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Kritik an 24 in der Welt

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  • Kritik an 24 in der Welt

    Ich dachte ich mache mal einen Thread zu dem Artikel in der Welt auf.
    http://www.welt.de/data/2006/02/24/850536.html
    Alle die, die die vierte Staffel von 24 noch nicht zu Ende gesehen haben, sollten den Link vielleicht besser nicht anklicken, aber für den Rest könnte das interessant sein.

    Ich halte sonst nicht viel von der Welt, aber ich finde den Artikel eigentlich recht treffend. Mir ging es auch schon bei Staffel 3 so, dass ich manchmal dachte, was die da so machen, kann man doch nicht alles so durchgehen lassen, auch wenn die Situation kritisch ist. Bei Staffel 4 hat sich das ja noch gesteigert, weil es dann ja nicht mehr nur Jack war, der mal Vorschriften verbogen hat und sich nicht mehr zu 100 % (oder deutlich weniger) an das Gesetz gehalten hat, sondern es waren ja so gut wie alle.
    Die einzige, die ein wenig Bedenken bei der Sache hatte, war doch Audrey, aber auch erst recht spät.
    Also ich finde 24 auch recht spannend und ich schaue mir das auch gerne an, aber irgendwie finde ich auch, dass man die Verhörmethoden mal etwas kritischer hätte betrachten können. Ich finde die ersten beiden Staffeln kamen auch mit deutlich weniger Gewalt und Folter aus, und ich fand die auch unheimlich spannend.

    Was meint ihr dazu? Könnt ihr die Kritik der Welt nachvollziehen, oder haltet ihr das für überzogen oder habt ihr eine völlig andere Meinung?

  • #2
    Tjo...also diesem Artikel kann ich uneingeschränkt zustimmen. Dieses ganze Gefoltere ist mir besonders in der 4ten Staffel äußerst sauer aufgestoßen.

    Ich schau mir die ersten Folgen von Staffel 5 noch an, da ich die Hoffnung hege, dass mit Star Trek-Fan und -Autor Manny Coto etwas mehr moralische Integrität in der Serie einkehrt.
    Sollte das nicht der Fall sein, wars das für mich mit 24.

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    • #3
      In den ersten zwei Staffeln wurde Folter noch als letztes Mittel in Extremsituationen dargestellt und auch nicht unbedingt gut geheißen

      In der dritten bis fünften Staffel ist aber Standard Prozedur selbst im kleinsten Verdachtsfall. Das wurde zunehmen lächerlich und macht die Serie nicht nur bedenklich, sondern auch unglaubwürdig.
      Ja, die USA sind Folter nicht abgeneigt, aber ihnen ist klar, dass sie es nicht so in der Öffentlichkeit tun können wie bei "24" dargestellt
      "Bright, shiny futures are overrated anyway" - Lee Adama, Scar
      "
      Throughout history the nexus between man and machine has spun some of the most dramatic, compelling and entertaining fiction." - The Hybrid, The Passage

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      • #4
        Also ich kann die Kritik nicht nachvollziehen. Es tut mir leid, aber so ungefähr stelle ich mir die Agenten in irgendwelchen geheimen Behörden der USA auch wirklich vor.

        Ob es einem gefällt oder nicht ist die andere Frage, aber mal ehrlich: Wenn auf meine Stadt eine Atomwaffe gestartet wurde, dann würde ich den Leuten aber nicht nur ins Knie schiessen um an Infos zu kommen. Und ich glaube so würde sich jeder vernünftige Mensch verhalten wenn er ehrlich zu sich selber ist. Moralische Integrität ist schön und sollte befürwortet werden, aber in solchen Situationen hat sie einfach keinen Platz.

        Ich höre schon die wütenden Proteste .

        Naja, lächerlich ist allerdings, dass die Leute dann sofort bereit sind alle Infos preiszugeben. Da hätte etwas mehr Realität nicht geschadet, wobei mehr realität bedeutet hätte mehr zu foltern und da wäre die "Welt" dann wahrscheinlich nicht mehr aus dem protestieren rausgekommen.

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        • #5
          Zitat von Ambassador
          Es tut mir leid, aber so ungefähr stelle ich mir die Agenten in irgendwelchen geheimen Behörden der USA auch wirklich vor.
          Die CTU ist nicht irgendeine geheime Behörde

          Ob es einem gefällt oder nicht ist die andere Frage, aber mal ehrlich: Wenn auf meine Stadt eine Atomwaffe gestartet wurde, dann würde ich den Leuten aber nicht nur ins Knie schiessen um an Infos zu kommen
          Da hielt ich es ja auch noch für gerechtfertigt

          Aber in der 4. und 5. Staffel geht es weit darüber hinaus und man foltert ohne zwingenden Grund, ohne irgendeinen Verdacht und ohne sich Gedanken darüber zu machen.
          z.B. der Sohn des Verteidungsministers
          "Bright, shiny futures are overrated anyway" - Lee Adama, Scar
          "
          Throughout history the nexus between man and machine has spun some of the most dramatic, compelling and entertaining fiction." - The Hybrid, The Passage

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          • #6
            Zitat von Serenity
            Die CTU ist nicht irgendeine geheime Behörde
            Schon klar. Aber so ungefähr stelle ich mir das eben bei geheimen Behörden vor. Dass das FBI nicht auf die Strasse geht und mal eben ein paar Leute "verhört" ist schon verständlich, da gibt es aber sicherlich ganz andere, die das mit Vorliebe übernehmen.


            Zitat von Serenity
            Da hielt ich es ja auch noch für gerechtfertigt

            Aber in der 4. und 5. Staffel geht es weit darüber hinaus und man foltert ohne zwingenden Grund, ohne irgendeinen Verdacht und ohne sich Gedanken darüber zu machen.
            z.B. der Sohn des Verteidungsministers
            Ja gut, darüber kann man sich streiten. Fand ich auch nicht so prickeld auch wenn mir der Junge ziemlich unsymphatisch war. Was solls... da hat die Serie konsequenz bewiesen. Wenn Foltern, dann aber richtig *rolleyes*

            Wie gesagt, ich bin auch nicht für Foltern, aber ich schliesse nicht aus, dass es zu Situationen kommen kann, in denen es eben die einzige Lösung ist. Und in diesen Fällen bin ich Mathematiker.

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            • #7
              Zitat von Ambassador
              Moralische Integrität ist schön und sollte befürwortet werden, aber in solchen Situationen hat sie einfach keinen Platz.
              Was sind unsere so hochgelobten westlichen Ideale eigentlich wert, wenn wir sie beim ersten Anzeichen von Ärger selbst mit den Füßen treten, so wie das in Staffel 4 der Fall war. Da wurde ja nichtmal versucht, die Leute normal zu vehören. Stattdessen kam immer gleich Mr. Folterknecht mit seinem Köfferchen an?

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              • #8
                Zitat von spidy1980
                Was sind unsere so hochgelobten westlichen Ideale eigentlich wert, wenn wir sie beim ersten Anzeichen von Ärger selbst mit den Füßen treten, so wie das in Staffel 4 der Fall war. Da wurde ja nichtmal versucht, die Leute normal zu vehören. Stattdessen kam immer gleich Mr. Folterknecht mit seinem Köfferchen an?
                Immer eine Frage der Ansicht. Wie gesagt Ideale sind eine klasse Sache, wenn man sie sich leisten kann.

                Im fiktiven Fall, dass man nur 24h Zeit hat... Ich wüsste nicht, wie ich mich entscheiden würde. Aber wahrscheinlich auch für das Köfferchen. Aus der ferne kann man dass immer leicht kritisieren, aber stell dir mal vor, du würdest in LA sitzen. Würdest du da nicht verlangen, dass einer der Hauptverdächtigen etwas härter angefasst wird um dein Leben zu retten? Ich schon!

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                • #9
                  Du kapierst nicht was hier gesagt wird. Oder du ignorierst es mit voller Absicht

                  "24" ist schon lange darüber hinaus, dass nur Hauptverdächtige in dringenden Situationen gefoltert werden. Inzwischen ist das Standard bei fast jedem, der auch nur irgendwas mit einer Sache zu tun haben könnte.
                  "Bright, shiny futures are overrated anyway" - Lee Adama, Scar
                  "
                  Throughout history the nexus between man and machine has spun some of the most dramatic, compelling and entertaining fiction." - The Hybrid, The Passage

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                  • #10
                    Zitat von Ambassador
                    Immer eine Frage der Ansicht. Wie gesagt Ideale sind eine klasse Sache, wenn man sie sich leisten kann.

                    Im fiktiven Fall, dass man nur 24h Zeit hat... Ich wüsste nicht, wie ich mich entscheiden würde. Aber wahrscheinlich auch für das Köfferchen. Aus der ferne kann man dass immer leicht kritisieren, aber stell dir mal vor, du würdest in LA sitzen. Würdest du da nicht verlangen, dass einer der Hauptverdächtigen etwas härter angefasst wird um dein Leben zu retten? Ich schon!
                    Also wenn ich ehrlich bin, habe ich kein Interesse daran, dass jemand zu meinem Wohl gefoltert wird. Dann will ich lieber rechtzeitig über eventuelle Gefahren informiert werden, damit ich mich rechtzeitig aus dem Staub machen kann.
                    Noch schlimmer wird das Ganze, da es ja hier nicht nur um Hauptverdächtige ging, sondern mehr um so Leute wie den Sohn des Verteidigungsministers. Dessen stundenlange Folterung mit Billigung seines eigenen Vaters (der seinem Sohn doch eigentlich vertrauen sollte) war vollkommen daneben. Und dann soll ich noch mit den CTU-Leuten mitfiebern? Nein danke.
                    Und das dem armen Kerl dann auch noch vorgeworfen wird, nicht eher was gesagt zu haben...
                    Ich mein...was haben die von ihm erwartet? "Oh...ihr sucht also Terroristen. Naja...ich weiss ja nicht obs was damit zu tun hat, aber ich war letzte Woche mit nem Kerl im Bett."

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                    • #11
                      Ich sage doch gar nicht, dass ich das Richtig finde.

                      Ich gebe nur zu bedenken, dass es in manche Situationen nicht anders geht. Das wird wohl die traurige Realität sein.

                      Zitat von Spidy1980
                      Dann will ich lieber rechtzeitig über eventuelle Gefahren informiert werden, damit ich mich rechtzeitig aus dem Staub machen kann.
                      Also stell dir das mal vor, wenn mal eben alle aus LA abhauen wöllten. Das könnte sich als sehr kompliziert gestalten.

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                      • #12
                        Sollen sie halt aufs Land ziehen. Ist eh gesünder für die Lungen.

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                        • #13
                          Ja, ich kann dir, spidy1980, nur zustimmen, dass viele dieser Folteraktionen nur sinnlos erschienen.
                          Ich fand zum Beispiel auch merkwürdig, dass diese eine (komme auf den Namen nicht), die fälschlicherweise als Maulwurf verdächtigt wurde, sofort gefoltert wurde und als sich herausstellte, dass sie doch unschuldig war, hat sie ja einfach weiter gearbeitet und hatte mit der Driscoll ja ausgemacht, dass sie nichts über den Vorfall sagen würde und es auch nicht in ihre Akte sollte, aber sie dafür auch gerne eine Beförderung hätte.
                          Ist zwar nicht so der richtige Dienstweg, aber ich fand das Verhalten dieser einen verständlich. Doch als die sich dann an Michele (hatte ja Driscoll ersetzt) wandt, schmiss die sie einfach raus. Also das konnte ich irgendwie auch nicht nachvollziehen.
                          Auch die Sache mit dem Präsidenten fand ich sehr komisch. Der wurde ja als ziemlich unfähig dargestellt. Hauptsächlich wurde aber gezeigt, dass er eben diese Foltermaßnahmen nicht billigte und deshalb wurde er als entscheidungsschwach dargestellt und Palmer war dann der, der das auch alles durchsetzte.
                          Also in den früheren Staffeln als Palmer noch Präsident oder Senator war, musste er sich ja auch mit diesen Dingen auseinandersetzen, aber da merkte man ja, dass er immer gut abwegen musste, was noch OK war und was nicht und man merkte, dass er mit manchen von Jacks Methoden doch ziemliche Probleme hatte. Aber in der 4. Staffel war er jetzt ganz anders. Da hatte er doch kaum Bedenken, irgendwelche dieser Foltermethoden oder sonstiger Einsätze anzuordnen.

                          Ich finde schon interessant, dass dieser Wandel in der Serie nicht nur mir aufgefallen ist und es nicht nur mich beunruhigt.

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                          • #14
                            Zitat von spidy1980
                            Sollen sie halt aufs Land ziehen. Ist eh gesünder für die Lungen.
                            Da kann man dir wohl nicht widersprechen.

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                            • #15
                              also leute...am ende hat man doch immer entscheidende infos bekommen. das foltern war doch nie umsonst. ich stimme ambassador da zu...was würden wir in so einer situation tun...ich würde auch zum köfferchen greifen.
                              lieber einen möglicherweise unschuldigen (aber nicht unbedingt) foltern als 1 millionen menschen opfern...so seh ich das
                              un wenn jetz einer kommt un fragt "was wenn du derjenige wärs der gefolter wird?"...dann könnt ich nur antworten...ich hätte genauso gehandelt...aber deshalb gibts ja meinungsfreiheit...un es ist echt interessant die verschiedenen meinungen hier zu verfolgung...nur weiter so
                              "Nicht die Schönheit entscheidet wen wir lieben sondern die Liebe entscheidet wen wir schön finden"

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