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[008]"Computerdämon" / "I Robot You Jane"

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  • [008]"Computerdämon" / "I Robot You Jane"

    Willow lernt im Internet einen jungen Mann namens Malcolm kennen. Er ist verständnisvoll und gibt ihr das Gefühl, etwas Besonderes zu sein. Das Mädchen schwebt im siebten Himmel, doch Buffy ist mißtrauisch, als sie von Willows erster großer Liebe erfährt. Auch Malcolm scheint dieses Mißtrauen zu spüren und versucht, sich zwischen die beiden zu stellen.
    Plötzlich stirbt Dave, ein Schüler der Sunnydale High School und ebenfalls Computerfreak. Es sieht nach Selbstmord aus, doch Buffy glaubt nicht daran. Bei ihren Nachforschungen findet sie heraus, daß in einem stillgelegten Forschungslabor merkwürdige Dinge geschehen, an denen ein anderer Computerfreak beteiligt ist. Dann wird Willow entführt. Der liebevolle Malcolm entpuppt sich schließlich als Moloch, ein gefährlicher Dämon.
    Er war jahrhundertelang in einem Buch gebannt, bis Willow ihn eines Tages ahnungslos mit ihrem Scanner befreit und ihn schnurstracks ins Internet befördert hat, wo er fortan einsamen, jungen Menschen das Böse näherbrachte. Buffy und Xander kommen im letzten Moment in das Forschungslabor, wo Moloch Willow festhält. Währenddessen versuchen Mr. Giles und die Informatik-Lehrerin Ms. Calendar, den Dämon mit einem Bannspruch unschädlich zu machen.
    Dies gelingt ihnen auch halbwegs, denn aus dem Internet können sie ihn entfernen. Doch Moloch hat von den Labortechnikern einen metallischen Körper erhalten, mit dem er sich frei bewegen kann. Buffy und ihre Freunde müssen sich einen Trick einfallen lassen, um den Dämon zu vernichten - was ihnen schließlich mit Bravour gelingt.
    Quelle: SF-Radio.de
    10
    ****** eine der besten Buffy-Folgen aller Zeiten!
    10.00%
    1
    ***** sehr gute Folge - hat alles, was Buffy ausmacht!
    20.00%
    2
    **** gute Folge mit unterhaltsamer Story!
    20.00%
    2
    *** vollkommen durchschnittliche Folge!
    10.00%
    1
    ** relativ schwache Folge - nicht weiter erwähnenswert!
    30.00%
    3
    * eine der schlechtesten Folgen aller Zeiten - absolut Buffy unwürdig!
    10.00%
    1
    "Archäologie ist nicht das, was sie glauben. Noch nie hat ein X irgendwo, irgendwann einen bedeutenden Punkt markiert."

    „And so the lion fell in love with the lamb“

  • #2
    Der Beginn in Italien des 15. Jahrhunderts war recht atmosphärisch und der Dämon sah wirklich nicht übel aus.
    Allerdings würde ich es als Dämon ziemlich ungerecht finden, wenn man mich so einfach in ein Buch einschließen könnte.

    Der Übergang zu Buffy, die dann über 500 Jahre später das Buch in Giles Bibliothek findet, ist sehr gelungen.

    Menschen, die sich mit Computern und dem Internet beschäftigen, werden in dieser Folge als recht sonderbare entrückte Gestalten porträtiert. Nirgendwo wird das so deutlich wie in der Person des offensichtlich gehirnlosen Fritz, der allen Ernstes verkündet, dass die virtuelle Realität die einzige wäre und man nicht lebensfähig sei, wenn man nicht online ist. Selbst Miss Candelar kommentiert dies damit, dass man nun wie Schwachköpfe darstehen würde.
    Das negative Bild setzt sich in der klischeehaften Darstellungen des freakigen Daves und selbst bei Miss Calendar fort, die das Internet als eine Art Religion anpreist.

    Für einen Charakter, der in der weiteren Serie noch eine wiederkehrende Rolle übernehmen wird, taucht Miss Candelar ziemlich unvermittelt auf und kommt aufgrund ihrer Antipathie zu Giles die meiste Zeit über nicht gerade besonders sympathisch herüber.
    Trotzdem sind die Gespräche zwischen Giles und ihr recht unterhaltsam, so z.B. als er verkündet, dass er kurz "im Mittelalter" wäre und sie fragt, ob er da nicht immer wäre.
    Herrlich auch ein späteres Gespräch:
    Giles: "Es war wirklich sehr nett mit ihnen zu reden."
    Miss Candelar: "Rupert, wir streiten uns gerade."
    Giles: "Wir müssen das unbedingt wiederholen."

    Miss Candelar und Giles nehmen natürlich jeweils absolute Extrempositionen ein, aber insgesamt würde ich eher der Meinung von Giles beipflichten: Bücher haben einen ganz eigenen Charme und Wertigkeit und es lernt sich auch am besten aus Büchern. Das Internet mag eine nette Ergänzung sein, sollte aber nicht überbewertet werden.

    Willows Bekanntschaft zu dem Dämon aus dem Internet wäre potentiell dazu geeignet auf die Gefahren von Internet-Bekanntschaften hinzuweisen, da man ja nie sicher sein kann mit wem man spricht, wenn sich z.B. ein Typ wie Xander als frustrierte Hausfrau darstellen könnte. Das wäre imo durchaus ein löblicher Versuch, wobei das Thema 1997 wohl noch nicht allzu aktuell gewesen sein dürfte.
    Leider wird das Ganze jedoch wieder derartig klischeebeladen und einseitig präsentiert, dass man den Versuch im großen Ganzen als gescheitert ansehen muß.
    Auch geht die Willow-Malcom Geschichte viel zu schnell in die Dämonenrichtung, weiß man doch von Anfang an wer Malcom wirklich ist.

    Lustig fand ich Willows Bemerkung, dass sie Malcom im Netz kennengelernt hätte und Buffy nur fragt "In was für nen Netz?"
    Auch interssant welche Prioritäten Buffy bei der Beurteilung der Gefährlichkeit von Malcom setzte: "Er ist vielleicht verrückt, irre oder alt!"

    Als Miss Calendar mit Sonnenbrille zu ihrer Unterrichtsstunde kommt, sieht sie imo so aus, als wenn sie in der Nacht auch ein wenig zu viel Zeit vor dem Computer verbracht hätte.

    Buffys Outfits waren in dieser Folge ziemlich sehenswert, - ganz besonders die schwarzen Klamotten.
    Auch die mächtig großen Ringe an ihren Fingern fallen auf.

    Dass Xander so gut über diese Computer-Firma Bescheid wußte, kam in der Tat ziemlich überraschend.
    Buffys "Spinnensinn" war auch ein netter kleiner Gag am Rande.

    Fritz scheitert daran Buffy in der Dusche umzubringen; - lustig dass sie sich hinterher nur um ihre Frisur Sorgen macht.
    Das Ende von Dave war jedoch wirklich erschreckend, - vor allem wie auf dem Bildschirm der Abschiedsbrief erschien.

    Lustig, wie sich Buffy und Giles gegenseitig hinsichtlich der von Moloch (cooler Name ) ausgehenden Gefahr hochschaukeln und Giles nicht merkt, dass er angesichts von Buffys Atombomben-Szenario verloren hat.

    Willow hat sich an ihrer Haustür wirklich nicht gerade sehr schlau angestellt, - kein Wunder, dass sie entführt wurde.

    Die Vorstellung, wie Giles Miss Candelar davon überzeugt, dass sich ein Dämon im Internet befindet, war im Vorfeld ziemlich lustig, aber leider war sei ja bereits bestens informiert.
    Immerhin entfaltet sich dadurch jedoch eine recht harmonische Zusammenarbeit zwischen ihr und Giles um Moloch wieder aus dem Internet zu entfernen.

    Molochs Robotergestalt hat mir eigentlich ganz gut gefallen und sah absolut nicht ungefährlich aus.
    Allerdings ist die Vorstellung eines Dämons im Internet doch noch erheblich bedrohlicher als ein Dämon der terminatorgleich durch Wände geht.

    Gerade für die Robotergestalt war die Synchronstimme von Moloch imo ziemlich unpassend und lächerlich.
    Lustig, wie Buffy gegen Moloch springt und nichts ausrichten kann, dass Willow versucht Moloch mit einen Feuerlöscher niederzuschlagen fand ich aber etwas zu übertrieben.
    Am Ende scheitert der Dämon mal wieder an seiner eigenen Dämlichkeit.

    Giles Abschlußrede über die "Magie" von Büchern war sehr leidenschaftlich und es scheint so, als wären er und Miss Candelar sich bereits näher gekommen.
    Ich frage mich jetzt nur noch, wo Miss Candelar wohl den Korkenzieher tragen könnte.

    Die Endszene ist nochmal genial lustig:
    Herrlich wie Buffy und Xander Willow aufmuntern wollen indem sie auf ihre eigenen verkorksten Beziehungen hinweisen und am Ende dann alle deprimiert sind.

    Fazit:
    Der Versuch einer Internet-Story im Jahr 1997 ist eigentlich löblich, aber leider fehlt es der Folge letzlich an Sinn und auch an Schwung und Spannung.
    Es ist damit die bisher schwächste Folge der Serie.
    Buffys Klamotten und ein paar lustige Szenen mit Giles bringen die Folge noch auf 2 Sterne.

    **
    Zuletzt geändert von John Sheridan; 13.03.2007, 20:32.

    Kommentar


    • #3
      Sehe ich ähnlich wie John Sheridan - die Folge hat ein sehr löbliches Thema in einer sehr frühen Zeit des Internets aufgegriffen, das verdient schonmal Anerkennung. Leider ist das ganze drumherum an der Folge, sprich: die eigentliche Dämon - Story, IMO langweilig und stellenweise musste ich gegen meine Müdigkeit ankämpfen. Es reicht somit auch bei mir nur für 2*

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      • #4
        Ich finde die Story eigentlich gar nich mal so übel und der Dämon is zu anfangs auch noch echt der Hammer. ich finde aber das er gegen Ende der Episode wie so´n billiges Monster aus Power Rangers aussieht

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        • #5
          Zitat von Keymaster Beitrag anzeigen
          Ich finde die Story eigentlich gar nich mal so übel und der Dämon is zu anfangs auch noch echt der Hammer. ich finde aber das er gegen Ende der Episode wie so´n billiges Monster aus Power Rangers aussieht
          Ich bin mir ziemlich sicher, dass das durchaus beabsichtigt war. Dazu sind die Macher von Buffy einfach zu gut, um so einen ungewollten Trash zu erzeugen.
          Dass die Folge so ins skurril-bizarre abdriftet ist sicherlich absolut gewollt.
          Mir gefällt das ziemlich gut, da ich so schräge Storys mag.

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          • #6
            Naja, die Folge war ja ganz nett, aber auch nicht herausragend. 3 Sterne***

            Die Geschichte mit dem Dämon im Computer war ja ganz nett, aber irgendwie hat es ein wenig an der Umsetzung gehapert. Es war leider von Anfang an klar, dass Willows Bekanntschaft der Dämon ist und das der Dämon in den Computer rein ist hat man auch gesehen....wobei der Übergang aus dem 15. Jhd in die Gegenwart gut gemacht war und auch der Dämon echt gut aussah und außerdem war das eine richtig tolle mystische Stimmung.
            Das Ende mit dem Robo Dämon war irgendwie sehr schräg und wirkte irgendwie ziemlich lächerlich...
            Die 2 Seiten der Medaille
            Alles hat zwei Seiten, wer seine Augen öffnet wird beide sehen, wird die Realität erkennen.
            Doch wer seine Augen verschließt wird nur eine Seite sehen können, wird nur das Schlechte in allem sehen.
            ein netter kleiner Sinnspruch.....

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            • #7
              Zitat von Krabat Beitrag anzeigen
              Ich bin mir ziemlich sicher, dass das durchaus beabsichtigt war. Dazu sind die Macher von Buffy einfach zu gut, um so einen ungewollten Trash zu erzeugen.
              Dass die Folge so ins skurril-bizarre abdriftet ist sicherlich absolut gewollt.
              Mir gefällt das ziemlich gut, da ich so schräge Storys mag.
              Ich eigentlich auch, und das erklärt vielleicht auch, warum ich hier mal fünf Sterne gegeben hatte, aber diese Wertung kann ich nicht mehr halten. Die Folge ist schon ziemlich trashig, und mehr als drei Sterne * * * sind nicht mehr drin. Ich hoffe, dass der Buffy-Rerun nicht in ein Buffy-Bashing ausartet, aber dafür ist die Serie eigentlich zu gut. Einen relativ trashigen dämonischen Roboter als Gegner gibt es auch in der vierten Staffel. Da weiß ich auch nicht, ob mir das noch gefallen soll oder eher nicht.

              Was der Folge auch nicht gerade gut tut, ist ihre Antiquiertheit in Sachen Internet. Diese alten Computerbildschirme und diese antiquierten Bildschirminhalte bzw. Darstellungen zu sehen, tut schon weh. Schlechte Special Effects sind weniger schlimm zu sehen als so etwas.

              Das ist auch etwas, warum mich die frühen Staffeln Akte-X immer mehr gruseln.

              Immerhin gibt es in der Folge Ms Calendar, die einen Kontrapunkt zu Giles setzt.

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              • #8
                Vielleicht nicht die qualitativ beste Buffy-Folge, aber bislang die eindeutig spaßigste.

                Kaum beginnen die Monster der Woche langsam langweilig zu werden, kommt dieses Trash-Kleinod daher und beansprucht n die Lachmuskeln gleich mehrmals. Etwa als Buffy den Robodämon erfolglos anspringt und nur nüchtern feststellt: "Oh, Metall!"

                Die ganzen Uraltcomputer, Modems, Chatrooms etc. waren überdies wunderbar nostalgisch, garniert mit einem überzeichneten Bedrohungsszenario, wie es typisch für die 90'er Jahre war (man denke an "Das Netz" oder "Hackers").

                Am Ende hätte man Buffy eigentlich gar nicht mehr gebraucht, weil dieser Bannfluch normalerweise hätte genügen sollen. Aber anscheinend muss am Ende immer die Jägerin die Heldin sein, so dass Moloch nur aus dem WLAN geschmissen wird. Die letzte Szene war dann wieder sehr nett, mit einem Abschlussgag, der unvermittelt in den Abspann führt (kenn' ich sonst nur aus "Dark Angel").

                Giles hat übrigens völlig Recht mit seinen Äußerungen über den Geruch von Büchern. Auch bei einem halben Dutzend vernetzter Geräte im Haushalt geht zumindest bei Belltristik nach wie vor nichts über das gute alte Mittelalter.
                I reject your reality and substitute my own! (Adam Savage)

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                • #9
                  Zitat von KennerderEpisoden Beitrag anzeigen
                  Die ganzen Uraltcomputer, Modems, Chatrooms etc. waren überdies wunderbar nostalgisch, garniert mit einem überzeichneten Bedrohungsszenario, wie es typisch für die 90'er Jahre war (man denke an "Das Netz" oder "Hackers").
                  Die PCs sind veraltet, aber die Thematik (Internetbekanntschaften und ihre Gefahren) ist immer noch sehr aktuell.

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