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The Borgias

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    #31
    Ich habe mir auch die Borgia-Serie im ZDF "angetan". Mein abschließendes Fazit entspricht in etwa dem von endar. Der Einstieg in die Serie war gut gelungen, die Intrigen bei der Papstwahl in der zweiten Folge gut umgesetzt und auch sonst gab es wirklich tolle Kulissen und Kostüme und mit der Handlung um die Bedrohung die Franzosen auch in der Mitte einen starken Handlungsstrang. Allerdings war die letzte Folge wirklich dermaßen unnötig und schlecht inszeniert, dass ich mich wirklich über die verschwendeten zwei Stunden geärgert habe.

    Der Serie hätte es wirklich gut getan, wenn man nach dem 5. Film und der Abwehr der Franzosen einen Schnitt gemacht hätte. So plätschert die ganze Veranstaltung in Folge 6 seltsam belanglos aus. Der Tod von Juan geht einem bei dem ganzen Mord und Totschlag innerhalb der Serie auch nicht mehr wirklich nah und das Ganze wird schließlich auch nur dazu genutzt, eine aufgesetzte Kriminalstory drum zu stricken. Ebenso abwegig fand ich auch der Ausraster von Rodrigo nach dem Tod seines Sohnes. Vor allem in einer Zeit, wo noch ständig gestorben wurde.

    Generell fand ich die Konstellation der Serie sehr ungünstig. Während Cesare eigentlich in der Realität von seinem Vater mindestens genauso bevorteilt wurde wie Juan, wird er im Film als der charismatischere und intelligentere der beiden dargestellt, der aber damit leben muss, dass sein Vater den anderen Bruder (vom Stile Großmaul vom Dienst) immer deutlich und vor aller Welt bevorzugt. Dann auch noch dieses hochnotpeinliche Ende. Ich frage mich wirklich: So haben sie die Serie enden lassen? So ganz ohne Höhepunkt und ohne befriedigenden Abschluss sämtlicher Handlungsstränge?

    Wenn man sich schon bei Rome und Co. bedient, dann hätte man sich um einem deutlich strafferen und besser durchorganisierten Handlungsablauf kümmern müssen, der am ENDE der Staffel auf einen Höhepunkt zuläuft und man hätte definitiv nicht die große Rahenhandlung schon Mitte von Film 5 auflösen sollen. Auch fehlen mir in der Serie klare Identifikationfiguren im Stil von Pullo und Vorenus. Hier gab es wirklich niemandem, dem ich meine Sympathien als Zuschauer schenken konnte und das ist wirklich schade.

    Ach ja, wenn ich noch meckern darf: Die Synchronstimme von Lucrezia war wirklich ein Fehlgriff. Zu jeder Filmsituation mal so gar keine Emotion in die Stimme legen zu können - eigentlich ist das auch schon wieder eine Kunst.


    Also was ziehe ich als Fazit?

    Wenn ich es recht bedenke, waren wohl insgesamt zweieinhalb der sechs Abende verschwendete Zeit. Man hätte die Serie auf 3 oder 4 Filme zusammenstreichen können, dann wäre es besser gewesen. So zieht vor allem das unbefriedigende offene Ende die Serie unnötig herunter. Alles in Allem würde ich knappe 4/6 Sternen oder 6/10 Punkten vergeben

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      #32
      Zitat von Souvreign Beitrag anzeigen
      Ach ja, wenn ich noch meckern darf: Die Synchronstimme von Lucrezia war wirklich ein Fehlgriff. Zu jeder Filmsituation mal so gar keine Emotion in die Stimme legen zu können - eigentlich ist das auch schon wieder eine Kunst.
      Lucrezia hat sich selbst synchronisiert und bewiesen, dass sie keine Synchronsprecherin ist oder der zuständige Regisseur mit sehr wenig zufrieden war...
      Heaven is where the police are British, the chefs are Italian, the mechanics German, the lovers French and it all is organized by the Swiss.
      Hell is where the police are German, the chefs are British, the mechanics french and the lovers are Swiss and it all is organized by the Italians.

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        #33
        Zitat von Souvreign Beitrag anzeigen
        Ach ja, wenn ich noch meckern darf: Die Synchronstimme von Lucrezia war wirklich ein Fehlgriff. Zu jeder Filmsituation mal so gar keine Emotion in die Stimme legen zu können - eigentlich ist das auch schon wieder eine Kunst.
        Warum? Passte doch prima zu ihrer starren Mimik. Mehr als überrascht gucken, konnte sie nicht.

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          #34
          Hab jetzt auch die letzte Folge (bzw. die letzten beiden) der ZDF-Version gesehen. Eigentlich fand ich sie recht gelungen. Juans Tod wurde schön mysteriös und geschichtsgetreu (sogar die letzten bekannten Wörter der "anderen Unterhaltung" sind drinnen) gestaltet. Allerdings waren die letzten 10 Minuten dann wirklich ÜBELST. Lucrecia soll die Mörderin ihres Bruders sein. Das Erstechen mit der Heiligen Lanze (Trash pur) und schließlich das Handabbrechen bei der Laokoon-Statue. Selten so nen Schwachsinn gesehen.

          Alles in allem ist die ZDF-Serie jetzt nicht schlecht. Sie hat mich großteils gut unterhalten und ist nett gemacht. Leider gibt es mit der Lucrecia-Darstellerin und dem Ende zwei Total-Ausfälle. Auch die "Cesare opfert seinen Sohn" Geschichte fand ich nicht gerade gelungen genauso wie, dass Rodrigo auf einmal die Basilika bauen hätte sollen. Sprich die Showtime-Serie ist da meiner Meinung nach qualitativ deutlich höher. Von den ganzen Historien-Serien mit viel Sex, Gewalt und Intrigen (also "Rome", "Die Tudors", "Spartacus", "Die Borgias" und "Borgia") ist diese wohl die schwächste, was aber auch u.a. daran liegt, dass die anderen Serien die Latte dermaßen hoch angelegt haben.

          Kurze Beobachtung am Rande: Warum redet eigentlich jeder von der eurpäischen und der amerikanischen Serie, wo es doch eigentlich umgekehrt sein sollte. Ist doch Neill Jordan, der Macher der Showtime-Serie Ire und Tom Fontana US-Amerikaner. Hoffe auf alle Fälle, dass die ZDF-Serie nicht die Quoten derer auf Pro 7 zu stark kanabalisiert, dass wir auf Grund einer mittelmäßigen Serie nicht mehr in den Genuss der übrigen Staffeln der Showtime Serie in Deutschland kommen (bin schon sehr gespannt, wie Hirst und Jordan die ungeklärte Ermordung Juans darstellen).

          Gesamtwertung
          4 Sterne (die Showtime-Serie hatte gute 5)!

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            #35
            @ Season 2:

            Irgendwie ziemlich banal das Ganze bisher. Es sieht zwar optisch ganz hervorragend aus und im Gegensatz zu Game of Thrones ist man in der Lage ein paar Massenszenen zu zeigen (Truppenaufmärsche, die "Borgia Bull"-Feier etc.), aber sonst stimmt meines Erachtens wenig. Die Serie bleibt weiterhin zahm, teilweise furchtbar plump (Huch, es gibt Armut in Rom!) und leider ist man auch kaum in der Lage großartig Spannung aufzubauen. Die Zuschauerzahlen fallen indes auch weiter ins Bodenlose und ich würde meinen zu wissen wieso.

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              #36
              The Borgias: Verlängert für eine 3. Staffel: 'The Borgias' Renewed -- Showtime Drama To Return For Season 3

              Borgia: 2 Staffel geordert: Tom Fontana's European-Produced 'Borgia' Series Gets 2nd Season Order - Deadline.com

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                #37
                Freut mich, dass es eine dritte Staffel geben wird. Werd mir die zweite bei Gelegenheit mal ansehen. Hab wenig Hoffnung, dass sie nach dem Pro7-Flop der ersten Staffel irgendwann einmal im deutschen Free-TV ausgestrahlt wird. Offensichtlich muss man sich hier dank der Ausstrahlungspolitik mit dem bislang eher mittelmäßigen "Borgia" zufrieden geben .

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                  #38
                  Au ja, ich freue mich auch schon auf mehr Aus- und Re- Vergrabungen antiker Kunstwerke.
                  Republicans hate ducklings!

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                    #39
                    Nachdem ich die DVD-Version von der ersten Saffel Borgia da hatte, hab ich es auch angeschaut.
                    Schade um die Zeit.

                    Die Intrigen und die Szenen mit Alexander sind am besten, die Serie ist brutal,
                    das Mittelalter dreckig,

                    nur ohne Spannungsbogen ist das Ganze wertlos.
                    Das Ende wirkt echt lieblos und unsinnig.

                    Die dt. Version wirkt auf mich schlechter als die englische Version (Lucrezia !)

                    Robin of Sherwood aus 80er, das ich fast zeitgleich zu Borgia angeschaut,
                    fand ich ohne Nostalgiebonus (bin Erstseher) deutlich besser.

                    Kommentar


                      #40
                      Zitat von Alius Beitrag anzeigen
                      Nachdem ich die DVD-Version von der ersten Saffel Borgia da hatte, hab ich es auch angeschaut.
                      Schade um die Zeit.

                      Die Intrigen und die Szenen mit Alexander sind am besten, die Serie ist brutal,
                      das Mittelalter dreckig,

                      nur ohne Spannungsbogen ist das Ganze wertlos.
                      Das Ende wirkt echt lieblos und unsinnig.

                      Die dt. Version wirkt auf mich schlechter als die englische Version (Lucrezia !)

                      Robin of Sherwood aus 80er, das ich fast zeitgleich zu Borgia angeschaut,
                      fand ich ohne Nostalgiebonus (bin Erstseher) deutlich besser.
                      Würde dir die Showtime-Serie "The Borgias" weitaus mehr empfehlen. Die ist im Gegensatz zur "eurpäischen" Variante 10x besser .

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                        #41
                        Zitat von HanSolo Beitrag anzeigen
                        Würde dir die Showtime-Serie "The Borgias" weitaus mehr empfehlen. Die ist im Gegensatz zur "eurpäischen" Variante 10x besser .
                        Danke für die Empfehlung.

                        The Borgias schaue ich mir in paar Wochen an, bin gerade in Buchhaltungsstress

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                          #42
                          Zitat von Anvil Beitrag anzeigen
                          @ Season 2:

                          Irgendwie ziemlich banal das Ganze bisher.
                          Ok, ich muss meine Meinung etwas revidieren. Nun, nachdem fast die gesamte Staffel gelaufen ist (Stand Ep. 9 von 10) finde ich die 2. Staffel der Borgias sogar unterhaltsamer als die entsprechende Staffel "Game of Thrones".

                          Das Pacing und der Spannungsaufbau sind um einiges runder als bei der HBO-Serie, wobei "The Borgias" natürlich bei mir den Vorteil hat, dass es keine Literaturverfilmung ist und ich die Adaption damit vergleichen müsste und mir die historische Genauigkeit, die wirklich nicht sehr hoch ist, nicht so sehr wichtig ist. Ebenso wie "Game of Thrones" hat "The Borgias" im Prinzip auch einen recht großen Cast, aber mit dem Fokus auf die Mitglieder der Familie Borgia hat man als unbedarfter Zuschauer einen Ankerpunkt, während die Charaktere in Westeros überall auf oder außerhalb des Kontinents verstreut sind. Fürs Auge (nein, damit sind nicht nur schöne Frauen gemeint) gibt es auch reichlich, auch wenn es der Belagerung von Forli an glaubhaften Distanzen gemangelt hat (die Reichweite von Kanonen und Bogenschützen reicht nicht aus Juans 20 Meter entfernte Armee zu treffen), wobei es sonst etwas zu schwer geworden wäre die Belagerung so filmen zu können. Gut ist auch der Einsatz der Statisten, von denen es in der Serie reichlich und im Vgl. zu GoT einfach mehr gibt.

                          Inhaltlich hat man sich nach dem meiner Meinung nach laschen Beginn (Huch Armut; Paolo etc.) sehr schnell bemüht die Spannungsschraube wieder anzuziehen (Sforza Familie, Savonarola), auch wenn die Serie keinerlei Tiefe entwickeln kann und teilweise leicht dümmlich daherkommt. Della Roveres Plot läuft so nebebei und dürfte erst im Finale wichtig werden. Die Figuren schwanken zwischen gelungen (Micholetto, Juan) und Karrikatur (ich kann Irons als Rodrigo Borgia einfach nicht ernst nehmen).

                          Witzige Parallele: Ähnlich wie bei "Game of Thrones" scheint die Episode der großen Ereignisse die Folge vorm Finale zu sein.
                          Zuletzt geändert von Anvil; 12.06.2012, 16:48.

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                            #43
                            Nachdem ich mit "Camelot" (der anderen, leider bereits wieder abgesetzten Hirst-Serie) nun fertig bin, nehm ich mir mal die zweite Staffel "The Borgias" vor.

                            Gut, dass es vor Folgenbeginn eine Zusammenfassung der ersten Staffel gab. So konnte man sich alles nochmal ins Gedächtnis rufen.

                            Ansonsten hat sich noch nicht sonderlich viel getan. Die Rivalitäten zwischen Juan und Cesare spitzen sich weiter zu (was sich wohl im Verfauf der Staffel in Juans Ermordung gipfeln wird). Der Franzosen-König ist mit der Neapel-Situation noch immer "unzufrieden" (witzig, wie er sich am Ende die Folterinstrumente wie ein Tourist vorführen lässt - "which elegante name" ). Und in Sachen Alexander und Julia gibt es nun auch mit "Mann-Frau" Viktoria eine weitere Bettgeschichte.

                            Höhepunkt der Folge war sicherlich die Verbrennung des Borgia-Bull. Dies sah wieder einmal kinoreif aus.

                            Alles in allem natürlich nicht so genial wie der Endspurt von Staffel 1, aber trotzdem ein guter Anfang, der Lust auf mehr macht. Anvils Kritik klingt ja schon mal vielversprechend.


                            .
                            EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                            HanSolo schrieb nach 1 Stunde, 29 Minuten und 18 Sekunden:

                            Gleich Folge 2 hinten drauf gesetzt:

                            Der Alexander-Treil hat mir diesmal weniger gefallen. So erscheint es unglaubwürdig, wenn der "Mafia-Papst" sich plötzlich Sorgen um das arme Volk macht und undercuver durch die Straßen zieht sowie an einem Glücksspiel teilnimmt.

                            Dafür fand ich das Wiedersehen zwischen Lucretia und Paolo schön. Leider währt deren Glück nicht lange, was naheliegen lässt, dass Lucretia auch bei der Showtime-Serie vielleicht nicht ganz unschuldig an Juans späterer Ermordung sein wird.

                            In Sachen Gore zeigte die Folge diesmal doch mehr als man von der Serie gewohnt ist. So war der Überfall auf Della Roveres Kutsche recht blutig und vor allem das Leichenpräparieren inkl. Gesichtabschälen zu Beginn erinnerte fast schon an vergkeichbare Szenen aus "Spartacus".

                            Insgesamt etwas schwächer als der Serien-Schnitt, aber ok.
                            Zuletzt geändert von HanSolo; 08.08.2012, 09:27. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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                              #44
                              Mittlerweile auch Folge 3 und 4 gesehen. Gerade 3 hat mir mit den Franzosen und den falschen Kanonen sehr gut gefallen und erinnerte in Sachen Armee-Aufmarsch an den Endspurt von Staffel 1. 4 war dann wieder etwas schwächer (wieder setzen sich die Borgias für die Armen ein, wieder recht viele Grauslichkeiten bei Cesares Folterungen).

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                                #45
                                Hab mittlerweile die ganze Staffel gesehen. Hat mir im Großen und Ganzen gefallen, auch wenn Staffel 1 schon eindeutig besser war. So fehlte ein solch genialer Endspurt wie in dieser mit dem Franzosenfeldzug, welcher einfach "ganz großes Kino" war.

                                Dazu kommt, dass man sich von der Historie immer weiter entfernte. Juans Tod wurde schon recht frei interpretiert (auch wenn diesmal nicht Lucretia wie in der "Borgia"-Serie zur Killerin wurde). So stirbt er am Abend der Taufe von Lucretias Baby, kein "ich suche mir eine andere Unterhaltung" und keine darauffolgenden Ermittlichungen Cesares. Dafür merkt man in der Showtime-Serie, dass zwischen dem Franzosenfeldzug und der Ermordung mehrere Jahre vergehen (in der ZDF-Fassung glaubt man höchstens ein paar Monate).

                                Hielt sich Staffel 1 in Sachen Sex und Gewalt noch eher zurück, gibt es diesmal Unmengen davon zu "bewundern". So stehen Folterungen, Verbrennungen usw. auch in der zweiten Staffelhälfte an der Tagesordnung.

                                Insgesamt ist die Staffel nicht schlecht (Höhepunkt ist IMO die beeindruckte Belagerung Floris). Aber eben doch weitaus schwächer als die erste Staffel oder die paralell laufenden zweiten Staffeln von "Game of Thrones" oder "Spartacus" (welche thematisch vergleichbar sind).

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