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wie hat sich das Seriengenre verändert ?

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  • wie hat sich das Seriengenre verändert ?

    Mir ist beim Lesen einiger Threads über Serien aus den 80ern aufgefallen, wie sehr sich die heutigen Serien von denen unterscheiden, die vor 20 Jahren und mehr gelaufen sind. Dabei meine ich weniger die optische Gestaltung. Es sind eher die Geschichten und deren Erzählweise, die sich unterscheiden.
    Nun gibt es so viele verschiedene Genres, dass man schon gar nicht sagen kann: so funktioniert eine Serie heute, so funktionierte sie früher.

    Ich will trotzdem ein paar Beispiele bringen:
    So etwas wie einen cliffhanger gabs doch früher nur in Ausnahmefällen (ausser z.B. Dramaserien wie Dallas, Denver etc.). Viele Folgen der 80er Serien enden in meiner Erinnerung mit einer "lustigen" Szene, in der die üblichen Serienprotagonisten zusammenhocken und alle Lachen. Und wenn die Serie eine Weile lief, dann durfte die Country-Band der Woche ca 30 Sekunden Filmrolle füllen. Dabei war es egal, ob die Serie Simon und Simon, Ein Colt für alle Fälle, Hart aber herzlich, Airwolf oder sonstwie hieß.
    Und irgendwie waren alle Serien irgendwie Krimiserien oder täuscht sich da mein Gedächtnis so.
    Außerdem würde ich aus heutiger Sicht behaupten, dass vielen Serien ein großes Mass an Oberflächlichkeit gemeinsam hatten. Kein Tiefgang, aber selbst der Spass war eher flau.

    Wann hat sich das alles geändert, welche Serien waren die Trendsetter, die neue Themen und neue Stile geschaffen haben?

    Ich würde das gerne mal mit Euch diskutieren und auch wissen wollen, was ihr von der Entwicklung haltet ?

    Natürlich habe ich auch ein paar Serien im Kopf, von denen ich denke, dass sie in Ihrer jeweiligen Zeit plätzlich ganz anders waren, aber das hebe ich mir für meinen nächsten Eintrag auf.

    McKenn

  • #2
    Naja heutzutage gibt es viele Serien mit fortlaufender Handlung wie BSG,Lost,Rom,Sopranos usw. Auch sind viele Serien meist düsterer angelegt als damals. Zudem gibt es viele Serien mit Gesellschaftkritische oder politisch aktuellen Themen wie beispielsweise Southpark und 24 oder ähnliches. Obwohl es da sicher auch in den älteren Serien solche Dinge gab aber meines Wissens nicht ganz so offensichtlich. Was noch dazu kommt ist das oftmals realistischer zu geht als damals. Die düsternis einiger Serien könnte auch stark mit 9/11 zusammenhängen. Ob es einen Jack Bauer wie heute ohne die Anschläge von 9/11 in der Form geben hätte ist auch fraglich denk ich mal.
    Kann sein das ich da alte Serien zum Teil falsch einschätze da ich nicht alzu viele davon schaue.

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    • #3
      also die miltiärische Ernsthaftigkeit von Serien wie 24 oder auch das neue BSG liegt ziemlich sicher an den Ereignissen im Amerika. Bei BSG muss man ja nur die aktuelle Serie mit der alten vergleichen und schon sieht man was anders ist.
      ich glaube nen GUTEN Hauptcharakter andere, teilweise unschuldige Leute foltern lassen und das mit der Sicherheit des Landes zu rechtfertigen wäre früher sicher unvorstellbar gewesen.

      am Meisten hat sich vermutlich wirklich verändert das es in vielen Seiren nen Roten Faden gibt. Aus den 80ern fällt mir jetzt eigentlich gar keine Serie ein die nicht fast nur aus Einzelepisoden bestanden hat mit komplett abgeschlossenen Geschichten
      naja und die Effekte natürlich auch, weil man heutzutage Spezialeffekte mit dem Pc machen kann während man früher alles händisch machen musste und da die guten Effekte halt dem Kino vorbehalten waren
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      • #4
        Früher wurden mehr Serien produziert die in der gegenwart spielten,wie z.B. Simon&Simon,Magnum usw.,da brauchte man nur ein paar schießereien und explosionen.Das ganze effektfeuerwerk von heute wurde da nicht gebraucht.Ich muss auch ehrlich sagen das die Serien früher intteressanter waren,weil da die Geschichte wichtig war,und nicht die spektakulären Specialeffects,wie es heute ist.
        Aber die meisten Serien halten sich an die Realität,und seit 9/11 ist sie nunmal düsterer geworden,was sich auch in den Serien wiederspiegelt.
        Inmitten des ewigen Kreislaufs der Zeit, wird aus lauem Wind ein Sturm entstehen.
        Vom Abgrund starren Dämonenaugen weit, die die Razgriz, die schwarzen Flügel sehen.

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        • #5
          am Meisten hat sich vermutlich wirklich verändert das es in vielen Seiren nen Roten Faden gibt. Aus den 80ern fällt mir jetzt eigentlich gar keine Serie ein die nicht fast nur aus Einzelepisoden bestanden hat mit komplett abgeschlossenen Geschichten
          naja und die Effekte natürlich auch, weil man heutzutage Spezialeffekte mit dem Pc machen kann während man früher alles händisch machen musste und da die guten Effekte halt dem Kino vorbehalten waren
          die erste Serie die einen wirklichen roten Faden über die gesamte Serie hatte und an die ich mich erinnern kann ist Babylon 5 (schon erstaunlich das die erste Serie das bis heute am besten getan hat ) aus dem Jahr 1993.

          Wenn man sich die Bemerkungen von George Lucas zu den Spezialeffekten der kommenden Star Wars Realserie anzieht kann man schon erahnen wo sich das in den nächsten Jahren hinbewegt. Er behauptet mit nur 1mio pro Folge auf Episode 1 level produzieren zu können. Das ist ein Betrag den viele Serien aufbringen können, so dass das heute schon alles fast mehr nach Kino aussieht als nach TV Serie.
          "Wer Sicherheit der Freiheit vorzieht ist zu Recht ein Sklave"
          (Aristoteles 384 v.Chr. - 322 v.Chr.)

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          • #6
            glaube nen GUTEN Hauptcharakter andere, teilweise unschuldige Leute foltern lassen und das mit der Sicherheit des Landes zu rechtfertigen wäre früher sicher unvorstellbar gewesen.
            Ich denke das ist auch ein weitere Punkt im Unterschied zu älteren Serien das die Charaktere teiweise nicht nur gut oder nur böse sind.
            Sie sind oft etwas dazwischen.

            Ich muss auch ehrlich sagen das die Serien früher intteressanter waren,weil da die Geschichte wichtig war,und nicht die spektakulären Specialeffects,wie es heute ist.
            Naja das stimmt nicht bei jeder Serie.
            Z.B. Serien wie die Sopranos bestehen fast nur aus Dialogen.
            Aber auch bei Serien mit mehr Special Effects wie BSG
            steht häufig das Erzählen einer Geschichte im Vodergrund.
            Was sich zu damals halt unterscheidet ist das es
            im Prinzip nicht mehr so viele in sich abgeschlossene Handlungen gibt wie damals.

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            • #7
              Ich muss erhlich zugeben,das ich in sich geschlossene Folgen besser finde.Da macht es nichts wenn man mal eine Folge verpasst.
              Denn ich kann nicht den ganzen tag vor der glotze hängen(meistens ist ja sowieso nur müll drauf),da ist es besser wenn die folge ein einzelstück ist,als wenn die handlung sich durch die ganze serie zieht.
              Inmitten des ewigen Kreislaufs der Zeit, wird aus lauem Wind ein Sturm entstehen.
              Vom Abgrund starren Dämonenaugen weit, die die Razgriz, die schwarzen Flügel sehen.

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              • #8
                Zitat von Octantis Beitrag anzeigen
                also die miltiärische Ernsthaftigkeit von Serien wie 24 oder auch das neue BSG liegt ziemlich sicher an den Ereignissen im Amerika. Bei BSG muss man ja nur die aktuelle Serie mit der alten vergleichen und schon sieht man was anders ist.
                ich glaube nen GUTEN Hauptcharakter andere, teilweise unschuldige Leute foltern lassen und das mit der Sicherheit des Landes zu rechtfertigen wäre früher sicher unvorstellbar gewesen.

                am Meisten hat sich vermutlich wirklich verändert das es in vielen Seiren nen Roten Faden gibt. Aus den 80ern fällt mir jetzt eigentlich gar keine Serie ein die nicht fast nur aus Einzelepisoden bestanden hat mit komplett abgeschlossenen Geschichten
                naja und die Effekte natürlich auch, weil man heutzutage Spezialeffekte mit dem Pc machen kann während man früher alles händisch machen musste und da die guten Effekte halt dem Kino vorbehalten waren

                Auch hier gabs aber Ausnahmen von der Regel wie zb "V - Die Besucher kommen". Gerade Die Besucher ist sehr düster teilweise da es sich quasi um eine SF Version von "Holocoust" handelt. Die Mutterschiffe haben auch eindeutig Pate für ID4 gespielt viel später...

                TP

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                • #9
                  Zitat von TheJoker Beitrag anzeigen
                  die erste Serie die einen wirklichen roten Faden über die gesamte Serie hatte und an die ich mich erinnern kann ist Babylon 5 (schon erstaunlich das die erste Serie das bis heute am besten getan hat ) aus dem Jahr 1993.
                  "Twin Peaks" (1990) war meines Wissens nach der Vorreiter im Serienbereich abseits der Daily-Soap.

                  Diese ist auch viel eher mit heutigen Produktionen wie "LOST" oder den HBO-Serien zu vergleichen.

                  Also ich kenne keine Drama-Serie, die so alt ist und die so wenig Schwächen und so durchgehend gute Folgen hat.
                  Das alles ist auch noch von Folge 1 so und direkt zusammenhängend, während man bei B5 zwar alles durchgeplant hatte, aber Anfangs mit den quasi Einzel-Episoden (Season 1+2) auf Nummer sicher gegangen ist.
                  Genau wie DS9 (wo es nicht durchgeplant war) und die Macher erst Ende der dritten Season wirklich sicher waren, sie würden jetzt Handlungsbögen kontinuierlich weiterspinnen.
                  "...wenn ich, Aguirre, will, dass die Vögel tot von den Bäumen fallen, dann fallen die Vögel tot von den Bäumen herunter.
                  Ich bin der Zorn Gottes, die Erde über die ich gehe sieht mich und bebt!"

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                  • #10
                    na bitte - da entwickelt sich doch schon eine ganz interessante Diskussion !

                    Eine Serie wie V hatte ich schon wieder fast vergessen, dabei war die sicher wegweisend. Eben weil sie düster und mit eineer fortlaufenden handlung ausgestattet war. Leider wurde dieses Konzept nicht durchgehalten. Vielleicht war man damals seiner Zeit etwas zu sehr voraus...

                    Ich sehe es auch so, dass der fortlaufende handlungsstrang eine größere bedeutung gewonnen hat. Selbst ST next gen ist ja nahezu noch ohne roten Faden ausgekommen. Eher wiederkehrende Handlungsbögen...

                    DS9 war da schon ganz anders gestrickt und Babylon 5 ist sicher die erste Serie mit einer konsequenten fortlaufenden Handlung. Auch optisch war Babylo5 wegweisend: die erste Serie, in der bis auf die "Innenaufnahmen" alles digital animiert war. Keine Modelle mehr.

                    Ich sehe aber noch andere Entwicklungen. Da war z.B. Miami Vice. Die erste Serie, die nicht auf strahlende sondern gebrochene Helden setzte, Handlungsbögen, die eher düster als postiv endeten. Dazu Videoclipästhetik, Popmusik und "Coolsein" bis zum abwinken. Das gab es bis dahin alles nicht.
                    Auch wurden beziehungen intensiver dargsetellt, es war plötzlich so leicht mit seinen Helden mitzuleiden.
                    Das hat speziell die 90er stark inspiriert. Selbst eine Serie wie z.B. Baywatch setzte stark auf das Konzept, Clipästhetik, Popmusik und intensive Darstellung von Emotionen. Dazu natürlich eine Menge - fast - nackter Haut. Mehr blieb nach weinigen Staffeln dann auch nicht übrig. Wer sich aber mal wieder die erste Baywatch-Staffel ansehen sollte (noch ohne Pam Anderson), wird eine nicht uninspirierte Serie entdecken.

                    Andere Bahnbrechende Serien waren sicher NYPD Blue oder auch ER. In beiden Serien wurde von Beginn an versucht, der Realität so nah wie möglich zu kommen. Unterstützt übrignes in beiden Fällen durch "Handkameraeffekte". Das Bild zuckte ständig nervös über den Bildschirm und erhöhte so die Unruhe. Auch das war neu und wird heute überall genutzt, wo es passend ist.

                    AkteX war sicher der Durchbruch für das Thema Mystery. Heute kann man die vielen Mystery-Serien kaum noch zählen.

                    Auch gebe ich denen recht, die die Auswirkungen der Realtiät (9.11. ; Kriege im Irak und Afghanistan) auch in den Serien wieder finden. Bestimmte Themen hätten es sonst gar nicht auf den Bildschirm geschafft. man wird insgesamt eine Tendenz entdecken Können, die Bestürzung, Trauer, Depression und Ohnemacht einfangen, aber auch dann wieder Trotz, Ironie und schliesslich wieder feinen Humor, der den Zuschauer die Tragik schnell wieder vergessen läßt.

                    McKenn

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                    • #11
                      Zitat von Darthbot Beitrag anzeigen
                      Früher wurden mehr Serien produziert die in der gegenwart spielten,wie z.B. Simon&Simon,Magnum usw.,da brauchte man nur ein paar schießereien und explosionen.Das ganze effektfeuerwerk von heute wurde da nicht gebraucht..
                      Ist das so? Also wenn ich mir anschaue, was man heute so an Serien produziert, spielt das eigentlich auch fast alles in der Gegenwart. Sie es "24", "Lost", die 4 CSI-Serien, Boston Legal, Greys' Anatomie, Dr.House, Monk etc... Dazu noch der ganze Hausfrauen kram wie "Eine himmlische Familie", "Crossing Jordan", "Für alle Fälle Amy", "Gilmore Girls" und der ganze andere US-Kram, der hier so auf VOX läuft. Und es gibt noch viele mehr. Die Serien kommen übrigens mit Ausnahme von Lost ohne große Effekte aus.

                      Das nur mal so am Rande
                      "Steigen Sie in den Fichtenelch! - Steigen Sie ein!"

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                      • #12
                        Zitat von LoreenMcKenn Beitrag anzeigen
                        Babylon 5 ist sicher die erste Serie mit einer konsequenten fortlaufenden Handlung. Auch optisch war Babylo5 wegweisend: die erste Serie, in der bis auf die "Innenaufnahmen" alles digital animiert war. Keine Modelle mehr.
                        Nein.
                        Mindestens "Twin Peaks" (von 1990 -> B5 Season 1 ist 1994 gelaufen, 93 war nur der Pilot) hat KONSEQUENTER, nämlich nahtlos von der Geschichte der Folge in die nächste, erzählt (und war auch bis zur Auflösung des Hauptstrangs durchgeplant).
                        B5 hat Anfangs ausschliesslich und später auch immer wieder, fortlaufende Einzel-Episoden gehabt, nicht sofort die Handlungsbögen.
                        "...wenn ich, Aguirre, will, dass die Vögel tot von den Bäumen fallen, dann fallen die Vögel tot von den Bäumen herunter.
                        Ich bin der Zorn Gottes, die Erde über die ich gehe sieht mich und bebt!"

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                        • #13
                          Als Serien mit fortlaufender Handlung sind nun wirklich nichts neues. Das fängt schon mit den allerersten Kino-Serials in den Dreißigern an, die immer mit einem Cliffhanger endeten. Seifenopern gibt es auch nicht erst seit Gestern.
                          Gerade bei den Achtziger Jahren denke ich natürlich an "Dallas" und "Denver-Clan".

                          Gruß, succo
                          Ich blogge über Blogger, die über Blogger bloggen.

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                          • #14
                            TV-Serien -Allgemeine Änderungen

                            Ich möchte mich allgemeiner dazu äußern. Mein Eindruck ist, daß die Serie von heute auch mehr mit der Werbung einhergeht. Die Serie kann dafür leichter unterbrochen werden. Veilleicht wird sie aber auch nur so geschnitten/ bezw. man baut die Möglichkeit für Schnittmöglichkeiten vom Anfang an ein.
                            Auch ist mir aufgefallen, daß sie billiger im Dreh wirken. Irgendwie nicht mehr so sorgfältig ruhig, eher etwas hektisch. Ich denke die Filmindustrie setzt auch nicht mehr so viele Drehtage an.
                            Dann muß man sagen, daß auch die Kulisse manchmal einen einfachen Eindruck macht. Heute wäre ja technisch viel mehr drin als damals. Gute Tricks machen dann die Produktion teurer. Ich glaube man handelt hier oft nach dem Motto Quantität vor Qualität. Die vielen Fernsehsender verschlingen ja gerade zu die Serien, damit sie sich über Werbung finanzieren können. Wenn eine Serie dann zum Magneten wird, erhöht sich das Budget, so mein Eindruck, da es einige Beispiele gibt, daß sich die Qualität der Serie in einer Folgestaffel druchaus verbessert.
                            und bedenket / für das verstehen benötigt man antworten auf seine fragen.

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                            • #15
                              Ich mag sowohl geschlossene einzel-episoden als auch fortlaufedne handlungen..

                              Ich hasse aber sogannte "Clifhanger" als Fortsetzungen am Ende eine Staffel, weil man nie wirklich weiß ob es eine weitere staffel geben wird und wenn nicht ? Tja dann hat man gelitten und die A-Karte gezogen und man bekommt nie ein echtes Serien ende...

                              Ansich find ich fortlaufende handlungen besser, also wie die serien heute sind..
                              Schwule dürfen weder Blut noch Organe Spenden http://www.schwulst.de/content/SchwuleBlutspende
                              Liebe ist ein Menschenrecht - Niemand sollte anderen DAS verwehren! :)[/CENTER]

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