener Comics umgangen wurde. Ich fürchte mich etwas davor, dass man das jetzt über Bord wirft. Denn ich gehe auch den Kurs, dass man bei aller Liebe zur Vorlage diese Vorlage auch gerne verändern (verbessern?) und an die Gegebenheiten des neuen Mediums anpassen darf.

                  Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                  Ich denke, dass man einfach akzeptieren muss, dass sich gewisse Dinge erst langsam und über mehrere Filme entwickeln müssen und sich dies gerade auf lange Sicht auszahlt. Daher bin ich eben auch ein großer Fan einer gut erzählten Origin. Das ist der Grundstein für eine fantastische Reihe.
                  Dasselbe kann (und muss man meiner Meinung nach) aber auch auf das Ende ummünzen. Ich übe mich mal in einer Umformulierung:

                  Ich denke, dass man einfach akzeptieren muss, dass eine Entwicklung, egal, wie gut sie erzählt ist, ohne ein Ziel, das man erreichen möchte, nie den Punkt erfährt, an dem sie sich tatsächlich auszahlt. Daher bin ich eben auch ein großer Fan eines gut und gerne auch langsam erzählten Abschlusses. Das ist der Prüfstein für eine fantastische Reihe, denn erst hier wird deutlich, ob die Fortsetzungen nur ihretwillen entstanden oder ob die Serie tatsächlich einer gelungenen Konzeption folgte.
                  Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

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                  • #10
                    Zitat von garakvsneelix Beitrag anzeigen
                    Na ja, meist ist es ja eben nicht nur der Darstellerwechsel, sondern ein auch damit einhergehender Unterschied im Charakter der Figur. Für mich hat der Bruce Banner aus "Avengers" herzlich wenig mit dem Bruce Banner aus "Der unglaubliche Hulk" zu tun. Ich persönlich kann mir das gerade noch so durch eine Entwicklung, die Banner wohl nach Ende von "Der unglaubliche Hulk" mitgemacht hat, zurechtschustern. MARVEL bietet ja auch ein gutes Gegenbeispiel: Brody ist in der "Iron Man"-Reihe trotz des Darstellerwechsels irgendwie gleich geblieben. Das mag aber auch damit zusammenhängen, dass sich diese Figur über weite Teile nur durch ihre Militärzugehörigkeit und Freundscaft zu Tony definierte.

                    Was du ansprichst, ist ja auch das, weswegen ich einer möglichen Umbesetzung von Tony Stark sehr skeptisch gegenüber stehe. Nach einem Darstellerwechsel gibt es ja eigentlich nur die beiden Möglichkeiten: Entweder man passt die Figur an den Darsteller an oder man zwingt den Darsteller dazu, RDJ zu imitieren. (Gut, es gibt da noch eine dritte Möglichkeit, nämlich einen kruden Mix zwischen diesen beiden Möglichkeiten.) Beides würde ich eher ungern sehen wollen.
                    Mein Punkt ist, dass die Figur größer ist als der Darsteller. Tony Stark gab es schon weit bevor ihn RDJ gespielt hat und es wird ihn noch weiter geben, wenn RDJ irgendwann keinen Bock mehr hat. Die Figur ist größer als der Schauspieler, weil die Figur noch mehr Facetten hat, als das was Downey Jr. daraus gemacht hat. Daher ist das was RDJ da macht auch nicht der Weisheit letzter Schluss was die Figur betrifft und ein Wechsel des Darstellers wird auch Iron Man verkraften. Es gibt natürlich Figuren, wo der Schritt zur Akzeptanz größer ist als bei anderen, aber letztendlich ist der Schauspieler auf lange Sicht tatsächlich austauschbar. Mich interessiert dieses krampfhafte Klammern an einen Schauspieler in einer bestimmten Rolle mittlerweile einfach nicht mehr. Selbst wenn ich der neuen Besetzung gegenüber skeptisch bin, so werde ich mir das angucken und dann entscheiden, ob es mir gefallen hat oder nicht.

                    Und die Figur heißt Rhodey und nicht Brody.



                    Ja, dass das, was MARVEL macht, bisher ein Musterbeispiel ist, darin sind wir uns vermutlich einig. (Was ich bisher nur nicht ganz beurteilen kann, ist, inwiefern die einzelnen Heldenfilmreihen auch funktionieren, wenn man "Avengers" nicht schaut, oder ob es da einen Bruch gibt. Aber das würde an dieser Stelle zu weit führen, ist es doch eine sehr spezielle Betrachtungsweise.)
                    An die Filme wird jetzt eben mit den Eigenenheiten von Comicreihen herangegangen und darin musst du auch nicht unbedingt alle Comics einer Firma lesen um den Plot von Serie XY folgen zu können. Selbst wenn diese während eines großen Megaevents spielt. Details oder Anspielungen werden dann vielleicht nicht erkannt, aber ansonsten kann man dem Ganzen schon folgen ohne alle anderen Serien zu kennen. Aber The Avengers ist aber aktuell schon die Pflichtlektüre der Reihe, weil darin eben ein Ereignis stattfindet, dessen Auswirkungen die fiktive Welt in dem diese Filme spielen deutlich verändert haben.



                    Für mich hat TDKR halt gezeigt, dass Nolan dadurch dann aber eben auch sehr limitiert war in seinen Möglichkeiten. Das führte teilweise gar zur schlichten Reproduktion bereits erzählter Muster. Hier also für mich kein Idealbeispiel, wie man es machen sollte.
                    Nolan war limitiert, weil er für sich viele Dinge aus dem Comiclore kategorisch ausgeschlossen hat. Hätte er das nicht gemacht, dann bräuchte er sich auch nicht zu wiederholen. Die ausgewählten Vorlagen waren in der Kombination nicht mehr so gut aufeinander abgestimmt. Er hat die Geschichte trotzdem konsequent weitererzählt. Das ist daher schon ein Idealbeispiel.


                    Comicfilmreihen hatten das bisher durchaus schon. "X-Men 3" war lange Zeit ein Ende, "Spider Man 3" ist für mich auch durchaus als Ende tauglich. ("Spider Man 2" wäre das beispielsweise nicht gewesen.) "The Dark Knight Rises" zeigt, bei all seinen zwischenzeitlichen Fehlern, auch ein gutes Ende.
                    X-Men 3 hat eine Menge offen gelassen, genauso wie Spider-Man 3. Finde beide als Ende einer Reihe nicht optimal, aber beide Filmreihen hatten sich etwas in eine Sackgasse geschrieben und es ist gut, dass man jetzt zumindest die X-Men wieder dort hinausholt. The Dark Knight wäre ein besseres Ende der Reihen gewesen, X-Men 2 wäre ebenfalls ein besseres Ende gewesen, meiner Meinung nach.

                    Die Geschichte ohne Ende ist für mich etwas eine Unart, die im Superheldencomicgenre etabliert wurde, die aber bisher in den Verfilmungen ebenjener Comics umgangen wurde. Ich fürchte mich etwas davor, dass man das jetzt über Bord wirft. Denn ich gehe auch den Kurs, dass man bei aller Liebe zur Vorlage diese Vorlage auch gerne verändern (verbessern?) und an die Gegebenheiten des neuen Mediums anpassen darf.
                    Für mich ist es eine Unart, wenn sich keine komplexe Welten entwickeln können, weil jemand sein Filmuniversum einfach nur abschließen will oder eben essentielle Charakter für Geschichten einfach einführt und direkt wieder rausschreibt, weil man nur den einen Film im Kopf hat. Daher eben auch die häufigen Reboots. Und es ist ja nicht so, dass die neuen Comicverfilmungen nicht auch massiv an das Medium Film angepasst werden. Frag mal Marvelfans wie begeistert die beispielsweise vom Mandarin in Iron Man 3 gewesen ist. Aber momentan wird eben nicht gleich das Potential der Vorlage direkt gekappt, weil man sich zwangslimitiert, sondern die Studios wollen endlich das Potental ausschöpfen, was die Comics eben über einen so langen Zeitraum für sehr viele Menschen interessant gehalten haben.


                    Dasselbe kann (und muss man meiner Meinung nach) aber auch auf das Ende ummünzen. Ich übe mich mal in einer Umformulierung:

                    Ich denke, dass man einfach akzeptieren muss, dass eine Entwicklung, egal, wie gut sie erzählt ist, ohne ein Ziel, das man erreichen möchte, nie den Punkt erfährt, an dem sie sich tatsächlich auszahlt. Daher bin ich eben auch ein großer Fan eines gut und gerne auch langsam erzählten Abschlusses. Das ist der Prüfstein für eine fantastische Reihe.
                    Ich würde dir da insofern wiedersprechen, da dein Einschub "das Ziel, das man erreichen möchte" völlig egal ist. Es kann trotzdem ein Punkt erreicht werden wo sich alles auszahlt, weil sich plötzlich ein Ziel ergibt, obwohl dieses Ziel zu Beginn gar nicht angepeilt wurde. Das ist schon ein großer Unterschied. Es kann auch nicht sein, dass sich ein Ziel nur dann auszahlt, wenn man ein Ende schreibt, an dem man später gar nicht mehr anknüpfen kann.

                    Und Ziele sind bei einer zyklischen Erzählweise eigentlich auch immer da. Es fehlt meistens nur der endgültige Abschluss an dem man nichts mehr ansehen kann. Ich kann mir daher nur vorstellen, dass du eigentlich von einem Abschluss redest, wenn du den Begriff "Ziel" verwendest.
                    "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
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                    • #11
                      Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen

                      Und die Figur heißt Rhodey und nicht Brody.
                      Nö, der heißt Rhodes.

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                      • #12
                        Zitat von Tibo Beitrag anzeigen
                        Nö, der heißt Rhodes.
                        James "Rhodey" Rodes.
                        "The Light — It's Always Been There. It'll Guide You."
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                        • #13
                          Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                          James "Rhodey" Rodes.
                          Stimmt, danke.

                          Kommentar


                          • #14
                            Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                            Mein Punkt ist, dass die Figur größer ist als der Darsteller. Tony Stark gab es schon weit bevor ihn RDJ gespielt hat und es wird ihn noch weiter geben, wenn RDJ irgendwann keinen Bock mehr hat. Die Figur ist größer als der Schauspieler, weil die Figur noch mehr Facetten hat, als das was Downey Jr. daraus gemacht hat. Daher ist das was RDJ da macht auch nicht der Weisheit letzter Schluss was die Figur betrifft und ein Wechsel des Darstellers wird auch Iron Man verkraften. Es gibt natürlich Figuren, wo der Schritt zur Akzeptanz größer ist als bei anderen, aber letztendlich ist der Schauspieler auf lange Sicht tatsächlich austauschbar. Mich interessiert dieses krampfhafte Klammern an einen Schauspieler in einer bestimmten Rolle mittlerweile einfach nicht mehr. Selbst wenn ich der neuen Besetzung gegenüber skeptisch bin, so werde ich mir das angucken und dann entscheiden, ob es mir gefallen hat oder nicht.
                            Es ist jetzt halt noch alles sehr spekulativ, da wir weder wissen, wer RDJ ersetzen wird und ob es in dem gerade laufenden Cinematic Universe überhaupt mal einen anderen Tony Stark geben wird. Von der aktuellen Ausgangslage sage ich aber eher, dass ich einen neuen Tony Stark eigentlich nur im Rahmen eines Reboots haben wollen würde.

                            Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                            Und die Figur heißt Rhodey und nicht Brody.
                            Sorry, die Filme sind wieder eine ganze Weile her bei mir.

                            Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                            An die Filme wird jetzt eben mit den Eigenenheiten von Comicreihen herangegangen
                            Ich hoffe halt, dass das nur begrenzt der Fall ist. Wo ich die Grenzen dieses Konzepts sehe, habe ich nun eben dargestellt. (Aus - unter anderem - denselben Problemen heraus lese ich übrigens auch keine Superheldencomics, obwohl ich die Thematik sehr interessant finde.)

                            Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                            Nolan war limitiert, weil er für sich viele Dinge aus dem Comiclore kategorisch ausgeschlossen hat. Hätte er das nicht gemacht, dann bräuchte er sich auch nicht zu wiederholen. Die ausgewählten Vorlagen waren in der Kombination nicht mehr so gut aufeinander abgestimmt. Er hat die Geschichte trotzdem konsequent weitererzählt. Das ist daher schon ein Idealbeispiel.
                            Mein Problem am Begriff ideal ist hier, dass ich es so, wie wir es gerade verwenden, eine wertende Komponente trägt. Ich für meinen Teil war von TDKR stark enttäuscht (auch wenn ich nicht so weit gehen würde, zu sagen, er sei ein schlechter Film). Hier weiter zu diskutieren, würde sehr schnell zu einem Im-Kreise-Drehen verkommen.

                            Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                            X-Men 3 hat eine Menge offen gelassen, genauso wie Spider-Man 3. Finde beide als Ende einer Reihe nicht optimal, aber beide Filmreihen hatten sich etwas in eine Sackgasse geschrieben und es ist gut, dass man jetzt zumindest die X-Men wieder dort hinausholt. The Dark Knight wäre ein besseres Ende der Reihen gewesen, X-Men 2 wäre ebenfalls ein besseres Ende gewesen, meiner Meinung nach.
                            Hm, habe die X-Men-Reihe bisher nur einmal gesehen, weiß aber nur noch aus meinem Empfinden heraus, dass ich den dritten Teil als perfekten Abschluss mit dem nötigen Bombast empfand. Auch bei Spider-Man 3 kann ich mich gerade nicht mehr genau genug daran erinnern, was denn so alles offen blieb. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass die für mich wichtigsten Themen der Trilogie - Peters und Hadern mit dem Mörder seines Vaters, die Sache rund um den Grünen Kobold - sehr ordentlich abgearbeitet wurden.

                            Ansonsten kann ich nur sagen: Vollständigkeit gehört für mich nicht zu einem perfekten Abschluss. Ich finde beispielsweise auch den Abschluss von B5 perfekt, obwohl viele Fragen offen bleiben. Mir geht es da mehr darum, dass man irgendwie genügend Sequenzen mit einer "Endstimmung" hat. Das ist aber auch die einzige Definition, die ich dir gerade auf die Schnelle geben kann. Werde mal bei Gelegenheit genauer darüber nachdenken.

                            Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                            Frag mal Marvelfans wie begeistert die beispielsweise vom Mandarin in Iron Man 3 gewesen ist. Aber momentan wird eben nicht gleich das Potential der Vorlage direkt gekappt, weil man sich zwangslimitiert, sondern die Studios wollen endlich das Potental ausschöpfen, was die Comics eben über einen so langen Zeitraum für sehr viele Menschen interessant gehalten haben.
                            Gut, das ist gerade eine inhaltliche Ebene, die nur indirekt etwas mit den erzähltechnischen Phänomene, um die es mir gerade ging, zu tun hat.

                            Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                            Ich würde dir da insofern wiedersprechen, da dein Einschub "das Ziel, das man erreichen möchte" völlig egal ist. Es kann trotzdem ein Punkt erreicht werden wo sich alles auszahlt, weil sich plötzlich ein Ziel ergibt, obwohl dieses Ziel zu Beginn gar nicht angepeilt wurde. Das ist schon ein großer Unterschied. Es kann auch nicht sein, dass sich ein Ziel nur dann auszahlt, wenn man ein Ende schreibt, an dem man später gar nicht mehr anknüpfen kann.
                            Na ja, eine grundsätzliche Anknüpfbarkeit gehört für mich zum Ende einer Serie immer dazu. Aber dass man sich eben mal auch dazu aufrappelt, ganz bewusst einen solchen Abschluss zu schreiben, gehört für mich eben auch dazu. Ansonsten hat man halt eine Seifenoper.

                            Zitat von Skeletor Beitrag anzeigen
                            Und Ziele sind bei einer zyklischen Erzählweise eigentlich auch immer da. Es fehlt meistens nur der endgültige Abschluss an dem man nichts mehr ansehen kann. Ich kann mir daher nur vorstellen, dass du eigentlich von einem Abschluss redest, wenn du den Begriff "Ziel" verwendest.
                            Die zyklische Erzählweise von MARVEL finde ich bisher auch ganz angenehm, ja. Um jetzt über die inhaltlichen Feinheiten von Ziel und Abschluss zu sprechen, fehlt mir nach dem obigen Block etwas die Zeit. Vielleicht mal bei Zeiten. Aber zunächst können wir ja dabei bleiben: Ja, das eine ist mit dem anderen stark verbunden.
                            Was unterscheidet einen Pferdeschwanz von einer Krawatte? - Der Pferdeschwanz verdeckt das Ar***loch ganz.

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                            • #15
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                              Ich hoffe halt, dass das nur begrenzt der Fall ist. Wo ich die Grenzen dieses Konzepts sehe, habe ich nun eben dargestellt. (Aus - unter anderem - denselben Problemen heraus lese ich übrigens auch keine Superheldencomics, obwohl ich die Thematik sehr interessant finde.)
                              Gut, das ist dann dein Problem.




                              Hm, habe die X-Men-Reihe bisher nur einmal gesehen, weiß aber nur noch aus meinem Empfinden heraus, dass ich den dritten Teil als perfekten Abschluss mit dem nötigen Bombast empfand. Auch bei Spider-Man 3 kann ich mich gerade nicht mehr genau genug daran erinnern, was denn so alles offen blieb. Ich kann mich nur noch daran erinnern, dass die für mich wichtigsten Themen der Trilogie - Peters und Hadern mit dem Mörder seines Vaters, die Sache rund um den Grünen Kobold - sehr ordentlich abgearbeitet wurden.
                              Puh, da wüsste ich gar nicht wo ich ansetzen sollte. All das was du hier auflistet finde ich absolut grottig in diesen Filmen umgesetzt. X-Men 3 ist für mich so eine Paradebeispiel wie sehr man ein großartiges Franchise mit nur einem einzigen Film an die Wand fahren kann. Spider-Man 3 ist so ein Film, der hoffnungslos überladen wurde, unnötigerweise nochmal auf den Tod von Onkel Ben eingegangen ist und das dann auch noch auf so popelige und unmotivierte Art und Weise relativiert hat. Die Sache mit Harry wurde dann noch ganz passabel abgeschlossen, aber der Rest war nicht wirklich toll umgesetzt.

                              Ansonsten kann ich nur sagen: Vollständigkeit gehört für mich nicht zu einem perfekten Abschluss. Ich finde beispielsweise auch den Abschluss von B5 perfekt, obwohl viele Fragen offen bleiben. Mir geht es da mehr darum, dass man irgendwie genügend Sequenzen mit einer "Endstimmung" hat. Das ist aber auch die einzige Definition, die ich dir gerade auf die Schnelle geben kann. Werde mal bei Gelegenheit genauer darüber nachdenken.
                              Du brauchst also einfach nur einen Punkt, wo etwas zu Ende ist und nicht unbedingt ein Ziel. So eine Endstimmung kann man ja immer erzeugen, selbst wenn man nie ein Ziel erfolgt und auch ohne eine Serie tatsächlich zu beenden.



                              Gut, das ist gerade eine inhaltliche Ebene, die nur indirekt etwas mit den erzähltechnischen Phänomene, um die es mir gerade ging, zu tun hat.
                              Das hat eigentlich besonders mit dem zu tun, was ich hier gerade aber besprechen, aber vielleicht kommt das gerade nicht rüber. Der Mandarin böte Potential für deutlich mehr Geschichten und dieser Möglichkeit hat man sich jetzt doch etwas beraubt.



                              Na ja, eine grundsätzliche Anknüpfbarkeit gehört für mich zum Ende einer Serie immer dazu. Aber dass man sich eben mal auch dazu aufrappelt, ganz bewusst einen solchen Abschluss zu schreiben, gehört für mich eben auch dazu. Ansonsten hat man halt eine Seifenoper.
                              Das sind für mich die Enden eines großen Zyklus. Diese Endpunkte gibt es natürlich auch in den Comics in schöner Regelmäßigkeit. Mit dramatischen Höhepunkten, tragischen Ereignissen, Abschieden usw.Vor allem in den letzten 15-20 Jahren ist das immer häufiger praktiziert worden, daher ziehen die aktuellen Filme auch so viel aus dieser Zeit. Von daher sehe ich da auch keine Probleme für die Filme. Marvel und DC sind zudem immer noch mitten im World-Building und noch längst nicht am Ende. Irgendwann kommt mit Sicherheit auch der Zeitpunkt, wo man entweder einen Schlussstrich zieht oder das ganze irgendwie aufrütteln muss. Ob wir so weit kommen wird sich zeigen. Noch ist die Anzahl der Filme bei jedem Studio überschaubar.
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