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Damon und Carlton: Keine Zeit mehr um alle Rätsel aufzulösen

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    IMDb :: Boards :: "Lost" (2004) :: Creators: 'We won't comment on the loo...

    Kurz zusammengefasst:
    Damon & Carlton: "Diverse Mysterien wurden einfach so eingebaut in der Hoffnung, irgendwann eine Erklärung dafür zu schreiben. Dafür haben wir jetzt in vielen Fällen keine Zeit mehr, und wir werden uns nach dem Staffelfinale auch nicht mehr dazu äußern."

    Ich halte diese Aussage für ziemlich treist. Immerhin wissen sie seit Mitte Staffel 3 wann die Show genau endet. Und dann haben sie auf einmal keine Zeit mehr? Hätten sie halt ein paar Füllfolgen bzw. neue Rätsel weniger machen müssen.

  • #2
    Tja, sehr unschön, aber nicht ganz unerwartet. Nachdem z.b. BSG ja schon vorgemacht hat, dass man die Zuschauer mit seinem Finale auf gut Deutsch bescheißen kann und damit nicht nur durchkommt, sondern von manchen sogar noch bejubelt wird, hatte ich mir schon fast gedacht, dass es bei LOST ähnlich wird.

    Hoffen wir, dass trotz fehlender Gesamtauflösung das Finale von LOST nicht so hirnrissig wird wie das von BSG und uns zumindest einige Dinge plausibel erklärt werden.
    Fear is temporary, regrets are forever.

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    • #3
      Also soweit ich weiß, ist schon länger bekannt, dass nicht jedes einzelne kleine Mysterium aufgelöst wird. Und das finde ich absolut in Ordnung. So bleibt noch Diskussions- und Spekulationsspielraum für die Fans. Ist sowieso bei Mystery prolematisch, wenn man alles krampfhaft versuchen will aufzulösen.
      Hauptsache das große Ganze findet bei LOST einen würdigen Abschluss.
      Fürchte Dich nicht vor dem langsamen Vorwährtsgehen, nur vor dem Stehenbleiben!

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      • #4
        Ich habe fest damit gerechnet, dass so etwas kommt. Nur der recht frühe Zeitpunkt dieses Eingeständnisses überrascht mich. Ich hatte eher nach dem Serien-Finale damit gerechnet, aber da werden die Autoren ja vermutlich abtauchen.

        Mich erinnert das ganze etwas an: http://www.youtube.com/watch?v=1s2EkvopDC8

        Lange Zeit wurde den Autoren unterstellt, sie haben einen ungefähren Plan, in welche Richtung sich die Serie entwickeln solle, wo nicht jedes Detail feststehe, aber wenigstens die grobe Richtung und wichtige Marksteine. Aus heutiger Sicht lässt sich vermuten, dass es nicht einmal so einen groben Masterplan gegeben hat. Einen ersten faulen Verdacht diesbezüglich hatte ich zu Beginn der fünften Staffel, als diese Zeitreisen angefangen haben. Wer weiß ob, es da noch eine Aufklärung geben wird. Aber so richtig überzeugt von der Planlosigkeit der Autoren war ich erst mit dem Season-5-Finale, als man uns weismachen wollte, dass es in "Lost" angeblich schon immer um den Kampf von Jakob und seinem Bruder gegangen sei.
        Ich bin trotzdem überrascht, wieviele Leute diese Serie angesichts dessen noch toll finden können. Dass wir vermutlich nichts mehr über die schwangeren Frauen, das Zeitdifferential, Walt, die Implosion von "The Swan",die Zeitreisen, die Stimmen im Walde, die Bombe oder die falschen Bärte erfahren werden, juckt eine ganze Menge Leute nicht. Da ist sicher eine Menge Selbstsuggestion mit im Spiel, aber ich finde das trotzdem krass. Die Autoren haben in dieser Hinsicht wirklich eine beeindruckende Leistung abgeliefert.

        Dass die Autoren nicht genug Zeit hatten, um ihre Arbeit vernünftig abzuschließen, ist natürlich eine faule Ausrede. Das ist mir einfach zu blöd, um darauf einzugehen.
        Mein Profil bei Last-FM:
        http://www.last.fm/user/LARG0/

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        • #5
          Zitat von Maritimus Beitrag anzeigen
          Nachdem z.b. BSG ja schon vorgemacht hat, dass man die Zuschauer mit seinem Finale auf gut Deutsch bescheißen kann und damit nicht nur durchkommt, sondern von manchen sogar noch bejubelt wird
          Es geht schon los:
          Zitat von quest Beitrag anzeigen
          Also soweit ich weiß, ist schon länger bekannt, dass nicht jedes einzelne kleine Mysterium aufgelöst wird. Und das finde ich absolut in Ordnung. So bleibt noch Diskussions- und Spekulationsspielraum für die Fans.

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          • #6
            Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
            Es geht schon los:
            Was heißt "Es geht schon los"?

            Das ist nunmal absolut keine neue Meldung. Sie haben glaube ich schon während der 3. Staffel gesagt, dass nicht jedes kleine Mini-Mysterium aufgeklärt wird. Wozu auch?

            Hauptsache das große Ganze stimmt und die wichtigsten Dinge wie die Zahlen usw. werden aufgelöst.
            Fürchte Dich nicht vor dem langsamen Vorwährtsgehen, nur vor dem Stehenbleiben!

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            • #7
              Zitat von Largo Beitrag anzeigen
              Ich bin trotzdem überrascht, wieviele Leute diese Serie angesichts dessen noch toll finden können.
              Vielleicht weil man den Unterhaltungsfaktor der Serie nicht allein an den Mysterien und einer 100% dichten Kontinuität festmacht. Die einzelnen Episoden überzeugen regelmäßig durch spannende Geschichten, durch tolle Leistungen der Darsteller, eine für das Medium herausragenden Regie und Kameraarbeit sowie eine grandiose Musikuntermalung. Abgesehen vom Premium Cabel Bereich reicht keine andere Serie der letzten Jahren an die "technische" Qualität von Lost heran. Die Staffelfinale sind gar kleine Kinofilme. Warum soll man das nicht ganz toll finden dürfen?

              Jedenfalls hatte ich mehr oder weniger durchgängig sechs Jahre Spaß mit der Serie. Diese Freude kann auch eine unbefriedigende Auflösung nicht rückwirkend ungeschehen machen. Selbstverständlich interessieren mich die Antworten auf die großen und kleinen Mysterien der Serie, aber noch haben wir das Ende nicht gesehen. Ich gehe davon aus, dass viele Fragen unbeantwortet bleiben werden und je nach dem, welche Fragen dies sind, werde ich mich auch darüber ärgern. Ich sehe allerdings keinen Grund schon jetzt die Serie zu verurteilen. Wenn ich deswegen nun als unkritischer Lost Apologet abgestempelt werden, bitte schön.

              Die Aussagen von Cuse und Lindelof aus Han Solos Link wurden von ihnen ja schon im Vorfeld der Staffel in mehreren Interviews so ähnlich getätigt. Das ist nichts neues. Ebenso haben sie mehrfach angekündigt, dass sie nach dem Serienfinale abtauchen werden und für weitere Antworten nicht zur Verfügung stehen werden.

              Zitat von Largo Beitrag anzeigen
              dass es in "Lost" angeblich schon immer um den Kampf von Jakob und seinem Bruder gegangen sei.
              Ist das ein Spoiler oder mystische Eingebung?
              Wenn ich jetzt auf die Backgammon Szene im Piloten verweise, wird dich das sicher nicht befriedigen, was?
              Für einen Euro durch die Spree, nächstes Jahr am Wiener See. - Treffen der Generationen 2013
              "Hey, you sass that hoopy Ford Prefect? There's a frood who really knows where his towel is." (Douglas Adams)

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              • #8
                Ich finde es schon etwas befremdlich, dass gerade am Ende einer Serie, die derart komplex gewesen ist und den Zuschauer von Anfang an zum Mitdenken animiert hat, jetzt quasi die Empfehlung kommt, man solle nicht so viel grübeln, sondern sich an den schönen Bildern und der Musik erfreuen.
                Es war von Anfang an klar, dass bei einer Serie, in der Rätsel so deutlich im Mittelpunkt stehen, deren Auflösung letztlich darüber entscheiden wird, inwieweit das Gesamtresultat als zufriedenstellend einzuschätzen ist. Jeder der jetzt behauptet, "Lost" sei in Wirklichkeit ein Charakter-Drama und die Rätsel seien nur schmuckes Beiwerk sollte sich vielleicht vergegenwärtigen, wie viele (bzw. wenige) charakterorientierte Cliffhanger es in der Serie gab und wieviele der Threads in den einschlägigen Foren sich um die Figuren der Serie und zwischenmenschliche Probleme gedreht haben.
                Lustig finde ich auch, dass die Serie als Charakterdrama keineswegs gut abschneiden würde. Bei einem Charakterdrama treiben die Charaktere und ihre Konflikte die Handlung voran – und nicht irgendwelche Deus ex machina wie z.B.
                - Andere, die aus irgendwelchen unbekannten Gründen den kleinen Mohr und andere Menschen entführen
                - Figuren überleben die tödlichsten Krafteinwirkungen z.B. Desmond/Locke/Eko die Implosion von "The Swan", Locke den Bauchschuss am Ende von Staffel 3, Mikhail den Schallzaun (Erkärungen dafür gab es bisher nicht)
                - Zeitreisen, die scheinbar auf keiner bestimmten Logik basieren und nur dem Zweck dienen, Figuren voneinander zu trennen und dann wieder zusammenzuführen
                - Charaktere, die plötzlich von einer fremden Macht ferngesteuert werden

                Hinzu kommt noch, dass wir über die Motivation vieler Figuren nicht wirklich etwas erfahren. Warum war es damals eigentlich so wichtig, dass Locke Jack daran hindert, Kontakt zum Frachter aufzunehmen? Warum wollte Jack unbedingt auf die Insel zurück? Solche Dinge halt.
                Jeder Dramatiker würde mit den Augen Rollen, wenn er so eine Geschichte erzählt bekommen würde.
                Mein Profil bei Last-FM:
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                • #9
                  Laut aktuellem PodCast wird zumindest über Bens Freundin und die Food-Drops in Staffel 2 nichts mehr kommen.

                  Bei Bens Freundin hab ich sowieso nichts mehr erwartet. Und was die Food-Drops anbelangt, so ist das zwar schade (und zeigt, wie wenig die Autoren damals vorausgeplant haben), kann man aber sich auch "zurechtbiegen" (Dharma existiert auf dem Festland noch, die Zeitverschiebungen wie bei Dans Rakete sind verantwortlich dafür - z.B. viel zu falscher Winkel).

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                  • #10
                    Zitat von Largo Beitrag anzeigen
                    Ich finde es schon etwas befremdlich, dass gerade am Ende einer Serie, die derart komplex gewesen ist und den Zuschauer von Anfang an zum Mitdenken animiert hat, jetzt quasi die Empfehlung kommt, man solle nicht so viel grübeln, sondern sich an den schönen Bildern und der Musik erfreuen.
                    Das sehe ich ganz ähnlich. LOST habe ich zwar nie gesehen, aber ich habe die Diskussionen und den Erkenntnis-Fortschritt mit verfolgt, weil ich mir ein Bild machen wollte, um was es in der Serie geht. Und alles was ich dazu gelesen habe, besonders in den letzten Monaten, fand ich massiv abschreckend und nicht gerade eine Einladung, mir die Serie irgendwann mal anzuschauen. Mein "Glück" war es, nicht von Anfang an dabei gewesen zu sein und mir nicht den Kopf über einen Haufen Schwachfug zerbrochen zu haben . So warte ich mal das Serienfinale und die Reaktionen der Fans im Forum ab, und entscheide dann, ob ich mir vielleicht mal ein günstiges DVD-Komplettpaket zulegen werde.

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                    • #11
                      Also bei aller Liebe: Inzwischen ist so gut wie sicher, daß das Lost-Finale jenes von BSG in Sachen unzureichend/unbefriedigend beantworteter Fragen noch bei weitem überbieten und nachträglich geradezu glänzen lassen wird. Und erneut muß ich mit Entsetzen feststellen, daß die Fans sich mit ein paar Pseudo-Antworten ohne innere Logik abspeisen lassen. Scheint mir auch eine Form der Selbstsuggestion zu sein. Wenn man jahrelang Woche für Woche mitgerätselt und den Interviews mit den Machern gelauscht hat, dann *kann* es doch gar nicht sein, daß diese sich am Ende heillos in Storyarcs und Mythologiefragen verstrickt haben, die sie auch in zwanzig weiteren Staffeln nicht zufriedenstellend auflösen könnten. Also redet man sich (erfolgreich) selbst ein, daß eine Geschichte gar keine innere Logik braucht und daß Antworten was für kleinkarierte Dogmatiker sind.

                      So sehr ich Serien mit episoden- und staffelübergreifenden Handlungssträngen liebe, so enttäuscht bin ich, wie selten die Autoren solcher Serien es schaffen, am Ende was "rundes", was ganzes abzuliefern. Lost ist nun schon das dritte Beispiel (neben BSG und Heroes) von eigentlich sensationell guten Serien, die sich irgendwann in der dritten oder vierten Staffel so heillos in ihren Handlungsbögen und aufgeworfenen Fragen verheddert haben, daß ein wirklich befriedigender Abschluss schlichtweg nicht mehr möglich ist. Und dann versucht man in einer Art Befreiungsschlag dem Zuschauer einzureden, daß es eigentlich die ganze Zeit über um was völlig anderes ging.

                      Bei BSG war das die Figur des John Cavil, der plötzlich in Eigenregie hinter allem steckte, bei Lost sollen wir seit dem Season-5-Finale glauben, daß es die ganze Zeit um den Konflikt zwischen Jacob und MIB ging. Sorry, aber ich lasse mich ungern veralbern. Und es ist wirklich ironisch, daß die letzte Serie, die einen wirklich guten Abschluß bekommen hat, ausgerechnet das deutsche KDD war. Lost hingegen hat quasi seit Staffel 3 Anlauf genommen, ist jetzt aber endgültig über den Hai gehüpft. Vielleicht sollte man in Zukunft einfach auf den Versuch verzichten, sich gegenseitig mit mehr und immer mehr Mysterien zu übertrumpfen. Oder wenigstens den Mund nicht so voll nehmen, jahrelang zu behaupten, am Ende werde alles Sinn ergeben.

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                      • #12
                        Zumal die ganzen Antworten auch keinen Sinn ergeben und nicht zu den zuvor gestellten Fragen passen.

                        Die Lost-Autoren hatten in der Seriengeschichte den einmaligen Vorteil, dass sie seit über 3 Jahren wissen wie viele Folgen sie noch haben und konnten gezielt auf das Ende hinarbeiten, was sie jedoch unterlassen haben. Und wenn ihnen schon keine brauchbare Erklärung selbst eingefallen ist, hätten sie eben eine der unzähligen - tlw wirklich guten - Fantheorien aus dem Netz nehmen müssen, statt diesen Bockmist zu verzapfen.

                        So sehr ich "Lost" liebe (mir gefielen die Jahre des Miträtselns, die Storys sind meist gut erzählt und die Charaktere gehören zu den besten überhaupt), ist es wohl, was die Mystery-Auflösungen anbelangt der größte Betrug der Seriengeschichte.
                        Zuletzt geändert von HanSolo; 14.05.2010, 16:31.

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                        • #13
                          Vor allem Frage ich mich ja, warum man mit diesem Jacob-MiB-Konflikt überhaupt noch hangefangen hat, obwohl er nicht nur unpassend, sondern vor allem auch total unnötig ist. Wenn man so ein "Duell"haben wollte, dann hätte ich mir eine weitere Runde Ben vs. Charles Widmore gewünscht. Zudem hat man dadurch ja nur wieder neue Geheimnise eingeführt, die man jetzt wohl auch nicht mehr erklären kann/wird.
                          Insgesamt finde ich die sechste Staffel daher relativ enttäuschend.
                          I am altering the movie. Pray I don't alter it any further.

                          - George Lucas

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                          • #14
                            Zitat von Stormking Beitrag anzeigen
                            Vielleicht sollte man in Zukunft einfach auf den Versuch verzichten, sich gegenseitig mit mehr und immer mehr Mysterien zu übertrumpfen. Oder wenigstens den Mund nicht so voll nehmen, jahrelang zu behaupten, am Ende werde alles Sinn ergeben.
                            Ja, das denke ich auch. Bei vielen Dingen bestand ja überhaupt gar keine Veranlassung dazu, ein großes Mysterium daraus zu machen. Mir hätte es z.B. völlig gereicht, wenn das Flugzeug wirklich "nur" abgestürzt wäre, weil Desmond die Zahlen zu spät eingegeben hat. Im Nachhinein tut man so, als sei das Jacob's Plan gewesen. Wozu? Oder die Sache mit der Höhle. Es wäre für mich völlig ausreichend gewesen, wenn man die Identität der Skelette nicht aufgelöst hätte. Ich hätte gut damit leben können, wenn das irgendwelche früheren Bewohner der Insel gewesen wären. Aber nein, die Autoren wollten ihre Genialität unter Beweis stellen und haben darum nachträglich eine mäßig spannende Fantasy-Geschichte gebastelt. Und auch das Rauchmonster hätte man als das belassen sollen, als was es ursprünglich vielleicht angedacht war, ein Sicherheitssystem, was die Insel beschützt. Die Insel hätte einfach ein Ort außerhalb von Raum und Zeit sein sollen mit einer Art Jungbrunnen-Effekt, den sich äußere Feinde (z.B. Dharma) zu Nutze machen wollen. Punkt. Aus. Die Sache mit den beiden Brüdern (MiB und Jacob) ist wirklich das letzte, was ich gebraucht habe.

                            Für mich ist die ganze Serie eine einzige Enttäuschung. Nicht nur, weil mir die Sache mit Jacob und MiB anstinkt (was ja durchaus Geschmackssache sein kann), sondern weil das ganze fast nichts mehr mit unseren Hauptfiguren, den Überlebenden eines Flugzeugabsturzes, zu tun hat. Eine wirklich abstruse Geschichte ist das inzwischen. Da kann man wirklich nur noch mit den Augen rollen.

                            "Lost" wird daher wahrscheinlich nie als "Kult-Serie" in die Geschichte eingehen. Es wird vielleicht noch ein paar Fanatiker geben, die die nächsten Jahre damit zubringen werden, sich die Folgen anzuschauen, um irgendeinen Sinn in der Serie entdecken zu können. Dann wird es noch ein paar Nostalgiker geben, die die Serie wegen der Charaktere, mit denen sie jahrelang mitgefiebert haben, irgendwie noch mögen. Aber insgesamt kann man eher davon ausgehen, dass sich die Anhängerschaft nach der Ausstrahlung des Finales spürbar ausdünnen wird.

                            Die drei von Dir genannten Serien sind ein Beleg dafür, dass man sich solche Serien in Zukunft einfach nicht mehr anschauen sollte. Das funktioniert einfach nicht Mystery-Serien ohne Konzept ad-hoc weiterzuentwickeln. Da ist mir einfach die Zeit zu schade, um mir so etwas anzuschauen und mich dann darüber zu ärgern.
                            Mein Profil bei Last-FM:
                            http://www.last.fm/user/LARG0/

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                            • #15
                              Überraschenderweise bin ich mit Stormking einer Meinung, und auch mit Largo. LOST erinnert mich rückblickend an das System des Immobilienhai Schneider: Es funktioniert nur, solange es immer weiter expandiert. Solange man alte Fragen einfach durch neue erklären bzw. ersetzen konnte, funktionierte die Serie. Als es aber daran ging, dass endlich mal des Pudels Kern getroffen wird, sackte LOST gigantisch ab, jedenfalls bei mir. Inzwischen finde ich die Serie eigentlich nur noch langweilig. Selbst in Staffel 6 hat man dauernd noch neues Zeug dahergezogen.

                              Der Konflikt zwischen Ben und Widmore ist verschwunden. Dharma spielt keine Rolle mehr. Ebensowenig die Others. Schade, sehr schade. Von etwa 3x07 bis Ende der vierten Staffel war die Serie auf top Niveau. Da gab es eigentlich keine Folge, die ich nicht hammerspannend gefunden hätte. Staffel fünf war eigentlich auch noch sehr gut, mir hat gefallen, dass man mehr über die Dharma erfahren hat. Aber dann war Sense.
                              "The only thing we have to fear is fear itself!"

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