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LOST - Das gelungene Ende einer großartigen TV-Serie

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  • LOST - Das gelungene Ende einer großartigen TV-Serie

    Hallo,

    nachdem ja nun innerhalb weniger Tage gleich 3 neue Threads zum Thema "Schlechtes Finale von LOST" aus dem Boden gestampft wurden, finde ich es ungerecht, wenn die andere Seite gar nicht zu Wort kommen darf.

    Hier sollen nun die positiven Konklusionen zur Serie - in einem schon durch die Überschrift einseitig implizierten Thread wie "Wann wurde euch klar, dass etwas schief gelaufen ist" oder in einem Thread, wo schon von vornherein davon ausgegangen wird, dass das Ende schlecht ist und deswegen gefragt wird, ob man überhaupt anfangen soll zu schauen hat ja soetwas leider keinen Platz durch die Threadersteller erhalten - zusammengetragen werden.

    Es soll hier nicht ausschließlich um das Ende gehen - dafür ist ja der dazugehörige Episodenthread da. Sondern hier kann jetzt rückblickend mit dem Wissen des Endes die ganze Serie reflektiert werden. Charaktere, Rätsel, was machte LOST so besonders und wie hat es LOST geschafft, diese Besonderheit sogar durch das Finale aufrechtzuerhalten.

    Für diejenigen, die enttäuscht sind vom Schluss, gibt es nun 3 Threads plus dem Episodenthread, in denen sie sich austoben können. Ich möchte hiermit nun den Platz schaffen für die Zuschauer, die mit dem Finale zufrieden sind.
    Hier können wir nun unsere Interpretationen und Konklusionen der Serie diskutieren ohne dass wir gleich als "verblendet" oder gar "dumm" von den enttäuschten Fans dargestellt werden (auch wenn ich glaube, dass solche Kommentare leider auch hier nicht ausbleiben werden).

    Ich fange dann gleich mal mit meiner Serienzusammenfassung/-interpretation an. Hatte sie eigentlich schon im Episodenthread gepostet, aber schon kurz danach fiel mir auf, dass sie da nicht unbedingt reinpasst, weil sie sich ja nicht ausschließlich oder direkt mit der Finalfolge beschäftigt, sondern eine Rekapitualtion der gesamten 6 Jahre darstellt. Durch die 3 Anti-Final-Threads angespornt habe ich mich deswegen entschlossen, dies in diesem Rahmen daher zu bringen.

    Die Insel ist real. Auf ihr befindet sich das Licht des Lebens, das Herz der Welt, die "Quelle der Existenz" (meine Interpretaion für das Licht). Diese gilt es zu natürlich zu beschützen, daher wird seit Anbeginn der Zeiten eine Person ausgewählt, dessen Aufgabe das ist.
    Vor 2000 Jahren werden dann Zwillinge geboren - Jacob und MIB, die falsche Mutter möchte irgendwann einen von ihnen auswählen, der ihre Aufgabe übernimmt. Der MIB - vielleicht sogar ihr Favorit - will aber die Insel verlassen, was sie verhindern möchte. Glaube hier, dass das da noch nicht stimmte, dass er die Insel nicht verlassen konnte. Sie wollte einen Nachfolger, deswegen sollten sie nicht die Insel verlassen. Wer weiß, wie lange sie da schon allein und einsam das Licht hütet? Sie bedankt sich ja sogar noch beim MIB, als er sie tötet.
    Es kommt jedenfalls zur Auseinandersetzung, sie macht Jacob zu ihrem Nachfolger und wird vom MIB getötet. In seinem ganzen Zorn, tötet Jacob dann den MIB, dabei erschafft er aber ein viel größeren Feind: Das Smoke-Monster, dass nun auch nichts anderes im Sinn hat, als die Insel zu verlassen. Erst jetzt, in seiner nicht-menschlichen Form, kann er die Insel nicht mehr verlassen (dazu später mehr). Jacob hingegen hat noch seine menschliche Form, deswegen konnte er auf dem Festland agieren - hier glaube ich allerdings gar nicht mal, dass er wirklich irgendwie rübergefahren ist und so dann zwischen Insel und Festland pendelte. Ich denke, er musste die Insel für die Interaktionen gar nicht verlassen. Dafür gab es nämlich den Leuchturm. Über die Spiegel konnte er meiner Meinung nach nicht nur seine Kandidaten beobachten, sondern auf irgendeine Weise sich auch dann dahin bringen.
    Fürs Verlassen der Insel muss Smokey aber das Licht zerstören (dazu wie gesagt später mehr). Jacob aber hat die Aufgabe sie zu beschützen und will das verhindern. Daher dann der jahrtausende Alte Konflikt zwischen den Beiden.

    Die Dharma findet irgendwie dieses Insel und misst die Kraft hinter dem Licht. Deswegen errichten sie lauter Forschungsstationen auf der Insel, um diese Macht irgendwie für sich zu nutzen. Dass kann Jacob als Beschützer des Lichtes natürlich nicht so gefallen. Deswegen hat er Richard und seine Leute(die "Hostiles"), die die Dharma Initiative in ihrem Vorhaben behindern sollen (was sie ja auch durch Ben erfolgreich schaffen).

    Jacob arbeitet derweil schon fleißig an seinen Nachfolgern und führt eine Liste. Die letztlich "wichtigsten" - vielleicht des Schicksals wegen - haben die Zahlen 4,8,15,16,23,42, die deswegen immer wieder auftauchen. Ist eben eine mystische und keine wissenschaftliche Erklärung für die Zahlen. Aber weil sie irgendwie immer wieder auftauchen, nimmt auch die Dharma Initiative sie für den Computer - oder sie nehmen sie "zufällig", aber aus Schicksalsgründen sind das die Zahlen.

    Aber nicht nur Jacob arbeitet an seinem Nachfolger. Smokey versucht Leute auf seine Seite zu ziehen, die ihm - eher unwissentlich - helfen sollen, die Insel zu verlassen. Das sind seine Rekruten. Das sind diejenigen, die von einer mysteriösen Krankheit "infiziert" wurden (etwa Danielles Leute, die normal erschienen, aber scheinbar innerlich verwandelt waren - wie auch Sayid später).

    Irgendwann kommen eben unsere Losties auf die Insel. Sie kommen auf die Insel, weil Desmond den Knopf nicht drückt, der seit dem ominösen Vorfall gedrückt werden muss, um die zerstörerische Kraft, die das Licht, wenn es außer Kontrolle ist, eben auch hat, unter Kontrolle zu bringen. Also musste irgendwann mal etwas dafür sorgen, dass der Vorfall passiert, damit die Losties auf der Insel abstürzen. Also sorgte das Universum/höhere Macht/Schicksal dafür, dass die Losties im Jahre 1977 landen und mit der Bombe den Vorfall selbst auslösen, der sie 2004 überhaupt erst abstürzen lässt. (Nachdem diese Aufgabe erfüllt war, sprangen sie daher zurück ins Jahr 2007.)

    Durch den Absturz sind also die Losties nun auf der Insel. Und da hat Smokey dann in Locke als Man of Faith und damit leicht manipulierbar ein gefundenes Fressen für sein Schlupfloch gefunden, um Jacob erstmal aus dem Weg zu, das Licht wird noch von Jacob beschützt, der also aus dem Weg geräumt werden muss, was er aber aus bestimmten Gründen nicht selbst erledigen kann. Deswegen braucht er ein Schlupfloch. Das hat er in Locke gefunden. Denn der ist nicht zuletzt durch seine Heilung zu einem leicht manipulierbaren Menschen geworden. Die Heilung selbst wurde sicherlich durch die unmittelbare Nähe zur Kraft des Lichts ausgelöst.
    Neben der heilenden Kraft des Lichts, scheint es aber auch aus irgendwelchen Gründen Schwangerschaften problemhaft zu gestalten. Deswegen haben wohl irgendwann vor tausenden Jahren auch mal welche eine Statue der Furchtbarkeitsgöttin gebaut, um ihr zu huldigen und ihre Gunst zu erhoffen, damit sie wieder Schwangerschaften erlaubt. Möglicherweise verhindert das Licht Schwangerschaften, damit eben sich auf der Insel keine wirkliche "Zivilisation" aufbauen kann, die das Licht gefährdet. Hier bleibt allerdings offen, warum dann einige wiederum Kinder kriegen können. Okay, Claire war vorher schwanger. Sun verlässt die Insel glaub ich vor dem zweiten Trimester. Problematischer wird es dann aber bei Ethan. Zumal auch da zwar gesagt wird, dass sie normalerweise Kinder auf dem Festland kriegen, sie aber "2 wochen zu früh" dran ist. 2 Wochen zu früh wäre aber weit nach dem zweiten Trimester. Das könnte also schon ein kleines Plothole/ein Logikfehler sein.

    Dass Ben durch die Kraft nicht von seinem Tumor geheilt werden konnte, könnte auf das Schicksal zurückzuführen sein, damit er auf Jack angewiesen ist. Die sollen zusammenkommen. Denn Jack ist ein Kandidat für die Nachfolge Jacobs, das Licht/die Insel zu beschützen. Und im Grunde genommen hat auch Ben dieses Ziel. Für dieses Ziel hat er auch den Kampf mit Widmore aufgenommen, den er für eine Gefahr hielt. Am Ende kommt letztlich aber heraus, dass auch Widmore scheinbar die Insel nur beschützen wollte und nicht auf der gegnerischen Seite war. Aber hier war auch bisschen Man of Faith (Ben) gegen Man of Science (Widmore). Ben beschützt die Insel aus guten Glauben heraus. Widmore will sie scheinbar beschützen, wegen der Kraft - die er vielleicht sogar auch nutzen will. Vielleicht hat es sogar der MIB damals irgendwie geschafft, Zwietracht zu sähen, um seine Gegner zu schwächen, weil sie ja nun auch Interesse und Ressourcen auf den Kampf gegeneinander aufzuwenden hatten.
    Auf jeden Fall erfährt Smokey/Flocke von Widmore unter Zwang, dass er Desmond aufgrund seiner speziellen Fähigkeiten, den Elektromagnetismus zu überstehen, auf die Insel gebracht hat. Da erkennt Flocke dann auch, wie er Desmond nutzen kann, von der Insel zu kommen (und ist wohl glücklich, dass Sayid seinen Auftrag nicht erfüllte und ihn umbrachte )
    Vorher hat er noch versucht, die Kandidaten alle umzubringen, damit keiner die Nachfolge Jacobs antreten kann, um ihm wieder im Weg zu stehen. Als er dann erfährt, dass Jack bereits Nachfolger ist, verliert er deswegen das Interesse daran, die Kandidaten weiter zu jagen. Denn die Nachfolgeschaft zu verhindern, ist ja dann nicht mehr nötig, weils schon einen gibt.
    Sowohl Jack als auch Flocke wollen jetzt aus unterschiedlichen Motiven - aber aufgrund der gleichen Reaktion - Desmond in die Höhle schicken, damit er den Stöpsel zieht, um die Kraft des Lichts zu unterbinden. Denn das bedeutet, dass Flocke wieder menschlich wird, also sterblich. Flocke will das, um von der Insel zu kommen. Denn als Smoke-Monster saß er fest - für ihn war die Insel dort noch der Korken, der ihn zurückhielt - aber als Mensch kann er wie alle anderen Menschen auch die Insel einfach verlassen. Aber Jack nutzt (zusammen mit Kate) das Menschlichwerden aus, um ihn endgültig zu besiegen. Jack übergibt danach das Zepter an Hurley weiter und geht hinunter, um den Stöpsel wieder einzustecken (hier bleibt allerdings offen, warum er plötzlich wie Desmond auch problemlos hinuntergehen kann. Könnte man so lösen, dass ja das die Strahlung erstmal nicht mehr da war, weil der Stöpsel gezogen war und er dann schnell genug wieder rauskam ).
    Jack stirbt auf der Insel, Hurley wird sein Nachfolger als Beschützer des Lichts und behält Ben als Stellvertreter (nun ist er der "Substitute" ) dabei. Kate, Claire und andere können mit dem Flugzeug fliehen und führen u.U. noch ein längeres Leben.
    Nach und nach sterben auch sie.

    Die schönste Zeit ihres Lebens hatten sie aber gemenisam auf der Insel. Juliets "it worked" am Anfang von Season 6 bedeutet , dass sie meinte, dass sie es geschafft haben, dass sie 2004 abgestürzt sind, nicht das Verhindern.
    Und weil aber die Losties die schönste Zeit ihres Lebens gemeinsam auf der Insel hatten, haben sie sich ein Gedankenkonstrukt nach dem Tod erschaffen. (Könnte mir hier vorstellen, dass z.B. Walts Kräfte damit was zu tun gehabt haben könnten). Eine Zwischenstation, wo sie nach ihrem Tod auf alle warten, um dann gemeinsam den Weg zur Erlösung anzutreten.
    Das "Warten" ist natürlich nicht vorstellbar, wie wir uns Warten vorstellen. Das ist etwas abstraktes, für unseren Geist nicht richtig fassbares. "There is no now" sagt Christian ja auch. Und am Ende treten sie alle gemeinsam den Weg zur Erlösung an.


    Natürlich ist Fakt, dass einige Rätsel auch gar nicht richtig reinpassen wollen. Gleichzeitig ist es aber auch Fakt, dass wir mit ein wenig Fantasie und Spekulation auf die meisten Sachen eine interpretatorische Lösung finden können. Damit hat es LOST eben geschafft, das auch mit dem Finale beizubehalten, was es die letzten 6 jahre unter anderem ausgemacht hat.
    Dazu kommt, dass LOST eben auch eine Charakterserie war. Und auch hier finde ich, dass dem mit dem Finale mehr als gerecht wurde.


    Also an diejenigen, die mit dem Finale zufrieden waren: Fühlt euch frei, eure Meinungen und Interpretationen zur Serie kundzutun und mit Gleichgesinnten darüber zu diskutieren. Hier ist nun endlich Platz dafür.

    Viele Grüße,
    quest
    Fürchte Dich nicht vor dem langsamen Vorwährtsgehen, nur vor dem Stehenbleiben!

  • #2
    Ich kann ja verstehen, dass dir die Serie viel bedeutet und du noch nach den positiven Erfahrungen suchst bzw. andere danach fragst. Und ich finde diese Story um ein Licht auf einer Insel, das beschützt werden muss, und dann kommt Dharma, usw. auch ganz interessant. Das Setting, die Charaktere, die Mystery, auch wenn vieles nicht zusammenpasst, das kann schon interessant und unterhaltsam sein.

    Aber bei so einer langen Serie kommt es auch auf die Details an, finde ich, und ich bin nach den letzten Tagen und den Reaktionen auf das Finale sehr skeptisch, dass es LOST gelingen wird, eine große Zahl von Fans in derselben Weise an sich zu binden, wie es etwa bei Star Trek oder Babylon 5 der Fall ist. Meiner Ansicht nach ist LOST in ein paar Jahren vergessen so wie Akte-X und vieles andere auch.

    Aber vielleicht sammeln sich hier ja auch noch ein paar positive Stimmen .

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    • #3
      Zitat von transportermalfunction Beitrag anzeigen
      skeptisch, dass es LOST gelingen wird, eine große Zahl von Fans in derselben Weise an sich zu binden, wie es etwa bei Star Trek oder Babylon 5 der Fall ist. Meiner Ansicht nach ist LOST in ein paar Jahren vergessen so wie Akte-X und vieles andere auch.
      Hmm...meinst du wirklich, Akte X ist so sehr vergessen? Star Trek ist ein Riesenfranschise, solch ein Phänomen mit den ganzen Trekkies und so wird LOST sicherlich nicht erreichen, da stimme ich dir zu. Aber wenn ich auf der Straße Menschen ansprechen würde, würde glaub ich fast jeder Akte X kennen, während er von Babylon 5 noch nie etwas gehört hat.
      Fürchte Dich nicht vor dem langsamen Vorwährtsgehen, nur vor dem Stehenbleiben!

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      • #4
        Zitat von quest Beitrag anzeigen
        Hmm...meinst du wirklich, Akte X ist so sehr vergessen? Star Trek ist ein Riesenfranschise, solch ein Phänomen mit den ganzen Trekkies und so wird LOST sicherlich nicht erreichen, da stimme ich dir zu. Aber wenn ich auf der Straße Menschen ansprechen würde, würde glaub ich fast jeder Akte X kennen, während er von Babylon 5 noch nie etwas gehört hat.
        Mit kennen meine ich ja auch nicht mal davon gehört haben, sondern, dass noch Aktivität im Forum ist. Akte-X ist nicht völlig tot, aber viel tut sich nicht. Im Vergleich dazu sprudelt das B5-Forum gerade zu über vor Aktivität. Auch hier muss man mal abwarten, was sich in einem Jahr noch im Forum tut.

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        • #5
          Ich bin jetzt mit S06E10 durch und find diese Staffel bisher absolut genial. Sie sind wieder zu den Wurzeln zurückgekehrt, denn eines scheint ihr alle vergessen zu haben, die charakterlich-menschliche Schiene ist das ursprünglich Wesentliche, das Zusammenleben unterschiedlichster Charaktere, die alle ihr eigenes Ding machen und doch zusammenarbeiten. Die Mystery-Schiene war nebensächlich und ist mit der Zeit nur vielzusehr in den Vordergrund gerückt. Aber nichtsdestotrotz werden im Laufe der Serie sehr viel Fragen beantwortet. Um zu sagen, ob alle Fragen beantwortet werden, muß ich mir die Serie nochmal komplett von vorne anschauen und das werde ich mit Sicherheit auch tun. Aber ich denke, das es beabsichtigt ist, daß nicht alle Fragen beantwortet werden, um dem Zuschauer Raum für seine Phantasie zu lassen.

          Viele von euch haben entweder gepennt beim Zuschauen oder aufgegeben, als die ersten hier anfingen, die Serie zu verreißen.

          Schlußendlich find ich diese Serie bisher die beste, die ich je gesehen habe. Bleibt für mich noch das Ende abzuwarten. Trotzdem meinen Respekt an die Macher. Eine solch im Großen und Ganzen schlüssige Serie über diesen langen Zeitraum muß einem erst mal einfallen. Und cinematisch ist sie auch absolut gelungen.

          MfG Cotton

          P.S.: Und warum vergleicht ihr Lost eigentlich dauernd mit Serien, mit denen man Lost überhaupt nicht vergleichen kann, wie B5 oder Akte X??? Das sind völlig andere Genres und Handlungen!

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          • #6
            Zitat von Cotton Beitrag anzeigen
            Aber ich denke, das es beabsichtigt ist, daß nicht alle Fragen beantwortet werden, um dem Zuschauer Raum für seine Phantasie zu lassen.
            Die wahrscheinlichere Erklärung ist, dass die Autoren selbst keinen Durchblick mehr hatten.
            LOST ist auch nicht die einzige Produktion (TV oder Kino) mit solchen Problemen.
            Zitat von Cotton Beitrag anzeigen
            Schlußendlich find ich diese Serie bisher die beste, die ich je gesehen habe. Bleibt für mich noch das Ende abzuwarten. Trotzdem meinen Respekt an die Macher. Eine solch im Großen und Ganzen schlüssige Serie über diesen langen Zeitraum muß einem erst mal einfallen.
            Anscheinend muss es einem nicht gefallen. Und viele finden es auch nicht schlüssig, und das liegt auch nicht daran, dass diese Zuschauer dumm sind.
            Zitat von Cotton Beitrag anzeigen
            P.S.: Und warum vergleicht ihr Lost eigentlich dauernd mit Serien, mit denen man Lost überhaupt nicht vergleichen kann, wie B5 oder Akte X??? Das sind völlig andere Genres und Handlungen!
            Mit was soll man es denn vergleichen ? Mit Gilligan's Island, weil beides auf einer Insel spielt ?

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            • #7
              Zitat von Cotton Beitrag anzeigen
              Aber ich denke, das es beabsichtigt ist, daß nicht alle Fragen beantwortet werden, um dem Zuschauer Raum für seine Phantasie zu lassen.
              Das ist doch recht unwahrscheinlich. Leute wie Abrahms, Carlton und Cuse wollen von den Zuschauern gefeiert werden. Die haben den Anspruch, allen zu zeigen, was für tolle Geschichtenerzähler sie doch sind, und die gehen in diese ganzen Shows, um sich feiern zu lassen. Die Lost-Autoren sind einfach nicht die Art von Autoren, die ihre Zuschauer verstören und zum nachdenken anregen wollen, so wie es z.B. Charlie Kaufman ("Being John Malkowich", "Adaption", "Synecdoche, New York") macht.
              Carlton und Cuse haben ja auch von Anfang an deutlich gemacht, dass sie eine runde Geschichte erzählen wollen. Am Ende sollten sich alle Einzelteile zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügen. Alles, was man in der Serie zu sehen bekomme, werde später irgendwie Sinn machen. Das wird aus den ganzen älteren Interviews deutlich.

              Hinter dem Abgrund, vor dem wir jetzt stehen, steckt jedoch keine Absicht der Autoren (der Zuschauer solle zum Nachdenken angeregt werden). Es ist einfach so, dass es unmöglich geworden ist, die verschiedenen Rätsel miteinander zu verknüpfen und aufzulösen. Dass z.B. Ben in Staffel 4 das Monster gerufen hat, macht rückblickend überhaupt keinen Sinn mehr. Oder die Sache mit den Regeln zwischen Ben und Widmore. Oder Walt. Oder "The Swan". Oder die Bombe. Und so weiter.
              Aus menschlicher Sicht kann ich es durchaus verstehen, wenn die Autoren vorhaben, sich nie wieder zur Serie zu äußern, aber es soll mir niemand sagen, der inkonsistente Charakter der Serie sei durchaus erwünscht.

              Zitat von Cotton Beitrag anzeigen
              Viele von euch haben entweder gepennt beim Zuschauen oder aufgegeben, als die ersten hier anfingen, die Serie zu verreißen.
              Ja, ich kenne das Argument schon sehr lange: die Zuschauer sind einfach zu blöd, um den tieferen Sinn hinter der Geschichte zu erkennen. Damit kann man sich wirklich gegenüber jeder Kritik immunisieren. Selbst filmische Nullnummern wie "Kolberg" oder Telenovelas wie "Julia – Wege zum Glück" lassen sich damit zu Meisterwerken der Filmgeschichte hochstilisieren.
              Mein Profil bei Last-FM:
              http://www.last.fm/user/LARG0/

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              • #8
                Erstens will ich hier direkt mal klarstellen, ich habe niemals behauptet, die Zuschauer seien dumm. Und das will ich auch in keinster Weise implizieren, sondern legt ihr mir einfach in den Mund.

                Ich habe mir S1-4 jeweils 4mal angeschaut und selber jedesmal festgestellt, daß ich hier oder dort ein Detail übersehen habe. Die 5te Staffel fand ich auch nicht ganz so toll, was aber an den Flashforwards und- backwards liegt, die das Ganze ein wenig kaputt gemacht haben.

                Zweitens werden der größte Teil der aufgeworfenen Fragen beantwortet, da haben sie sich doch schon große Mühe gegeben. Ungereimtheiten gibt es immer und wird es immer geben, das bleibt nicht aus.

                Drittens sollte man keine Serie mit anderen Serien vergleichen, sondern diese für sich selbst stehen lassen und anschauen. Warum muß immer alles miteinander verglichen werden? Und wenn ihr schon vergleicht, dann doch bitte mit Serien des gleichen Genres.

                Und nun bin ich am Ende der Serie und das Ende selbst finde ich total billig und kitschig, da haben sie es sich doch schon sehr einfach gemacht und wie es so ist, muß auch hier wieder alles zu einem Happy End gebracht werden. Aber ansonsten ist es eine gelungene Staffel 6 und Gesamtserie. Und ich werde sie mir definitiv nochmal anschauen.

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                • #9
                  Was ich sagen muss, dass das Ende unglaublich emotional und ein würdiger Abschluss für die Charaktere war. Auch hat man nochmals bei den ganzen Stärken von "Lost" (Kameraführung, Musik) eins nachgelegt.

                  Leider hat man, wie bereits schon öfters geschrieben, den Mystery-Teil ziemlich versemmelt.

                  Trotzdem ein schönes Ende, auch wenn anfangs die Enttäuschung über die Nichtauflösungen klar überwogen hat. "Lost" hat mir ne schöne Zeit beschert und ich werd mir die Serie - zumindest Staffel 1 bis 4 - sicherlich noch öfters ansehen.

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                  • #10
                    Zitat von Cotton Beitrag anzeigen
                    Drittens sollte man keine Serie mit anderen Serien vergleichen, sondern diese für sich selbst stehen lassen und anschauen. Warum muß immer alles miteinander verglichen werden? Und wenn ihr schon vergleicht, dann doch bitte mit Serien des gleichen Genres.
                    Häh...? Ist das etwa auch so eine von diesen geheimnisvollen Regeln?

                    Dinge miteinander zu vergleichen, ist ein ganz normaler Vorgang. Wissenschaftler tun dies unter anderem, um neue Erkenntnisse abzuleiten. Zwei Phänomene werden auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede hin untersucht, um am Ende beispielsweise zwei Tierarten oder zwei historische Ereignisse voneinander unterscheiden zu können. Selbst im Alltag werden ständig Vergleiche durchgeführt: wir vergleichen u.a. aktuelle Situationen mit früheren Situationen, um daraus Erkenntnisse für die Bewältigung von Problemen abzuleiten.
                    Auch die Beurteilung von Filmen funktioniert nicht ohne Vergleiche. Wir fangen nicht komplett bei Null an, sondern bauen auf früheren Film- und Fernseherfahrungen auf und gleichen diese mit neuen Erfahrungen ab. Dann kann man beispielsweise zu der Einschätzung kommen, dass die nicht-lineare Erzähltechnik von "Lost" manchmal an "Pulp Fiction" erinnert. Selbst wenn Du sagst, "Gute Zeiten, schlechte Zeiten" sei etwas völlig anderes als "Lost", dann musst Du selbst ja auch einen Vergleich durchgeführt haben. Denn irgendwo musst Du diese Erkennnis ja herhaben.
                    Mein Profil bei Last-FM:
                    http://www.last.fm/user/LARG0/

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                    • #11
                      Vielleicht solltest du deine Zusammenfassung über die Lost-story als ganzes auch noch im Thread zu den http://www.scifi-forum.de/filme-tv-s...n-spoiler.html posten. Dieser Thread hier kann natürlich zur Aufzählung von allem was an Lost und am Finale gut war bestehen bleiben.
                      Ich möchte noch nicht schreiben wie mir dass Finale gefallen hat (oder auch nicht), da ich es erst nochmal sehen muss, aber auf ein paar Punkte deiner Zusammenfassung würde ich gerne noch mal (unbewertend) eingehen.

                      Zitat von quest Beitrag anzeigen
                      Die Dharma findet irgendwie dieses Insel
                      Sehr wahrscheinlich ist, dass Alvar Hanso auf die Insel stieß als er vermutlich auf den Spuren der Vergangenheit seines Urgroßvaters Magnus Hanso war, dessen Sklavenschiff damals im atlantischen Ozean (eigentlich auf der Insel) verschollen war. Vielleicht war auch Magnus schon auf der Suche nach der Insel (durch Jacob ?) und hat seinen Nachfahren etwas hinterlassen, dass später seinen Urenkel ebenfalls dorthin führte. Wie auch immer, Alvar Hanso kam (auf die Insel), sah (das "übernatürliche" daran) und gründete dann zum Zweck der Erforschung die Dharma. Dem Rest mit den "Hostiles" in Jacobs Auftrag stimm ich zu.
                      Zitat von quest Beitrag anzeigen
                      Und da hat Smokey dann in Locke als Man of Faith und damit leicht manipulierbar ein gefundenes Fressen für sein Schlupfloch gefunden, um Jacob erstmal aus dem Weg zu, das Licht wird noch von Jacob beschützt, der also aus dem Weg geräumt werden muss, was er aber aus bestimmten Gründen nicht selbst erledigen kann.
                      Regeln?
                      Aber was sind die Regeln?

                      Zitat von quest Beitrag anzeigen
                      Neben der heilenden Kraft des Lichts, scheint es aber auch aus irgendwelchen Gründen Schwangerschaften problemhaft zu gestalten. Deswegen haben wohl irgendwann vor tausenden Jahren auch mal welche eine Statue der Furchtbarkeitsgöttin gebaut, um ihr zu huldigen und ihre Gunst zu erhoffen, damit sie wieder Schwangerschaften erlaubt. Möglicherweise verhindert das Licht Schwangerschaften, damit eben sich auf der Insel keine wirkliche "Zivilisation" aufbauen kann, die das Licht gefährdet. Hier bleibt allerdings offen, warum dann einige wiederum Kinder kriegen können. Okay, Claire war vorher schwanger. Sun verlässt die Insel glaub ich vor dem zweiten Trimester. Problematischer wird es dann aber bei Ethan. Zumal auch da zwar gesagt wird, dass sie normalerweise Kinder auf dem Festland kriegen, sie aber "2 wochen zu früh" dran ist. 2 Wochen zu früh wäre aber weit nach dem zweiten Trimester. Das könnte also schon ein kleines Plothole/ein Logikfehler sein.
                      Ich dachte immer der „Incident“ macht Geburten unmöglich und gut is. Aber dann gäbe es keine Erklärung für die Fruchtbarkeitsstatue. Deine Erkläung gefällt mir auch nicht schlecht aber da gibt es halt den von dir angesprochenen Logikfehler mit der Geburt Ethans. Aber vielleicht war Amy für einen Großteil ihrer Schwangerschaft auf dem Festland und kam (wie Claire) erst wieder auf die Insel als ihre Schwangerschaft schon vorangeschritten und ungefährlich war, z.B. wegen einer anderen Krankheit, die in der Welt „da draußen“ ihren Tod bedeutet hätte.
                      Oder die Insel lässt nur zu, dass die Kinder von „Candidates“ (vl Horace, vl Amy), von Leuten die sie später einmal beschützen könnten, geboren werden. Hm macht aber in Bezug auf die Kwons auch nicht wirklich Sinn.
                      Oder: Kann es sein, dass es nur unter den "Anderen", also Jacobs Truppe, zu Schwagerschaftsproblemen gekommen ist? Werd mir dazu mal noch ne mögliche Erklärung überlegen.
                      Oder (Verknüpfung mit einer anderen Theorie von mir, von der ich aber selbst nicht wirklich überzeugt bin: ) auf der Insel als besonderem Ort wurden bis zum ‚Incident‘ manchmal (nicht immer) Menschen mit besonderen Kräften geboren, die sich vererben lassen, aber nicht in jeder Generation zum Vorschein kommen. Dem zu Ehren wurde in der Vergangenheit hier die Fruchtbarkeitsgöttin errichtet. Als Dank, dass sie auf der Insel besonders gute Arbeit leistet . Die Geburt solcher „besonderen“ Menschen bedeutete aber schon immer den Tod der Mütter manchmal unmittelbar, manchmal Jahre später.
                      --> Miles wurde wahrscheinlich auf der Insel geboren, hat besondere Kräfte und seine Mutter starb in seiner Jugend an Krebs (?). Vielleicht haben die Dharma-leute dieses nachhaltige Risiko festgestellt und die Frauen der Dharma kriegen deshalb ihre Kinder normalerweise auf dem Festland.
                      --> Walt hat auch besondere Kräfte, wurde nicht auf der Insel geboren aber er wäre dann eben ein Nachfahre von jemand, der auf der Insel geboren wurde und besondere Kräfte hatte. Seine Mutter starb Jahre später an einer Krankheit. Mit dem Incident wurde jedoch dieser Effekt des Lichtes/Kraft der Insel (was auch immer) eingeschränkt, sodass Schwangere ab 1977 nun schon während der Schwangerschaft (oder Geburt?) sterben.
                      Da ich aber einfach mal drauflos geschrieben habe und mir die Hälfte erst während dem Schreiben eingefallen ist, ist diese Theorie vielleicht auch besonders schwachsinnig .


                      Zitat von quest Beitrag anzeigen
                      Jack als auch Flocke wollen jetzt aus unterschiedlichen Motiven - aber aufgrund der gleichen Reaktion - Desmond in die Höhle schicken, damit er den Stöpsel zieht, um die Kraft des Lichts zu unterbinden. Denn das bedeutet, dass Flocke wieder menschlich wird, also sterblich. Flocke will das, um von der Insel zu kommen. Denn als Smoke-Monster saß er fest - für ihn war die Insel dort noch der Korken, der ihn zurückhielt - aber als Mensch kann er wie alle anderen Menschen auch die Insel einfach verlassen.
                      Der MiB wusste nicht, dass er wieder menschlich wird. Er wollte nur die Insel (seinen Korken) zerstören und dann fliehen. Dass dadurch diese geheimnisvolle dunkle Kraft in die Welt hinausgelassen wird, mit der er sich kurz nach seinem Tod vereinigt hatte, ist ihm egal. Was genau dann passiert wäre weiss keiner, vermutlich nicht mal die Autoren .


                      Zitat von quest Beitrag anzeigen
                      Aber Jack nutzt (zusammen mit Kate) das Menschlichwerden aus, um ihn endgültig zu besiegen.
                      Sie nutzen es dann aus ja, aber Jack wusste auch nicht, dass das passiert. Sein Motiv war eher sein innerer ‘Man of Faith‘-konflikt, das Vermächtnis Lockes. Ich habs so verstanden, dass es wieder so war wie mit dem Dynamit in der „Black Rock“ und dem Sprengstoff im U-Boot, dass er daran geglaubt hat, dass nix schlimmes passiert. Deshalb hat er Smokeys Vorhaben mit Desmond geschehen lassen. Und weil er kaum eine andere Wahl hatte natürlich . Nein, ich bin mir ziemlich sicher, dass die Insel mit dem Entfernen des Stöpsels auch keine Kräfte mehr ausstrahlte und Smokey deshalb plötzlich kaputtbar war, war ein positiv überraschender Nebeneffekt für Jack und ein negativer für Smokey.

                      Zitat von quest Beitrag anzeigen
                      Jack übergibt danach das Zepter an Hurley weiter und geht hinunter, um den Stöpsel wieder einzustecken (hier bleibt allerdings offen, warum er plötzlich wie Desmond auch problemlos hinuntergehen kann. Könnte man so lösen, dass ja das die Strahlung erstmal nicht mehr da war, weil der Stöpsel gezogen war und er dann schnell genug wieder rauskam ).
                      Ist aber einigermaßen zufriedenstellend, so ungefähr habe ichs mir auch zusammengereimt .

                      Zitat von quest Beitrag anzeigen
                      Und weil aber die Losties die schönste Zeit ihres Lebens gemeinsam auf der Insel hatten, haben sie sich ein Gedankenkonstrukt nach dem Tod erschaffen. (Könnte mir hier vorstellen, dass z.B. Walts Kräfte damit was zu tun gehabt haben könnten). Eine Zwischenstation, wo sie nach ihrem Tod auf alle warten, um dann gemeinsam den Weg zur Erlösung anzutreten.
                      Das "Warten" ist natürlich nicht vorstellbar, wie wir uns Warten vorstellen. Das ist etwas abstraktes, für unseren Geist nicht richtig fassbares. "There is no now" sagt Christian ja auch.
                      Mir hätte es besser gefallen wenn es so erklärt worden wäre dass sich unsere Losties (auch diejenigen, die in Ep 120 die Insel verlassen haben) nachdem sie ihre Leben gelebt haben, nach ihrem Tod alle wieder auf der Insel wie Michael als eine Art Geist wiedergefunden hätten. Und da haben sie dann eben diese Realität, diesen Ort von dem Christian erzählte erschaffen. Wichtig noch: Es gäbe nur ein Afterlife für jeden, der schon mal auf der Insel war! An ein Leben nach dem Tod kann ich (leider) nicht glauben (Man of Science ) aber speziell für diese Fantasy-story wäre es ok, dass auf der Insel, da eben so ein besonderer, magischer Ort, niemandes Bewusstsein mit seinem Tod wirklich endet, so wie bei allen Menschen außerhalb der Insel. Außer bei dem MiB, der ist richtig tot, da die Insel zu dem Zeitpunkt seines Todes gerade keine magische Kraft besaß . Die Erklärung für Leute, die nie auf der Insel, dafür aber in der FSR am Start waren würde dann folgendermaßen lauten: Penny z.B. machte sich während S6, nachdem sie erfahren hatte wohin Desmond entführt wurde mal wieder auf den Weg um ihn zu suchen und kam diesmal auch auf der Insel an. Andere Leute wie z.B. Randy Nations, Dr. Brooks oder Nadia, die ebenfalls nie auf der Insel aber dafür im Afterlife waren, spielten wichtige Rollen im Leben der Losties bevor sie auf die Insel kamen und wurden dann in ihrer Gedankenwelt von ihnen erschaffen, um mit Problemen aus ihrem früheren Leben klarzukommen („Let go“). So erschuf sich Sayid Nadia und seinen Bruder, vl um Nadia „gehen zu lassen“ und seinen Bruder ein weiteres Mal zu beschützen. Von Jack (und Juliet) wurde sogar ein Sohn erschaffen, der im richtigen Leben nie existierte, damit Jack mit seinen "Daddy-issues" klarkommen konnte (?).
                      Zu dem ganzen Geschriebenen muss ich aber sagen, dass ich von der Auflösung mit dem ‘Afterlife‘ nicht wirklich begeistert war. Aber jetzt, da es halt so ist versuche ich damit zu arbeiten .

                      Zitat von quest Beitrag anzeigen
                      Und am Ende treten sie alle gemeinsam den Weg zur Erlösung an.
                      Naja, das war mir für meine ehemalige Lieblingsserie ein bisschen zuviel Kitsch. Das schöne daran war aber so viele ehemalige Hauptcharaktere nochmal zu sehn. Zunächst hatte ich es aber so verstanden, dass nur Chris Shep in die "nächste Stufe" (was auch immer) übergeht. Warum sollten alle jetzt, da sie sich gefunden haben den Ort wieder verlassen? Allerdings bin ich mittlerweile unschlüssig, beides macht Sinn. Vielleicht mussten sie sich ja wirklich erst finden um übergehen zu können. Letzeres (alle gehen über) vor allem weil Desmond bezüglich Ana-Lucia gemeint hat ("she's not ready yet"). Genau wie Michaels noch nicht fertig/bereit dafür ist, der vermutlich immer noch nur ein Flüstern auf der Insel ist.
                      Zuletzt geändert von Rotpest (Rev Bem); 02.06.2010, 21:38.

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                      • #12
                        Zitat von Largo Beitrag anzeigen
                        Das ist doch recht unwahrscheinlich. Leute wie Abrahms, Carlton und Cuse wollen von den Zuschauern gefeiert werden. Die haben den Anspruch, allen zu zeigen, was für tolle Geschichtenerzähler sie doch sind, und die gehen in diese ganzen Shows, um sich feiern zu lassen. Die Lost-Autoren sind einfach nicht die Art von Autoren, die ihre Zuschauer verstören und zum nachdenken anregen wollen, so wie es z.B. Charlie Kaufman ("Being John Malkowich", "Adaption", "Synecdoche, New York") macht.
                        Carlton und Cuse haben ja auch von Anfang an deutlich gemacht, dass sie eine runde Geschichte erzählen wollen. Am Ende sollten sich alle Einzelteile zu einem stimmigen Ganzen zusammenfügen. Alles, was man in der Serie zu sehen bekomme, werde später irgendwie Sinn machen. Das wird aus den ganzen älteren Interviews deutlich.
                        Ob es beabsichtigt war oder nicht es gibt einen sehr großen Spielraum, Andeutungen und offener oder (angeblich) gelöster Rätsel, die einfach zum
                        nachdenken und entwerfen eigener Theorien anregen.

                        Was soll daran schlecht sein?
                        Schlecht ist es Leuten die mit dem Ende der Serie nichts anfangen können runterzumachen (Beispiel Fantasielos)

                        Aber genausogut bringt es nichts dem anderen Teil die kreative Eigenständigkeit vorzuwerfen.

                        Hier ein Beispiel zu Walt dessen Geschichte ja als ungelöst gilt.
                        Punkt eins Walt galt als Spezial ,....
                        Das kann sich ab dem Zeitpunkt als er mit seinem Vater die Insel verlässt erledigt haben. (Dank Ben dem ein Deal offensichtlich mehr brachte als eine Anweisung von Jakob falls es für Walt sowas überhaupt gab)
                        Punkt zwei sollte Walt immer noch etwas besonderes sein kann das in einem möglichen Job Angebot liegen, da der jetzige Insel Hüter auch mal einen Nachfolger brauchen wird. Dasselbe mögliche Szenario sehe ich aber auch für Aron.

                        Die Sache mit der Wolke,... hier sprechen zwei Dinge gegen die Behauptung der MIB und die Wolke sind dieselbe Person. Jakob hat die Leiche seines Bruders gefunden, da die Wolke ja sowas wie ein Schwamm sein dürfte der Erinnerungen und Persönlichkeiten in sich aufnimmt kann das auch beim MIB passiert sein, er war einfach nur der erste und derjenige der die Flucht aus dem Licht ermöglichte.

                        Für diese Theorie spricht das die anderen Personen die sich in der Höhle aufgehalten haben sich nicht in Wölkchen verwandelt haben.

                        Schließen wir dieses Post mit einem Vergleich der für Lost passend erscheint.

                        Das kleine Kapitel der Inselgeschichte das in der Serie beleuchtet wurde mag wie ein Kapitel aus Herr der Ringe sein. Es ist aber keinesfalls das gesamte Buch und weder der Anfang noch das Ende.

                        Und wie bei Star Wars darf die Frage erlaubt sein ob eine Vor oder Nachgeschichte wünschenswert ist.

                        Auf jedenfall wäre es nicht mehr "Lost" (da sich der Titel ja eher auf die Charaktäre bezieht) sondern müsste unter einem anderen Konzept und Titel laufen.
                        »Es gibt zwei unendliche Dinge, die Dummheit der Menschheit und das Universum, doch beim Universum bin ich mir noch nicht sicher« - Albert Einstein

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                        • #13
                          so ich schreib mal hier rein, weil ich kein richtigen thread gefunden habe, der sich mit der finalen folge befasst.

                          also ich hab das ende gesehen und für mich ist es ein ganz klares WTF!
                          das ist doch wohl der größte müll, den man sich hätte schnell ausdenken können.
                          soll das jetzt so stehen bleiben das jack tot ist und das alles nur ne einbildung von jack war?
                          alle fragen, die in der zeit enstanden sind nur hirngespinste eines halbtoten waren, die er in seiner todesfantasie sich ausgedacht hatte? das ist doch jetzt nicht war oder? da hätte ich auch six sense gucken können. der geht nur knapp 2 stunden und nicht 5 jahre.
                          im grunde haben sie doch garnix erklärt ausser das wir alles vergessen können, was wir gesehen haben, weil es eh nur der fantasie eines toten entsprungen ist.
                          zum schluß liegen sich alle in den armen, die sich in der zeit auf der insel kennen und lieben gelernt haben (was ja garnicht möglich wär, wenn sie schon beim absturz umgekommen sind) und das soll dann ein schönes ende sein.

                          also ich kann die, die sagen, ihnen gefällt das ende, echt nicht verstehen. das ist doch quark hoch zehn. ******* im quadrat, der letzte ******. WTF... so ich brauch jetzt beruhigungstabletten

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                          • #14
                            Zitat von Nico H Beitrag anzeigen
                            soll das jetzt so stehen bleiben das jack tot ist und das alles nur ne einbildung von jack war?
                            alle fragen, die in der zeit enstanden sind nur hirngespinste eines halbtoten waren, die er in seiner todesfantasie sich ausgedacht hatte? das ist doch jetzt nicht war oder?
                            Das ist auch nicht wahr. Die ganzen Ereignisse sind wirklich passiert und Jack stirbt. Dann, irgendwann, wenn alle tot sind, treffen sie sich in den Flashsideways wieder und gleiten gemeinsam hinüber.

                            Kommentar


                            • #15
                              ps. sorry ich hab die andern drei threads mit der überschrift, "das bekloppteste TV-Serien Ende, das man sich vorstellen kann" nicht auf die schnelle gefunden.


                              .
                              EDIT (autom. Beitragszusammenführung) :

                              Nico H schrieb nach 3 Minuten und 25 Sekunden:

                              na ne das is ja eben nicht passiert. jack stirbt scheinbar schon ganz am anfang, als das flugzeug abstürzt. zumindest legt er sich in den bambuswald nieder wo er in der ersten folge lag.
                              also ist das alles nur in jacks fantasie passiert. vielleicht so eine art zwischenwelt zwischen tot und leben.
                              Zuletzt geändert von Nico H; 03.06.2010, 19:23. Grund: Antwort auf eigenen Beitrag innerhalb von 24 Stunden!

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