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Black Panther

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  • #16
    Von mir gibt's 9 von 10 Punkte für "Black Panther". Mit den meisten positiven Eindrücken hier stimme ich überein. Punktabzug allerdings für die CGI im Showdown. Sorry, aber die Nashörner hatten keine Masse und auch die meisten Bewegungen im Kampf zwischen Black Panther und Killmonger waren teilweise lächerlich und offensichtlich künstlich. Und ganz am Schluss wurde zu dick aufgetragen. Ansonsten uneingeschränkt empfehlenswert...
    PS.: Was ich nicht verstehe: Das ist nun schon der x-te Marvelfilm und immer noch springen die meisten Zuschauer mit der Schlußszene auf und rennen raus...
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    Hell is where the police are German, the chefs are British, the mechanics french and the lovers are Swiss and it all is organized by the Italians.

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    • #17
      - Bürgerkrieg im afrikanischen Utopia -

      So, Black Panther also. Als langjähriger Fan des Marvel Cinematic Universe musste ich mir diesen Film natürlich auch im Kino ansehen. Der Film ist ja schon etwas Spezielles, denn man hat einen fast durchgängig dunkelhäutigen Main Cast verwendet. Das ist dem Setting natürlich angemessen, aber ich muss auch gestehen, dass es mich als Zuschauer etwas herausgefordert hat.

      Fürs MCU schon fast ungewöhnlich, gibt es eigentlich so gut wie keine Querverweise auf die bisherigen Filme und übergeordneten Handlungsfäden, wenn man mal davon absieht, dass man die Wakanda betreffenden Handlungsfäden aus Age of Ultron und natürlich Civil War hier weiterspinnt. Die beiden Filme sind aber nicht notwendig, um Black Panther zu verstehen, zumal das wichtigste noch einmal rekapituliert wird.

      Bei den Schauspielern gibt es dabei absolut nichts zu meckern. Chadwick Boseman gibt mit T‘Challa / Black Panther eine gute Hauptfigur ab, die noch einmal mehr Präsenz und Tiefe entwickelt als schon im Ensemble Film Civil War. Eingerahmt wird er von einer Riege starker Frauenfiguren, wobei darauf aber zum Glück nicht herumgeritten wird. Da hätten wir erst einmal den Quasi Love Interest Nakia (Lupita N’Yongo als toughe Agentin), T’Challs junge Nerd-Schwester und Technik Genie, sowie die no-Nonsense Generalin und Leibwächterin Okoye. (Wenn man in Bezug auf die Darstellung Frauen und Männer hier eins feststellen kann, dann wohl der Umstand, dass die Bösen beinahe ausnahmslos Männer sind, wobei das auch zur Story passt.)

      Der Hauptbösewicht Killmonger hat jedenfalls eine durchaus nachvollziehbare Motivation, ist aber klar fehlgeleitet und geht das ganze Thema Thronraub doch etwas zu direkt an, um langfristig Erfolg zu haben. Auch ist es zumindest etwas unverständlich, warum sich der „Kriegerstamm“ so bedingungslos auf dessen Seite stellt, nur weil er vorher Klaue erledigt hat. Letztegannter dient daher auch eher als „Zwischenbösewicht“. Abschließend hätten wir noch Martin Freeman als aufrechten CIA-Agenten, der zum Ende des Films auch noch eine tragende Rolle einnimmt.

      Ein weiterer Star ist natürlich Wakanda selbst, in der Art eines afrikanischen High Tech Utopia. Wobei man auch sagen muss, dass die Erklärung für das bisherige Nicht-Eingreifen ins Weltgeschehen schon etwas dünn ist mit der „Nicht-Einmischungs-Politik“ der Wakandaner. Egal ob die Ch’tauri New York im Schutt und Asche legen, die Dunkelelfen London überfallen oder Ultrons beinahe-Vernichtung von Sokovia. Diese weltumwälzenden Ereignisse haben das Land halt nicht dazu bewegt sich der Welt zu offenbaren. Auch halte ich es bei den vielen Spionagetätigkeiten der Wakandaner schon für zumindest etwas unrealistisch, dass Stark, Shield, Hydra und Co bisher offenbar so gar nichts von denen mitbekommen haben. Aber gut, muss man halt akzeptieren, dass deren Fassade als armer, kaputter zentralafrikanischer Staat bisher perfekt aufrecht erhalten werden konnte.

      Genauso akzeptieren muss man, dass Vibranium auf einmal nicht nur ein beinahe unzerstörbares Metall ist - das ist tatsächlich eher nur eine Spielerei. Nein, das Zeug dient jetzt auch als saubere, alternative Energiequelle und Allheilmittel.

      Aber mal was zur Handlung. Diese zerfällt in zwei große Blöcke, wodurch der Film etwas Episodenhaft wirkt. Fast so, als habe man Stoff für zwei Teile zu einem Film zusammengestückelt. Zunächst haben wir da T’Challas Inthronisierung und die Jagd nach Klaue, die mäßig erfolgreich verläuft. Danach wird der überraschend schnell entsorgt und es beginnt der Plot um Killmongers Thronraub und den Bürgerkrieg in Wakanda selbst, für den aber leider damit nicht genug Zeit übrig bleibt, um seine volle Wucht zu entfalten. Und letztlich hat man den Endkampf ist der Art gefühlt schon einmal zu oft gesehen. Unter Zeitdruck müssen Flugzeuge mit tödlicher Fracht vom Himmel geholt werden, während sich die Hauptfigur und dessen Gegenspieler in einem vom Rest der Kämpfe abgeschiedenen Bereich duellieren.

      Am Ende gewinnen aber natürlich die Guten und Wakanda wird sich ab jetzt doch langsam der Welt öffnen. Und dann kann man sich natürlich auch einen Seitenhieb in Richtung der USA nicht verkneifen, als T’Challa vor der UN Vollversamlung die Worte „…nur Narren bauen eine Mauer.“ ausspricht - und dazu der Vertreter der USA eingeblendet wird.

      Gesamt gesehen ist Black Panther für mich ein guter Marvel Film. Leider sprang bei mir der ganz große Begeisterungsfunke nicht über. Vielleicht bin als weißer Mann aus Europa auch nicht ganz die richtige Zielgruppe. Dennoch will ich das dem Film nicht zum Vorwurf machen, daher bewerte ich ihn mit 5 von 6 Sternen und 8 von 10 Punkten.

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      • #18
        Zitat von Souvreign Beitrag anzeigen
        Ein weiterer Star ist natürlich Wakanda selbst, in der Art eines afrikanischen High Tech Utopia. Wobei man auch sagen muss, dass die Erklärung für das bisherige Nicht-Eingreifen ins Weltgeschehen schon etwas dünn ist mit der „Nicht-Einmischungs-Politik“ der Wakandaner. Egal ob die Ch’tauri New York im Schutt und Asche legen, die Dunkelelfen London überfallen oder Ultrons beinahe-Vernichtung von Sokovia. Diese weltumwälzenden Ereignisse haben das Land halt nicht dazu bewegt sich der Welt zu offenbaren.
        Würde ich so jetzt nicht sagen. Wakanda betreibt ja keine Star Trek Like Nichteinmischungspolitik, sondern selbstgewählten Isolationismus. Man will einfach nichts mit der Außenwelt zu tun haben. Da kann man nicht erwarten das Wakanda schlagartig die Eckpfeiler ihrer Politik und Kultur ändert. Abgesehen davon gab es bereits langsame Fortschritte was die Öffnung zum Rest der Welt anging, nach den Ereignissen in Age of Ultron. Wakanda betrieb in Civil War Entwicklungshilfeprogramme in afrikanischen Staaten und beteiligte sich am Sokovia Abkommen.

        Auch halte ich es bei den vielen Spionagetätigkeiten der Wakandaner schon für zumindest etwas unrealistisch, dass Stark, Shield, Hydra und Co bisher offenbar so gar nichts von denen mitbekommen haben. Aber gut, muss man halt akzeptieren, dass deren Fassade als armer, kaputter zentralafrikanischer Staat bisher perfekt aufrecht erhalten werden konnte.
        Kleines Easteregg am Rande. In Ironman 2 war auf der Shield Activity Map Wakanda angezeigt. Dazu noch eine Stelle im Atlantik die wohl Atlantis sein soll.

        https://screenrant.com/black-panther...-2-easter-egg/

        Ich persönlich frag mich ja, was in Oakland denn die Sicherheit Wakandas gefährdet, um die Stationierung von zwei Agenten zu rechtfertigen.


        Am Ende gewinnen aber natürlich die Guten und Wakanda wird sich ab jetzt doch langsam der Welt öffnen. Und dann kann man sich natürlich auch einen Seitenhieb in Richtung der USA nicht verkneifen, als T’Challa vor der UN Vollversamlung die Worte „…nur Narren bauen eine Mauer.“ ausspricht - und dazu der Vertreter der USA eingeblendet wird.
        Denn die intelligenten bauen holografische Tarnschilde und geben sich als verarmtes Dritte Weltland aus.

        Viele haben sich ja die Frage gestellt, kann ein Blockbuster Film mit einem überwiegend schwarzen Cast funktionieren. Sind die Zuschauer nach dem Justice League Flop Superheldenfilme nicht müde geworden. Black Panther liefert die Antwort mit einem über 200 Millionen Dollar Einspielergebnis am ersten Wochenende. Das fünftgrößte Einspielergebnis. Nur die beiden neue Star Wars Trilogie Teile, Jurassic World und der erste Marvels Avengers Film haben mehr am ersten Wochenende eingespielt.

        Ich muss sagen, je mehr ich über den Film nachdenke, desto mehr gefällt mir der Film. Bei Wonder Woman war es zum Beispiel umgekehrt. Nach beiden Filmen fand ich das Gezeigte gut, aber bei Wonder Woman sprangen mir immer mehr die Fehler ins Auge und trübten das Ergebnis.

        Wenn der Wind des Wandels weht, bauen die einen Mauern und die anderen Windmühlen. (chinesisches Sprichwort)
        Die Menschen sind sehr offen für neue Dinge - solange sie nur genau den alten gleichen. (Charles Kettering 1876-1958)
        [...]dem harten Kern der Science-Fiction-Fans, leidenschaftlich, leicht erregbar, meist männlich, oft besserwisserisch, penibel, streng und ebenso gnadenlos im Urteil wie im Vorurteil.[...] Quelle SPON

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        • #19
          Zitat von burpie Beitrag anzeigen
          PS.: Was ich nicht verstehe: Das ist nun schon der x-te Marvelfilm und immer noch springen die meisten Zuschauer mit der Schlußszene auf und rennen raus...
          Ich zum Beispiel! Die Szenen werden mich eh irgendwie erreichen und ob ich die nun gleich oder später sehe - mir egal!

          In meinem Stammkino ist es außerdem eine Qual nach der Vorstellung schnell aus dem Parkhaus zu kommen. Da hat man viel bessere Karten, wenn man früh geht.
          LOAD "SCIFI-FORUM.DE",8,1

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